Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz

Fitnessstudios: So läuft das Training aktuell ab – Corona-Regeln im Überblick

Fitnesstudios in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen haben wieder geöffnet. Muss man mit Maske trainieren? Kann man duschen oder sich umziehen? Die Corona-Regeln im Überblick: 

  • Fitnessstudios waren der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.
  • Nun durften die Studios in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz wieder öffnen – unter Auflagen.
  • Was passiert jetzt mit den Mitgliedsbeiträgen in der Zeit, in der man nicht trainieren konnte? Erhält man sein Geld zurück?
  • Und wie sehen die neuen Corona-Regeln für Fitnessstudios aus?

Update vom 3. Juni: Seit Dienstag können Fitness-Fans auch in Baden-Württemberg wieder im Studio trainieren. „Die ersten kamen schon um Mitternacht“, beschreibt Jens Wallat, Geschäftsleiter der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier die Situation bei der Öffnung der Fitnessstudios. Die Corona-Auflagen in den Clubs seien von den Mitgliedern gut akzeptiert worden. „Wir hoffen bald wieder in den gewohnten Trainingsbetrieb übergehen zu können und sind guter Dinge, dass dies in den nächsten Wochen passieren kann“, zeigt sich Wallat zuversichtlich.

Fitnessstudios in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz geöffnet – diese Regeln gelten beim Training

Update vom 29. Mai: In Rheinland-Pfalz sind die Fitnessstudios seit dem 27. Mai und in Hessen sogar schon seit dem 15. Mai wieder geöffnet. Am 2. Juni sollen auch die Fitnessstudios in Baden-Württemberg nach wochenlanger Schließung nachziehen. 

Doch wie sieht so ein Training überhaupt aus? Darf man duschen? Muss während des Trainings eine Maske getragen werden?

Allgemein gelten für Fitnessstudios folgende Corona-Regeln : 

  • Zur nächsten Person muss ein Mindestabstand von 1, 5 Metern eingehalten werden. 
  • Bei Geräten beträgt der Mindestabstand mindestens drei Meter. 
  • Menschen mit Atemwegserkrankungen dürfen nicht eintreten, die anderen müssen ihre persönlichen Daten hinterlassen und Hände waschen.
  • Kontaktflächen und Fitnessgeräte müssen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
  • Selbstbedienung an offenen Getränkespendern sowie das Befüllen mitgebrachter Getränkebehältnisse sind nicht erlaubt. 
  • Alle Räumlichkeiten sind im Abstand von 20 Minuten für jeweils 15 Minuten zu lüften. Alternativ ist eine dauernde mechanische Belüftung vorzusehen. 
  • In den Sammelumkleiden dürfen nur private Gegenstände in den Spinden eingeschlossen werden. 
  • Sanitärbereiche, Umkleideräume und Duschen dürfen nur einzeln genutzt werden.

Fitnessstudios in Baden-Württemberg: Keine Duschen keine Spinde – diese Regeln gelten im McFit

Da die Umsetzung mancher Punkte jedoch kompliziert ist, haben die Fitnessstudios auf ihren Seiten eigene Regeln veröffentlicht. Diese Regeln gelten im McFit:

  • Du musst in Trainingskleidung erscheinen, Duschen und Umkleiden sind geschlossen.
  • Eine Maske für das Training wird empfohlen, ist aber keine Pflicht.
  • Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.
  • Beim Training wie immer ein Handtuch unterlegen.
  • Desinfektionsmittel für Hände und Geräte ist vorhanden. Wasche und desinfiziere deine Hände regelmäßig. 
Coronavirus - Fitnessstudios in Baden-Württemberg dürfen am 2. Juni wieder öffnen. 

Es darf nur eine gewisse Zahl an Menschen gleichzeitig trainieren. Das hängt von der Quadratmeteranzahl des Fitnessstudios ab. Um nicht vor Ort angewiesen zu werden oder zu warten, kannst du auf der

Homepage des Fitnessstudios

checken wie hoch die Auslastung aktuell ist. 

