Fahrer fuhr Strecke jeden Tag

Nach Schulbus-Unglück: Busunternehmen nimmt Stellung!

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Schulbus kracht in Schaufenster

Eberbach - Nach dem Unfall mit einem voll besetzten Schulbus am Dienstagvormittag (16. Januar), nimmt nun das Busunternehmen Stellung. Es bezeichnet den Fahrer als erfahrener Mann:

In einer Linkskurve kommt der Bus von der nassen Straße ab, stößt mit einem Kleinbus und zwei weiteren Fahrzeugen zusammen und kracht schließlich frontal in das Schaufenster eines Elektro-Ladens.

44 Personen, darunter 37 Kinder im Alter zwischen 9 und 15 Jahren, werden bei dem Unfall verletzt. Sechs Kinder werden sogar schwer verletzt, eine Lebensgefahr kann die Polizei immer noch nicht ausschließen. Die Polizei geht davon aus, dass diese Kinder im vorderen Bereich des Busses saßen.

Am Unfallort liegen Metallteile auf dem Asphalt, die Sitze im Bus sind nach vorne geklappt und der Bus ist an Schnauze komplett zertrümmert. Warum der Schulbus überhaupt erst von der Straße abkam, ist bislang nicht geklärt. 

Die Sitze im Bus sind nach vorne geklappt

>>> Nach Schulbus-Unglück – Haus einsturzgefährdet?

Nun nimmt das Busunternehmen Stellung

Der Fahrer sei ein erfahrener Mann, so bezeichnet die Firma am Dienstag den 55-jährigen Busfahrer, der bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt wird. „Er fährt die Strecke seit etwa fünf Jahren täglich von Montag bis Freitag", so ein Sprecher des in Mudau (Neckar-Odenwald-Kreis) ansässigen Unternehmens. Der Fahrer sei zum Unfallzeitpunkt etwa 90 Minuten unterwegs gewesen und habe alle gesetzlichen Ruhezeiten eingehalten.

Schwerer Unfall mit Schulbus in Eberbach

Technische Probleme am Bus?

Untersuchungen sollen nun zeigen, ob es technische Probleme am Fahrzeug gegeben habe, meint der Firmensprecher. „Der am Unfall beteiligte Linienbus ist erst vor drei Wochen nach den gesetzlichen Bestimmungen überprüft worden.

Linienbus wurde als Schulbus genutzt

Polizeisprecher Christoph Kunkel sagt, dass es sich bei dem Schulbus um einen Linienbus gehandelt habe, weshalb auch Erwachsene mitgefahren sind. Der Bus bringe jeden Morgen Schüler aus umliegenden Gemeinden in den Ort mit etwa 15.000 Einwohnern, heißt es.

Die Verletzten sind in Kliniken in Mannheim, Ludwigshafen und Gießen gebracht worden. Für Eltern und unverletzte Kinder ist in Eberbach eine Sammelstelle in der Güterbahnhofstraße 4 (☎ 06271-920946) eingerichtet worden. 

>>> Drei Augenzeugen berichten uns über die ersten Minuten nach dem schrecklichen Schulbus-Unfall.

Die badische Landeskirche reagiert mit Betroffenheit auf die Nachricht von dem Unfall. „Ich bitte um Gottes Beistand für die Verletzten, für alle Helferinnen und Helfer, für die Angehörigen und für den verletzten Busfahrer", so Landesbischof Cornelius Bundschuh.

dpa/jol

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