Vogel-Malaria

Heidelberger Zoo liefert neue Erkenntnisse in der Malaria-Forschung

Den Tierärzten des Heidelberger Zoos ist es nun gelungen, besonders gefährdete Tiere gegen die Vogel-Malaria zu schützen. Ein Durchbruch in der Malaria-Forschung?

Malaria ist eine der bedeutsamsten Krankheiten der Welt und kann tödlich enden. Hat sich der Infekt erst ausgebreitet, kann er die roten Blutkörperchen befallen. Blutarmut und schwere Organschäden können daraus folgen. In etwa zehn Prozent der Fälle, sterben die Infizierten bei ausbleibender Behandlung. Über 200 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria - meist in den warmen Gebieten Afrikas, Asiens und Südamerikas.  

Weniger bekannt - aber nicht weniger gefährlich

Doch nicht nur der Mensch ist von dem gefährlichen Infekt betroffen. Die weitaus weniger bekannte Vogel-Malaria ist für den Menschen völlig ungefährlich, endet für die Tiere jedoch oft tödlich. Die Krankheit wird von Stechmücken übertragen und gelangt durch den Biss in die Blutbahn der Vögel. 

Pinguine und Inka-Seeschwalben besonders gefährdet

Die Vogelarten, die in ihrem natürlichem Lebensraum wenig mit Parasiten in Berührung kommen, sind besonders empfindlich. Da die Inka-Seeschwalben für gewöhnlich an den windgepeitschten Küsten Perus zuhause sind, bleiben sie meist von Mückenplagen verschont - im Heidelberger Zoo sieht das anders aus. Dr. Julia Stockklausner, Fachtierärztin für Zoo- und Wildtiere geht das Problem daher ganzheitlich an: Neben der medikamentösen Behandlung, ist die biologische Mückenbekämpfung notwendiger Bestandteil der Vorsorge. In Kooperation mit der KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage) werden die Wasserflächen des Zoos mit einem Eiweiß auf der Basis von Bacillus thuringiensis israelensis angereichert. Das Eiweiß zerstört die Darmzellen der Mückenlarven, sodass diese gezielt abgetötet werden. Andere Organismen bleiben durch die Zugabe des Stoffes dagegen unbeeinträchtig - ein wichtiger Aspekt für das Zusammenleben von rund 60 Vögeln. 

mk

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © Zoo Heidelberg

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