Infektion in Studentenwohnheimen

Corona in Rheinland-Pfalz: Nach Ausbruch in Koblenz hunderte Studenten getestet – Ergebnis überrascht

Corona in Rheinland-Pfalz – In Koblenz waren in drei Wohnheimen mehrere Studierende an Corona erkrankt. Kontaktpersonen zeigten Symptome. Jetzt liegen die Ergebnisse von 281 Corona-Tests vor.

Update vom 10. Juli: Am Dienstag (8. Juli) werden drei Studierende aus Wohnheimen in Koblenz positiv auf das Corona-Virus getestet. Drei Wohnheime werden daraufhin unter Quarantäne gestellt. Rund 100 Einsatzkräfte aus Katastrophenschutz, Polizei und DRK testeten 281 Personen. Bei keiner dieser Personen wird das Corona-Virus nachgewiesen, teilt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am Freitag (10. Juli) in einer Pressemeldung mit. „Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Bewohner bleibt damit bei drei. Eine Kontaktperson aus Koblenz, welche allerdings nicht in einem der Wohnheime lebt, ist ebenfalls infiziert.“, heißt es darin weiter. Die angeordneten Quarantäne-Maßnahmen werden mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 7.127 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle, 236 Todesfälle und 6.690 genesene Fälle. 201 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. (Stand 10. Juli)

Fälle insgesamt davon genesenaktive FälleTodesfälleStand
Zahlen des Gesundheitsministeriums7.1276.69020123610. Juli

Update vom 9. Juli: Am Dienstag (8. Juli 2020) haben drei Bewohner Koblenzer Studentenwohnheime Corona-typische Symptome. Im Bundeswehrzentralkrankenhaus sei das Virus dann nachgewiesen worden, teilt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit. Weitere Personen, die Kontakt zu den drei Betroffenen hatten, zeigen ebenfalls Symptome und werden umgehend getestet. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Die drei Wohnheime haben insgesamt 350 Wohneinheiten. Derzeit versucht das Gesundheitsamt die genaue Zahl der tatsächlichen Kontaktpersonen zu ermitteln. Mehr als zehn von ihnen zeigten bereits Symptome. Es muss davon ausgegangen werden, dass weitere Bewohner infiziert sein könnten. Als Vorsichtsmaßnahme werden deshalb alle 188 anwesenden Bewohner unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet. Parallel werden die Kontaktpersonen der bestätigten Fälle ermittelt und informiert. Zugleich laufen Maßnahmen des Gesundheitsamtes um den Infektionsweg nachzuvollziehen.

Zwei nachweislich Infizierte leben in einem Wohnheim, der dritte in einem anderen. Das dritte Wohnheim sei wegen Kontakten der Bewohner zu den anderen beiden Gebäuden ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden.

Koblenz: Einsatzkräfte in Schutzkleidung stehen vor einem Studentenwohnheim.

An den Ausgängen aller drei Koblenzer Wohnheime werden Ausgehenden von zahlreichen Polizisten kontrolliert. Die Zugänge sind durch Flatterband abgeriegelt. Das zuständige Studierendenwerk erarbeitet derzeit einen Weg, wie die Bewohner mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die Behörden beraten ebenfalls darüber. Die Universität Koblenz hat den Lehrbetrieb seit Beginn des Lockdown online umgesetzt und ist deshalb vorerst nicht von den Maßnahmen betroffen, hieß es.

Update vom 6. Juli: Mit kreativen Formaten hat die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz trotz Corona-Pandemie Tausende Menschen erreicht. Seit Mitte Mai habe es 150 Live-Konzerte an 36 Spielorten gegeben, teilt die Staatsphilharmonie am Montag in Ludwigshafen mit. Eine Vielzahl sei als „Trostmusik“ für Menschen in Senioren- und Pflegeheimen gespielt worden, ein anderer großer Teil ging als „Sofakonzerte“ im Foyer des Philharmonie-Gebäudes über die Bühne. Zum Ende der Saison waren auch Konzerte wieder in einzelnen Regionen mit Publikum möglich. Auch mit neuen digitalen Angeboten hätten die Musiker punkten können.
Zwischen April und Juli seien rund 250.000 Aufrufe im Internet registriert worden, teilte das Haus mit. So habe die Webseite „Junge Klassik“ einen Einstieg in die Welt der Klassik geboten. In einem digitalen Klassenzimmer hätten Musiker ihre Instrumente vorgestellt und auf der Staatsphilharmoniker-Seite Videos eingestellt.

