Pandemie-Ticker

Corona in Rheinland-Pfalz: Diese beliebten Ausflugsziele sind über Ostern gesperrt

Rheinland-Pfalz – Das Osterwochenende steht bevor, doch aus vielen geplanten Ausflügen wird nichts werden – denn zahlreiche beliebte Ziele bleiben gesperrt.

  • In Rheinland-Pfalz gab es bisher 118.270 (+594) Infektionen mit dem Coronavirus. (Stand: 3. April, 3 Uhr, RKI)
  • Bislang sind 3.337 (+3) Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 107,4. (Stand: 3. April, 3 Uhr, RKI)

Update vom 31. März: Deutschland steht das zweite Osterfest unter großen Einschränkungen der Corona-Pandemie bevor – doch diesmal wird es für viele wohl noch ein wenig schwieriger, denn in diesem Jahr müssen Besucher*innen an den Ostertagen auf Trips zu einigen beliebten Ausflugszielen in Rheinland-Pfalz verzichten. Zwar gilt im pfälzischen Ort Gimmeldingen schon seit mehreren Wochen eine Besuchssperre für Tagestouristen, die in dieser Zeit für gewöhnlich zu Tausenden zur bekannten Mandelblüte strömen – wie eine Sprecherin der Stadt Neustadt an der Weinstraße mitteilte, gilt diese auch für das Osterwochenende, um einen Besucheransturm zu vermeiden.

Auch die berühmte Hängeseilbrücke Geierlay in Mörsfeld im Hunsrück ist über das Osterwochenende für Besucher nicht zugänglich. Die 360 Meter lange Fußgängerbrücke hoch über einem Mosel-Seitental ist als „Schutzmaßnahme im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus“ komplett für Besucher gesperrt, wie es in einer Mitteilung heißt. Nach Angaben des Mörsdorfer Ortsbürgermeisters Marcus Kirchhoff gilt die Sperrung der Hängeseilbrücke ab sofort bis zunächst zum 11. April.

Grund: Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) stuft die Brücke demnach nicht mehr als Wanderweg, sondern als Freizeitstätte ein. Die müssen nach der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes geschlossen bleiben.

In Mainz wolle man am Osterwochenende nach Angaben eines Sprechers mit Kräften von Ordnungsamt und Polizei unter anderem am Rheinufer „Präsenz zeigen“. Es werde ein „abgestimmtes Vorgehen“ geben – Absperrungen soll es jedoch nicht geben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenz jetzt über 100 – Land weitet Teststrategie aus

Update vom 30. März, 7:01 Uhr: Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz fast zweistellig gestiegen ist, verliert das Bundesland sogar den dritten Platz im inoffiziellen Corona-Ranking an Mecklenburg-Vorpommern (106,4). Bundesweit am besten stehen Schleswig-Holstein (69,7) und das Saarland (75,7) da. Rheinland-Pfalz hat sich wochenlang ein tägliches ‚Battle‘ mit Baden-Württemberg um die Spitzenposition geliefert.

Die Zahl der Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz ist um 667 Fälle auf jetzt 115.316 seit Beginn der Pandemie angewachsen. Im gleichen Zeitraum sind inzwischen 3.313 Todesfälle zu beklagen – sieben mehr als noch tags zuvor.

Corona Rheinland-Pfalz: Inzidenz jetzt über 100 – Land will Teststrategie ausweiten

Update vom 28. März: Die Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz ist erstmals seit Januar wieder über den wichtigen Schwellenwert von 100 gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner erreichte 106, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Sonntag mitteilte. Am Samstag hatte es noch einen Wert von 99,3 gemeldet.

In Kommunen mit Werten über 100 gilt ohnehin die Corona-Notbremse. Ihnen obliegt die genaue Ausgestaltung. Das landesweite Überschreiten der Inzidenz von 100 ändert daran laut Ministerium nichts. Bestandteile kommunaler Notbremsen sind beispielsweise eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr sowie Treffen im öffentlichen Raum nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstands und einer Person eines weiteren Hausstands, außerdem die Rücknahme der Lockerungen in der Außengastronomie und beim Einzelhandel.

Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben binnen 24 Stunden 592 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Zudem stieg die Zahl der Todesfälle um einen Fall auf 3.306, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte (Stand 11:10 Uhr). Am höchsten war die Inzidenz im Kreis Altenkirchen. Dort betrug der Wert 222,8. Am niedrigsten war die Inzidenz mit einem Wert von 23,1 im Kreis Bernkastel-Wittlich. Insgesamt sind in Rheinland-Pfalz seit Beginn der Pandemie 114.631 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 9625 Menschen im Land gelten als aktuell damit infiziert.

