Hier sollen bald Firmen einziehen

Ein Rundgang über die verlassenen Patton-Barracks

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Ein Rundgang über die verlassenen Patton-Barracks.

Heidelberg-Kirchheim - Seit seiner Erbauung haben die Patton Barracks viel erlebt. Das Areal wird derzeit neu geplant. Am Samstag haben wir die verlassenen Flächen besichtigt:

Seit dem Abzug der Amerikaner ist die Fläche weitestgehend ungenutzt. Am Samstag (14. April) gab es die Möglichkeit, bei einer öffentlichen Begehung - organisiert von der Grünen Gemeinderatsfraktion - einen Rundgang durch das verlassene Gelände zu machen.

Betritt man die Patton-Barracks, dann fallen recht schnell die verschiedenen Nutzungen auf: Die Bauweise der alten Gebäude ist typisch für die Kasernen am Anfang des letzten Jahrhunderts, die englischen Hinweistafeln und Straßennamen sind aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, und der Wildwuchs der Pflanzen ein klarer Hinweis darauf, dass das Gelände schon seit Jahren leer steht.

Ab 1900 errichtet war die Kaserne die Heimat des Grenadierregiments Karl Wilhelm 110. Im ersten Weltkrieg wurden dort französische Kriegsgefangene untergebracht, unter den Nazis wurde die Kaserne erweitert und nach dem zweiten Weltkrieg von den Amerikanern genutzt.

Alte und marode Infrastruktur

Aktuell wird nur das Gebäude 103 direkt an der Kirchheimer Straße als Flüchtlingswohnheim genutzt, der Rest steht leer. „In den letzten Jahren haben die Amerikaner die Gebäude 'auf Verschleiß' genutzt“, sagt Stephan Hoppe von der städtischen Konversionsgesellschaft Heidelberg mbH. Die Infrastruktur ist alt und marode, es muss für eine zukünftige Nutzung also klar abgewogen werden, was und wo saniert werden kann oder Neubauten besser sind. Ebenso muss die Frage erörtert werden, für welche Nutzung die alten Kasernengebäude geeignet sind.

Hier wird im Laufe der nächsten Jahre der Heidelberg Innovation Park‘ entstehen: Ein Gewerbepark, der für moderne und wissensbasierte Unternehmen Heimat in jeder Unternehmensphase werden soll. Bis zu 4.000 Arbeitsplätze werden dort entstehen. Auf etwa einem Drittel der Fläche werden sich chinesische Firmen niederlassen. Die Absichtserklärungen zu einem ‚Sino-German-Gewerbepark‘ sind bereits unterzeichnet. 

Von der baulichen Substanz wird nur ein Teil erhalten bleiben - unter Denkmalschutz steht ohnehin nur das Gebäude 106. Um den Altbestand herum wird dann der Innovation Park entstehen, mit verschiedenen Nutzungen, darunter eine Großsporthalle mit Platz für bis zu 5.000 Besucher.

Abriss ohne Abrissbirne

Doch bevor neue Gebäude errichtet werden können, müssen die Alten erst einmal rückgebaut werden. „Kein Abriss mit der Abrissbirne“, erklärt Hoppe. Die Objekte werden nach und nach in den Rohbau zurückversetzt, die Materialien jeweils fachgerecht entsorgt oder recycelt. Erst dann kann „abgerissen“ werden. „Viel Arbeit werden uns die Dächer der Häuser aus den 30ern machen, die sind aus Stahlbeton, die so genannten ‚Bombenrutschen‘“

Wenn es gut läuft werden bereits 2019 die ersten Firmen einziehen, mit dem Baufortschritt dann nach und nach weitere. Bis zur kompletten Fertigstellung wird es allerdings noch ein paar Jahre dauern.

chr

Quelle: Heidelberg24

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