Intendant Beat Fehlmann sagte, die Corona-Krise habe „einmal mehr gezeigt, dass Musik nicht nur eine große Kunst ist, sondern auch Menschen miteinander verbindet und unsere Gesellschaft zusammenhält“. Nach der Sommerpause startet die Staatsphilharmonie mit „Modern Times“ in die neue Saison. Der Vorverkauf für das Festival beginne Anfang August. „Alles Weitere kann nur die unbestimmte Zukunft zeigen“, sagt er. Das Programm für die Spielzeit 2020/21 hat das
größte Symphonieorchester des Bundeslandes bereits präsentiert.

Die Summe der in Rheinland-Pfalz bereits von COVID-19 Genesenen wird anhand eines Bewertungsalgorithmus ermittelt. Diese Angaben können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts abweichen. Als Gemeldete gelten alle Menschen mit COVID-19 Erkrankung mit Meldedatum der letzten 7 Tage, pro 100.000 Einwohner. 

Nach Corona-Ausbruch in Schwegenheim: Warum wurde Hochzeit erlaubt?

Update vom 2. Juli: Nach einem Corona-Ausbruch in der Freien Evangeliumschristen-Gemeinde in Schwegenheim sind noch immer viele Fragen offen. Eine davon: Warum hat die Kreisverwaltung eine Hochzeitsfeier mit 100 Personen genehmigt, wenn die Corona-Verordnung von Rheinland-Pfalz nur Feiern mit bis zu 75 Personen erlaubt? Die Kreisverwaltung räumt auf Rheinpfalz-Anfrage mit dem Irrglauben auf, dass es sich überhaupt um eine „richtige" Feier gehandelt hätte. Die Veranstaltung war eher ein langer Gottesdienst, der von einem Essen unterbrochen worden ist. Bei Gottesdiensten in Rheinland-Pfalz sind 100 Teilnehmer zulässig.

Beim Essen wären alle Teilnehmer räumlich voneinander getrennt gewesen und wurden an festen Sitzplätzen bedient. Wenn sie sich im Gebäude bewegt haben, hätten die Gäste einen Mundschutz getragen. Musik, Tanz und Alkohol habe es nicht gegeben. Am Tag der Hochzeit sei keiner der Besucher als erkrankt oder als Kontaktperson eines Infizierten gemeldet gewesen. Da aber schon Coronavirus-Fälle in der Gemeinde in Schwegenheim bekannt waren, hätte man alle Gäste am Tag der Feier testen lassen. Dies sei eine Auflage für die Veranstaltung gewesen. Die Coronatests von 12 Gästen seien mittlerweile positiv ausgefallen. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Biontech aus Mainz meldet Erfolge beim Impfstoff – Experten sind begeistert

Update vom 1. Juli, 18:27 Uhr: Auch wenn es vielerorts in Rheinland-Pfalz nicht mehr so präsent ist: Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt noch immer fest im Griff. Daher sorgt die Suche nach einem Impfstoff bei vielen Forschenden und Medizinern für unzählige Überstunden und schlaflose Nächte. Auch das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech mischt auf der internationalen Bühne ganz vorne mit. Am Mittwoch (1. Juli) teilte das Mainzer Unternehmen mit, dass es mit ihrem Impfstoff vorangekommen sei und es sehr „ermutigende“ Fortschritte gab.

Zusammen mit dem amerikanischem Pharma-Unternehmen Pfizer leitete Biontech Tests in den USA, bei denen Probanden wirksame Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelten. Noch ist unklar, ob diese Antikörper tatsächlich vor einer Infektion mit Covid-19 schützen – das sollen nun Tests mit bis zu 30.000 Probanden zeigen.

Biontech-Chef und Mitbegründer, Ugur Sahin, nannte die vorläufigen Daten sehr ermutigend. Sie zeigten, dass der Impfstoffkandidat „eine Immunantwort mit neutralisierenden Antikörpern im Menschen induzieren kann“. Biontech testet potenzielle Impfstoffe auch in Deutschland. Hierzulande hatte es als erstes Unternehmen die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts bekommen.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: „Tag der Tränen“ – Wurstmarkt 2020 abgesagt

Update vom 30. Juni, 21:31 Uhr: Der Wurstmarkt 2020, der jedes Jahr in Bad Dürkheim stattfindet, wird dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen. Somit wird selbst das „größte Weinfest der Welt“ nicht von der Pandemie verschont, was für Betreiber und Besucher ein weiterer Tiefschlag im Jahr 2020 bedeutet.