Corona Rheinland-Pfalz: Inzidenz über 100 – Land will Teststrategie ausweiten

Update vom 27. März: Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat angekündigt, die Teststrategie des Landes auszubauen. „Anlassbezogene Tests vor dem Einkaufen, einem Besuch der Außengastronomie oder auch von Verwandten sind genauso wichtig, wie das systematische Testen am Arbeitsplatz oder in der Schule, um mehr Normalität und sichere Kontakte zu ermöglichen“, teilt Regierungssprecherin Andrea Bähner am Samstag mit.

Das ausgeweitete Testsystem baue auf drei Säulen: Schnelltests für Schulen und Kita-Personal, Bürgertests und Tests für Mitarbeiter in Unternehmen. Schulen und Kitabeschäftigte sollen vorrangig ab nächster Woche mit Selbsttests beliefert werden. Dafür gibt die Landesregierung nach eigenen Angaben 2,8 Millionen Euro pro Woche aus. Zudem habe jeder Bürger in Rheinland Pfalz mindestens einmal pro Woche ein Recht auf einen kostenlosen Schnelltest. An fast 900 Teststellen im Land sei dies bereits möglich.

Als dritte Säule nennt die Landesregierung die Tests für alle Mitarbeiter, die nicht im Home Office arbeiten. Anfang April sollen die Wirtschaftsverbände einen ersten Bericht vorlegen, wie viele Unternehmen sich beteiligen, hieß es in der Mitteilung. „Auf dieser Grundlage und auf der Grundlage eines eigenen Monitorings werde die Bundesregierung bewerten, ob regulatorischer Handlungsbedarf in der Arbeitsschutzverordnung bestehe.“ Ab dem 12. April will das Land deshalb auch allen Mitarbeitern der Landesverwaltung, die nicht im Home Office arbeiten, einmal wöchentlich einen Selbsttest anbieten.

Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben binnen 24 Stunden 562 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Zudem starben drei weitere Menschen mit oder an dem Virus, wie das Landesuntersuchungsamt am Samstag mitteilte. Die Inzidenz stieg landesweit auf 99,3.

Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenz knapp unter 100

Am höchsten war die Inzidenz, also die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner, im Landkreis Neuwied. Dort betrug der Wert 207,9. Auch im Landkreis Altenkirchen lag die Inzidenz mit 206,5 über der Marke von 200. Am niedrigsten war die Inzidenz mit einem Wert von 29,3 demnach im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Insgesamt sind in Rheinland-Pfalz seit Beginn der Pandemie 114.039 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Gesundheitsämter zählten insgesamt 3305 Todesfälle.

Corona Rheinland-Pfalz: Covid-19 in dieser Kita – 15 Kinder und 6 Mitarbeiter in Quarantäne

Update vom 26. März, 13:19 Uhr: In der Frankenthaler Mahlastraße ist ein Kind der städtischen Krippe im Mehrgenerationenhaus positiv auf das Coronavirus getestet worden. Heißt: 15 Kinder und sechs Mitarbeiter aus zwei Gruppen müssen sich deshalb in Quarantäne begeben. Eine Reihentestung soll laut Stadtverwaltung in den nächsten Tagen stattfinden. Alle Betroffenen sind bereits informiert worden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenz steigt fast zweistellig und nähert sich „Notbremse“-Wert

BundeslandRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Fläche19.847 km²
Einwohner4,085 Millionen (Stand: 2019)
MinisterpräsidentinMalu Dreyer

Update vom 26. März, 6:47 Uhr: In Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Neuinfektionen dramatisch an! Am Freitag sind 936 neue Fälle dazugekommen – das sind mehr als doppelt so viele wie am Vortag. Während die 7-Tage-Fallzahl bei 3.836 liegt, ist die für eine mögliche „Notbremse“ wichtige 7-Tage-Inzidenz geradezu um 9,5 auf jetzt 93,7 explodiert. Seit Beginn der Pandemie sind 3.290 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Corona in Rheinland-Pfalz: So viel ist die Arbeitszeit im Jahr 2020 gesunken

Update vom 25. März, 11:07 Uhr: Die Beschäftigten in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr coronabedingt 4,6 Prozent weniger Stunden gearbeitet als 2019. Insgesamt leisteten die gut zwei Millionen Erwerbstätigen im Land 2,64 Milliarden Arbeitsstunden, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Donnerstag mitgeteilt hat. Im Schnitt kam jeder und jede auf 1307 Arbeitsstunden. Das waren 45 Stunden und 3,3 Prozent weniger als 2019. Damit verzeichnete Rheinland-Pfalz 2020 bei der durchschnittlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit der Erwerbstätigen - absolut und relativ - einen historischen Tiefstand, so die Statistiker. Rheinland-Pfalz liege unter dem Bundesdurchschnitt, im Vergleich der Länder belegt Rheinland-Pfalz den vorletzten Platz.

