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Wert unklar: Prozess um „Barbarenschatz“ vertagt

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Der „Barbarenschatz“.

Frankenthal - Ein Hobby-Archäologe wird 2015 wegen Unterschlagung verurteilt, kämpft aber seitdem gegen das Urteil. Am Dienstag (23.Januar) startet der dritte Prozess in diesem Fall:  

Der Finder des Rülzheimer „Barbarenschatzes“ steht zum dritten Mal vor Gericht. Verhandelt wird wieder über die antiken Schmuckstücke und ob der mittlerweile 26-Jährige wegen Unterschlagung nun endgültig verurteilt wird. Der Angeklagte kämpft mit seinen Anwälten um einen Freispruch.

Am Dienstag (23. Januar) beginnt das Verfahren vor dem Landgericht Frankenthal, wird allerdings nach einem Gespräch zwischen Richterin, Staatsanwalt und Verteidigern vertagt. Weiter geht es dann am 8. Februar.

Wert unklar

Zuvor muss zuerst geklärt werden, ob der Schatz eine kulturhistorische Bedeutung hat. Dies entscheidet nämlich darüber, wer der Eigentümer des Schatzes ist.

Denn in Rheinland-Pfalz gehören Funde, die kulturhistorisch wertvoll sein können, unter bestimmten Umständen automatisch dem Staat

Über den Wert bestehen Zweifel. Ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger schätzt den Schatz auf425.000 Euro, während eine privat engagierte Gutachterin 40.000 Euro schätzt.

Der Barbarenschatz von Rülzheim

Was war passiert?

Ein damals 23-Jähriger findet am 9. Mai 2013 mit einem Metalldetektor einen Schatz in der Südpfalz und behält diesen für sich. Als die Polizei Fotos von den Schmuckstücken entdeckt, wird der junge Mann wegen Unterschlagung angeklagt und zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. 

Im Berufungsprozess wird die Strafe auf acht Monate gekürzt, trotzdem geht er in Revision vor dem Pfälzischen Oberlandgericht.

Dort bekommt er Recht, sodass der Fall neu aufgerollt wird

>>> Alle Artikel zum Barbarenschatz findest Du auf unserer Übersichtsseite.

dh/dpa

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