Labor im PHV eingerichtet

Coronavirus in Heidelberg: Zwei neu angekommene Asylbewerber an Covid-19 erkrankt 

Heidelberg - Rund 1.300 Flüchtlinge leben derzeit im Ankunftszentrum. Einige von ihnen müssen sich einem Coronavirus-Test unterziehen, um einen Ausbruch zu verhindern. Allerdings gibt es schon die ersten Fälle:

  • Rund 1.300 Flüchtlinge leben im Ankunftszentrum in PHV. 
  • Ein Coronavirus-Test für Flüchtlinge soll nun verbindlich werden.
  • In Heidelberg werden die Tests durchgeführt, dafür wird ein Labor eingerichtet.
  • Insgesamt 10 Asylbewerber wurden nach ihrer Ankunft bisher positiv auf das Coronavirus getestet. 

Update vom 20. März, 18 Uhr: Im Ankunftszentrum in Heidelberg wurden zwei neu angekommene Asylbewerber bei einem Test positiv auf das Coronavirus getestet. Wie das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg am Freitagabend mitteilt, sei der Test routinemäßig am Tag der Ankunft der Personen im PHV erfolgt. Die Infizierten seien sofort innerhalb des Ankunftszentrums in ein Quarantäne-Gebäude verlegt worden. 

Coronavirus in Heidelberg: Zwei neu angekommene Asylbewerber infiziert  

Update vom 16. März, 16:30 Uhr: Im Ankunftszentrum in Heidelberg sind zwei neu angekommene Asylbewerber bei einem Schnelltest positiv auf SARS-Cov-2 getestet worden. Der Test erfolgte gestern routinemäßig am Tag der Ankunft der Personen im Ankunftszentrum. Die Personen wurden sofort innerhalb des Ankunftszentrums in ein vorbereitetes Quarantänegebäude verlegt. „Diese Fälle zeigen deutlich, wie notwendig es ist, alle neu ankommenden Flüchtlinge auf das Corona-Virus zu untersuchen. Deshalb haben wir bereits vor Tagen flächendeckend mit den entsprechenden Untersuchungen begonnen“, erklärt Innenminister Thomas Strobl.

Übrigens: Alle aktuellen Zahlen der Infizierten und Corona-Toten in Baden-Württemberg sowie eine Karte der Ausbreitung im Bundesland findest Du außerdem in unserem News-Ticker

Coronavirus in Heidelberg: Fünf neu angekommene Asylbewerber mit Covid-19 diagnostiziert  

Update vom 13. März, 17:21 Uhr: Fünf neu angekommene Asylbewerber sind bei Ankunft im Heidelberger Ankunftszentrum positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilt das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg mit. Ob die Covid-19-Infizierten in Kontakt mit anderen Bewohnern des Ankunftszentrums standen, ist nicht bekannt. Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl will alle geflüchtete Personen, die in Deutschland ankommen, auf das Coronavirus testen lassen. Dies sei glücklicherweise in den vergangenen Tagen schon geschehen: „Wir haben im Ankunftszentrum und den Erstaufnahmeeinrichtungen eine besondere Wohn- und Lebenssituation. Deshalb ist es wichtig, alles zu tun, was möglich ist, um Corona-Infektionen in Erstaufnahmeeinrichtungen zu identifizieren und zu isolieren und eine mögliche Ausbreitung zu unterbinden“, so Strobl.

Unterdessen arbeiten Forscher der baden-württembergischen Biotech-Firma CureVac unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump hat nun ein Auge auf das Unternehmen von Hauptinvestor Dietmar Hopp geworfen. 

Das Coronavirus breitet sich weltweit zunehmend aus. Covid-19-Tests können helfen die Pandemie einzudämmen. Nun stellt Bosch einen neu entwickelten Schnelltest vor.

In der Altstadt in Heidelberg fangen am Dienstagabend mehrere Menschen an zu klatschen. Der Grund: Sie applaudieren den Helfern, die in der Coronazeit trotzdem Arbeiten und damit einen sehr wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. 

Coronavirus im Ankunftszentrum: Erster bestätigter Fall

Update vom 11. März: Es gibt einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall im Ankunftszentrum! Das bestätigt das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg am Mittwochabend. Es handelt sich um einen Asylbewerber, der sich seit dem 9. März im PHV befindet. Es handelt sich um einen 48-jährigen chinesischen Flüchtling, der in Begleitung eines 2-jährigen Kindes gekommen ist. Bei seiner Ankunft habe man keine Anzeichen auf eine Erkrankung festgestellt. Erst durch einen Test ist die Erkrankung bekannt geworden. Der Asylbewerber wird innerhalb des Ankunftszentrums in Heidelberg sofort in ein vorbereitetes Quarantänegebäude verlegt. Ob das Kind ebenfalls am Coronavirus erkrankt ist, ist bislang nicht bestätigt. In Heidelberg gibt es neben diesem Fall es insgesamt acht weitere Corona-Infizierte. Unterdessen ist die Zahl der Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg auf 335 gestiegen. 

Coronavirus in Heidelberg: Ausbruch wäre kaum beherrschbar – verbindlicher Test für Flüchtlinge

Erstmeldung vom 7. März: Am 3. März geht in den sozialen Netzwerken das Gerücht herum, dass in der Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village (PHV) das Coronavirus ausgebrochen sei. Eine Pressesprecherin des Regierungspräsidiums versichert auf Nachfrage, dass dies nicht stimme und das bislang kein Bewohner erkrankt sei. Doch um auch in Zukunft einen Ausbruch des Coronavirus in der Flüchtlingsunterkunft in Heidelberg zu verhindern, haben nun das Innen- und das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg eine Maßnahme getroffen. Weitere News aus Heidelberg: Schwimmbäder geschlossen: Wird am Olympiastützpunkt trotz Verbot trainiert?

Coronavirus in Heidelberg: Verbindlicher Test für Flüchtlinge im Ankunftszentrum

Alle Flüchtlinge, die in den letzten 14 eingereist seien, müssen sich einem Coronavirus-Test unterziehen. Am Freitag (6. März) haben die Ministerien beschlossen, dass neu ankommende Flüchtlinge schnellstmöglich auf das Coronavirus getestet werden müssen. Wie ein Ministeriumssprecher der dpa erklärt, soll der Test verbindlich sein. 

Ärzte sollen aus dem Bereich des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei Flüchtlingen im Ankunftszentrum in Heidelberg Abstriche vornehmen. Dafür werde auch extra ein Labor am PHV eingerichtet, um so schnell und einfach die Tests durchzuführen.

Coronavirus in Heidelberg: Ein Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft wäre verheerend

Die Ministerien bestätigen ihre Pläne bezüglich des Coronavirus-Tests in Heidelberg der "Schwäbischen Zeitung". In einem Dokument heißt es, dass ein Ausbruch in einer Massenunterkunft mit Mehrbettzimmer kaum beherrschbar sei. Allein in Heidelberg leben rund 1.300 Flüchtlinge im PHV, in Baden-Württemberg sind es etwa 3.300 Menschen. Viele der Flüchtlinge kommen über Norditalien oder Südtirol nach Deutschland. Diese Gebiete – insbesondere Südtirol – gelten laut dem Robert-Koch-Institut als Risikogebiete. 

Auch viele Menschen aus der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich dort angesteckt, so beispielsweise ein Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er hatte in Südtirol eine Ski-Reise unternommen und zwei weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. In Heidelberg gibt es auch erste mit dem Coronavirus infizierte Personen. Unterdessen gibt es beim „Drive-In“ für Coronavirus-Test in Nürtingen einen großen Ansturm. 

dpa/jol

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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