Fitnessstudios in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten im Pfitzenmeier 

Auch im Pfitzenmeier kann nur eine begrenzte Anzahl der Mitglieder gleichzeitig trainieren. Auf der Homepage kannst du die aktuelle Auslastung abfragen. Diese Regeln gelten ab dem 2. Juni in den Fitnessstudios von Pfitzenmeier: 

  • Desinfektion der Hände bei Eintritt und Verlassen des Fitnessstudios.
  • Nur Gesunde sollen zum Training erscheinen. 
  • Die Nutzung der Umkleideräume ist momentan nicht gestattet.
  • Du musst bereits in Sportkleidung und Wechselschuhen (Turnbeutel) in das Studio kommen. Eine Zone zum Wechseln der Schuhe ist vorhanden.
  • Es muss ein Handtuch (Strandtuch) mitgebracht werden, das die komplette Körperfläche bedeckt.
  • Die Duschen, Solarien und der Wellnessbereich bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
  • Toilettenräume dürfen maximal von einer Person gleichzeitig aufgesucht werden.
  • Ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen muss jederzeit eingehalten werden. Entsprechend dieser Vorgabe wurden einzelne Geräte gesperrt.
  • Die Geräte müssen vor und nach Benutzung vom Mitglied desinfiziert werden.
  • Das Tragen eines Mund-/Nasenschutz ist dem Mitglied freigestellt.
  • Getränkeanlagen und Kaffeemaschinen dürfen ausschließlich von Mitarbeitern bedient werden. Keine Selbstbedienung.
  • Thekenverkauf ist erlaubt, der Verzehr von Speisen und Getränken an der Theke ist jedoch untersagt.
  • Die Kinderbetreuung bleibt bis auf weiteres geschlossen.
  • Kurse sind auf 10 Teilnehmer beschränkt. Eine Anmeldung zu den Kursen ist 24 Stunden vor Kursbeginn erforderlich.
  • Der AquaDome darf bis auf weiteres nicht genutzt werden. Entsprechend finden auch keine Aquakurse statt.
  • Rehakurse dürfen stattfinden. Hier gilt die Regel von maximal 10 Teilnehmern unter Einhaltung des vorgegebenen Mindestabstands.

Fitnessstudios in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten im Venice Beach

Auch im Venice Beach kannst Du die aktuelle Auslastung Deines Fitnessstudios und die Anzahl der freien Plätze auf der Homepage checken. Die Regeln für die Fitnessstudio-Nutzung hat das Venice Beach noch nicht veröffentlicht. 

Fitnessstudios: Nach Hessen öffnen sie jetzt auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 

Update vom 20. Mai: Für Kraftsport-Enthusiasten sind die vergangenen Wochen vor allem durch Verzicht geprägt worden. Joggen, Sit-Ups und Liegestütze können nun mal ein gezieltes Training im Fitnessstudio nicht vollwertig ersetzen. Umso neidischer schaut der ein oder andere in benachbarte Bundesländer – dort wo der Total-Lockdown für die Kraftsport-Tempel bereits aufgehoben ist. Aber allzu lange ist es nicht mehr hin, denn Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wollen es Hessen in den kommenden Wochen gleichtun. 

Als erste große Fitnesskette hat nun McFIT die Wiedereröffnung seiner Fitnessstudios in Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung offiziell angekündingt. „Wir sind sehr froh, dass es endlich wieder losgehen kann. Ein ganz besonderer Dank gebührt unseren Mitgliedern. Ihre Unterstützung hat es überhaupt möglich gemacht, dass wir es geschafft haben und nun auch wieder für sie da sein können“, freut sich McFIT-Kommunikationsleiter Pierre Geisensetter und appelliert zugleich an die Mitglieder sich diszipliniert und solidarisch zu verhalten: „Denkt auch an die anderen! Verlasst das Studio, wenn ihr mit dem Training fertig seid, damit jeder die Chance auf sein Workout hat. Kommt direkt in Sportbekleidung und denkt an die regionalen Vorgaben.“ 

Männer trainieren in einem Fitnessstudio der Kette McFit an Langhantelbänken (Archivbild). 

Am Dienstag, den 2. Juni wird es um Punkt 00:01 Uhr in Baden-Württemberg wieder losgehen. Alle McFIT-Studios werden dann unter bestimmten Abstands- und Hygiene-Auflagen geöffnet.

