Todes-Drama auf A5-Parkplatz

Raser fährt Mutter tot – Gutachter mit überraschender Forderung

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Mutter und Sohn sitzen auf der Rückbank.

Heppenheim - Bei der Flucht vor einer Polizeikontrolle auf der A5 rast ein 18-Jähriger eine Mutter tot. Nun hat er die Tat zum Prozessauftakt gestanden.  

  • 18-Jähriger flieht am 30. Dezember 2018 bei Heppenheim vor Polizeikontrolle und rast auf Parkplatz bei der A5 in einen geparkten Mazda 
  • Eine Frau (39) stirbt, ihr Sohn (10) wird schwer verletzt 
  • 18-Jähriger wegen gemeingefährlichem Mord in U-Haft
  • Am 18. Juli beginnt der Mord-Prozess am Landgericht Darmstadt
  • Der Angeklagte legt zum Prozess-Auftakt ein Geständnis ab
  • Gutachter fordert Jugendstrafrecht

Update vom 1. August: Der Prozess gegen den Fuchsbuckel-Raser, der bei einem Unfall auf einem Parkplatz auf der A5 bei Darmstadt eine 39-jährige Mutter tötete, ist im vollen Gange. Im Dezember 2018 soll der damals 18-Jährige vor der Polizei geflohen sein und den Tod anderer Menschen billigend in Kauf genommen haben. Nach Angaben des Mannheimer Morgens soll am Mittwoch (31. Juli) ein psychiatrischer Gutachter vor Gericht empfehlen, dass der Fuchsbuckel-Raser nach Jugendstrafrecht verurteilt werden soll. Grund hierfür sei die abgeschwächte Reifeentwicklung des jungen Mannes, der nach der Schule mehrere Ausbildungen schmiss und sich nie an Regeln halten konnte. 

Die Verhandlung wird am 21. August fortgesetzt und soll bis zum 5. September beendet werden.

Darmstadt/A5: Dramatische Worte von Ehemann der getöteten Frau:

Update vom 19. Juli: Dem Ehemann der getöteten 39-Jährigen fehlen am Donnerstag im Zeugenstand des Landgerichts Darmstadt teils die Worte.„Wir wollten ausruhen und ein bisschen Pause machen“, sagt er vor Gericht über die Geschehnisse. Er habe das Auto noch auf den Parkplatz auf der A5 reinrasen gehört – und dann den Knall. „Mein Sohn war bewusstlos im Auto.“ Dann habe er seine Frau gesehen. Sie starb eine halbe Stunde nach der Kollision. „Wir waren unterwegs zu Bekannten, um Silvester zu feiern.“

Darmstadt/A5: Mordprozess nach Unfall-Tod einer Frau (†39): 18-jähriger Raser gesteht!

Update vom 18. Juli, 11:55 Uhr: Nachdem er vor einer Polizeikontrolle auf der A5 geflohen war, raste ein 18-Jähriger Ende 2018 auf einem Rastplatz bei Heppenheim in der Nähe von Darmstadt in ein geparktes Auto. Eine 39-jährige Mutter stirbt bei dem Unfall, ihr zehnjähriger Sohn wird verletzt. Zum Auftakt des Mordprozesses am Landgericht Darmstadt legt der 18-jährige Deutsche am Donnerstag (18. Juli) ein Geständnis ab: Er sei verantwortlich für den Tod der Mutter und die schweren Verletzungen des Jungen, gesteht er in einer von seinem Anwalt verlesenen Einlassung.

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Darmstadt/A5: „Autonarr“ begründet tödlichen Unfall mit emotionaler Belastung

Der Unfallverursacher bezeichnet sich selbst als „Autonarren“ und erklärt, aus Angst vor einem weiteren Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein vor der Polizei geflohen zu sein. „Ich bin in den Pkw der Familie gefahren, weil ich die Situation völlig falsch eingeschätzt und die Kontrolle verloren habe.“ 

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Darmstadt raste der Deutsche mit hohem Tempo von der A5 auf den Parkplatz „Fuchsbuckel“ bei Heppenheim, wo er mit seinem Wagen gegen das parkende Auto einer Familie aus Düsseldorf krachte. Eine 39 Jahre alte Frau wurde dabei tödlich verletzt. Der 10-jährige Sohn überlebte den Unfall schwer verletzt. Der Vater, der zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes auf der Toilette war, erlitt einen Schock. Auch der 18-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, wurde schwer verletzt. 