In die Berechnung der Arbeitsstunden flössen die Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten mit ihrer reduzierten Arbeitszeit mit ein, hieß es weiter. Bei der rechnerisch ermittelten Arbeitszeit je Erwerbstätigen würden die Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten jedoch wie Vollzeitbeschäftigte behandelt. Rheinland-Pfalz weise im Vergleich der Bundesländer einen sehr hohen Anteil an geringfügig Beschäftigten auf, auch die Teilzeitquote liege über dem Bundesdurchschnitt. Dadurch erkläre sich das vergleichsweise geringere Arbeitsvolumen je Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz.

Corona in Rheinland-Pfalz: Nach Oster-Chaos – Malu Dreyer will Lockerungen wagen

Update vom 24. März, 21 Uhr: Nach der Rücknahme des „Oster-Lockdowns“ durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) kehrt Rheinland-Pfalz zu seinem ursprünglichen Plan in der Pandemie-Bekämpfung zurück. Das teilt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) am Mittwoch nach der überraschenden Entwicklung in Berlin mit. In Kommunen mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist daher Außengastronomie mit Schnelltest ebenso erlaubt wie erweitertes Terminshopping. Museen, Galerien, Zoos oder botanische Gärten können mit Terminbuchung besucht werden. Individualsport ist nur außen möglich.

In Kommunen mit einem Wert über 100 greift die Notbremse. Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 können nach Ostern an einem Modellversuch teilnehmen und dabei behutsame Schritte aus dem Lockdown testen. „Wir wollen damit mehr Möglichkeiten schaffen, wieder ein Stück mehr Normalität zu leben“, beschrieb Dreyer das Ziel. „Aber alles sehr kontrolliert und sehr überprüft, so dass wir kein Risiko eingehen und trotzdem Erkenntnisse darüber gewinnen, wie kann man eigentlich in der Pandemie Normalität auch ein ganze Stück weiter leben.“ Wie viele Kommunen mitmachen können, sagte Dreyer nicht. Die Städte Koblenz und Neuwied bekundeten bereits Interesse.

Wenn die Kriterien für eine Modellregion erfüllt werden könnten, seien Kultur, Sport, Gastronomie und Einzelhandel möglich, sagte Dreyer. Voraussetzungen seien Schnell- und Selbsttests in „ausreichender Zahl“. Dabei müssten einheitliche Dokumente für den Nachweis eines negativen Ergebnisses vorliegen, „also nicht irgendeinen Wisch, wie man ihn auch vom Computer runterladen kann mit hohen Fälschungsmöglichkeiten“, betont Dreyer. „Wir wollen das alles IT-gestützt machen.“ Dabei setzt das Land auf die kostenfreie App Luca.

Corona in Rheinland-Pfalz: Kanzlerin Merkel entschärft Einkaufs-Chaos zu Ostern

Update vom 24. März, 11:15 Uhr: Nach Informationen des „Spiegel“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) in der kurzfristig angesetzten Schalte mit den 16 Ministerpräsidenten die erst am Montag (22. März) im Corona-Gipfel beschlossene „Oster-Ruhe“ als Fehler eingeräumt – und die Maßnahme umgehend rückgängig gemacht! Somit sind Gründonnerstag und Karsamstag doch keine Ruhetage.

Update vom 24. März, 10:20 Uhr: Nach heftiger Kritik an den Oster-Beschlüssen im Bund-Länder-Gipfel am Montag will Bundeskanzlerin Angela Merkel nun erneut mit den Länderchefs beraten. Ab 11 Uhr werde es eine weitere Schalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch. Dabei soll es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen, die vor allem daran geübt wurde, dass nach dem stundenlangen Corona-Gipfel am Montag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen ist.

Corona Rheinland-Pfalz: Was ist erlaubt, was nicht? Malu Dreyer bringt Ordnung ins Oster-Chaos

Update vom 24. März, 6:58 Uhr: Leichtes Aufatmen zumindest auf Landesebene in Rheinland-Pfalz! Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt laut Robert Koch-Institut um 2,3 auf aktuell 79,9. Die Zahl der Infektionen steigt um 424 neue Fälle auf jetzt 110.941 seit Beginn der Pandemie. Im gleichen Zeitraum sind 3.276 Menschen an oder mit Covid-19 verstorben – somit sind zwölf Todesfälle mehr zu beklagen als noch am Vortag. Am Härtesten trifft es derzeit den Landkreis Altenkirchen mit einer Inzidenz von fast 200 (196,4)! Direkt dahinter belegt Ludwigshafen (159,6) den unrühmlichen 2. Platz, gefolgt vom LK Neuwied (141,1), und den Städten Speyer (118,7) sowie Frankenthal (114,8).

