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AstraZeneca: Wegen Delta-Variante – Stiko ändert Empfehlung zur Zweitimpfung

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Von: Eliran Kendi

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Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlungen angepasst (Symbolbild). © Fabian Sommer/dpa

Die Delta-Variante breitet sich in ganz Deutschland zunehmend aus. Als Reaktion auf die Delta-Gefahr passt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung nun an.

Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, sollen künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna erhalten, teilt die Stiko am Donnerstag (1. Juli) mit. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis soll dann mindestens vier Wochen betragen. Die Empfehlung gelte „vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur. Die Experten*innen begründen diese Empfehlung damit, dass der Schutz vor der ansteckenderen Corona-Variante durch die Impfkombi besser gewährleitet sei. So soll die Immunantwort nach zwei verschiedenen Präparaten, also erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff, gegenüber zwei Dosen Astrazeneca „deutlich überlegen“ sein.

Astrazeneca: Impfkommission empfiehlt Kombilösung gegen Delta

Eine solche Vorgehensweise hat die Stiko bisher nur jüngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen haben, bevor dieser Impfstoff nur noch für Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen worden ist.

Die Stiko betont, es sei angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wichtig, die zweite Impfstoffdosis „zeitgerecht wahrzunehmen“. Die Stiko wies nun als Empfehlung folgende Abstände zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus:

Zugleich betont das Gremium: Nach nur einer Impfstoffdosis scheine der Schutz gegen Delta „deutlich herabgesetzt“ zu sein.

Delta Variante: Wie gut schützen Impfstoffe?

Glücklicherweise soll der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen durch Delta nach vollständiger Impfung im Vergleich zum Schutz vor anderen Corona-Varianten ähnlich gut sein. Diese Annahme beruht auf Corona-Daten aus Großbritannien.

Ebenfalls am Donnerstag hat der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, die Debatte um die Mutante scharf kritisiert und spricht im Zusammenhang mit der Delta-Variante von Panikmache. (esk mit dpa)

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