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Dreister Zuggast verhindert Weiterfahrt in Fulda – weil er auf Lieferservice wartet

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Von: Daniel Hagen

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Fulda - Ein junger Mann ist mit Freunden im ICE unterwegs. Als der Zug weiterfahren möchte, hält er die Tür offen. Der dreiste Grund dafür: Er wartet auf einen Lieferservice!

Verspätungen gehören bei der Deutschen Bahn einfach zum Alltag. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und reichen von technischen Problemen bis hin zu Einsätzen von Polizei oder Rettungsdienst. Manchmal sind aber auch die Fahrgäste für eine Verzögerung im Ablauf verantwortlich, weil sie sich renitent gegen geltende Regeln wehren oder die Türen länger offenhalten – meist, um noch jemanden zusteigen zu lassen. MANNHEIM24 berichtet über einen besonders dreisten Fall in Hessen.

Fulda: Dreister Zuggast verhindert Weiterfahrt – weil er auf Lieferservice wartet

Wie die Bundespolizeiinspektion Kassel mitteilt, hat sich der dreiste Vorfall am Bahnhof Fulda (Hessen) ereignet. Dort fährt am Sonntagmorgen (28. August) gegen 2 Uhr ein ICE in Richtung München ein. Die Weiterfahrt nach Bayern soll sich allerdings etwas verzögern. Grund dafür ist ein 23-Jähriger aus Ottobrunn, der zusammen mit vier Begleitern im Zug sitzt. Wenn es um Verspätungen geht, kennt man sich am Hauptbahnhof Mannheim besonders gut aus. Dort kommt jeder zweite Zug zu spät.

Der junge Mann aus Bayern blockiert die Tür des ICE und verhindert damit die Weiterfahrt. Der Grund dafür könnte nicht dreister und egoistischer sein. Denn die Gruppe hat in Fulda Essen bestellt und wartet jetzt auf den Lieferservice! Erst, als die lang ersehnte Lieferung am Bahnsteig 4 ankommt, ist der 23-Jährige bereit, die Tür freizugeben. Es läuft jedoch anders, als er es sich ausgemalt hat.

Dreiste Gruppe wird in Fulda aus dem Zug geworfen

Denn als der ICE mit rund 15 Minuten Verspätung den Bahnhof Fulda verlässt, sind der dreiste Bayer und seine vier Freunde nicht mehr an Bord. Sie sind nämlich wegen ihres Verhaltens von der Bundespolizei aus dem Zug geworfen worden. Wann die Gruppe die Heimfahrt weiterführen kann, ist unbekannt. Da sie aber mitten in der Nacht am Bahnhof gestrandet sind, dürfte die Wartezeit etwas länger gewesen sein.

Doch die Wartezeit in Hessen ist nicht das einzige Problem für den 23-jährigen Bayer. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat nämlich auch noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen ihn eingeleitet. tz.de berichtet ebenfalls über einen Zug in München, in dem die Fahrgäste stundenlang gefangen waren. (pol/dh)

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