Kein Fremdverschulden

Tragischer Vermisstenfall: Seit Wochen keine Spur von Jan T. – jetzt der traurige Fund

Jan T.
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Hanau - Seit Wochen fehlt von Jan T. und seinem Auto jede Spur. Jetzt hat seine Familie die traurige Gewissheit: Der 19-Jährige ist tot.

  • Seit dem 19. Mai 2020 wird der 19-jährige Jan T. vermisst
  • Neuste Erkenntnisse lassen die Polizei eine Tauchaktion im Main im Raum Hanau-Steinheim durchführen.
  • Die Taucher untersuchen insgesamt vier Fahrzeuge auf Hinweise.
  • Am 23. Juli wird der Vermisste tot aufgefunden.

Update vom 24. Juli: Die Öffentlichkeitsfahndung nach dem seit dem 19. Mai vermissten 19-Jährigen aus Schaafheim kann eingestellt werden. Familienangehörige hatten den Vermissten am Donnerstag (23. Juli) mit seinem demolierten Fahrzeug in einem Gebüsch bei Klein-Auheim, in Höhe der Anschlussstelle B45, tot aufgefunden und die Polizei informiert.

Ein Fremdverschulden ist nach derzeitigem Ermittlungsstand auszuschließen. Seit über 10 Wochen hatte die Polizei umfangreich nach dem jungen Mann gesucht. Im Rahmen der Suche war auch ein zirka sieben Kilometer langer Streckenabschnitt des Mains abgesucht worden.

Seit mehr als sieben Wochen fehlt von dem 19-jährigen Jan T. sowie seinem Auto, einem schwarzen VW CC, jede Spur. Am 19. Mai hat der Vermisste zum letzten Mal per Telefon Kontakt zu seinen Eltern aufgenommen. Die Ermittler des Kommissariats 10 der Darmstädter Kriminalpolizei haben nun das Mobiltelefon des Jugendlichen geortet. Dies lässt darauf schließen, dass der verschwundene 19-Jährige sich zuletzt im Raum Hanau-Steinheim aufgehalten hat. 

Hanau-Steinheim: Taucher überprüfen vier Fahrzeuge im Main nach Hinweisen

Aufgrund der neusten Erkenntnisse haben die Ermittler die Suche nach Jan T. im Laufe der vergangenen Tage ausgeweitet. Die Polizei hat im Umkreis des vermeintlichen Aufenthaltsorts einen sieben Kilometer langen Streckenabschnitt des Mains abgesucht.

Mithilfe einer Sonde stellen die Einsatzkräfte fest, dass sich vier Fahrzeuge im Flusslauf befinden. Die Taucher der Hessischen Polizei bergen am 2. und 6. Juni insgesamt drei der vier Fahrzeuge im Umkreis des vermeintlichen Aufenthaltsorts. Auch Fahrzeug Nummer vier wird überprüft. Eine Bergung ist hier jedoch unmöglich. Stattdessen untersuchen Taucher das Fahrzeug unter Wasser. Sind die Ermittler tatsächlich auf den VW CC des vermissten Jan T. gestoßen?

Das Ergebnis ist am Ende leider ernüchternd: Die Ermittler schätzen die Liegezeit der vier Autos auf mehrere Jahre. Keines der Fahrzeuge kann als das Auto von Jan T. identifiziert werden oder Hinweise auf das Verschwinden des 19-Jährigen oder seines schwarzen VW CC liefern.

Auch in Heidelberg ist die Polizei aktuell mit einem Vermisstenfall beschäftigt: Der 15-jährige Elias E. verschwand spurlos aus seinem Elternhaus.

Hanau-Steinheim: Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach Jan T.

Die Kriminalpolizei in Darmstadt ruft die Bevölkerung daher wiederholt um Mithilfe bei der Suche nach Jan T. auf. Besonders in der anstehenden Urlaubszeit bitte man die Menschen aus der Region die Augen auf Autobahnen und in weiter entfernten Zielen offen zu halten. Wer einen Hinweis zu Jan T. oder seinem schwarzen VW geben kann, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 06151/969-0 bei der Polizei in Darmstadt oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Jan T. aus Schaafheim hat am Tag seines Verschwindens am 19. Mai 2020 eine beigefarbene Hose und eine blaue Sweatjacke der Marke Naketano sowie schwarze Nikeschuhe getragen. Er ist 1,85 Meter groß und hat eine schlanke Statur, blaue Augen und dunkelbraune Haare. Er ist zusammen mit seinem VW CC mit dem amtlichen Kennzeichen DA-TJ 105 verschwunden. Als seinen letzten georteten Aufenthalt hat die Polizei den Raum Hanau-Steinheim ermittelt. Auch in Mannheim fahndet die Polizei unter Hochdruck nach einem Vermissten: Eugen G. hat versucht Einsatzkräfte mit seinem Auto zu überfahren und wurde dabei von der Polizei angeschossen.

Diese Menschen aus der Region werden seit Jahren vermisst

Die Geschichte des vermissten Jan T. ist leider kein Einzelfall. Beim Landeskriminalamt erfasst man täglich rund 250 bis 300 Vermisstenfahndungen. Laut LKA sind etwa zwei Drittel aller Vermissten männlich, circa die Hälfte sind Kinder und Jugendliche. Bei rund drei Prozent liegt der Anteil der Menschen, die länger als ein Jahr vermisst werden. Einige davon werden bedauerlicherweise schon seit mehreren Jahren vermisst. (pol/akm)

Ende August verschwindet ein Mann aus Heidelberg-Handschuhsheim. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass sich der 51-jährige Volker Georg S.in einer hilflosen Lage befindet.

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