Corona in Rheinland-Pfalz: Verwirrende Oster-Regeln? Malu Dreyer spricht Klartext

Update vom 23. März, 21 Uhr: Stille Ostern in Rheinland-Pfalz: Nach einem Beschluss von Bund und Ländern soll das öffentliche Leben fünf Tage lang zur Ruhe kommen. „Es wird ein wirklich harter Lockdown sein“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Die Bestimmungen der neuen Beschlüsse und weitere Entwicklungen zur Corona-Situation im Überblick: Aus den drei gesetzlichen Feiertagen werden fünf Tage der Ruhe. Gründonnerstag und Ostersamstag seien dann ebenfalls wie Feiertage zu betrachten, sagte Dreyer. Lebensmittelgeschäfte sind nur am Samstag geöffnet. Einzelheiten der Bestimmungen sollen in einer Musterverordnung des Bundes festgehalten werden.

Bereits geöffnete Außengastronomie müsse an diesen Tagen ebenfalls schließen. Gläubige Christen sollen das Fest der Auferstehung ohne Präsenzgottesdienste feiern. Private Treffen sind nur zwischen dem eigenen Hausstand und einem weiteren Hausstand, jedoch mit maximal fünf Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Paare mit getrennten Wohnungen gelten als ein Haushalt. Ansammlungen im öffentlichen Raum sind verboten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Nach Ostern dürfen Gastronomie und Geschäfte wieder öffnen

Nach Ostern werden die gegenwärtigen Regeln mit dem Anfang März beschlossenen Stufenplan bis zum 18. April verlängert. In Landkreisen mit einer Inzidenz von mehr als 100 gilt die Notbremse: Geschäfte bleiben dann geschlossen und die Kommunen können nächtliche Ausgehbeschränkungen verhängen. In den anderen Regionen ist aber wieder zumindest das Termin-Shopping möglich und die Außengastronomie unter strengen Auflagen wie einem tagesaktuellen Testnachweis wieder offen. Am 12. April wollen die Länderregierungschefs und die Bundeskanzlerin erneut über die Lage in der Pandemie beraten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer wollte Tourismusgewerbe Perspektive bieten

„Es war eine lange Debatte um das Thema Reisen“, sagte Dreyer am Dienstag. Und: „Im Ergebnis war es dann so, dass wir dann gemeinsam dazu gekommen sind, das Beste ist, man macht einmal fünf Tage richtig dicht.“ Die rheinland-pfälzische Regierungschefin hatte sich in der Schaltkonferenz zusammen mit vier anderen Ministerpräsidenten dafür eingesetzt, Reisen im eigenen Bundesland möglich zu machen und dem Tourismusgewerbe die versprochene Perspektive für das Ostergeschäft zu bieten. Für ein Verbot von Auslandsreisen wie auf die Ferieninsel Mallorca gebe es keine rechtlichen Mittel, sagte Dreyer. Man könne nur dazu appellieren, auf touristische Auslandsreisen zu verzichten.

Corona Rheinland-Pfalz: Dreyer fordert mehr Test in Unternehmen – sonst drohen „weitere Schritte“

Update vom 23. März, 11:39 Uhr: Zehn Prozent der rund 4,1 Millionen Rheinland-Pfälzer sind inzwischen zumindest einmal gegen das Corona-Virus geimpft. Das berichtete Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) am Dienstag in Mainz. Die rund 20.000 Extra-Dosen des BioNTech-Impfstoffs für die Grenzregionen zum Virusmutationsgebiet in Frankreich sollten bis 4. April gespritzt sein. Je 5.000 Dosen gehen an die Impfzentren Südpfalz und Neustadt/Weinstraße, je 3.000 nach Pirmasens und Landau sowie 2.500 nach Zweibrücken und 1.500 nach Kaiserslautern. Damit geimpft werden Menschen der Prioritätengruppe eins und zwei, also vor allem chronische Kranke, Menschen mit Behinderung, Kontaktpersonen von Schwangeren sowie alle ab 70 Jahren.

Corona Rheinland-Pfalz: Dreyer fordert mehr Test in Unternehmen – sonst drohen „weitere Schritte“

Update vom 23. März: 10:11 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) hat die Unternehmen aufgefordert, ihre Beschäftigten regelmäßig auf Corona-Infektionen zu testen. Derzeit werde noch nicht „in voller Breite am Arbeitsplatz getestet“, hat Malu Dreyer am Dienstag im Ältestenrat des Landtags kritisiert. Alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, sollten einmal wöchentlich getestet werden, „perspektivisch zweimal die Woche“. Wenn Unternehmen diese Selbstverpflichtung nicht umsetzten, müsse über weitere Schritte nachgedacht werden, sagte die Regierungschefin und nannte als Möglichkeit die Änderung der Vorschriften zum Arbeitsschutz. Außerdem werde jetzt vorbereitet, dass nach den Osterferien nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch alle Kinder und Jugendlichen getestet würden, sagte Dreyer. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sei dazu in Gesprächen mit der Schulgemeinschaft.

