Karneval in Schwetzingen

FOTOS: Kurfürst lädt zum Herrenfrühstück im Schloss

Das Herrenfrühstück in Schwetzingen
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Das Herrenfrühstück in Schwetzingen

Schwetzingen - Jahr für Jahr gehört das Herrenfrühstück im Schwetzinger Schloss zu den Highlights der Karnevalisten. Was der Kurfürst dort alles zu bieten hat: 

Der Kurfürst lädt zum Herrenfrühstück ins Schwetzinger Schloss. Viele Herren aus der Region, allesamt in feinem Zwirn, folgen seinem Ruf. Das Herrenfrühstück ist eines der Highlights im Jahreskalender der Schwetzinger Carnevals Gesellschaft „SCG“.

Wie kann man eine Traditionsveranstaltung stimmungsvoller beginnen als mit dem Fanfarenzug der Rennstadt Hockenheim und dem Einmarsch des „Traditionscorps Mannheim“? Eigentlich gar nicht, denn der Einzug des Kurfürsten samt Gemahlin und Gefolge zwischen den Säbeln ist eine gelungene Show.

Meine Gemahlin war heute Morgen in Erwartung der vielen Herren etwas derangiert – die Art, sie zu beruhigen entspricht nicht unbedingt der Etikette“ sagt der Kurfürst – im wirklichen Leben bekannt als Dr. Dr. Wolfgang Klein – in seiner Begrüßung, um dann seine Gedanken zum aktuellen politischen Geschehen kund zu tun.

Seitenhiebe gegen Politik

„Wer hat den größten Knopf, wer hat die dicksten... aber naja“, so kommentiert er das aktuelle Weltgeschehen. Natürlich gibt es auch ein paar Spitzen in Richtung der Schwetzinger Stadtverwaltung, vertreten durch den „Oberschultheiß“ OB Dr. René Pöltl: „Da werden Ufo-Parkplätze geschaffen, aber keine für Autos“. Gemeint ist das Kunstprojekt von Jens Andres, der vergangenes Jahr mit einem „Nur-für-Ufos-Zeichen“ markiert hat. Die Parkplatzsituation ist und bleibt jedoch mancherorts angespannt.

Ich lade gern mir Gäste ein“ und die „Tratsch Polka“ sind die musikalischen Beiträge der Kurfürstengemahlin Katharina Anna Gündner. Die Herren fordern lautstark „Zugabe“, die Sängerin kommt dem gerne mit „Nur nicht aus Liebe weinen“ nach.

Ehrungen erhalten

Geehrt wird für besondere Verdienste Andreas Lin, seines Zeichens Mitarbeiter der Schwetzinger Zeitung, mit dem silbernen „Pour Le Merite“-Orden. Den goldenen „PLM“ bekommen Bernd Preißler und Manolito Dirker von der „SCG“, die gleichzeitig auch zu Ehrensenatoren ernannt werden.

Neuer Edler am Hofe des Kurfürsten ist der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born, der diese Ehre als „der Hammer“ bezeichnet, schließlich war er in Schwetzingen Schüler der Carl-Theodor-Schule. Für ihn heißt es aufpassen, ab jetzt besteht bei „SCG“-Veranstaltungen Kappenpflicht. Verstöße werden teuer bestraft.

Komödianten auf der Bühne

Geistige Nahrung und Lokalkolorit liefert der „MasterbabblerArnim Töpel, der in seinen Ausführungen über das Älterwerden zunächst feststellt, dass „mangelnde Lebenserfahrung“ die entscheidende Qualifikation bei Bewerbungsverfahren ist. Dass er den kurpfälzischen Dialekt liebt, daraus macht er keinen Hehl. Auch weil es das Wörtchen „o“ gibt, mit 26 verschiedenen Bedeutungen, je nachdem wer es wie und vor allem zu wem sagt.

Peter Kuhn von der „Schwarzen 11“ aus Schweinfurt führt die Herren als Chemielaborant durchs Klärwerk, der die Formeln der Politiker ähnlich inhaltsleer findet wie manche chemische Formel und auch gegen die Koalitionsfindung nach der Bundestagswahl recht scharf schießt. Zu den GroKo Verhandlungen habe er einen Lackmus-Test gemacht: „Es ist nur Mus, der Lack ist ab!“

Und zu guter Letzt ist da noch Dr. Markus Weber aus Weinheim – bekannt von den „Spitzklickern“ – an der Reihe, der sich dem kurpfälzischen Dialekt auf fast schon wissenschaftliche Weise genähert hat. So wird in unserem Dialekt das geschriebene O zum U, wohingegen das U zum O wird – aber nur, wenn darauf ein R folgt, beispielsweise in Wörtern wie „Dorschd“ und „Worschd“.

Und natürlich gibt es für jeden der anwesenden Herren den aktuellen „SCG“-Jahresorden. Korrekt geschmückt geht es nun ans Buffet und zum gesellschaftlichen Teil des Tages.

chr

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