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Corona-Tragödie: Infizierter Mann (†43) stirbt auf Beifahrersitz – auf dem Weg in die Klinik

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Von: Josefine Lenz

Oberstaufenbach - Am Donnerstag spielen sich schreckliche Szenen ab: Eine Frau will ihren an Corona erkrankten Ehemann in ein Krankenhaus fahren. Doch dort kommen beide nie an:

Binnen 24 Stunden steigt die Zahl der Corona-Infizierten in Rheinland-Pfalz um 1.317 auf insgesamt 53.442 an. Es ist die höchste Zahl der Neuinfektionen seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich zeitgleich um 46 auf 805. Am Donnerstag (10. Dezember) befinden sich 17.262 Corona-Infizierte in Quarantäne – unter anderem ein Ehepaar aus Oberstaufenbach.

Die US-amerikanischen Eheleute leben seit einer Woche in Isolation. Beide haben sich laut Polizei Kusel mit dem Coronavirus infiziert. Während die Frau den Krankheitsverlauf recht gut übersteht, muss sie zusehen, wie es ihrem Mann von Tag zu Tag schlechter geht. Er leidet unter anderem an Atembeschwerden, die häufig als Symptom von Corona genannt werden.

Rheinland-Pfalz: Auf dem Weg ins Krankenhaus – Ehemann stirbt im Auto

Der Gesundheitszustand des mit Corona infizierten 43-Jährigen verschlechtert sich zusehends, weshalb die Ehefrau ihn in ein Krankenhaus fahren will. Am Donnerstag steigt das Ehepaar aus Rheinland-Pfalz ins Auto und fährt los. Doch die Fahrt in ein US-Hospital endet in einem Albtraum.

Noch während sie auf dem Weg sind, kollabiert der Mann auf dem Beifahrersitz. Die Frau stoppt sofort das Auto und eilt ihrem Gatten zu Hilfe. Zusammen mit zwei Ersthelfern versucht sie den Corona-Infizierten zu reanimieren. Keiner der Anwesenden trägt zu diesem Zeitpunkt eine Schutzausrüstung.

Rheinland-Pfalz: Reanimation erfolglos – Mann stirbt an Corona

Kurz darauf trifft der Rettungsdienst ein. Doch alle Versuche, den Mann wiederzubeleben, sind erfolglos. Er stirbt noch an Ort und Stelle am Coronavirus. Weil es sich um einen US-Bürger handelt, ist neben dem Rettungsdienst auch die US-Militärpolizei dabei. Außerdem sind Feuerwehr und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Der traurige Vorfall wird dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Aufgrund der dramatischen Corona-Lage in Deutschland findet am Sonntag ein Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder statt. Dabei wird entschieden, ob es einen harten Lockdown geben wird. Einige Ministerpräsidenten fordern diesen bereits nach Weihnachten. Wenn diese Maßnahme getroffen wird, drohen Ausgangssperre und Schließungen von Schulen, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen. (pol/jol)

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