Protest der ganz anderen Art

Mit Gebetsteppichen gegen Pegida

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Kunst gegen Pegida.

Dresden/Heddesheim - 176 Gebetsteppiche legt Kurt Fleckenstein vor die Dresdner Frauenkirche. Die Botschaft: Gegen Pegida, für Offenheit und Toleranz!

Wenige Stunden vor einer geplanten Pegida-Kundgebung legt der Heddesheimer Installationskünstler vor der Frauenkirche 175 Gebetsteppiche aus. Der 176. trägt die klare Aussage: "Ich glaube an Gott." 

"Die Installation richtet sich gegen die Thesen von Pegida", erklärt der 63-Jährige. Polizei und Stadtverwaltung hätten sich sehr kooperativ verhalten, allerdings noch nicht entschieden, ob die gen Mekka gerichteten Teppiche auch liegenbleiben dürften.

Selbst möchte Fleckenstein sein Statement auf keinen Fall abbauen - so sei doch die Kunstfreiheit im Grundgesetz garantiert. Die Teppiche sollen bis zur Pegida-Demo liegen bleiben.

Die Zwickmühle der Stadt Dresden ist klar:

"Es wäre natürlich ein mediales Ereignis, wenn eine Installation für Meinungsfreiheit, Offenheit und Pluralität von der Müllabfuhr weggeschafft würde."

Für einen Passanten - und bekennenden Pegida-Anhänger - ist die Sache klar: Die Teppiche sollen liegen bleiben!

"Ich putze mir dann nachher die Schuhe darauf ab!",sagte er.

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