26 Hunde, 4 Katzen

Illegaler Tierhandel kurz vor Weihnachten gestoppt – Hunde krank und verletzt!

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Hunde in dem von der Polizei gestoppten Transporter.

Darmstadt - Sie werden stundenlang im Transporter gehalten und dann anschließend verkauft! Am Samstag kann die Polizei mehrere Hunde und Katzen von einem illegalen Händler retten:

  • Illegaler Tiertransporter in Darmstadt entdeckt
  • 30 Tier (26 Hunde, 4 Katzen) teilweise krank und frisch operiert
  • Tiere unter starken Medikamenten gesetzt
  • Anzeige gegen Fahrer und Händler
  • Polizei appelliert an künftige Tierbesitzer

Es ist ein sehr trauriges Bild, das sich am Samstag (14. Dezember) den Beamten der Polizeiautobahnstadtion Darmstadt bietet. Denn als sie einen osteuropäischen Kleintransporter stoppen und kontrollieren, zeigt sich im Inneres des Wagens das wahre Elend! 26 Hunde und 4 Katzen sind in kleinen Käfigen eingepfercht, teilweise befinden sich mehrere Tiere in einem Stahlgehege. Doch das ist nicht das Einzige, was bei der Kontrolle fassungslos macht.

Illegaler Tiertransporter entdeckt – Hunde und Katzen unter starken Medikamenten gesetzt

Fünf Hunde sind überhaupt nicht transportfähig, denn sie sind krank oder vor kurzer Zeit operiert worden. An ihren Körpern sind noch frische Operationswunden zu finden. Wie das Polizeipräsidium Südhessen am Montag berichtet, haben weitere Überprüfungen in Darmstadt ergeben, dass 21 der 30 Tiere unter starken Medikamenten gesetzt wurden. Damit sollen die Hunde und Katzen einen gesunden Eindruck machen, wenn die neuen Besitzer sie zum ersten Mal sehen. 

Tiertransport gestoppt – Händler wollten illegale Hunderasse in Deutschland einführen

In dem illegalen Tiertransporter befinden sich auch drei Welpen einer Kampfhunderasse, die nicht aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt werden darf. „Die beiden Fahrer hatten zudem eine Lieferliste mit entsprechenden Adressen dabei. Zuvor wurden offenbar in der Schweiz und in Österreich bereits Tiere ausgeliefert“, so die Polizei Südhessen. Für etwa die Hälfte aller Tiere haben die Händler keine Einfuhrpapiere. 

Die Polizisten verständigen vor Ort das Veterinäramt Darmstadt. Die Hunde und Katzen des illegalen Tiertransports werden anschließend untersucht, versorgt und angemessen untergebracht. 

Illegaler Tiertransporter – Anzeige gegen Händler!  

Sowohl der Fahrer als auch der Händler können nun Anzeigen wegen verbotener Einfuhr gefährlicher Hunde sowie Verstößen gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsgesetz. Ob auch auf die jeweiligen Käufer ein Ermittlungsverfahren zukommt, wird derweil geprüft. Die Kosten der weiteren Maßnahmen, wie medizinische Versorgung und Unterbringung der Hunde und Katzen bei Darmstadt, dürften sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

Illegaler Tiertransporter gestoppt: Polizei appelliert an alle künftigen Besitzer

Die Polizei appelliert nun insbesondere in der Vorweihnachtszeit: Hunde und Katzen sind keine Weihnachtsgeschenke, die man nach Silvester wieder abgeben kann. Wer ein Haustier aufnehmen möchte, muss sich viele Gedanken machen, wie das Leben mit Haustier anschließend realisierbar ist“, heißt es in der Pressemitteilung. „Strikt abraten muss die Polizei weiterhin von einem Tierkauf bei dubiosen Händlern. Die bessere Adresse hierfür sind in diesem Zusammenhang Tierheime, in denen viele Hunde und Katzen auf neues und liebevolles Zuhause warten“, schreibt die Polizei weiter.

Leider werden trotzdem immer wieder Hunde und Katzen von illegalen Händlern vom Ausland nach Deutschland gebracht. So auch mehrere Welpen, die auf einer Raststätte auf der A6 hätten verkauft werden sollen. Doch aufmerksame Passanten erkennen die Situation richtig und verständigen die Polizei. Im Sommer stoppt die Polizei Südhessen außerdem einen Viertransporter, in dem zuvor 170 Kälber von den Niederlanden nach Südspanien gebracht – und das ohne Zwischenhalt!

Eine tolle Neuigkeit für Tierheim und Tierbesitzer: Wer künftig ein Hund aus dem Tierheim Mannheim adoptiert, der soll keine Steuer mehr zahlen müssen, das soll auch für Listenhunde gelten.

pol/jol

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