Corona-Regeln für Fitnessstudios

Mindestabstand

1,5 Meter, kein Kontaktsport, keine Warteschlangen

Hygiene

Sportgeräte müssen desinfiziert werden, Umkleidekabinen, Duschen und Gemeinschaftsräume geschlossen

Weitere Maßnahmen

Plexiglasscheiben, Bodenmarkierungen

Fitnessstudios geöffnet: So sieht das Training mit Corona-Regeln aus

Update vom 19. Mai: Seit dem 15. Mai haben die Fitnessstudios in Hessen wieder geöffnet. Viele Studios eröffneten nach Wochen der Schließung sogar pünktlich um Mitternacht – offenbar sehr zur Freude der Fitness-Fans. „Es war für uns ein besonderer Moment, am 15. Mai pünktlich um Mitternacht mit unserer FitBase in Bensheim das erste Studio der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier wieder ans Netz gehen zu lassen. Rund 50 Menschen haben sich, unter Einhaltung aller Regeln, zum Training mitten in der Nacht bei uns eingefunden“, erzählt Tobias Gebhard, Sprecher von VeniceBeach. Die Stimmung sei – trotz bestehender Corona-Regeln – positiv und gelassen gewesen.  

Fitnessstudio-Gänger in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg müssen sich im Gegensatz zu den Hessen noch ein wenig gedulden – hier sind Öffnungen erst für den 27. bzw. 31. Mai vorgesehen. Wer jetzt jedoch in der Nähe von Hessen wohnt, hat einen klaren Vorteil: Laut Gebhard würden beispielsweise einige Mitglieder von Mannheim nach Viernheim fahren, um ihr Training in einem der hessischen Clubs zu absolvieren. Der VeniceBeach-Sprecher bittet jedoch alle Besucher darum, die Auslastung der Fitnessstudios vorher zu prüfen. Auf der Internetseite von VeniceBeach kann man zum Beispiel in Echtzeit sehen, wie viele Plätze im Studio gerade noch frei sind. 

Fitnessstudios und Corona: Die Öffnungs-Termine für Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württenberg

Update vom 13. Mai, 16 Uhr: Seit mehr als zwei Monaten sind die Fitnessstudios in Deutschland bereits geschlossen. Jetzt steht für viele Bundesländer fest, wann die Clubs und Studios wieder öffnen dürfen. Nachdem die Fitnessstudios in Hessen ab dem 15. Mai wieder öffnen dürfen, zieht nun Rheinland-Pfalz am 27. Mai nach. Auch für Baden-Württemberg rechnen die Betreiber von Fitnessstudios mit einer Öffnung bis zum 31. Mai. 

Auch wenn viele Fitnessstudios bald wieder geöffnet sein werden, wird der Gang in den Fitnessclub noch nicht der selbe sein, wie vor der Corona-Krise. So hat beispielsweise Hessen bereits Regeln bestimmt, die in den Fitnessstudios eingehalten werden müssen:

  • Mindestabstand von 1,50 Meter 
  • Hygienemaßnahmen für Sportgeräte
  • Umkleidekabinen, Duschen und Gemeinschaftsräume geschlossen (Ausnahme: Toiletten)
  • Vor dem Fitnesstudio darf keine Warteschlange entstehen
  • Risikogruppen dürfen keiner Gefährdung ausgesetzt werden. 
Fitnessstudios in der Corona-Krise (Symbolfoto)

Um den Trainingsbetrieb wieder starten zu können, müssen die Fitnessstudios also umfangreiche Hygienekonzepte erarbeiten. In den Studios von VeniceBeach wurden beispielsweise bereits Plexiglasscheiben und Bodenmarkierungen installiert. 

Fitnessstudios wegen Corona geschlossen – erste Öffnungstermine stehen fest

Update vom 8. Mai, 13:30 Uhr: Nachdem die Corona-Maßnahmen in Deutschland immer weiter gelockert werden, stehen auch die Fitnessstudios schon in den Startlöchern. Wann die Studios wieder öffnen dürfen, ist von Bundesland zu Bundesland jedoch unterschiedlich. Das stellt vor allemFitnessstudio-Ketten vor Herausforderungen. „Da sich unsere Clubs auf drei Bundesländer verteilen und die Bundesregierung es den Ländern überlassen hat, wie sie verfahren, müssen wir uns flexibel zeigen“, erklärt VeniceBeach-Sprecher Tobias Gebhard am Freitag. In den Studios von VeniceBeach habe man bereits vor Wochen Vorbereitungen getroffen, um wieder öffnen zu können – etwa mit Plexiglasscheiben, Bodenmarkierungen und Abstandsmaßnahmen. „Wir fühlen uns gut gewappnet“, so Gebhard. 

Die Fitnessstudios in Hessen sollen laut dem VeniceBeach-Sprecher am 15. Mai wieder öffnen, die in Baden-Württemberg nach Pfingsten. In Rheinland-Pfalz stünde der Eröffnungs-Termin erst in der kommenden Woche fest. Konkrete Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus in den Fitnessstudios gebe es noch keine. 

Fitnessstudios in Corona-Krise: Jetzt stehen erste Öffnungstermine fest

Update vom 6. Mai, 20 Uhr: Wochenlangen haben die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus den Besuch eines Fitnessstudios unmöglich gemacht. Nun können Sport- und Fitnessfreunde allmählich aufatmen: Bei der Bund-Länder-Konfernz zur Corona-Krise haben die Bundeskanzlerin und die Länderchefs schrittweise Lockerungen im Sport beschlossen. Leider unterscheiden sich die Regelungen je nach Bundesland. Um hierbei den Durchblick zu bewahren, haben wir für Dich das Vorgehen der Ministerpräsidenten in den jeweiligen Ländern zusammengefasst: 

  • Baden Württemberg: Die Lockerungen für den Breiten- und Freizeitsport im „Ländle“ sind beschlossen: Voraussichtlich ab Montag (11. Mai) ist kontaktloser Sport im Freien erlaubt. Indoor-Aktivitäten in Fitnessstudios, Tanzschulen und Kletterhallen sollen folgen. Gleichsam wie bei der Gastronomie plant die grün-schwarze Landesregierung ab Pfingsten die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Kletterhallen.
  • Rheinland-Pfalz erlaubt ebenfalls den Freizeit- und Breitensport im Freien wieder; das gibt Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch in Mainz bekannt. Das gilt jedoch nicht für Wettkämpfe. Bestimmte Individual- und Paarsportarten wie Tennis oder Golf waren schon seit 20. April wieder erlaubt gewesen. Wie es mit den Fitnessstudios weitergeht, ist bislang nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass hierbei bald eine Entscheidung gefällt wird. 
  • Denn in Hessen sollen die Fitnessstudios bald wieder öffnen. Das zumindest teilt Ministerpräsident Volker Bouffier auf der Pressekonferenz nach dem Video-Gipfel mit. Obgleich keine Entscheidung getroffen sei, macht der Landesvater den Sportbegeisterten Hoffnung: Die Öffnung könne bereits im Mai erfolgen, lässt der CDU-Mann wissen und verweist dabei auf eine weitere Konferenz des sogenannten Corona-Kabinetts am Donnerstag (7. Mai).  

Fitnessstudios wegen Corona geschlossen: Unterschiedliche Länderpolitik verursacht Flickenteppich

Update vom 6. Mai, 17:13 Uhr: Während Bundesländer wie Baden-Württemberg eine Öffnung der Fitnessstudios möglich machen, halten sich andere Länder wie Rheinland-Pfalz noch zurück. Dort sind Indoor-Aktivitäten weiterhin verboten. Allerdings arbeitet man bereits an einem Konzept, sodass auch dort bald wieder Fitnessstudios und Co. aufmachen dürfen.

Update vom 6. Mai, 13:30 Uhr: Erste Bundesländer haben am Mittwoch angekündigt, dass Fitness-Studios wieder öffnen dürfen. In Baden-Württemberg zum Beispiel sollen die Studios ab Pfingsten wieder geöffnet werden – das geht aus dem Stufenplan der baden-württembergischen Landesregierung vor. Noch ist unklar, welche Vorgaben die Fitnessstudios dafür erfüllen müssen und wie sich das Training dann ändern wird. 

Fitnessstudio wegen Corona geschlossen – Fünf-Punkte-Plan für die Umsetzung der Öffnung

Update vom 6. Mai, 8 Uhr: Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder in der Corona-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel über die weiteren Schritte der Öffnung. Aus einer Beschlussvorlage des Bundes, die Merkel mit in die Bund-Länder-Schalte nehmen möchte, geht hervor, dass die Bundeskanzlerin die Öffnung von Fitnessstudios den Ländern überlassen möchte. Ist der Mittwoch der große Tag der Entscheidung für alle Sport-Fans? 

Unterdessen werden die Rufe nach einer Öffnung der Fitnessstudios in Deutschland immer lauter. Der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit will nun dagegen vorgehen, dass die Studios noch immer geschlossen sind. Das berichtet die Seite fitbook.de. Demnach habe die Vereinigung die Kampagne „Gesundheit braucht Fitness“ ins Leben gerufen, um zu erreichen, dass Fitness-Studios bald wieder geöffnet werden können. Der Verband habe laut Bericht auch einen Fünf-Punkte-Plan für die Umsetzung der Öffnung vorgelegt, der mit Experten erstellt wurde. Dieser sieht Punkte wie Schulungen von Mitarbeitern, die Anpassung des Studio-Betriebs an die Corona-Krise wie den besonderen Schutz von Risikogruppen vor. 

Fitnessstudio wegen Corona geschlossen – das müssen Sport-Fans jetzt wissen

Erstmeldung vom 24. April: Über 11 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Fitnessstudios für ihre sportlichen Aktivitäten. Darauf müssen sie seit der Corona-Krise allerdings bereits seit Wochen verzichten. Auch nachdem es bei vielen Geschäften nun erste Lockerungen gibt und Läden zum Teil wieder öffnen dürfen, bleiben Fitnessstudios und andere Einrichtungen weiter geschlossen. Gerade jetzt, wo sich die Menschen besonders nach Bewegung sehnen, kommt häufiger die Frage auf: Wann dürfen Fitnessstudios wieder öffnen? Und wie sieht es mit den Beitragszahlungen aus, wenn man das Sport-Angebot vor Ort nicht nutzen kann?

Fitnessstudios in der Corona-Krise: Wie gehen Betreiber mit der Schließung um?

Die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die Mitte April verkündet wurden, ließen viele Menschen aufatmen: Viele Läden durften bereits wieder öffnen – doch Fitnessstudios bleiben weiter geschlossen. 

Nicht nur für die Fitness-Fans, sondern auch für die Betreiber der Studios ist die Corona-Krise ein herber Schlag. Doch gerade geschlossene Räume, Umkleiden oder Fitnessgeräte bieten in Zeiten der Corona-Krise ein großes Übertragungsrisiko. „Wir haben selbstverständlich Verständnis für die Einschränkungen aufgrund der Verordnungen“, erklärt Tobias Gebhard, Sprecher von VeniceBeach„Wir sind uns unserer großen Verantwortung bewusst und sind nach wie vor bereit, alles zu tun, was nötig ist, um gemeinsam die Krise zu meistern“, so Gebhard. Auch die meisten Mitglieder zeigten Verständnis für die Schließung der Fitnessstudios.

Fitnessstudios geschlossen: Betreiber geht vor Gericht – und scheitert

Weil ein Fitnessstudio-Betreiber nicht einsehen will, warum er wegen des Coronavirus schließen muss, reicht er beim Bundesverfassungsgericht ein Eilantrag ein. Allerdings: Der Inhaber aus Baden-Württemberg scheitert. Zwar sehen die Karlsruher Richter einen „schwerwiegenden und teilweise irreversiblen Eingriff" in die Berufsfreiheit „mit erheblich nachteiligen wirtschaftlichen Folgen", aber die Gesundheit gehe vor

Der Kläger wollte erreichen, dass die Vorschrift bis zu einer Entscheidung über seine Verfassungsbeschwerde außer Vollzug gesetzt wird. Die Regelung habe die Einnahmen einbrechen lassen. Das Studio sei in seiner Existenz gefährdet und insolvenzbedroht

Die Richter halten die Klage aber nicht für aussichtslos, sie bedürfe allerdings einer eingehenden Prüfung. Im Eilverfahren wollten man nicht die Wiedereröffnung zahlreicher Fitnessstudios erwirken, da das Risiko neuer Infektionsketten sich erhöhen könnte. Dabei spielt eine Rolle, dass die Regelung befristet ist. So sei sichergestellt, dass die Verordnung unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen fortgeschrieben werde. 

Die Richter pochen darauf, dass jedes Mal neu geprüft wird, ob die Untersagung des Betriebs noch verhältnismäßig ist oder eine Lockerung verantwortet werden kann. Der Mann hatte vorher auch schon beim baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof gegen die Corona-Verordnung geklagt. Dort war sein Eilantrag am 9. April abgelehnt worden.

Fitnessstudios wegen Corona geschlossen: Muss ich weiter Geld für meine Mitgliedschaft zahlen?

Wer ein monatliches Abo für ein Fitnessstudio abgeschlossen hat, kann es seit einigen Wochen nicht nutzen. Einige Studios in der Metropolregion Rhein-Neckar, wie VeniceBeach oder Pfitzenmeyer, bieten ihren Mitgliedern seit der Corona-Krise Live-Streams oder Videos an, um die Kursangebote auch zu Hause nutzen zu können – teilweise sogar für Nicht-Mitglieder. Laut Gebhard würden diese Streams bei VeniceBeach aktuell rege genutzt. Doch das Home-Workout kann man natürlich nicht mit dem Angebot im Fitnessstudio vor Ort vergleichen. Was passiert jetzt mit dem monatlichen Mitgliedsbeitrag?

In manchen Fitnessstudios ist es möglich, sein Abo vorübergehend stillzulegen, sodass man über die Zeit der Schließung kein Geld zahlen muss. Zusätzlich bietet zum Beispiel VeniceBeach auch an, seinen Mitgliedern den Zeitraum, den sie bezahlt haben, später als Zeitgutschrift gutzuschreiben. Bei FitX oder Pfitzenmeier werden die Beiträge wie gewohnt abgebucht, doch auch hier erhalten Mitglieder später eine Zeitgutschrift für den Zeitraum, in dem sie nicht trainieren konnten. 

Fitnessstudios geschlossen: Bundesregierung plant Gutscheine für bezahlten Mitgliedsbeitrag

Anfang April hat sich die Bundesregierung wegen der Corona-Krise auf eine Lösung für abgesagte Kultur- und Sportveranstaltungen aber auch für Sprach- und Sportkurse sowie Fitnessstudio-Verträge geeinigt: Wer für ein Angebot gezahlt hat, es aber wegen der Corona-Maßnahmen nicht nutzen kann, soll in Form von Gutscheinen entschädigt werden, die bis Ende 2021 gelten sollen. Wenn der Gutschein vor Ablauf dieser Zeit nicht eingelöst wurde, muss der Betreiber oder Veranstalter dem Kunden sein Geld zurückerstatten. Es soll aber auch Ausnahmen geben, falls ein Kunde den Gutschein aus guten Gründen nicht nutzen kann. 

Corona-Krise: Wann und wie können Fitnessstudios wieder öffnen? 3. Mai entscheidend

Noch ist völlig unklar, wann Fitness-Studios wieder aufmachen dürfen. In den ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen war nicht vorgesehen, dass Studios ihre Türen wieder öffnen können. Auch steht, im Gegensatz zu Friseuren, noch kein Datum fest, wann es so weit sein könnte. Das einzige Datum, das nun abgewartet wird, ist der 3. Mai. Denn bis dahin untersagt die Corona-Verordnung den Betrieb von Fitnessstudios.

Die Betreiber der Fitnessstudios hoffen natürlich, ihren Mitgliedern bald wieder das gewohnte Angebot bieten zu können. Es ist allerdings auch unklar, unter welchen Voraussetzungen das geschehen kann und ob zum Beispiel die Maskenpflicht dann auch in den Fitnessstudios gilt. 

Geschlossenes Fitnessstudio in der Corona-Krise. 

„Wir informieren uns täglich selbst über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen und passen unsere Strategien individuell an die gegebenen Umstände an“, erklärt VeniceBeach-Sprecher Tobias Gebhard. Von Seiten der Behörden lägen jedoch noch keine Informationen vor, wann man wieder öffnen dürfe. „Wir haben bereits damit begonnen Maßnahmen zum Schutz der Mitglieder und Mitarbeiter zu errichten, um möglichst schnell und reibungslos starten zu können, sobald wir eine Genehmigung dafür haben.“

Arbeitgeberverband der Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) macht Vorschläge für eine Wiedereröffnung 

Die Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes der deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) Birgit Schwarze formuliert in einem offenen Brief an Angela Merkel Vorschläge für eine Wiedereröffnung von Fitnessstudios. Unter anderem könnte man Umkleiden, Dusche und Saunen sperren. Zudem könnte man kontaktlose Einlasskontrollen gewährleisten, sodass sich nicht zu viele Mitglieder im Fitnessstudio aufhalten würden. Auch seien Mindestabstände zwischen den Geräten denkbar. 

Fitnessstudios in der Corona-Krise: Spahn macht Hoffnung

Sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betont inzwischen: „Partys oder Volksfeste bergen ein extrem hohes Risiko. Wer dagegen mit dem nötigen Abstand zu anderen in einem Geschäft einkaufen geht oder sich beim Sport im Fitnessstudio fit hält, sollte das tun können.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am 30. April erneut mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgeben in der Corona-Krise sprechen. Bund und Länder werden voraussichtlich erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der Einschränkungen entscheiden.

kab

Rubriklistenbild: © picture alliance / Marijan Murat/dpa

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