In der Metropolregion Rhein-Neckar

Zahlreiche Verstöße gegen Verbote: Polizei auf Corona-Streife – die Bilanz vom Wochenende!

Mannheim - Die Polizei kontrolliert das Einhalten des Kontaktverbots während der Corona-Krise. Viele Bürger verhalten sich vorbildlich – doch natürlich gibt es auch ein paar Ausnahmen:

  • Coronavirus: Wird das Kontaktverbot von den Bürgern eingehalten?
  • Die Polizei stellt immer wieder Verstöße fest, die mit hohen Bußgeldern geahndet werden.
  • Einige Einsätze in Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis:

Update vom 5. April: Auch am Samstag setzt die Polizei ihre Kontrollen in der Region fort. Besonders bei schönem Wetter, das sogar bis Ostern anhalten soll, werden beliebte Ausflugsziele und Treffpunkte von den rund 60 zusätzlichen Streifen überwacht. Der Großteil der Bevölkerung halte sich an das Kontaktverbot, wie die Polizei Mannheim mitteilt. Allerdings gibt es auch am Samstag wieder einige Ausnahmen. 

Insgesamt kontrollieren die Beamten 1.376 Personen und 113 Fahrzeuge. Dabei ergeben sich 112 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. 72 davon in Mannheim, 17 in Heidelberg und 23 im Rhein-Neckar-Kreis. Zwei besonders „bemerkenswerte Fälle“, wie sie die Polizei Mannheim beschreibt, listet sie in der Mitteilung mit auf:

Am Marktplatz in Mannheim will die Aktion der Initiative Seebrücke auf die Situation der Flüchtlingsunterkünfte in Griechenland aufmerksam machen. Allerdings sind solche Versammlung während der Corona-Krise verboten. Der Veranstalter zeigt sich aber im Gespräch mit der Polizei einsichtig und verteilt am Ende Mundschutztücher mit themenbezogenem Aufdruck. 

In der Neckarstadt erwischen die Beamten mithilfe von Zeugenaussagen einen Wirt und acht Gäste, die in einem Lokal zusammen sitzen, trinken und Karten spielen. Durch zugezogene Vorfänge sollte der Eindruck erweckt werden, dass das Lokal zu hat. Allen erwartet nun ein Bußgeld. 

Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Verbote: Die interessantesten Einsätze der Polizei

Meldung vom 4. April: Seit Ende März gilt in Deutschland das Kontaktverbot wegen des Coronavirus. Wir dürfen uns nur zu zweit oder mit Personen, die mit uns im Haushalt leben, treffen und müssen zu anderen Menschen mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Diese Maßnahmen sollen die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen und Leben retten. Damit sich auch wirklich jeder an die Coronavirus-Maßnahmen hält, werden die Verstöße mit hohen Bußgeldern geahndet. Die Polizei kontrolliert seit Tagen die Einhaltung des Kontaktverbots – so auch am Freitag (3. April). 

Coronavirus: Polizei kontrolliert Kontaktverbot – einige Verstöße festgestellt

Die Mehrheit der Deutschen finden das Kontaktverbot eine angemessene Maßnahme, wie jüngst eine Studie aus Mannheim herausgefunden hat. Dementsprechend handeln auch die meisten Menschen verantwortungsvoll und richtig. Sie bleiben zu Hause oder meiden beim Spaziergang andere Personen.

In ganz Deutschland werden Kontrollen durchgeführt (Symbolfoto).

Allerdings sind nicht alle Personen so einsichtig, wie die Polizisten aus der Metropolregion Rhein-Neckar feststellen müssen. Am Freitag führen die Beamten zahlreiche Kontrollen durch. Insgesamt werden 167 Fahrzeuge und 679 Personen überprüft. Dabei ergeben sich laut einem aktuellen Bericht der Polizei Mannheim 93 Verstöße gegen da Infektionsschutzgesetz. Es handelt sich bei allen Verstößen um Ordnungswidrigkeiten

Coronavirus: Polizei erwischt Kontaktverbot-Rebellen – hohe Bußgelder zu erwarten

Die Polizei stellt fest, dass Schulhöfe Anziehungspunkte sind, um sich entgegen der erlassenen Coronavirus-Maßnahmen zu treffen. Am Freitagabend gegen 20:45 Uhr bemerkt die Polizei Mannheim auf einem Schulhof in der Herzogenriedstraße neun Personen im Alter von 14 bis 41 Jahren. Vermutlich haben sie sich dort eine längere Zeit aufgehalten. Außerdem erwischen die Beamten einen Gaststätten-Betreiber im Stadtteil Wallstadt, der sein Lokal trotz Verbots geöffnet hat. Heruntergelassene Rollläden und eine verschlossene Eingangstür sollte dies verschleiern. Gegen den Wirt wird ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro verhängt, seine 12 Gäste müssen jeweils 500 Euro blechen.

In Laudenbach sprengt die Polizei eine Party mit sechs Gästen. Da sich diese uneinsichtig zeigen, können sie auch mit einem dreistelligen Bußgeld rechnen. In Wiesloch erwischt die Polizei mehrere Gruppen, die sich unter anderem auf dem Parkdeck der Stadtgalerie aufgehalten haben. Außerdem beenden die Beamten eine private Haus-Party in Leimen. Die Gäste hatten versucht, sich hinter einem Bett vor der Polizei zu verstecken. Doch die Not macht erfinderisch: Ein Mannheimer bringt mit seinem Livestream-Angebot die Disko in das Wohnzimmer. Bei „CORONA HOME CLUBBING“ können Zuschauer ihre Lieblingsmusiker aus der Region von Zuhause unterstützen.

Coronavirus: Polizei kontrolliert Einhaltung des Kontaktverbots – auch am sonnigen Wochenende

Auch dieses Wochenende wird das Polizeipräsidium Mannheim, sowohl am Samstag als auch am Sonntag, über den jeweiligen Tag verteilt, mit mehr als 60 zusätzlichen Streifen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis unterwegs sein, um die Einhaltung von Rechtsvorschriften zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus intensiv zu überwachen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei Mannheim. 

Übrigens: Eine Anwältin aus Heidelberg will die aktuelle Situation nicht hinnehmen und gegen die Corona-Verordnungen sogar klagen!

Aufgrund von Covid-19 herrschen Kontaktsperren und viele Plätze sind geschlossen. Zahlreiche Menschen fragen sich nun, was sie an Ostern überhaupt noch machen dürfen, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen. Oberbürgermeister Eckart Würzner hat daher einen Appell an alle Heidelberger.

jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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