Er sei wegen eines Streits mit den Eltern und einem kommenden Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein Ende Dezember „emotional stark belastet gewesen“, hieß es in der Einlassung. Laut Staatsanwaltschaft Darmstadt flüchtete der führerscheinlose junge Mann am 30. Dezember 2018 streckenweise mit 180 km/h über die A5 vor einer Polizeistreife, die ihn kontrollieren wollte. Auf dem Rastplatz raste er ungebremst mit 110 km/h in den dort geparkten Wagen der Familie, in dem die 39-Jährige und ihr zehn Jahre alter Sohn saßen. 

Die Tat ist als Mord angeklagt, weil die Staatsanwaltschaft Darmstadt die Mordmerkmale „Verdecken einer Straftat“ und „Verwenden des Autos als gemeingefährliche Waffe“ als erfüllt ansieht. Er habe nur an seine Flucht gedacht, sagte der Ankläger. „Dass er selbst oder fremde Personen versterben können, war ihm egal.

Darmstadt/A5: Frau (†39) stirbt nach Unfall: 18-Jähriger ab heute wegen Mordes vor Gericht

Update vom 18. Juli, 7:30 Uhr: Um 9 Uhr beginnt am heutigen Donnerstag (18. Juli) am Landgericht Darmstadt der Prozess gegen den 18-Jährigen, der vor rund einem halben Jahr bei einem Unfall auf dem Autobahnparkplatz „Fuchsbuckel“ auf der A5 bei Heppenheim eine 39-Jährige tödlich verletzt hat. Der zehnjährige Sohn wird schwer verletzt. Der 18-jährige Raser war bei dem Versuch, der Polizei davonzufahren, mit Tempo 150 auf den Parkplatz gerast und gegen den geparkten Wagen der Familie aus Düsseldorf gekracht.

Die Staatsanwaltschaft hat den 18-Jährigen wegen Mordes angeklagt, weil sie die Merkmale „Verdeckung einer Straftat“ und „gemeingefährliche Mittel“ erfüllt sieht. Der Angeklagte habe einer Strafe entkommen wollen und dabei in Kauf genommen, dass durch das rasende Auto Menschen sterben. Der junge Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Darmstadt/A5: Tatwaffe Auto – 18-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

Update vom 14. Juli 2019: Schreckliche Szenen am 30. Dezember 2018 auf einem Parkplatz an der A5 bei Heppenheim. Ein 18-Jähriger flieht auf der A5 vor einer Polizeikontrolle und rast mit 150 km/h auf den Parkplatz „Fuchsbuckel“. Dort kracht er in den geparkten Mazda einer Familie aus Düsseldorf. Mutter (39) und Kind sitzen auf dem Rücksitz als der Unfall passiert. Der Vater ist gerade zur Toilette gegangen. Die Frau wird bei dem Crash so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus stirbt, ihr Kind wird schwer verletzt. 

Wie sich später herausstellt, hat der 18-jährige Raser gar keinen Führerschein. Auch er wird bei dem Unfall schwer verletzt und sitzt seit seiner Genesung in U-Haft. Am Donnerstag (18. Juli) soll der Prozess am Landgericht Darmstadt gegen ihn starten. Der Vorwurf: Mord!

Der 18-Jährige habe wissentlich in Kauf genommen, dass er mit seiner Raserei Menschen töten könnte - das Auto sei in diesem Fall die Tatwaffe. Falls er nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird, könnte ihm eine lebenslange Haftstrafe drohen. Bei einer Jugendstrafe müsste er die nächsten 10 Jahre – wegen der besonderen Schwere der Vorwürfe – bis zu 15 Jahren im Gefängnis verbringen.

Immer wieder gefährden Raser durch ihre riskanten Fahrmanöver andere Mitmenschen – und die meisten scheint es gar nicht zu interessieren. In Mannheim sieht man fast täglich Möchtegern-Rennfahrer, die mit lautem Beschleunigen und unkontrollierten Überholmanövern durch die Straßen rasen. Dagegen will die Polizei jetzt aktiver vorgehen. Dass diese irrsinnigen Fahrten auch tödlich enden können, zeigt der Fall aus Heppenheim.

Heppenheim/A5: 18-Jähriger fährt Mutter (†39) tot: War es gemeingefährlicher Mord?

