Mehrere Tatorte

Messer-Attacken in Hanau: Was ist passiert? Neue Details zum brutalen Verbrechen

Hanau - Am Dienstag werden vier Personen von einer Männer-Gruppe verletzt. Neue Details zu den brutalen Messer-Attacken: 

  • In Hanau werden vier Personen mit Verletzungen in eine Klinik gebracht.
  • Eine Gruppe von fünf bis sieben Männern haben zuvor die Opfer angegriffen.
  • Die Polizei fahndet mit Hubschrauber nach den Tätern.
  • Staatsanwaltschaft nennt neue Details zu den Messer-Attacken in Hanau

Update vom 29. April, 16:30 Uhr: An mehreren Tatorten in der Innenstadt von Hanau wurden am Dienstagabend bei Messerangriffen vier zwischen 17 und 26 Jahre alte Männer verschiedener Nationalitäten verletzt. Zwei Tatverdächtige wurden am Mittwoch nach einem Zeugenhinweis vorläufig festgenommen. Es handelt sich um zwei 23 und 29 Jahre alte Männer aus Syrien, wie die Staatsanwaltschaft Hanau mitteilt. Hinweise auf politische Motive sehen die Ermittler nicht. Es gebe derzeit auch keine bekannten Verbindungen zu den Gewalttaten im Februar in Hanau.

Die beiden nach den Messerangriffen festgenommenen Männer seien in Gewahrsam und würden vernommen, berichtete die Polizei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags. Wann die Festgenommenen einem Haftrichter vorgeführt werden, war am Mittwochnachmittag noch unklar. Zum Tatgeschehen hätten sie sich noch nicht eingelassen, sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies. Die Hintergründe und das Motiv der Tat seien unklar. Ebenso ungewiss ist, ob sich Täter und Opfer kannten oder es ein zufälliges Zusammentreffen war. Klar sei hingegen, dass keine der Gruppen marodierend durch die City zog, um wahllos Passanten zu attackieren, betonte Mies.

Messer-Attacken in Hanau: Neue Details zur brutalen Tat  

Die beiden festgenommenen Syrer werden verdächtigt, beteiligt gewesen zu sein, als an mehreren Tatorten in der Hanauer Innenstadt vier Männer zwischen 17 und 26 Jahren verletzt wurden. Diese wurden laut Polizei von Mitgliedern einer Gruppe angegriffen. Das „dynamische und sich verlagernde Tatgeschehen", so Mies, soll sich den Angaben zufolge zwischen dem Freiheitsplatz und dem Klinikum Hanau zugetragen haben. Die Beteiligten hätten neben Messern auch Schlagwerkzeuge wie etwa Stangen verwendet, erklärte Mies. Die bei der Auseinandersetzung Verletzten erschienen am späten Abend kurz nacheinander in der Notaufnahme des Hanauer Klinikums. Einige Männer wiesen Stichwunden auf. Zwischenzeitlich schwebte einer der Verletzten in Lebensgefahr, wie Mies berichtete. Bei den Verletzten handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um zwei Syrer, einen Iraker und einen Albaner. Sei alle seien am Mittwoch noch zur Behandlung im Klinikum gewesen, sagte Mies. 

Hanau: Messerattacke mit mehreren Verletzten - Verdächtige schweigen über Motiv

Update vom 29. April, 12:13 Uhr: Nach den Messerattacken in Hanau hat die Staatsanwaltschaft keine Hinweise auf politische Motive. „Wir haben derzeit keine Anhaltspunkte auf eine fremdenfeindliche, politisch motivierte oder terroristische Tat", sagt Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Mittwochmorgen auf Anfrage. Es gebe auch derzeit keine Verbindung zu der schrecklichen Tat in Hanau im Februar.

Die beiden Tatverdächtigen würden vernommen, berichtet die Polizei. Zum Tatgeschehen hätten sich die Syrer noch nicht eingelassen, erklärt Oberstaatsanwalt Mies. Die Hintergründe und das Motiv der Tat seien unklar. Ebenso ungewiss ist, ob sich Täter und Opfer kennen oder es ein zufälliges Zusammentreffen war. Bei den Verletzten handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um zwei Syrer, einen Iraker und einen Albaner.

Verbrechen in Hanau: Mehrere Verletzte nach brutaler Attacke - zwei Verdächtige gefasst

Update vom 29. April, 8:49 Uhr: Aufgrund von Zeugenhinweisen kann die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 23 und 29 Jahren. Beide befinden sich jetzt in Gewahrsam. Das teilt die Polizei Südosthessen mit. Weitere Ermittlungen laufen über die Staatsanwaltschaft Hanau und der Kriminalpolizei. Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer  06181 100-123 bei den Beamten melden. 

Erstmeldung vom 29. April, 7:11 Uhr: Erneut ereignet sich in Hanau ein schreckliches Gewaltverbrechen. Am Dienstag (28. April) gegen 22 Uhr werden vier Personen innerhalb kurzer Zeit in die Notaufnahme des Hanauer Klinikums gebracht. Alle Patienten haben Verletzungen am Körper, unter anderem handelt es sich um Stichverletzungen. Die Polizei wird sofort alarmiert und diese startet die Ermittlungen.

Wie die Polizei Südosthessen in der Nacht auf Mittwoch berichtet, hat sich herausgestellt, dass alle Verletzten einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sind. Die Personen sind am Dienstag unabhängig voneinander in Hanau unterwegs gewesen, als sie jeweils auf eine Männergruppe trafen.

Hanau: Männer-Gruppe verletzen vier Personen - Polizei startet Fahndung mit Hubschrauber

In den Bereichen Leimenstraße/Langstraße, Hirschstraße und am Freiheitsplatz in Hanau sind die Passanten auf die Täter gestoßen. Fünf bis sieben Unbekannte griffen die Opfer an und verletzten sie. Die Polizei hat daraufhin sofort eine Fahndung gestartet – bislang jedoch ohne Erfolg. Auch ein Hubschrauber ist in Hanau im Einsatz.

Mit Hubschraubern sucht die Polizei nach den brutalen Tätern aus Hanau. (Symbolfoto)

Wie die Polizei berichtet, sollen fast alle Täter einen Vollbart tragen. Einer ist etwa 20 Jahre alt, 1,90 Meter groß und muskulös. Er hat dunkelblonde Haare und trägt eine kurze Hose. 

Hanau: Passanten grundlos verletzt? Polizei sucht nach brutalen Tätern

Bei den Opfern handelt es sich um vier Männer im Alter von 17 bis 26 Jahren. Keiner der Verletzten liegt nach derzeitigem Kenntnisstand in Lebensgefahr. 

Das Motiv hinter dem Gewaltverbrechen in Hanau ist noch völlig unklar. Bisher weiß die Polizei lediglich, dass die Taten unabhängig voneinander passiert sind. Weitere Ermittlungen übernimmt die Staatsanwaltschaft Hanau.

Erst am 19. Februar erschütterte ein schrecklicher Fall ganz Deutschland: In Hanau erschoss der 43-jähriger Tobias R. neun Menschen, seine Mutter und schließlich sich selbst. Das Motiv hinter der Horror-Tat war purer Rassismus und Fremdenhass. 

pol/jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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