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockerungen ade – Bis Mitte April steht (fast) alles still

Update vom 23. März, 7:02 Uhr: Bund und Länder einigen sich in der Nacht auf Dienstag auf umfassende Corona-Maßnahmen im April. Über Ostern gilt nun der schärfste Lockdown seit Beginn der Pandemie. Vom 1. April bis einschließlich 5. April soll das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle zu brechen. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker“, so Merkel nach der rund elfstündigen Corona-Konferenz. Deutschland sei in einer sehr ernsten Lage mit exponentiell steigenden Fallzahlen, einer steigenden Belastung der Intensivstationen in den Kliniken und der Ausbreitung ansteckenderer Coronavirus-Varianten.

Das sind die neuen Corona-Regeln für Deutschland

  • Der Lockdown wird um drei Wochen bis zum 18. April verlängert.
  • Ostern: Die Feiertage sollen als „Ruhepause“ gelten. Nur am Samstag darf der Lebensmittelhandel öffnen. Private Treffen sind nur zwischen dem eigenen Hausstand und einem weiteren Hausstand, jedoch mit maximal fünf Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Paare mit getrennten Wohnungen gelten als ein Haushalt. Ansammlungen im öffentlichen Raum sind verboten. Außengastronomie darf an den Oster-Feiertagen nicht öffnen. Für Gläubige darf ausschließlich ein Online-Angebot zur Verfügung stehen. Impf- und Testzentren bleiben aber geöffnet.
  • Notbremse: Bei einer Inzidenz von über 100 soll konsequent umgesetzt werden. Öffnungsschritte sowie weitere Verschärfungen sollen dann greifen. Unter anderem könnte dann wieder Ausgangssperre, strenge Kontaktregeln und verpflichtende Schnelltests an Orten, an denen Abstand und Masken tragen nicht möglich sind.
  • Tests an Schulen: Lehrer, Schüler und Kita-Beschäftigte sollen regelmäßig Corona-Tests durchführen. Bund und Länder streben „baldmöglichst zwei Testungen pro Woche“ an. Wo die Tests stattfinden, also zu Hause oder in der Schule, ist noch ein Diskussionsthema.
  • Mallorca Urlaub: Es ist erlaubt dort Urlaub zu machen, Bund und Länder appellieren aber an die Fluggesellschaften, keine zusätzlichen Flüge an den Osterfeiertagen anzubieten. Für alle Flüge aus dem Ausland nach Deutschland soll eine Testpflicht vor Abflug eingeführt werden.
  • Hotels: Tourismus an Ostern wird nicht möglich sein. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe bleiben geschlossen. Allerdings pochten einige Länder auf die Möglichkeit in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Appartements, Wohnwagen und Wohnmobilen zu verreisen. Davon ist im Beschluss nichts mehr zu finden.
    Die nächste Corona-Konferenz findet am 12. April statt.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) fordert mehr Corona-Tests in rheinland-pfälzischen Unternehmen. (Symbolfoto)

Update vom 23. März, 6:40 Uhr: Eigentlich wollte uns Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) heute über Urlaubsmöglichkeiten zu Ostern im eigenen Bundesland informieren – doch jetzt kommt alles ganz anders. Denn nach fast 12-stündigem Corona-Gipfel-Marathon ist „kontaktloser Urlaub“ vom Tisch und es steht uns der härteste Lockdown überhaupt bevor. Heißt: Die ohnehin bestehenden Einschränkungen werden aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen bis zum 18. April verlängert. Mögliche Lockerungen sollen auf die Zeit nach Ostern verschoben werden. Rheinland-Pfalz nehme den Beschluss an und setze ihn um, teilte Regierungssprecherin Andrea Bähner im Anschluss am frühen Dienstagmorgen in Mainz mit. Die Einzelheiten will Malu Dreyer noch am Morgen erläutern. Zunächst unterrichtet sie den Ältestenrat des Landtags (8 Uhr) und anschließend die Öffentlichkeit (9 Uhr).

Corona in Rheinland-Pfalz: Ab in den Biergarten – Außengastronomie ab heute erlaubt

Update vom 22. März: Auch in Rheinland-Pfalz ist die 7-Tage-Inzidenz bedrohlich weiter gestiegen und beträgt aktuell 77,7 – ein Plus von 3,8. Somit ist das Bundesland, das wochen- und monatelang stets den ersten oder zweiten Platz im Deutschland-Ranking belegen konnte, zuletzt auf den vierten Rang hinter Schleswig-Holstein (59,9), Saarland (64,7) und Mecklenburg-Vorpommern (73,1) abgerutscht.

Wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) bereits am Freitag (19. März) nach einer Kabinettssitzung verkündet hat, wird es in Rheinland-Pfalz wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen keine weiteren landesweiten Öffnungsschritte geben. Jedoch soll es ab dem heutigen Montag (22. März) in bestimmten Regionen und unter strengen Auflagen die Außengastronomie wieder öffnen dürfen. Dies sei ein wichtiges Signal an die Gastronomie, die seit November geschlossen hat und ums finanzielle Überleben kämpft. Geöffnet werden kann die Außengastronomie in Städten und Landkreisen, in denen der Inzidenzwert unter 100 liegt. Dabei seien neben einem gültigen negativen Schnelltest für die Besucher unter anderem die allgemeinen Schutzmaßnahmen zu beachten, so Malu Dreyer.

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockdown soll verlängert werden – Gibt es Hoffnung für den Oster-Urlaub?

Update vom 21. März: SPD geführte Bundesländer wollen den Lockdown bis in den April verlängern, dazu zählt auch Rheinland-Pfalz. Das geht aus einem Beschlusspapier hervor, das der ARD vorliegt. Zunächst wurde berichtet, dass die Vorlage vom Kanzleramt stammte, aber das dementierte der Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Wie der SWR berichtet, sind weitere Öffnungsschritte erst einmal nicht vorgesehen. Allerdings wolle man „zeitlich befristete Modell-Projekte“ möglich machen, um „mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen“. Man wolle schauen, ob Öffnungsschritte mit einem strengen Test-Konzept möglich sind – oder nicht. Auch eine effektive Nachverfolgung müsse gegeben sein.

In dem Beschlusspapier heißt es weiter, dass „kontaktarmer Urlaub“ im jeweils eigenen Bundesland möglich sein soll, wenn die Infektionslage dies zulässt. Man wolle aber für Auslandsreisende eine Quarantäne- und Testpflicht einführen. „Reisen, insbesondere Urlaubsreisen ins Ausland müssen daher unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein“, heißt es in dem Entwurf. Ein weiterer Punkt betrifft Arbeitgeber. Diese sollen ihren Mitarbeitern zwei kostenlose Tets pro Woche anbieten. Der Corona-Gipfel mit Angela Merkel findet am Montag (22. März) statt.

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es in Rheinland-Pfalz 337 neue Corona-Fälle. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 109.639 Personen mit dem Virus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt am Sonntag 73,9.

Corona in Rheinland-Pfalz: Öffnung der Außengastronomie – weitere Lockerungen in Sicht?

Update vom 20. März, 10 Uhr: Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es in Rheinland-Pfalz 621 neue Corona-Fälle. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 109.302 Personen mit dem Virus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt am Samstag 74. Die Zahl der Todesfälle steigt um elf auf 3.254 an.

Update vom 19. März, 20:15 Uhr: In Rheinland-Pfalz wird es wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen keine weiteren landesweiten Öffnungsschritte geben. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag nach einer Kabinettssitzung mit. Ab Montag (22. März) soll die Außengastronomie in bestimmten Regionen und unter strengen Auflagen aber erlaubt werden. Dies sei ein wichtiges Signal an die Gastronomie, die seit November geschlossen ist. Geöffnet werden kann die Außengastronomie in Städten und Landkreisen, in denen der Inzidenzwert unter 100 liegt. Dabei seien neben einem gültigen negativen Schnelltest für die Besucher unter anderem die allgemeinen Schutzmaßnahmen zu beachten, erklärte Dreyer.

Corona in Rheinland-Pfalz: Gartenlokal statt Malle

„Bei schönem Wetter geht alles raus: Die Menschen sitzen an Rhein, Mosel und in schönen Landschaften mit ihren Coffee-to-go Bechern in der Hand“, sagte Dreyer. Die Öffnung der Außengastronomie solle den Rheinland-Pfälzern die Möglichkeit geben, in ein Gartenlokal einzukehren, statt nach Mallorca zu fliegen.

Das Terminshopping im Einzelhandel wird von diesem Montag an auf spontane Buchungen ausgeweitet. Damit werde die Regelung an das Leben angepasst, sagte Dreyer. Die Menschen könnten vor den Geschäften anklopfen und fragen, wann der nächste Termin frei ist. Die Kosmetiker etwa hätten gesagt, wer eine Creme kaufen wolle, mache dafür keinen Termin aus.

Corona in Rheinland-Pfalz: Weitere Lockerungen in Sicht

Dreyer will in Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden Mitte nächster Woche Konzepte für eine behutsame Öffnungen beraten. Es gehe darum, ob unter Einbeziehung der Ordnungsämter, Einhaltung der Testpflicht und strengen Auflagen etwa Handel, Gastronomie, Theater und Fitnessstudios öffnen könnten. „Wenn die Konzepte gut und konsistent sind, kann das ganz schnell gehen“, sagte sie zum Zeitpunkt.

