800 Angestellte

Coronavirus: SAP-Mitarbeiter infiziert – Standort auf unbestimmte Zeit geschlossen

Walldorf/St. Ingbert - Der Softwarekonzern SAP meldet drei Mitarbeiter, die am Coronavirus erkrankt sind. Nun muss das Unternehmen eine drastische Maßnahme ergreifen und einen Standort schließen:

  • Drei SAP-Mitarbeiter sind am Coronavirus erkrankt.
  • SAP beschließt drastische Maßnahmen. 
  • Der Softwarekonzern muss Standort in St. Ingbert (Saarland) auf unbestimmte Zeit schließen.

Seit Ende Februar breitet sich das Coronavirus in Deutschland immer weiter aus. Nun muss auch der Softwarekonzern SAP, der seinen Sitz in Walldorf hat, die ersten Mitarbeiter nach Hause schicken. Wie das Unternehmen mitteilt, haben sich mittlerweile drei Angestellte in Saarland mit dem neuartigen Virus infiziert. SAP muss deshalb eine drastische Maßnahme ziehen und sieht sich gezwungen, den Standort im saarländischen St. Ingbert am Montag (9. März) zu schließen. Für wie lange, kann SAP nicht sagen. Aber feststeht, dass es schon ein „bisschen dauern“ wird, wie ein Sprecher erklärt. Als Software-Unternehmen habe man es da „ein bisschen leichter" als Firmen, bei denen die Fabrikation rollen müsse. „Bei uns rollt die ja nur digital".

SAP: Drei Angestellte mit Coronavirus infiziert – Standort geschlossen

800 Angestellte arbeiten am SAP-Standort in Saarland. Diese sollen nun nach dem Coronavirus-Ausbruch fürs Erste von zu Hause arbeiten, wie ein Sprecher der SAP mitteilt. Die drei mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter werden medizinisch versorgt und befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Wie genau läuft eine häusliche Quarantäne überhaupt ab?

In dem geschlossenen Standort werden laut dem SAP-Sprecher die Räume umfangreich desinfiziert. Zudem werde überprüft, mit welchen Mitarbeitern die Kollegen Kontakt hatten. 

SAP: Ausbruch in saarländischem Standort – drastische Maßnahme beschlossen

Während der Standort in St. Ingbert auf unbestimmte Zeit geschlossen bleibt, will die SAP die Gesundheitsbehörden vor Ort bei weiteren Maßnahmen unterstützen. Der Sprecher des Softwarekonzerns geht davon aus, dass etliche Personen auf das Coronavirus getestet werden müssen. 

SAP mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf zählt weltweit rund 100 000 Mitarbeiter. In Saarland gibt es bislang fünf Coronavirus-Fälle (Stand: 8. März). In Baden-Württemberg gibt es rund 200 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Dazu zählen auch über ein Dutzend Fälle aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Unterdessen gibt es beim „Drive-In“ für Coronavirus-Test in Nürtingen einen großen Ansturm. 

Im Auftrag der Bundesregierung sollen das Unternehmen SAP und die Telekom eine Corona-App entwickeln. Diese soll helfen, die Pandemie einzudämmen. 

dpa/jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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