Grenzwert an Neuinfektionen überschritten

Corona in Rheinland-Pfalz: Warnung vor Reise nach Luxemburg – der Grund

Corona in Rheinland-Pfalz – Luxemburg entwickelt sich gegenwärtig zum neuen Corona-Hotspot in Europa. Das könnte zur Gefahr für das angrenzende Bundesland Rheinland-Pfalz werden.

Update vom 23. Juli: Seit den Corona-Lockerungen gilt in Deutschland ein Grenzwert an Neuinfektionen. Das Frühwarnsystem greift, wenn mehr als 50 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche nachgewiesen werden – in diesem Fall treten Einschränkungen in Kraft. Das Ziel des Frühwarnsystems liegt darin, regionale Ausbrüche und deren Infektionsketten schnell zu verfolgen und eindämmen zu können.

Nun hat das Auswärtige Amt in Deutschland eine Reisewarnung für das rheinland-pfälzische Nachbarland Luxemburg herausgegeben. Aufgrund der gegenwärtig hohen Infektionszahlen werden die Bürger aufgefordert vor „nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen" in das Benelux-Land abzusehen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Starker Anstieg der Infektionsfälle im Nachbarland Luxemburg

Das Ministerium für Gesundheit in Luxemburg hat bislang 4.775 positiv getestete Personen bei knapp 625.000 Einwohnern verzeichnet. Allein am Dienstag (21. Juli) sind 129 Fälle hinzugekommen – davon 16 nicht-ansässige Pendler. Damit entwickelt sich das kleine Land im Herzen Europas zum neuen Corona-Hotspot.

Obgleich die nachgewiesenen Infektionsfälle in Luxemburg stark angestiegen sind, gibt es keine Grenzkontrollen oder Einreisebeschränkungen. Für Pendler aus Rheinland-Pfalz ist von daher Vorsicht geboten: Im öffentlichen Nahverkehr gilt die Maskenpflicht. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

An Luxemburg angrenzend:Rheinland-Pfalz, Saarland
Fläche Luxemburgs:2.586,4 km²
Einwohnerzahl: 626.108 (1. Januar 2020), davon 47,9 % Ausländer
Bevölkerungsdichte:228 Einwohner pro km²

Corona in Rheinland-Pfalz: Deshalb bleiben Bordelle auch weiterhin geschlossen

Update vom 17. Juli: Bordelle dürfen während der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz auch weiterhin nicht öffnen. Das Verwaltungsgericht Mainz lehnte den Antrag eines Betreibers eines Salons für erotische Massagen auf Wiedereröffnung ab, wie das Gericht am Freitag mitteilt. Als Begründung führten die Richter an, dass die Einhaltung von Hygienemaßnahmen in der Praxis „schwer zu überwachen“ sei.

Dies gelte auch für die Kontaktdatenerfassung von Kunden, sollten Infektionsketten nachvollzogen werden müssen. Das „Bedürfnis der Kunden solcher Einrichtungen nach Diskretion“ stellt demnach „ein besonderes Überwachungsproblem“ dar (AZ 1 L 445/20.MZ).
Außerdem könne der Infektionsgefahr bei Massagen als sexuelle Dienstleistung nicht vergleichbar effektiv durch Hygienemaßnahmen vorgebeugt werden wie bei anderen „körpernahen Dienstleistungen“ wie in Kosmetikstudios. Die Umsetzung in der Realität „müsse angezweifelt werden“, hieß es.

Corona in Rheinland-Pfalz: Bordelle bleiben auch weiterhin geschlossen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Öffnungstermin für Bordelle stand schon fest

Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen sind von den Lockerungsmaßnahmen bislang ausgenommen. Zunächst hatte das Land Anfang Juni verkündet, dass im Zuge einer ganzen Reihe an Lockerungen der Corona-Auflagen am 10. Juni auch Bordelle wieder öffnen dürften. Gewisse Dienstleistungen wie sogenannte erotische Massagen hätten erlaubt werden sollen. Kurze Zeit später aber die Kehrtwende: Es gebe bei den strengen Vorgaben des Hygienekonzepts Probleme der Kontrolle.

Corona in Rodalben: Altenheim abgeriegelt - ist Bewohnerin gar nicht infiziert?

Update vom 16. Juli: Am Wochenende wird eine Altenheimbewohnerin aus Rodalben nach einem Sturz ins Krankenhaus routinemäßig auf das Coronavirus getestet. Nach einem positiven Ergebnis wird das gesamte Altenheim in Rodalben abgeriegelt, 92 Bewohner und 65 Mitarbeiter müssen sich ebenfalls einem Test unterziehen.

Wie die Rheinpfalz berichtet, ist der zweite Coronavirus-Test der Bewohnerin jetzt negativ ausgefallen. Ein Sprecher des Kreises, Thorsten Höh, schließt nicht aus, dass es sich beim ersten Testergebnis um ein falsch-positives gehandelt haben könnte.

Wegen des hohen Alters der Heimbewohner wäre es seiner Meinung nach jedoch fahrlässig gewesen nicht sofort auf das positive Ergebnis zu reagieren. Mittlerweile wurde ein dritter Abstrich bei der Heimbewohnerin angeordnet.

Eine Studie aus Frankfurt hat übrigens herausgefunden, dass viele Corona-Genesene Herzschäden erleiden. Auch Infizierte, die nur einen leichten Krankheitsverlauf durchmachen mussten, haben mit Herzproblemen zu kämpfen. Welche Langzeitauswirkungen das hat, ist noch unklar. Weitere Studien sollen folgen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Diese Lockerungen gelten ab sofort

Update vom 15. Juli: Ab heute gelten in Rheinland-Pfalz neue Lockerungen für Sport, Gastronomie und Kitas. Die rheinland-pfälzische Landesregierung lockert von Mittwoch an die Corona-Beschränkungen im Sport und in der Gastronomie weiter. Zugleich ist der Übergang zum Regelbetrieb in Kitas wieder möglich. Die Bestimmungen zur 10. Corona-Bekämpfungsverordnung im Einzelnen:

  • Gastronomie: In der Gastronomie ist der Thekenbetrieb wieder erlaubt für Speisen und Getränke. Allerdings müssen die Abstandsregeln von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden und die Gäste ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die Begrenzung der Sperrzeiten auf 5 bis 0 Uhr wird aufgehoben. Es gelten die Sperrzeiten vor der Pandemie.
  • Sport: Training und Wettkampf sind in festen Gruppen von bis zu 30 Menschen wieder möglich – vorher waren nur 10 Personen erlaubt. Allerdings müssen jetzt auch beim Außensport die Kontakte für die Nachverfolgung im Infektionsfall erfasst werden. Damit ist die übliche Saisonvorbereitung und der Spielbetrieb wieder möglich – auch in Sportarten wie Fußball, Handball und Volleyball. Außerhalb der Trainingsstätten für Gruppen über 30 Menschen gelten Abstands- und Hygieneregeln.
  • Kitas: Die Kitas öffnen wieder für alle, wenn auch mit Einschränkungen. Bis zum 1. August sollen sie wieder den normalen Regelbetrieb aufnehmen. 

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Infektionstempo im Bundesvergleich etwas höher

Die Infektionsdynamik der Corona-Pandemie ist in Rheinland-Pfalz aktuell etwas höher als im Bundesdurchschnitt. Nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ergibt sich eine Reproduktionszahl von 1,32 für Rheinland-Pfalz, verglichen mit 0,91 im Bund, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Mittwoch mitteilte. Ein R-Wert von 1 bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt einen weiteren Menschen ansteckt. Schwankungen der Reproduktionszahl um einen Wert von 1 seien zu erwarten in einer Situation, in der sich das Infektionsgeschehen auf einem relativ niedrigen Niveau einpendle, es aber weiter lokale Infektionsschwerpunkte gebe, erklärt das Ministerium.

Fälle insgesamtaktive FälleTodesfälleStand
Zahlen des Gesundheitsministeriums7.23225923615. Juli

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen stieg bis Mittwoch in Rheinland-Pfalz um 23 auf 7.232. Die Zahl der Todesfälle von infizierten Menschen blieb unverändert bei 236. Aktuell sind 259 Menschen im Bundesland mit dem Coronavirus infiziert. Eine überdurchschnittliche Zahl von Neuinfektionen gibt es in der Stadt Kaiserslautern. Dort registrierte das Gesundheitsamt in den vergangenen sieben Tagen 20 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. In Trier sind es bezogen auf die Bevölkerungsgröße 11 neue Fälle. In 12 der insgesamt 36 Kreise und kreisfreien Städten ist in der zurückliegenden Woche keine einzige Infektion bekannt geworden.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Sport und Sperrzeiten – Regierung kündigt neue Lockerungen an

Update vom 14. Juli: Sportliches Training in festen Gruppen von bis zu 30 Menschen und eine Ausweitung der Sperrstunde: Rheinland-Pfalz hat die Beschränkungen in der Corona-Krise weiter gelockert. Zudem gilt vom 1. August in Kitas wieder der Regelbetrieb, wie das Sozialministerium in Mainz am Dienstag mitteilte. Die Zweite Landesverordnung zur 10. Corona Bekämpfungsverordnung gilt ab dem morgigen Mittwoch.

In der Gastronomie ist auch der Thekenbetrieb wieder erlaubt - unter Beachtung der Abstandsregeln und der Erfassung der Kontakte. Die Begrenzung der Sperrzeiten auf 5.00 bis 24.00 Uhr wird aufgehoben. Es gelten die Sperrzeiten wie vor der Pandemie.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ab dem 15. Juli darf wieder an der Theke bedient werden.

Neben dem Training ist auch im Kontaktsport der Wettkampf in kleinen Gruppen wieder möglich. Dabei gilt die Pflicht zur Erfassung der Kontakte. Damit sei die übliche Saisonvorbereitung und der Spielbetrieb in Sportarten wie Fußball, Handball und Volleyball wieder möglich. Außerhalb der Trainingsstätte und für Gruppen über 30 Menschen gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Zuschauer sind auch wieder zugelassen. In den Kitas des Landes gilt von August an wieder der Regelbetrieb. Der Übergang in den Regelbetrieb ist bereits ab Mittwoch möglich.

Corona in Rheinland-Pfalz: Impfstoff aus Mainz wird getestet - „ermutigende Ergebnisse“

Update vom 13. Juli um 15:30 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für zwei mögliche Impfstoffe genehmigt. Dabei geht es um Kandidaten des amerikanischen Unternehmens Pfitzer und der Firma BioNTech aus Mainz. Es handele sich um die am weitesten entwickelten Varianten eines möglichen RNA-Impfstoffs mit Namen „BNT 162b1“ und „BNTb2“. In den USA und in Deutschland laufen derzeit Studien der Phase 1 und 2 zu vier möglichen Impfstoffen. Phase 1 testet die Verträglichkeit eines Medikaments, in Phase 2 wird mit verschiedenen Dosierungen experimentiert.

Die beiden Unternehmen Pfitzer und BioNTech haben zuletzt erste Ergebnisse zu dem Wirkstoffkandidaten „BNT 162b1“ vorgelegt und diese als „ermutigend" bezeichnet. Probanden haben Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt! Es ist aber noch unklar, ob die Antikörper ausreichen, um vor einer Infektion zu schützen. Tests mit bis zu 30.000 Probanden sollen diese Antwort liefern. Erste Ergbenisse zu Tests in Deutschland soll es laut BioNTech noch im Juli geben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Mehr als 150 Tests in Seniorenheim – Besuchsverbot!

Update vom 13. Juli: In einem Seniorenheim in Rodalben gibt es einen neuen Corona-Fall. Im Kreis Südwestpfalz erhöht sich die Zahl der nachweislich Infizierten damit auf sieben Menschen. Am Samstag ist eine Bewohnerin routinemäßig getestet worden, als sie nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht worden ist, teilt die Kreisverwaltung Südwestpfalz mit.

Ihr Test ist positiv ausgefallen. Noch am Wochenende sind deshalb alle anderen 92 Bewohner sowie die 65 Mitarbeiter getestet worden. Erste Ergebnisse könnten am Dienstag vorliegen. Die Kontakte der Bewohner und Mitarbeiter werden nachverfolgt. Bis die Ergebnisse vorliegen dürften keine Besucher in die Einrichtung. Dies sind die aktuellen Zahlen für Rheinland-Pfalz:

Update vom 12. Juli: Im rheinland-pfälzischen Dahn (Kreis Südwestpfalz) haben sich Bewohner von drei Flüchtlingsunterkünften mit dem Coronavirus infiziert. Wie der SWR berichtet, wurde das Virus zunächst bei insgesamt sechs Menschen nachgewiesen, die in den Unterkünften leben. Alle drei Einrichtungen stehen jetzt unter Quarantäne, 70 Bewohner wurden auf Corona getestet.

Laut ersten Ergebnissen gibt es mittlerweile fünf weitere Infizierte in den Asylunterkünften für Flüchtlinge. Nach Angaben des Kreises Südwestpfalz seien jedoch noch nicht alle Bewohner getestet worden. Auch die Personen, deren Test negativ ausgefallen ist, müssen in der kommenden Woche ein weiteres Mal getestet werden. So lange bleibt die Quarantäne in den Unterkünften bestehen. Unterdessen ist die Zahl der Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz um 17 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie haben sich landesweit 7.166 Menschen infiziert. Aktive Fälle gibt es im Bundesland aktuell 225, die Zahl der Todesfälle stieg am Sonntag nicht.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Die aktuellen Zahlen vom Samstag

Update vom 11. Juli: In Rheinland-Pfalz sind erneut keine zusätzlichen Corona-Toten gemeldet worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Mainz mitteilt, liegt die Zahl der Todesfälle unverändert bei 236. Seit Beginn der Pandemie gab es landesweit 7.149 bestätigte Corona-Infektionen - aktuell sind jedoch nur 216 Menschen mit dem Virus infiziert. Die übrigen Menschen gelten als genesen. Die meisten Neuinfektionen gab es zuletzt in den Städten Neustadt/Weinstraße, Trier und Kaiserslautern.

Rheinland-Pfalz: 280 Studenten auf Corona getestet – mit diesem Ergebnis rechnete niemand

Update vom 10. Juli: Am Dienstag (8. Juli) werden drei Studierende aus Wohnheimen in Koblenz positiv auf das Corona-Virus getestet. Drei Wohnheime werden daraufhin unter Quarantäne gestellt. Rund 100 Einsatzkräfte aus Katastrophenschutz, Polizei und DRK testeten 281 Personen. Bei keiner dieser Personen wird das Corona-Virus nachgewiesen, teilt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am Freitag (10. Juli) in einer Pressemeldung mit. „Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Bewohner bleibt damit bei drei. Eine Kontaktperson aus Koblenz, welche allerdings nicht in einem der Wohnheime lebt, ist ebenfalls infiziert.“, heißt es darin weiter. Die angeordneten Quarantäne-Maßnahmen werden mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 7.127 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle, 236 Todesfälle und 6.690 genesene Fälle. 201 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. (Stand 10. Juli)

Update vom 9. Juli: Am Dienstag (8. Juli 2020) haben drei Bewohner Koblenzer Studentenwohnheime Corona-typische Symptome. Im Bundeswehrzentralkrankenhaus sei das Virus dann nachgewiesen worden, teilt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit. Weitere Personen, die Kontakt zu den drei Betroffenen hatten, zeigen ebenfalls Symptome und werden umgehend getestet. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Die drei Wohnheime haben insgesamt 350 Wohneinheiten. Derzeit versucht das Gesundheitsamt die genaue Zahl der tatsächlichen Kontaktpersonen zu ermitteln. Mehr als zehn von ihnen zeigten bereits Symptome. Es muss davon ausgegangen werden, dass weitere Bewohner infiziert sein könnten. Als Vorsichtsmaßnahme werden deshalb alle 188 anwesenden Bewohner unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet. Parallel werden die Kontaktpersonen der bestätigten Fälle ermittelt und informiert. Zugleich laufen Maßnahmen des Gesundheitsamtes um den Infektionsweg nachzuvollziehen.

Zwei nachweislich Infizierte leben in einem Wohnheim, der dritte in einem anderen. Das dritte Wohnheim sei wegen Kontakten der Bewohner zu den anderen beiden Gebäuden ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden.

Koblenz: Einsatzkräfte in Schutzkleidung stehen vor einem Studentenwohnheim.

An den Ausgängen aller drei Koblenzer Wohnheime werden Ausgehenden von zahlreichen Polizisten kontrolliert. Die Zugänge sind durch Flatterband abgeriegelt. Das zuständige Studierendenwerk erarbeitet derzeit einen Weg, wie die Bewohner mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die Behörden beraten ebenfalls darüber. Die Universität Koblenz hat den Lehrbetrieb seit Beginn des Lockdown online umgesetzt und ist deshalb vorerst nicht von den Maßnahmen betroffen, hieß es.

Update vom 6. Juli: Mit kreativen Formaten hat die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz trotz Corona-Pandemie Tausende Menschen erreicht. Seit Mitte Mai habe es 150 Live-Konzerte an 36 Spielorten gegeben, teilt die Staatsphilharmonie am Montag in Ludwigshafen mit. Eine Vielzahl sei als „Trostmusik“ für Menschen in Senioren- und Pflegeheimen gespielt worden, ein anderer großer Teil ging als „Sofakonzerte“ im Foyer des Philharmonie-Gebäudes über die Bühne. Zum Ende der Saison waren auch Konzerte wieder in einzelnen Regionen mit Publikum möglich. Auch mit neuen digitalen Angeboten hätten die Musiker punkten können.
Zwischen April und Juli seien rund 250.000 Aufrufe im Internet registriert worden, teilte das Haus mit. So habe die Webseite „Junge Klassik“ einen Einstieg in die Welt der Klassik geboten. In einem digitalen Klassenzimmer hätten Musiker ihre Instrumente vorgestellt und auf der Staatsphilharmoniker-Seite Videos eingestellt.

Intendant Beat Fehlmann sagte, die Corona-Krise habe „einmal mehr gezeigt, dass Musik nicht nur eine große Kunst ist, sondern auch Menschen miteinander verbindet und unsere Gesellschaft zusammenhält“. Nach der Sommerpause startet die Staatsphilharmonie mit „Modern Times“ in die neue Saison. Der Vorverkauf für das Festival beginne Anfang August. „Alles Weitere kann nur die unbestimmte Zukunft zeigen“, sagt er. Das Programm für die Spielzeit 2020/21 hat das
größte Symphonieorchester des Bundeslandes bereits präsentiert.

Die Summe der in Rheinland-Pfalz bereits von COVID-19 Genesenen wird anhand eines Bewertungsalgorithmus ermittelt. Diese Angaben können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts abweichen. Als Gemeldete gelten alle Menschen mit COVID-19 Erkrankung mit Meldedatum der letzten 7 Tage, pro 100.000 Einwohner. 

Nach Corona-Ausbruch in Schwegenheim: Warum wurde Hochzeit erlaubt?

Update vom 2. Juli: Nach einem Corona-Ausbruch in der Freien Evangeliumschristen-Gemeinde in Schwegenheim sind noch immer viele Fragen offen. Eine davon: Warum hat die Kreisverwaltung eine Hochzeitsfeier mit 100 Personen genehmigt, wenn die Corona-Verordnung von Rheinland-Pfalz nur Feiern mit bis zu 75 Personen erlaubt? Die Kreisverwaltung räumt auf Rheinpfalz-Anfrage mit dem Irrglauben auf, dass es sich überhaupt um eine „richtige" Feier gehandelt hätte. Die Veranstaltung war eher ein langer Gottesdienst, der von einem Essen unterbrochen worden ist. Bei Gottesdiensten in Rheinland-Pfalz sind 100 Teilnehmer zulässig.

Beim Essen wären alle Teilnehmer räumlich voneinander getrennt gewesen und wurden an festen Sitzplätzen bedient. Wenn sie sich im Gebäude bewegt haben, hätten die Gäste einen Mundschutz getragen. Musik, Tanz und Alkohol habe es nicht gegeben. Am Tag der Hochzeit sei keiner der Besucher als erkrankt oder als Kontaktperson eines Infizierten gemeldet gewesen. Da aber schon Coronavirus-Fälle in der Gemeinde in Schwegenheim bekannt waren, hätte man alle Gäste am Tag der Feier testen lassen. Dies sei eine Auflage für die Veranstaltung gewesen. Die Coronatests von 12 Gästen seien mittlerweile positiv ausgefallen. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Biontech aus Mainz meldet Erfolge beim Impfstoff – Experten sind begeistert

Update vom 1. Juli, 18:27 Uhr: Auch wenn es vielerorts in Rheinland-Pfalz nicht mehr so präsent ist: Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt noch immer fest im Griff. Daher sorgt die Suche nach einem Impfstoff bei vielen Forschenden und Medizinern für unzählige Überstunden und schlaflose Nächte. Auch das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech mischt auf der internationalen Bühne ganz vorne mit. Am Mittwoch (1. Juli) teilte das Mainzer Unternehmen mit, dass es mit ihrem Impfstoff vorangekommen sei und es sehr „ermutigende“ Fortschritte gab.

Zusammen mit dem amerikanischem Pharma-Unternehmen Pfizer leitete Biontech Tests in den USA, bei denen Probanden wirksame Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelten. Noch ist unklar, ob diese Antikörper tatsächlich vor einer Infektion mit Covid-19 schützen – das sollen nun Tests mit bis zu 30.000 Probanden zeigen.

Biontech-Chef und Mitbegründer, Ugur Sahin, nannte die vorläufigen Daten sehr ermutigend. Sie zeigten, dass der Impfstoffkandidat „eine Immunantwort mit neutralisierenden Antikörpern im Menschen induzieren kann“. Biontech testet potenzielle Impfstoffe auch in Deutschland. Hierzulande hatte es als erstes Unternehmen die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts bekommen.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: „Tag der Tränen“ – Wurstmarkt 2020 abgesagt

Update vom 30. Juni, 21:31 Uhr: Der Wurstmarkt 2020, der jedes Jahr in Bad Dürkheim stattfindet, wird dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen. Somit wird selbst das „größte Weinfest der Welt“ nicht von der Pandemie verschont, was für Betreiber und Besucher ein weiterer Tiefschlag im Jahr 2020 bedeutet.

Wie die RHEINPFALZ berichtet, soll Bad Dürkheims Bürgermeister, Christoph Glogger, von einem „Tag der Tränen“ gesprochen haben, nachdem der Dürkheimer Stadtrat am Dienstagabend entschied den Wurstmarkt abzusagen. Zwar sei Glogger einsichtig und verstehe, dass es „die richtige Entscheidung“ sei, dennoch herrschte im Stadtrat wohl betrübte Stimmung nach der Entscheidung. Der Wurstmarkt wäre in diesem Jahr am 11. September gestartet. Über neun Tage lang feierten in der Vergangenheit jährlich 600.000 Besucher in der Stadt in Rheinland-Pfalz.

