Ihm drohen bis zu 3 Jahre Haft

43 Kinder und Jugendliche bei Busunglück verletzt! Fahrer akzeptiert Strafbefehl

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Bei einem Unfall kracht ein Bus gegen ein Elektrofachgeschäft. 

Eberbach/Heidelberg - Bei einem Busunglück werden 43 Kinder und Jugendliche verletzt. Gegen den Fahrer wird ein Strafbefehl erhoben. Nachdem er erst Einspruch dagegen einlegt, akzeptiert er ihn nun:

+++ UPDATE (11. Januar): Nach Medieninformationen soll der damals 55-jährige Fahrer seinen Einspruch zurückgenommen haben. Damit akzeptiere er einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft und eine verhängte Geldstrafe! Das Morgenweb hat zuerst darüber berichtet.

Dadurch gibt es nun kein öffentliches Hauptverfahren. Dem Busfahrer drohen bei einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

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Am Morgen des 16. Januar passiert in Eberbach ein schlimmer Unfall. Ein Schulbus kracht gegen die Hauswand eines Elektrofachgeschäfts. 43 Kinder und Jugendliche werden dabei verletzt. Nach ersten Ermittlungen wird ein technischer Defekt ausgeschlossen. Die Lage vor Ort wird von Zeugen als dramatisch beschrieben!

Schwerer Unfall mit Schulbus in Eberbach

Die Ermittler gehen danach von menschlichem Versagen aus. Die Staatsanwaltschaft erhebt am 15. Juni Anklage gegen den 55-Jährigen – wegen fahrlässiger Körperverletzung in 43 Fällen! Sogar ein Strafbefehl wird erlassen. Demnach würde es keine mündliche Hauptverhandlung geben. 

Doch der Fahrer lässt die Anschuldigung nicht auf sich sitzen. Am Dienstag (17. Juli) legt er Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Der liegt nun bei der Staatsanwaltschaft und muss überprüft werden, so eine Sprecherin des Amtsgerichts Heidelberg. Dadurch ist unklar, ob und wann es zu einer Verhandlung kommt.

Das Elektrofachgeschäft ist nach dem Unfall ein Trümmerfeld.

Grund der Anklage

Aufgrund einer, durch einen zu Boden gefallenen Gegenstand verursachten, Ablenkung zunächst mit zwei Kraftfahrzeugen kollidiert und sodann in die Hauswand eines Gebäudes in Eberbach gefahren zu sein und hierdurch mit dem von ihm gesteuerten Kraftomnibus fahrlässig die zum Teil erheblichen Verletzungen von 43 Personen verursacht zu haben“, begründet die Staatsanwaltschaft die Anklage.

Sollte der 55-Jährige verurteilt werden, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Er habe sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

dpa/dh

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