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Halloween: Viel los in Horror-Nacht – Auch für die Polizei? Die Einsatzbilanz

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Von: Josefine Lenz

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Halloween in Rheinland-Pfalz: Polizei zieht Bilanz – die Einsätze in der Grusel-Nacht (Symbolfoto)
Halloween in Rheinland-Pfalz: Polizei zieht Bilanz – die Einsätze in der Grusel-Nacht (Symbolfoto) © MANNHEIM24/Christian Roth

Heidelberg/Mannheim/Region - Wie jedes Jahr ereignen sich an Halloween zahlreiche Polizeieinsätze. Am Morgen danach ziehen die Beamten ihre Bilanzen. Was in der Horror-Nacht alles passiert ist:

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis: Wie bereits in den vergangenen Jahren müssen die Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim in der Halloween-Nacht (31. Oktober) zu rund 50 Halloween-typischen Einsätzen ausrücken. Neben zahlreichen Ruhestörungen kommt es in einzelnen Fällen zu Streitigkeiten und Körperverletzungen sowie Streichen wie Eierwürfen gegen Hausfassaden.

In den Abendstunden verursachen rund 100 Personen Lärm mit ihren Motorrädern auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Hebelstraße in Heidelberg. Diese sammeln sich offenbar zu einem sogenannten „Halloween-Ride-Out“. Beim Eintreffen mehrerer Polizeistreifen flüchtet bereits ein Teil der Biker. Den übrigen Teilnehmern wird ein Platzverweis für das Stadtgebiet Heidelberg erteilt, woraufhin sich diese über den Bismarckplatz und die Uferstraße entfernen. Danach bleibt es ruhig.

Insgesamt zieht das Polizeipräsidium Mannheim eine positive Bilanz der Halloween-Nacht 2021, die vergleichsweise keine Auffälligkeiten gegenüber einer normalen Wochenendnacht zeigt. Das Konzept von intensiver und offen gezeigter Polizeipräsenz zeigt offenbar Wirkung.

Halloween in Rheinland-Pfalz: Die Einsätze der Polizei im Überblick

Speyer: In der ausverkauften Veranstaltungshalle 101 kommt es während der Halloweenparty zu einer Schlägerei zwischen mehreren Gästen. Eine dreiköpfige Gruppe von Männern im Alter zwischen 31 und 35 Jahren und eine zweiköpfige Gruppe im Alter von 24 und 31 Jahren gerät zunächst aus ungeklärten Gründen in einen verbalen Streit. Dieser eskaliert jedoch und es kommt zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Parteien, bei denen auch Gläser und Bänke geworfen werden. Drei Personen werden
bei der Auseinandersetzung leicht verletzt, müssen aber ärztlich nicht versorgt werden. Den Beteiligten wird ein Platzverweis ausgesprochen und Anzeigen wegen Körperverletzung eingeleitet. Ansonsten verläuft die Veranstaltung problemlos, die Stimmung ist gut und ausgelassen.

Worms: Bis in den späten Abend hinein werden mehrere Jugendgruppen gemeldet, die in der Innenstadt Böller zünden. Hierbei werden auch zwei Mülltonnen durch Böllerwurf beschädigt. Den Täter dieser Sachbeschädigung kann die eingesetzte Streife im Nachgang jedoch namentlich ermitteln. Einige der Jugendlichen können kontrolliert werden. Ihnen werden Platzverweise erteilt und Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Weil sich ein Jugendlicher, bei einer späteren erneuten Kontrolle noch an der Örtlichkeit aufhält, wird er zur Dienststelle gebracht und im weiteren Verlauf den Eltern überstellt. Auch werden Eier an Hausfassaden in der Innenstadt geworfen. Im Zusammenhang mit Halloween kommt es auch zu einer Körperverletzung im Innenstadtbereich, bei der ein Jugendlicher von zwei Anderen ins Gesicht geschlagen wird.

Weiterhin werden zwischen 18:30 Uhr und 19:00 Uhr Eier im Bereich des Stadtparks auf vorbeifahrende Autos geworfen. Wobei derzeit kein Zusammenhang mit den Eierwerfern in der Innenstadt hergestellt werden kann. Die Polizei weist hierbei daraufhin, dass solche Taten keine Kavaliersdelikte und keine harmlosen Jugendstreiche sind. Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen die im Bereich Kimmelhorstweg / B9 / Philosophenstraße Beobachtungen gemacht haben und sachdienliche Hinweise geben können. Glücklicherweise kommt es durch den Eierwurf nicht zu einem Unfall.

In Neuhausen werden zwei PKW‘s durch Graffiti bzw. einen abgetretenen Außenspiegel beschädigt. Dazu kommen etliche Ruhestörungen durch Halloweenpartys in Stadt und Umland. Diese könnnen, aufgrund der Vielzahl der Meldungen, nicht immer durch die Polizei zeitnah abgearbeitet werden. An manchen Stellen in der Stadt geraten einige Personen, mutmaßlich aufgrund ihrer Alkoholisierung, in Streit. Teilweise muss die Polizei dabei regulierend eingreifen. Größere Körperverletzungsdelikte werden jedoch nicht registriert. (pol/jol)

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