Update, 18. Januar 2019, 11:06 Uhr: In der Blutprobe ist kein Alkohol gefunden worden. Das versichert ein Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt am Freitag (18. Januar) auf Anfrage von HEIDELBERG24. Der Unfallfahrer von der A5 werde immer noch medizinisch versorgt. Für den 18-Jährigen liege weiterhin Untersuchungshaft vor. Ihm wird gemeingefährlicher Mord vorgeworfen, da „Vorsatz im Raum steht“, so der Sprecher weiter. Allerdings muss noch ein Unfallrekonstruktionsgutachten erstellt werden. „Wir wollen die Ermittlungen zügig abschließen“, meint der Sprecher. Es könne aber noch ein bis zwei Monate dauern.

Heppenheim/A5: 18-Jähriger rast Mutter (†39) tot: Ergebnis der Blutprobe liegt vor

Update, 3. Januar, 8:07 Uhr: Die Ermittlungen wegen des Unfalls auf der A5 dauern weiter an. Es laufe die Auswertung einer Blutprobe, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt am Mittwoch (2. Januar). Das Ergebnis werde kommende Woche erwartet. Der 18-jährige Unfallverursacher befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Ihm wird gemeingefährlicher Mord zur Last gelegt, wie der Sprecher sagt. 

Auslöser seiner Flucht war die Absicht der Zivilstreife, das Fahrzeug zu kontrollieren, weil dessen Kurzzeitkennzeichen abgelaufen war. Derartige Kennzeichen werden etwa für Probefahrten vergeben.

Heppenheim/A5: Nach Tod von Frau (†39): Haftbefehl gegen 18-Jährigen beantragt 

Update, 31. Dezember, 17:00 Uhr: Nach dem Tod einer 39-jährigen Mutter am Sonntagabend (30. Dezember) bei einem Verkehrsunfall auf der A5 prüft die Staatsanwaltschaft zunächst einen Haftbefehl gegen den 18-jährigen Verursacher. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt erlässt das Amtsgericht Darmstadt nur einen Tag später (31. Dezember) einen Haftbefehl wegen gemeingefährlichen Mordes gegen den Unfallfahrer.

Update, 9 Uhr: Anders als zunächst angenommen wird der 10-jährige Junge bei dem Unfall nur leicht verletzt. Er kann das Krankenhaus kurz Zeit später wieder verlassen. Ebenso sein Vater, der wegen eines Schocks behandelt worden ist.

Heppenheim: Mutter nach Crash auf A5 tot, Kind leicht verletzt  

In Höhe Bensheim will eine Polizeistreife einen Ford Focus anhalten und kontrollieren, da dessen Kennzeichen abgelaufen ist. Der 18-Jährige jedoch missachtet die Anhaltesignale und versucht vor der Kontrolle zu flüchten. Er fährt die A5 in Richtung Süden entlang und biegt plötzlich auf den Parkplatz ,Fuchsbuckel' ab. Dabei kracht er gegen einen geparkten Mazda, der wiederum auf einen Dacia geschoben wird. 

Bei dem Zusammenstoß wird der 18-Jährige sowie eine 39-jährige Frau und ihr 10-jähriger Sohn verletzt. Die Mutter aus Düsseldorf erliegt kurze Zeit später in einer Klinik ihren Verletzungen. Laut Polizei haben die Frau und das Kind bei dem Unfall auf der Rückbank gesessen, während der Vater kurz auf die Toilette geht. Im Dacia befinden sich keine Personen.

Unfall auf A5 bei Heppenheim: Unfallverursacher besitzt keinen Führerschein

Der junge Autofahrer hat keinen Führerschein, das bestätigt das Polizeipräsidium Südhessen am Sonntagabend. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird bei dem Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt und zur Unfallrekonstruktion ein Sachverständiger hinzugezogen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass der Unfallverursacher ein Fahranfänger war. Allerdings besitzt er laut Polizei keinen Führerschein.

Bei einer verrückten Verfolgungsjad durch Heidelberg wird am 18. August 2019 wie durch ein Wunder niemand verletzt. Allerdings bleibt es spannend, weil der Besitzer des Polos behauptet, nicht gefahren zu sein.

Bei einem schweren Unfall im Odenwald gefährdet ein 28-Jähriger das Leben anderer Verkehrsteilnehmer, der Grund vermutlich zu hohe Geschwindigkeit.

pol/jol/chh

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