Viel Zeit zu Hause

Coronavirus: Folgt der Baby-Boom oder der Scheidungs-Schock?

Durch das Coronavirus verbringen die Menschen ihre Zeit immer häufiger Zuhause – doch was hat das für Folgen? Wird es einen Baby-Boom geben? Oder eine erhöhte Scheidungsrate?

  • Durch das Coronavirus sind die Menschen immer häufiger zu Hause.
  • Doch führt dieser Umstand zu einem Baby-Boom an Weihnachten?
  • Oder trennen sich immer mehr Paare und die Scheidungsrate steigt an?

Vom Bett zum Schreibtisch, vom Schreibtisch zur Couch und von der Couch ins Bett. Der Alltag in vielen Haushalten ist zurzeit nicht wirklich spannend. Grund ist das Coronavirus, dass uns zwingt zu Hause zu bleiben. Lediglich für wichtige Unternehmungen wie Arztbesuche oder zum Einkaufen sollten wir die Wohnung verlassen. Natürlich sind auch Spaziergänge erlaubt – allerdings nur zu zweit oder mit den Menschen, die man bereits sowieso jeden Tag in der gemeinsamen Wohnung sieht. 

Das Coronavirus stellt uns alle vor Herausforderungen. Wann die Corona-Krise zu Ende geht, kann noch nicht gesagt werden. Doch was folgt danach? 

Coronavirus: Folgt der Baby-Boom oder der Scheidungs-Schock?

Für Singles ist die aktuelle Situation nicht wirklich schön, denn soziale Kontakte knüpfen läuft fast nur online. Konzerte und Partys sind abgesagt, Bars und Clubs haben zu und körperliche Nähe sollte man mit Fremden derzeit sowieso vermeiden.

Folgt nach dem Coronavirus der Baby-Boom?

Für Paare hingegen sieht die Lage dank dem Coronavirus etwas anders aus. Abends läuft kein Fußball mehr, niemand schleppt den Partner zu langweiligen Veranstaltungen und durch die Home-Office-Situation sehen viele Paare sich beinahe 24 Stunden am Stück. Doch was hat das zur Folge? Kommt bald der nächste Baby-Boom? Oder folgt das komplette Gegenteil und die Scheidungsrate explodiert?

Coronavirus: Scheidungsrate in China steigt extrem an

Letztes kann derzeit in China beobachtet werden. Aufgrund des Coronavirus stand das Land unter Quarantäne. Nachdem Anfang März die ersten Standesämter wieder geöffnet waren, kam es zu einem regelrechten Ansturm nach Scheidungsterminen. Wie "Globaltimes" berichtet, hatte das zwei Gründe: Zum einen, weil sich Scheidungsfälle angestaut hatten, da Standesämter lange Zeit zu hatten. Zum anderen, weil Paare zu viel Zeit auf engstem Raum verbrachten. Diese Situation verursachte häufig Streit

Ob dies nun auch in Deutschland passieren wird, ist noch nicht klar. Es könnte aber auch ganz anders kommen.

Coronavirus: Folgt der Baby-Boom dank häuslicher Quarantäne?

Es ist die Zeit der Frühlingsgefühle, man hat mehr Zeit für den Partner und sollte sowieso mehr zu Hause bleiben. Da kann es schon mal gemütlich werden … Ist deshalb mit einem Baby-Boom in den nächsten neun Monaten zu rechnen? 

Ein Baby-Boom nach der Corona-Krise ist gar nicht abwegig. (Symbolfoto)

Mehrere Studien zeigen, dass nach einer Krise, Ausnahmesituationen oder einer Naturkatastrophe mehr Babys auf die Welt kommen – und aktuell befinden wir uns definitiv in einer Krise! Beispielsweise sorgte in den USA der Hurrikan Harvey für einen Baby-Boom. Laut CBS News stieg die Geburten um 17 Prozent an.

Psychologen der "Association for Psychological Science" haben 2012 herausgefunden, dass Stress und Verlustängste die Suche nach körperliche Nähe verstärken. Auch der Kinderwunsch sei in dieser Zeit höher.

Paarberater Martin Jurock bestätigt in einem Interview mit "Tip Berlin", dass die Chancen auf Sex während der Coronavirus-Krise ganz gut stehen. Doch ein Baby-Boom zu Weihnachten halte er für nicht so wahrscheinlich: „Angesichts latenter Ungewissheit und möglicher Gefahren, die sich durch Covid-19 für das Neugeborene ergeben, könnten Paare allerdings zögerlich sein und den Kinderwunsch aufschieben.

Kommen sich Paare in der Corona-Krise näher?

Letztlich wird sich zeigen, was das Coronavirus in Sachen Beziehung ausmachen wird. Bis dahin sollte jeder das beste daraus machen! 

Übrigens: In Mannheim ist ein „Corona-Baby“ auf die Welt gekommen. Die Mutter hatte sich mit dem Virus infiziert.

jol

Rubriklistenbild: © picture alliance / Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

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