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Douglas: Parfüm-Riese schließt 60 Geschäfte – diese Filialen in der Region trifft‘s

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Von: Robin Eichelsheimer

Düsseldorf/Mannheim - Auch die „Großen“ sind nicht vor den Folgen der Corona-Pandemie gefeit! Parfümerie-Riese Douglas schließt alleine in Deutschland knapp 60 Filialen. Alle Infos:

Update vom 2. Februar: Von den rund 60 Filialen, die der Parfümerie-Riese Douglas bundesweit schließen will, sind jeweils eine Filiale in Mannheim und Weinheim betroffen. Da es in Mannheim aber drei Douglas-Stores gibt, bleibt die Frage: welche? Eine Unternehmenssprecherin antwortet auf Anfrage von MANNHEIM24: „In Mannheim ist lediglich unsere Filiale im Q1 betroffen. Diese wird leider zum 30.06.2021 geschlossen.

Aufatmen dürften Douglas-Angestellte aber über diese Nachricht: Alle anderen Filialen in der Region (Heidelberg, Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer, Viernheim, Bruchsal, Karlsruhe und Heilbronn) sollen nach Angaben der Unternehmenssprecherin von den „aktuellen Schließungen“ nicht betroffen sein. (rmx)

Douglas: Parfümerie-Riese schließt 60 Filialen – auch Mannheim und Weinheim betroffen

Erstmeldung vom 1. Februar: Der Einzelhandel leidet massiv unter der Corona-Pandemie. Auch Groß- und Traditionsbetriebe müssen um ihre Existenz bangen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Promod und Pimkie deutschlandweit rund 60 Filialen schließen wird. Nun hat auch Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas angekündigt, zahlreiche Filialen in Deutschland zu schließen.

Der Konzern, der 1821 in Hamburg gegründet wurde und seinen Sitz in Düsseldorf hat, wird eigenen Angaben zufolge fast jede siebte Filiale in Deutschland schließen – rund 60 der insgesamt 430 Filialen machen dicht, knapp 600 der über 5.200 Angestellten verlieren dadurch allein in Deutschland ihre Jobs. Douglas reagiert damit auf die immer schnellere Verlagerung der Umsätze ins Internet.

ParfümerieDouglas
CEOTina Müller
Gründung1821
SitzDüsseldorf

Douglas: Parfümerie-Kette schließt rund 60 Filialen in Deutschland, europaweit fast 500

Wie der Konzern mitteilte, habe man das gesamte Filialnetz in den vergangenen Monaten auf den Prüfstand gestellt, weil immer mehr Kunden online kaufen würden, so Geschäftsführerin Tina Müller. Die Corona-Pandemie habe diesen Trend abermals beschleunigt. Die Douglas-Chefin betont aber, dass das verkleinerte Filialnetz „zukunftsfähig ist für die nächsten Jahre“.

Europaweit schließt Douglas sogar mehr als jede fünfte Filiale – insgesamt sind 500 der bislang 2.400 Parfümerien betroffen. Die Schließungswelle betrifft hauptsächlich Läden in Italien und Spanien – hier werden rund 2.500 der 20.000 Douglas-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren.

Parfümerie-Abteilung: Der boomende Online-Handel und die Corona-Pandmie setzen den stationären Handel unter Druck.
Parfümerie-Abteilung: Der boomende Online-Handel und die Corona-Pandmie setzen den stationären Handel unter Druck. © Symbolfoto - Imago/Marie Le Ble

Das vor allem von der Corona-Pandemie geprägte vergangene Geschäftsjahr brachte für Douglas ein durchwachsenes Ergebnis. Zwar konnte der Parfümerie-Riese die Negativauswirkung vor allem dank einer starken Online-Präsenz in Grenzen halten, am Ende prangte „nur“ ein Umsatz-Minus von 6,4 Prozent. Dieser lag bei 3,2 Milliarden Euro. Doch das operative Ergebnis ging um 16,7 Prozent auf 292 Millionen Euro zurück. Und unter dem Strich musste der Konzern nicht zuletzt wegen hoher Wertberichtigungen sogar einen Verlust von 517 Millionen Euro ausweisen.

Die Online-Geschäfte liefen hingegen äußerst stark. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende September) stiegen die E-Commerce-Umsätze um 40,6 Prozent auf insgesamt 822 Millionen Euro. Im Kalenderjahr 2020 habe Douglas sogar zum ersten Mal in der Konzerngeschichte mehr als eine Milliarde Umsatz im Internet gemacht, so Müller.

Douglas: Dutzende Filialen in Deutschland machen dicht – auch Mannheim und Weinheim bertroffen

Wie eine Douglas-Sprecherin gegenüber dem Mannheimer Morgen bestätigte, sind von den geplanten Douglas-Schließungen in Deutschland auch jeweils eine Filiale in Mannheim und Weinheim betroffen.

Trotz der erheblichen Auswirkungen der Corona-Krise blieben fast neun von zehn Arbeitsplätze in den Filialen erhalten – „und das, obwohl zum jetzigen Zeitpunkt alle Filialmitarbeiter mit auf 100 Prozent aufgestockten Bezügen in Kurzarbeit sind. Leider ist auch eine Filiale in Mannheim sowie eine Filiale in Weinheim betroffen“, so die Douglas-Sprecherin weiter.

Um welche Filialen es sich dabei genau handelt und wie viele Mitarbeiter konkret betroffen sind, konnte die Sprecherin nicht sagen. (rob mit dpa)

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