Evakuierung aufgehoben

Phosphorbombe in Germersheim gesprengt: Bewohner können in Häuser zurück

19.12.2019, Rheinland-Pfalz, Germersheim: Polizeibeamte sperren Zugangsstraßen. Bei Bauarbeiten war eine Phosphorbombe gefunden worden, die vor Ort gesprengt werden muss. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
+
Weltkriegsbombe in Germersheim entschärft.

Germersheim - Auf einer Baustelle wird eine Fliegerbombe entdeckt. Wohnhäuser und ein nahegelegenes Krankenhaus müssen evakuiert werden.

  • In Germersheim wird eine Fliegerbombe auf einer Baustelle gefunden.
  • Knapp 2.000 Menschen müssen evakuiert werden.
  • Wohnhäuser und ein Krankenhaus sind von der Evakuierung betroffen.
  • Blindgänger in der Nacht auf Freitag (20. Dezember) erfolgreich gesprengt.
  • Bewohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.  

Update vom 20. Dezember: Die Phosphorbombe aus dem 2. Weltkrieg, die bei Bauarbeiten in Germersheim gefunden wurde, ist in der Nacht auf Freitag (20. Dezember) erfolgreich gesprengt worden. Laut Polizei wurde der Blindgänger um kurz nach 1 Uhr gesprengt. Anschließende Messungen auf mögliche Giftstoffe in der Luft ergeben keine Auffälligkeiten. Die Evakuierung wird um kurz vor 2 Uhr morgens aufgehoben. Bei der Rückkehr der Bewohner in ihre Wohnungen und Häuser kommt es laut „Rheinpfalz“ zu keinen Komplikationen. 

Fliegerbombe in Germersheim: Teile der Innenstadt evakuiert

Update um 20:26 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur bekannt gibt, soll die Fliegerbombe gegen 22 Uhr kontrolliert gesprengt werden, sobald alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen wurden. Die Sprengstoffexperten vor Ort befürchten nicht so sehr die Gefahr von Bombensplittern, sondern die der Phosphorladung. Der Phosphor könnte mit Sauerstoff reagieren, was zu sehr giftigen Nebel führen könnte. Falls das eintreten sollte, hat die Feuerwehr Wasserwerfer aufgestellt, um ein mögliches Aufsteigen von Phosphornebel zu verhindern. Vor der kontrollierten Sprengung muss allerdings das nahegelegene Krankenhaus und die Wohnhäuser in der Umgebung geräumt werden. Laut Bürgermeister Schaile sei dies nahezu abgeschlossen.

Weltkriegsbombe in Germersheim entschärft.

Germersheim: Fliegerbombe auf Baustelle entdeckt – Innenstadt wird evakuiert

In Germersheim herrscht derzeit ein Ausnahmezustand: Die Polizei und der Kampfmittelräumdienst sperren weiträumige Teile der Innenstadt ab. Knapp 2.000 Personen werden evakuiert. Ein Krankenhaus muss den laufenden Betrieb einstellen. Und die dicken Nebelschwaden, die sich heute über die gesamte Metropolregion gelegt haben, sorgen für eine unheimliche Stimmung in Germersheim. Doch was ist passiert?

Am Donnerstagnachmittag (19. Dezember) wird auf der Baustelle Stengelkaserne in Germersheim geschuftet und gebaggert, bis Bauarbeiter plötzlich etwas Ungewöhnliches entdecken: Bei den Baggerarbeiten stoßen sie auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger soll eine Phosphorbombe sein, dessen Transport sich schon unter besten Bedingungen schwierig gestaltet. In Germersheim kommt beschwerlich hinzu, dass die Bombe bei den Bauarbeiten beschädigt wurde.

Germersheim: Fliegerbombe in Innenstadt gefunden

Da sich Phosphor an der Luft entzündet, muss die 50 Kilogramm schwere Bombe sofort wieder mit Sand zugeschüttet werden, um eine Katastrophe zu verhindern. Allerdings ist das nur eine temporäre Lösung – im Laufe der nächsten Stunden wird die Bombe gesprengt werden müssen. Ein Abtransport der Bombe ist nicht mehr möglich, so Bürgermeister Marcus Schaile gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt müssen knapp 2000 Menschen ihre Häuser verlassen, da sich ihr Zuhause innerhalb des Sicherheitsradius von 300 Metern befindet. Vorübergehend können sie in der Stadthalle oder im Bürgerhaus unterkommen, so Schaile. Allerdings gestaltet sich die Evakuierung nicht sehr einfach: Innerhalb des Sicherheitsradius befindet sich die Asklepios Südpfalzklinik.

Germersheim: Krankenhaus muss evakuiert werden

Einsatzkräfte müssen jetzt das Krankenhaus bei laufenden Betrieb evakuieren. Nach Angaben der RHEINPFALZ sollen Patienten in Kliniken in Speyer und Kandel verlagert worden. Patienten „bei denen es medizinisch vertretbar war“ wurden aus Krankenhaus in Germersheim entlassen.

In den letzten Wochen wurden immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. So auch vor wenigen Tagen bei Kaiserslautern. Da der Fund nahe der Autobahn ist, muss die A6 für die Entschärfung für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

dpa/mw

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare