Universität Heidelberg

Ernst Pernicka auf Stiftungsprofessur für Archäometrie berufen

Einer der führenden Experten auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Archäologie forscht künftig an der Universität Heidelberg: Prof. Dr. Ernst Pernicka!

Prof. Dr. Ernst Pernicka

Prof. Dr. Ernst Pernicka hat sich als Grabungsleiter in Troja weltweit einen Namen gemacht. Er ist auf die Klaus-Tschira-Stiftungsprofessur „Archäometrie“ am Institut für Geowissenschaften berufen worden. Neben der Forschungsprofessur fördert die Klaus Tschira Stiftung auch das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie in Mannheim, dessen wissenschaftlicher und geschäftsführender Direktor Ernst Pernicka ist. Dort wurde das Klaus-Tschira-Archäometrie-Zentrum an der Universität Heidelberg eingerichtet.

Der Spezialist für die Analyse und Herkunftsbestimmung archäologischer Funde wird an der Ruperto Carola unter anderem die Produktionsorte und Handelswege des Zinns in der Bronzezeit erforschen. Der Chemiker Ernst Pernicka gehört zu den renommiertesten Fachleuten auf dem Gebiet der Archäometrie und Archäometallurgie. In diesen Disziplinen werden mit naturwissenschaftlichen Methoden archäologische Fragestellungen geklärt. Neben der Altersbestimmung von Funden beschäftigt sich Prof. Pernicka vor allem mit der Analyse und der Erforschung der Herkunft antiken Metalls. Der Wissenschaftler leitete sieben Jahre lang die Grabungen in Troja und bewies die Echtheit der Himmelsscheibe von Nebra.

Mit seiner Berufung auf die Stiftungsprofessur kehrt er an seine langjährige Forschungsstätte Heidelberg zurück: Nach Studium und Promotion an der Universität Wien arbeitete er 20 Jahre am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg und habilitierte sich 1987 an der Ruperto Carola im Fach „Analytische Geochemie“. Von 1997 bis 2004 war Ernst Pernicka Professor für Archäometallurgie an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg in Sachsen. Anschließend wurde er auf eine Professur für Naturwissenschaftliche Archäologie an die Universität Tübingen berufen. Unter der Leitung von Prof. Pernicka wurde 2006 in Mannheim das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie der Reiss-Engelhorn-Museen als Labor für Materialanalyse eröffnet. Mit Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung konnte das Zentrum 2010 um das Labor für physikalische Altersbestimmung erweitert werden, das heute als Klaus-Tschira-Archäometrie-Zentrum an der Universität Heidelberg Kernstück der Einrichtung ist.

pm

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © Uni Heidelberg

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