Bei diesem so genannten Rheinland-Pfalz Modell solle zugleich wissenschaftlich überprüft werden, an welchen Orten sich die Menschen ansteckten. Dreyer appellierte an die Bürger, sich an Abstandsregeln und Masken zu halten. Damit ließen sich auch die Virus-Mutationen fernhalten, es sei aber eine gewisse Nachlässigkeit bei diesen Regeln eingezogen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ab Inzidenz von 100 greift die Notbremse

„Aber alle Beteiligten müssen auch wissen: Es gibt eine rote Linie. Über 100 greift die Notbremse“, erklärte Dreyer. Bei Inzidenzwerten über 100 werde jedoch die Notbremse gezogen und alle Regelungen würden ausgesetzt, sagte Dreyer. Dann sollen wieder die Regeln des Shutdowns vor dem 8. März gelten. Dazu gehören eingeschränktes Terminshopping im Einzelhandel, Kontaktbeschränkungen auf einen Hausstand plus eine Person und Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr. Auch körpernahe Dienstleistungen sollen dann nicht mehr erlaubt sein. Ausnahmen gebe es lediglich für hygienisch oder medizinisch notwendige Dienstleistungen und für Friseurbesuche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Rheinland-Pfalz am Freitag auf einen Wert von 73,2. Das war zwar unter dem Bundesdurchschnitt von 96, aber für Rheinland-Pfalz der höchste Wert seit dem 3. Februar.

Corona in Rheinland-Pfalz: Inzidenz über 100 – diese Kreise müssen Notbremse ziehen

Update vom 19. März: Zwar liegt Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich mit einem Wert von 69,2 bei der 7-Tage-Inzidenz auf dem vierten Platz, dennoch steigt dieser unaufhörlich – die einstige Spitzenposition ist längst passé. In zwei Kreisen hat die Inzidenz zudem den kritischen Wert von 100 überschritten, hier müssen nun weitere drastische Beschränkungen vorgenommen werden.

Im Kreis Südwestpfalz liegt die 7-Tage-Inzidenz seit Donnerstag (18. März) den vierten Tag in Folge über 100 (aktuell bei 105,5), die Verwaltung zieht die Notbremse und verschärft die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Ab Montag (22. März) bis zu Beginn der Osterferien am 26. März findet der Unterricht für Schüler*innen ab der Klassenstufe 7 künftig wieder zu Hause statt, außerdem verhängte der Kreis eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr darf das Zuhause nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden. Im öffentlichen Raum darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen, der Einzelhandel darf nur noch mit Terminvergabe geöffnet bleiben – Gleiches gilt für Kosmetikstudios und andere körpernahe Dienstleistungen.

Auch der Kreis Ahrweiler musste aufgrund anhaltend hoher Inzidenzen die sogenannte Notbremse ziehen – hier gilt unter anderem ebenfalls eine nächtliche Ausgangssperre.

Mittlerweile liegen in Rheinland-Pfalz acht von insgesamt 36 Stadt- und Landkreisen über der Inzidenz von 100. Der landesweite Inzidenzwert von 69,2 ist der höchste seit dem 3. Februar.

Corona in Rheinland-Pfalz: Nach AstraZeneca-Impfung – Frau aus Trier erleidet Hirnthrombose

Update vom 18. März: Während heute mit Spannung das Ergebnis zum weiteren Umgang mit dem Impfstoff von AstraZeneca erwartet wird, wurde am Tag zuvor bei einer 47 Jahre alten Frau aus Trier nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin des schwedisch-britischen Pharmakonzerns auch eine Thrombose in den Hirnvenen festgestellt – der erste nachgewiesen Fall einer schweren Nebenwirkung nach einer Impfung mit AstraZeneca in Rheinland-Pfalz.

Die 47-Jährige werde derzeit in einer Klinik behandelt, laut Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Gesundheitsministerin von Rheinland-Pfalz, bestehe jedoch glücklicherweise keine Lebensgefahr. Die Diagnose wurde offenbar bereits am Sonntag (14. März) gestellt. Unklar ist derzeit noch, wann genau die Frau aus Trier geimpft wurde, ebenso die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Thrombose in den Hirnvenen und der Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff gibt.