Corona-Ausbruch in Rheinland-Pfalz: Zahl der Infizierten hat sich verdreifacht

Am Freitag, den 26. Juni, werden dem Landkreis Germersheim neun bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Wie sich herausstellt, gehören acht der Infizierten der Freien Evangeliums-Christen-Gemeinde in Schwegenheim an. Sofort versucht das zuständige Gesundheitsamt die Infektionsketten zu durchbrechen. Die Infizierten und ihre Kontaktpersonen müssen sofort in Quarantäne.

Da der Nachwuchs der betroffenen Familien die Kita „Sonnenstrahl" in Schwegenheim besucht, werden dort alle Mitarbeiter und 170 Kinder auf das Coronavirus getestet. Obwohl die Mitarbeiter alle negativ getestet worden sind, wird die Kita vorübergehend geschlossen. Die Testergebnisse der Kinder stehen noch aus.

Corona in Rheinland-Pfalz: Trotz Ausbruch wird in der Gemeinde Hochzeit gefeiert

Die Kreisverwaltung lobt die Zusammenarbeit mit den Kirchenvorstehern und erlaubt am Samstag jedoch eine Hochzeitsfeier in der Gemeinde in Schwegenheim. Ein Hygienekonzept und weitere Vorgaben seien mit der Glaubensgemeinschaft abgestimmt worden. Am Sonntag informieren Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde im Bürgerhaus der Gemeinde alle Eltern über den Corona-Ausbruch und die Tests.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ausbruch im Landkreis Germersheim – Zahl der Infizierten hat sich verdreifacht

Schon am Montag, 29. Juni steigt die Zahl der Infizierten im Kreis Germersheim wieder an. Nach Angaben der Kreisverwaltung Germersheim beträgt Zahl der Infizierten in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in Schwegenheim mittlerweile 27 Personen. Wegen des Corona-Ausbruchs müssen die Grundschule in Schwegenheim und die Realschule in Lingenfeld geschlossen werden.

Die Schulen werden von mehreren Kindern der betroffenen Familien besucht – 17 von ihnen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Schulbetrieb soll erst wieder nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Am Montag wird in den betroffenen Schulen noch unterrichtet

Am Montag hat der Unterricht in der Schule in Schwegenheim und Lingenfeld noch stattgefunden, weil die Kreisverwaltung erst am Sonntagabend über die positiven Testergebnisse der Familienmitglieder der Kinder informiert worden ist. Aus organisatorischen Gründen wäre es nicht möglich gewesen, den Schulbetrieb so kurzfristig noch abzusagen. Wie Landrat Fritz Bechtel (CDU) der Rheinpfalz mitteilt, wurden die Kinder direkt bei der Ankunft informiert. Es galten die Hygiene-und Abstandsregeln. Außerdem hätten die Kinder einen Mundschutz getragen.

Zwei Schulen in Schwegenheim und Lingenfeld müssen wegen eines Corona-Ausbruchs geschlossen werden. (Symbolbild)

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockerungen für Angebote für Menschen mit Behinderung

In den Werkstätten für behinderte Menschen können künftig auch Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, wieder mitarbeiten. Auch die Möglichkeiten der Wiederaufnahme der Beschäftigung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen in Tagesförderstätten wurde erweitert – der Besuch ist aber weiterhin freiwillig. Weiter geöffnet werden auch die Angebote von Sozialpädiatrischen Zentren und den angeschlossenen Frühförderstellen. So sind zukünftig auch Gruppentherapien und mobile Leistungen unter bestimmten Bedingungen zulässig. (kp)

Rubriklistenbild: © Sabino Parente/LFT/dpa-tmn & Markus Heine/dpa

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