1. Mannheim24
  2. Region

Freie Fahrt! GDL-Streik im Südwesten bei Bahn-Unternehmen SWEG endet heute

Erstellt:

Von: Peter Kiefer

Kommentare

Stuttgart - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat die Eisenbahner bei der SWEG tagelang zum Streik aufgerufen. Jetzt soll der Arbeitskampf im Südwesten enden:

Update vom 10. November: Aufatmen bei Tausenden Bahnreisenden im Südwesten! Noch am Donnerstag (10. November) will die mächtige Lokführergewerkschaft GDL am späten Vormittag ihren Streik beim Bahnunternehmen SWEG beenden. „Mit dieser Atempause geben wir der SWEG-Geschäftsführung Gelegenheit, die Haltlosigkeit ihrer Position einzugestehen“, so der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Mittwoch in einer Mitteilung.

Die GDL hatte die Beschäftigten der SWEG und deren Tochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) vom 2. November an zum Streik aufgerufen und zunächst kein Enddatum genannt. Vor allem bei der SBS hatte es zuletzt laut Unternehmen größere Einschränkungen gegeben, nur etwa jeder 2. Zug fuhr. Auf anderen Strecken der SWEG variierten die Auswirkungen des Streiks. Die GDL spricht von zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen im gesamten Streckennetz der Landeseisenbahn.

GDL-Streik im Südwesten: Mit diesen Einschränkungen müssen Zugreisende rechnen

Erstmeldung vom 2. November: Nicht schon wieder! Werden sich zig Tausende Pendler und Bahnfahrer denken, wenn sie diese schlechte Nachricht erfahren. Wobei „fahren“ tut eh herzlich wenig im Streckennetz von Südwestdeutsche Landesverkehrs GmbH (SWEG) und der SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) im Südwesten. Der Grund: Ein neuerlicher Streik! Ende: Völlig offen.

Teilnehmer eines Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sitzen vor dem Hauptbahnhof auf einer Bank. Im Konflikt der GDL und der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) zeichnet sich nach wie vor keine Lösung ab. Die Lokführer erhöhen den Druck in dem Konflikt durch erneute Warnstreiks.
Teilnehmer eines Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sitzen vor dem Hauptbahnhof auf einer Bank. Im Konflikt der GDL und der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) zeichnet sich nach wie vor keine Lösung ab. Die Lokführer erhöhen den Druck in dem Konflikt durch erneute Warnstreiks. © Marijan Murat/picture alliance/dpa

Ab 2. November! Mitarbeiter von SWEG und SBS streiken

Ab Mittwoch (2. November) legen die Beschäftigten von SWEG (1.800 Mitarbeiter) und SBS nämlich die Arbeit nieder: „Auf allen Strecken, wo die SBS und die SWEG fährt, wird es Einschränkungen geben“, mahnt der stellvertretende Vorsitzende des GDL-Bezirks Süd-West, Danny Grosshans, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochmorgen.

Der Streik sollte um 3 Uhr früh beginnen. Grosshans konnte am frühen Morgen zunächst keine Informationen zu Teilnehmerzahlen nennen. Zugreisende im Südwesten müssten sich ab 2. November für unbestimmte Zeit auf Behinderungen im Bahnverkehr einstellen. Auf den Zollern-Alb Bahnen und im Raum Freiburg etwa sei mit streikbedingten Einschränkungen zu rechnen, die Münstertalbahn werde im Busnotverkehr bedient.

GDL will „keine tarifliche Ungleichbehandlung“ in SWEG und SBS zulassen

Grund ist, dass die Lokführergewerkschaft GDL zum inzwischen 5. Mal Lokomotivführer, Zugbegleiter, Werkstattmitarbeiter, Ausbilder, Mitarbeiter des SWEG-Kundencenters und Disponenten der SWEG und der SBS zu einem Streik aufgerufen hat.

Schon in den vergangenen Wochen hatte die GDL mehrfach zu Warnstreiks und nach erfolgter Urabstimmung zu Streiks bei der SWEG aufgerufen. Die GDL will laut ihrem Bundesvorsitzenden Claus Weselsky keine tarifliche Ungleichbehandlung in den Unternehmen SWEG und SBS zulassen.

Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft der Lokführer (GDL), spricht auf einer Kundgebung in Stuttgart. (Archivfoto)
Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft der Lokführer (GDL), spricht auf einer Kundgebung in Stuttgart. (Archivfoto) © Christian Johner/picture alliance/dpa

Ziel der GDL: Künftig soll nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern ein Tarifvertrag mit mehr 500 Eisenbahnern ausgehandelt werden. Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg - heute SBS - auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

GDL-Streik ab 2. November – SWEG kündigt betriebliche Störungen an

Die SWEG hat bereits im Vorfeld angekündigt, infolge der Arbeitskampfmaßnahmen sei im Streikzeitraum mit betrieblichen Störungen in ihren Netzen zu rechnen. Die Münstertalbahn werde im Busnotverkehr bedient.

Übrigens: Unser MANNHEIM24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Stärkere Streikauswirkungen seien im Stuttgarter Netz/Neckartal der Konzerntochter SBS zu erwarten. Fahrgäste wurden gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren. (dpa/pek)

Auch interessant

Kommentare