Im Internet für Sex verkauft

Missbrauchsskandal bei Freiburg: Behörden machten Fehler!

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Hätte das unbeschreibliche Leid des 9-jährigen Jungen verhindert werden können? (Symbolbild)

Freiburg - Einen 9-Jährigen aus dem Breisgau ereilte ein grausames Schicksal: Er wurde als Sexsklave verkauft. Sein unvorstellbares Leid hätte vermutlich verhindert werden können.

Ein Sexualstraftäter zieht zu einer Familie bei Freiburg. Ein Mann, der bereits als Pädophiler bekannt war und für sexuellen Missbrauch gesessen hatte! Die Behörden müssen sich für ihren Umgang mit der Familie nun auf kritische Fragen einstellen.

Denn bereits im vergangenen März gab es Hinweise darauf, dass der heute 9-jährige Junge sexuell missbraucht wurde, woraufhin ihn das Jugendamt aus der Familie holte. Der Junge wurde nach Angaben des Landratsamtes schon im Kindergartenalter vom Jugendamt betreut. 

Wie konnte es also dazu kommen, dass man ihn zu seiner 47-jährigen Mutter und ihrem vorbestraften 37-jährigen Lebensgefährten zurückschickte? Darauf hat momentan niemand eine Antwort.

Nach Angaben der Stuttgarter Zeitung wurde der 37-jährige Peiniger des Jungen zwei Monate später - im Mai 2017 - sogar vom Amtsgericht zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt, da er mit seinem Einzug bei Mutter und Sohn gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hatte.

Er durfte sich Kindern nicht annähern, weil er bereits eine langjährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs verbüßt hatte.

Allerdings kam der Sexualstraftäter nicht in Haft, sondern lebte weiter unbehelligt bei dem 9-Jährigen. Er hatte Revision gegen seine Haftstrafe eingelegt und offiziell den Wohnort gewechselt, sodass er vorerst aus dem Schneider war.

9-Jähriger jahrelang als Sexsklave verkauft

In diesen Monaten - bis zur Festnahme des 37-Jährigen im September 2017 - durchlitt der 9-jährige Junge weiterhin ein unvorstellbares Martyrium, das hätte verhindert werden können. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte verkauften ihn für Sex im Internet. 

Die Stuttgarter Zeitung spricht von einer Art Flatrate, für die der Junge angeboten wurde. Man zahlte ein paar Tausend Euro und bekam dafür das Kind für einen Tag oder ein Wochenende für Sexspiele zur Verfügung.  

Die Frau verkaufte ihren eigenen Sohn bereits seit 2015 im Internet. Neben ihr und ihrem wegen Sexualdelikten vorbestraften Partner sitzen mittlerweile sechs verdächtige Männer im Alter zwischen 32 bis 49 Jahren in Untersuchungshaft, die sich an dem Kind vergangen haben sollen. 

Nicht der erste Fehler des Jugendamtes

Das Jugendamt Breisgau-Hochschwarzwald stand in den vergangenen Jahren bereits in der Kritik: Im Januar 2015 wurde der 3-jährige Alessio in Lenzkirch im Schwarzwald von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt

Die Behörde soll Warnungen ignoriert und Alessio nicht ausreichend geschützt haben. Der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt musste eine Geldstrafe zahlen. 

dpa/hew

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