Hunderte Fans lauern auf Autogramm und Selfie

Western-Star Terence Hill in Worms

Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.
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Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.
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Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.

Worms - Ein Hauch von Hollywood am Rhein: Zwar wird nun doch keine Brücke nach ihm benannt – doch Western-Legende Terence Hill kommt trotzdem nach Worms. 

So läuft der Besuch von Terence Hill in Worms ab:

  • Um 16:30 Uhr besucht der gebürtige Venezianer das mittlerweile zu Ruhm gekommene Bauwerk – die Karl-Kübel-Brücke. Eine gute Gelegenheit für die Fans, das ein oder andere Autogramm abzustauben.
  • Im Anschluss trägt sich der Filmstar ins Goldene Buch der Stadt Worms ein
  • Um 20:30 Uhr zeigt Terence Hill in der EWR-Arena bei einer Open-Air-Vorstellung seinen neuen Film „Mein Name ist Somebody - Zwei Fäuste kehren zurück

>>>LIVE-TICKER zum Besuch von Terence Hill<<<

Was für ein aufregender Tag! Und zwar nicht nur für die vielen Terence Fans – sondern auch auch für ihn selbst. Hunderte Fans warten in Worms geduldig an der Brücke, die sie nur unter dem Namen ‚Terence Hill-Brücke‘ kennen auf ihr Idol. 

Der Name ist Entertainer Peter Englert zu verdanken, der vor der offiziellen Benennung der Brücke zur Karl Kübel-Brücke einfach eine Tafel mit den Namen ‚Terence Hill‘-Brücke angebracht hat. Im Traum hätte er nicht daran gedacht welche hohen Wellen diese Aktion schlägt und dass der Schauspieler tatsächlich mal über ‚seine‘ Brücke läuft!

Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.

„Ich freue mich, hier zu sein. Das ist eine schöne Brücke“

Am Freitag (24. August) ist es dann endlich soweit. Die Fans haben Banner und Poster mitgebracht, manche sogar selbstgemalte Bilder – all das in der Hoffnung, dass sie Terence Hill signiert. Man sieht ungewöhnlich viele Menschen die große Ähnlichkeit mit einem guten Kumpel, dem leider mittlerweile verstorbenen Kollegen, Bud Spencer haben... 

Fotografen und Kamerateams scharen sich um Hill, als er mit ein wenig Verspätung eintrifft. 

Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.

Mit dem Wormser Bürgermeister Michael Kissel und Entertainer Peter Englert läuft er über die Brücke und sagt: „Ich freue mich, hier zu sein. Das ist eine schöne Brücke“.

Natürlich dürfen auch die Nachfahren von Karl Kübel, dem eigentlichen Namensgeber nicht fehlen. Es werden Hände geschüttelt und Autogramme geschrieben. 

Dann geht es schon weiter zum Rathaus. Dort trägt sich Terence Hill in das Goldenen Buch der Stadt ein. So einen Superstar hat man schließlich nicht alle Tage in der Stadt! 

Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.

Leider schreibt er keine persönliche Nachricht in das Buch, sondern setzt nur seinen Namen hinein. Man merkt ihm an, dass auch er nicht mit so einem Rummel gerechnet hat. 

In der Zwischenzeit pilgern die Fans weiter. Ihr Ziel: Die EWR-Arena! Bei einer Open-Air-Vorstellung wird sein neuer Film  „Mein Name ist Somebody - Zwei Fäuste kehren zurück“ vorgestellt. 

Die Schlange vor der Arena ist sehr lang – jeder will einen möglichst guten Platz auf der Wiese ergattern! In einem schwarzen Auto kommt der Star dann in die Arena gefahren. 

Terrence Hill zu Besuch in Worms: Hier stellt er nicht nur seinen neuen Film vor, sondern besucht auch die Karl-Kübel-Brücke.

Doch Fans können nur einen kurzen Blick auf ihn erhaschen. Schnell verschwindet er in den VIP-Bereich. Vor Beginn des Film will er noch eine kleine Rede halten. Doch Fotografen sollen bitte vorher das Gelände verlassen. 

Hill fühle sich von den vielen Journalisten und Fotografen zu sehr bedrängt. Den Rest des Abend will er ohne Blitzlicht-Gewitter verbringen.     

Zum letzen Mal war Terence Hill in Jahr 1966 in Worms 

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Mario Girotti Worms einen Besuch abstattete. Nun kehrt der Italo-Western-Star, besser bekannt als Terence Hill, in die Domstadt zurück.

Am Freitag (24. August) präsentiert der 79-Jährige hier seinen neuen Film „Mein Name ist Somebody - Zwei Fäuste kehren zurück“, der seit dem 23. August in den Kinos läuft. Schon 1966 kam der Filmstar nach Worms – damals zur Premiere eines Nibelungen-Films, in dem er den tragischen Helden Giselher spielte.

Doch Terence Hill wird in der 83.000-Einwohner-Stadt nicht nur seinen Film präsentieren, sondern auch die Brücke beschreiten, die eigentlich nach ihm benannt werden sollte...

Wirbel um „Terence-Hill-Brücke“

Für viele Wormser ist die Fußgängerbrücke über die B9 allgemein bekannt als „Terrence-Hill-Brücke“. Hintergrund ist eine Aktion des Wormser Musikers Peter Englert, der die Brücke kurz vor der offiziellen Einweihung 2016 spontan auf ihren kuriosen Namen tauft. Und der verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

Das einzige Problem: Die Brücke hat zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen. Pate ist der Unternehmer Karl Kübel (1909 - 2016), einst einer der größten Möbelhersteller Europas. Die Bezeichnung nach Terence Hill scheint den meisten Wormsern allerdings wesentlich besser zu gefallen.

Was also tun? Michael Kissel (SPD), Oberbürgermeister der Stadt, will einen Kompromiss – und schlägt einen Doppelnamen der Brücke vor. Die Fans jubeln und sogar der Filmstar selbst reagiert: „Ist es wirklich wahr, dass ihr einer Brücke meinen Namen gegeben habt? Ich komme sehr gerne“, lachte der 79-jährige Terence Hill in einem Facebook-Video in die Kamera.

Doch dann kommt alles anders...

Eine Brücke für 900.000 Euro mit dem Namen des Darstellers von Figuren wie „Nilpferd“ benennen? Das geht einigen Wormsern zu weit – und der OB, der den Stein bereits weit über die Grenzen der rheinland-pfälzischen Stadt ins Rollen gebracht hat – muss zurückrudern.

Die Ankündigung, der Brücke einen neuen oder zumindest einen zweiten Namen zu geben, habe Karl Kübels Angehörige und die Verantwortlichen der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie brüskiert, sagt der Oberbürgermeister. Eine Umbenennung werde dem vorbildlichen Wirken des sozial engagierten Unternehmers Kübel und seiner Stiftung nicht gerecht.

Doch da war bei vielen Terence-Hill-Fans die Erwartung schon geweckt und die Enttäuschung dementsprechend groß.

Die einzige Entschädigung nach diesem eher peinlichen Start: Terence Hill sieht's gelassen und kommt trotzdem!

kab/dpa/kp

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