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Darmstadt: Möbelpacker lagern „Erste-Hilfe-Puppe“ ein – es ist eigentlich eine Leiche

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Von: Daniel Hagen

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Erste-Hilfe-Puppe
In Darmstadt ist eine vermeintliche Puppe eigentlich eine Leiche. (Symbolfoto) © Friso Gentsch/dpa

Darmstadt - Vor mehreren Monaten wird die Wohnung eines Mannes geräumt. Von ihm fehlt seitdem jede Spur. Unter seinen Gegenständen ist auch eine lebensgroße „Puppe“.

Manche Geschichten sind so unglaublich, dass man sie in der Kult-Horror-Sendung „X-Faktor – Das Unfassbare“ zeigen könnte. Ein solcher Fall hat sich jetzt auch in Darmstadt zugetragen. Mitten in Hessen verschwindet ein Mann, dessen Leiche Monate später gefunden wird – aber nicht in einem Wald oder Gewässer, sondern mitten unter Menschen.

StadtDarmstadt
BundeslandHessen
Fläche122,2 km²
Bevölkerung159.174 (31. Dez. 2020)
OberbürgermeisterJochen Partsch (Bündnis 90/Die Grünen)

Wohnung in Darmstadt soll geräumt werden – Mieter scheinbar abgehauen

Nach Informationen der „Bild“ soll der gruselige Fall aus Darmstadt bereits am 9. Februar begonnen haben. Damals soll ein Gerichtsvollzieher die Wohnung eines Mannes zwangsräumen lassen. In der Vergangenheit hat ein solcher Vorfall schon für Explosionen, Säure-Attacken oder Schüsse auf Polizisten gesorgt, weil die meist radikalen und renitenten Mieter nicht ausziehen wollen.

In diesem Fall spielt sich die Geschichte aber anders ab. Denn als der Gerichtsvollzieher klingelt, öffnet niemand die Tür. Es scheint, als sei der verschuldete und zahlungsunfähige Mann einfach abgehauen. Daraufhin wird die Wohnung gewaltsam geöffnet und das Mobiliar von einem Umzugsunternehmen ausgeräumt.

Nach Räumung in Darmstadt – Puppe ist eigentlich eine Leiche

Während die Mitarbeiter der Spedition alles aus der Wohnung des Ex-Mieters – bei dem es sich laut „Bild“ um einen verurteilten Kinderschänder handeln soll – herausträgt, dokumentiert der Gerichtsvollzieher. Unter den Gegenständen befindet sich zudem ein seltsamer Gegenstand. „Eine Puppe, wie man sie von Erste-Hilfe-Kursen kennt“ soll im Polizeibericht stehen.

Das Mobiliar und die komplett angezogene Puppe werden zusammen in den Räumen der Spedition eingelagert. Am 14. April – knapp zwei Monate später – machen die Mitarbeiter eine schreckliche Entdeckung. Die vermeintliche Puppe beginnt zu stinken und färbt sich allmählich grün! Beides sind Anzeichen für die Verwesung von Fleisch. Die Polizei merkt daraufhin, dass es sich um eine Leiche handelt.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Leiche in Darmstadt

Wie Oberstaatsanwalt Robert Hartmann der „Bild“ bestätigt, soll es sich um den Mieter handeln, der sich wohl doch nicht aus dem Staub gemacht hat. Wann und wie er gestorben ist, ist bislang noch völlig unklar. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden. (dh)

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