Ab 2016 

Teurer Müll: Erhöhung der Abfallgebühren

+
Zum ersten Mal in zehn Jahren werden in Heidelberg die Abfallgebühren erhöht. 

Heidelberg – Zum ersten Mal nach zehn Jahren werden wieder die Abfallgebühren erhöht. Um welchen Betrag es geht und wie viel woanders berappt werden muss: 

Der Heidelberger Gemeinderat hat am Donnerstag, einstimmig beschlossen, die Abfallgebühren erstmals nach zehn Jahren wieder zu erhöhen.

Grund dafür sind die allgemeinen Kostensteigerungen sowie sinkende Gebühreneinnahmen in den vergangenen Jahren.

Die Kosten 

Die durchschnittlichen Abfallgebühren für einen Vier-Personen-Haushalt werden sich von derzeit 94 bis 104 Euro auf neu 102 bis 113 Euro pro Jahr erhöhen.

Trotz dieser Gebührenerhöhung liegt Heidelberg weit unter dem landesweiten Durchschnitt in Höhe von circa 150 Euro im Jahr 2014.

So wird die Leerung einer 120-Liter-Restmülltonne im Teilservice zukünftig 5,60 Euro kosten statt bisher 5 Euro. Auch die Grundgebühr wird sich erhöhen auf 90 Euro im Jahr statt bislang 84 Euro.

Sie wird zukünftig unter dem Begriff Jahresgebühr im Gebührenbescheid zu finden sein. Insbesondere beim Vollservice und Komfortservice wird die Gebührenerhöhung ins Gewicht fallen. Die bisherigen Preise von 12 Euro für das wöchentliche, beziehungsweise sechs Euro für das 14-tägliche Bereit- und Zurückstellen einer 120-Liter-Tonne im Jahr wurden aufgrund der allgemeinen Kostensteigerung angepasst.

So wird sich der Vollservice der wöchentlichen Abfuhr der 120-Liter-Tonne von bisher 12 Euro auf 15,60 Euro pro Jahr erhöhen. Der Komfortservice (Stufe eins) wird sich von 20 Euro auf 28,20 Euro pro Jahr erhöhen. 

Abfallgebühren in den letzten zehn Jahren

2008 konnten die Gebühren jedoch wieder um durchschnittlich zehn Prozent gesenkt werden, und im Jahre 2013 wurde die Bioabfalltonne gebührenfrei. Bemerkenswert ist, dass ein Vier-Personen-Haushalt trotzdem immer noch im Durchschnitt 20 Prozent weniger als vor zehn Jahren für die Abfallentsorgung bezahlen muss.

Das ist umso beachtlicher, da die Stadt Heidelberg im Vergleich zu anderen Städten in Baden-Württemberg und im Bundesgebiet ihren Bürgerinnen und Bürgern eines der umfassendsten Abfallwirtschaftssysteme anbietet. Dies ist unter anderem ein Ergebnis von Verbesserungen im Betriebsablauf (beispielsweise der Touren-Optimierung) und von wirtschaftlichen Erfolgen, zum Beispiel die anhaltend gute Marktsituation für die Verwertung des Papiers in den vergangenen Jahren.

Gute Abfalltrennung in Heidelberg

Wichtiger Aspekt ist zudem die gute Abfalltrennung durch die Heidelberger Bevölkerung, wodurch dasRestmüllaufkommen stetig reduziert wird. Die durch die Verbesserungen erzielten Gewinne wurden direkt an die Gebührenzahlerinnen und -zahler weitergegeben. 

Abfall trennen und sparen

Wer Abfall trennt, hat weniger Restmüll und kann somit die Gebühren senken. Die Stadt unterstützt die Bürgerschaft mit vielen kostenlosen Angeboten:

Sperrmüll: Die Sperrmüllsammlung ist pro Haushalt zweimal jährlich gebührenfrei. Die Stadt bietet in jedem Stadtteil ein bis zweimal im Monat Sperrmülltermine an.

Altglas und Altkleider: Überall im Stadtgebiet stehen öffentliche Container für die kostenfreie Entsorgung von Altglas und Altkleidern.

Bioabfall, Altpapier, Gelbe Säcke/Gelbe Tonnen: Die Stadt stellt auf den Grundstücken Behälter für Bioabfall und Papiermüll sowie Gelbe Säcke/Gelbe Tonnen zur Verfügung – im sogenannten Teilservice werden diese gebührenfrei geleert.

Recyclinghöfe: Bei fünf Recyclinghöfen im Stadtgebiet können die Bürgerinnen und Bürger viele Wertstoffe gebührenfrei abgeben.

Quelle: Heidelberg24

Mehr zum Thema

Royals-Fieber: Die Schnappschüsse unsere Leser

Royals-Fieber: Die Schnappschüsse unsere Leser

22. Deutscher Murmel-Meister gesucht

22. Deutscher Murmel-Meister gesucht

Sattelzug kracht ungebremst in mehrere Autos

Sattelzug kracht ungebremst in mehrere Autos

Kommentare