Wie die RHEINPFALZ berichtet, soll Bad Dürkheims Bürgermeister, Christoph Glogger, von einem „Tag der Tränen“ gesprochen haben, nachdem der Dürkheimer Stadtrat am Dienstagabend entschied den Wurstmarkt abzusagen. Zwar sei Glogger einsichtig und verstehe, dass es „die richtige Entscheidung“ sei, dennoch herrschte im Stadtrat wohl betrübte Stimmung nach der Entscheidung. Der Wurstmarkt wäre in diesem Jahr am 11. September gestartet. Über neun Tage lang feierten in der Vergangenheit jährlich 600.000 Besucher in der Stadt in Rheinland-Pfalz.

Corona-Ausbruch in Rheinland-Pfalz: Zahl der Infizierten hat sich verdreifacht

Am Freitag, den 26. Juni, werden dem Landkreis Germersheim neun bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Wie sich herausstellt, gehören acht der Infizierten der Freien Evangeliums-Christen-Gemeinde in Schwegenheim an. Sofort versucht das zuständige Gesundheitsamt die Infektionsketten zu durchbrechen. Die Infizierten und ihre Kontaktpersonen müssen sofort in Quarantäne.

Da der Nachwuchs der betroffenen Familien die Kita „Sonnenstrahl" in Schwegenheim besucht, werden dort alle Mitarbeiter und 170 Kinder auf das Coronavirus getestet. Obwohl die Mitarbeiter alle negativ getestet worden sind, wird die Kita vorübergehend geschlossen. Die Testergebnisse der Kinder stehen noch aus.

Corona in Rheinland-Pfalz: Trotz Ausbruch wird in der Gemeinde Hochzeit gefeiert

Die Kreisverwaltung lobt die Zusammenarbeit mit den Kirchenvorstehern und erlaubt am Samstag jedoch eine Hochzeitsfeier in der Gemeinde in Schwegenheim. Ein Hygienekonzept und weitere Vorgaben seien mit der Glaubensgemeinschaft abgestimmt worden. Am Sonntag informieren Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde im Bürgerhaus der Gemeinde alle Eltern über den Corona-Ausbruch und die Tests.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ausbruch im Landkreis Germersheim – Zahl der Infizierten hat sich verdreifacht

Schon am Montag, 29. Juni steigt die Zahl der Infizierten im Kreis Germersheim wieder an. Nach Angaben der Kreisverwaltung Germersheim beträgt Zahl der Infizierten in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in Schwegenheim mittlerweile 27 Personen. Wegen des Corona-Ausbruchs müssen die Grundschule in Schwegenheim und die Realschule in Lingenfeld geschlossen werden.

Die Schulen werden von mehreren Kindern der betroffenen Familien besucht – 17 von ihnen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Schulbetrieb soll erst wieder nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Am Montag wird in den betroffenen Schulen noch unterrichtet

Am Montag hat der Unterricht in der Schule in Schwegenheim und Lingenfeld noch stattgefunden, weil die Kreisverwaltung erst am Sonntagabend über die positiven Testergebnisse der Familienmitglieder der Kinder informiert worden ist. Aus organisatorischen Gründen wäre es nicht möglich gewesen, den Schulbetrieb so kurzfristig noch abzusagen. Wie Landrat Fritz Bechtel (CDU) der Rheinpfalz mitteilt, wurden die Kinder direkt bei der Ankunft informiert. Es galten die Hygiene-und Abstandsregeln. Außerdem hätten die Kinder einen Mundschutz getragen.

Zwei Schulen in Schwegenheim und Lingenfeld müssen wegen eines Corona-Ausbruchs geschlossen werden. (Symbolbild)

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockerungen für Angebote für Menschen mit Behinderung

In den Werkstätten für behinderte Menschen können künftig auch Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, wieder mitarbeiten. Auch die Möglichkeiten der Wiederaufnahme der Beschäftigung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen in Tagesförderstätten wurde erweitert – der Besuch ist aber weiterhin freiwillig. Weiter geöffnet werden auch die Angebote von Sozialpädiatrischen Zentren und den angeschlossenen Frühförderstellen. So sind zukünftig auch Gruppentherapien und mobile Leistungen unter bestimmten Bedingungen zulässig. (kp)

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