Anfang der Woche hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine Aussetzung der Impfungen mit AstraZeneca empfohlen – heute will die EU-Arzneimittelbehörde EMA eine entscheidende Bewertung über den weiteren Umgang mit dem Impfstoff von AstraZeneca abgegeben. Bislang wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Deutschland insgesamt acht Thrombose-Fälle in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet, mit dem Fall in Trier erhöht sich die Zahl auf neun. Die Zahl der Fälle ist demnach statistisch signifikant höher als in der Bevölkerung ohne Impfung, die betroffenen Impflinge waren laut Paul-Ehrlich-Institut vor allem Frauen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmierende Zahlen – Deutlich mehr Neuinfektionen und Tote

Update vom 17. März: Die Zahl der Neuinfektionen ist um 662 auf insgesamt 108.075 seit Pandemie-Beginn angewachsen. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz ist deutlich um 4,5 gestiegen und beträgt laut Landesuntersuchungsamt am Mittwochnachmittag 66,0. Die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen liegt inzwischen bei 3.231 – eine Zunahme von sieben Todesfällen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Stopp für AstraZeneca – das passiert mit den Impf-Terminen

Nachdem es vermehrt zu Berichten von schweren Nebenwirkungen infolge von AstraZeneca-Impfungen gekommen war, stoppt Rheinland-Pfalz sofort alle Corona-Schutzimpfungen mit dem Vakzin des schwedisch-britischen Pharmakonzerns. Bereits vergebene Termine werden bis zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) vorsorglich ausgesetzt, zunächst bis zum 21. März, teilte das Gesundheitsministerium am Montag (15. März) in Mainz mit.

Davon sind nach derzeitiger Einschätzung rund 12.000 Impftermine betroffen. Die Registrierungen bleiben aber erhalten“, heißt es weiter. Deutschland hat die Impfungen mit AstraZeneca am Montag vorerst ausgesetzt. Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte.

Corona in Rheinland-Pfalz: Nach AstraZeneca-Impfung – bei diesen Symptomen sofort zum Arzt

Das Bundesgesundheitsministerium verwies dabei auf eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu notwendigen weiteren Untersuchungen. Auch einige andere europäische Staaten wie Dänemark, Norwegen, Island und Irland hatten zuvor bereits Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca ausgesetzt. Die EMA werde aktuelle Daten untersuchen und entscheiden,
ob und wie sich neue Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirkten, hieß es in Mainz.

Wer sich mehr als vier Tage nach einer Impfung mit AstraZeneca zunehmend unwohl fühle - etwa mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen - solle schnell zum Arzt gehen.

Corona Rheinland-Pfalz: Lockdown-Lockerungen adé – diese 17 Städte und Kreise sind betroffen

Nach den Lockerungen ist vor den Beschränkungen – in Rheinland-Pfalz müssen sich viele Verbraucher wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus auf Einschränkungen beim Shopping einstellen. Die 7-Tage-Inzidenz ist im Land gestiegen und liegt nun laut Robert Koch-Institut bei 56,5 – und liegt somit bereits den vierten Tag in Folge über der Schwelle von 50. In den betroffenen Kommunen werden in der Folge die gerade erst eingetretenen Lockerungen zurückgenommen. Landesweit liegen 17 Städte und Landkreise über der Marke von 50, drei sogar über einem Wert von 100.

Beim dann in Kraft tretenden Termin-Shopping gilt, dass sich nur ein Kunde pro 40 Quadratmeter nach vorheriger Anmeldung im Laden aufhalten darf. „Überall gibt es die gleichen Regeln, die sich nach den Inzidenzen ausrichten: unter 50 bleibt es wie es jetzt ist, über 50 greifen die zusätzlichen Sicherungsmechanismen und über 100 gilt die ‚Notbremse‘ mit einer weitergehenden Schließung des Handels und der strengen Kontaktbegrenzung auf einen Haushalt plus eine Person, sowie eine nächtliche Ausgangsbegrenzung“, erinnerte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer an die nach der vergangenen Bund-Länder-Schalte mit Kommunen und Einzelhandel vereinbarten Regeln.

Über der Inzidenz von 50 liegen in Rheinland-Pfalz derzeit (Stand: 15. März)

  • Ahrweiler
  • Bad Dürkheim
  • Bitburg-Prüm
  • Germersheim
  • Neuwied
  • Rhein-Hunsrück
  • Rhein-Lahn-Kreis
  • Rhein-Pfalz-Kreis
  • Südwestpfalz
  • Trier-Saarburg
  • Westerwaldkreis
  • Koblenz
  • Ludwigshafen
  • Mainz

Über der Inzidenz von 100 liegen in Rheinland-Pfalz derzeit (Stand: 15. März):

  • Altenkirchen
  • Frankenthal
  • Pirmasens

Landkreise und kreisfreie Städte über einer Inzidenz von 100 müssten jetzt die verabredete sogenannte Notbremse ziehen und Öffnungen sehr breit zurücknehmen, sagte Dreyer weiter. Möglich seien in den betroffenen Regionen Einschränkungen in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Sport. Auch der Bildungsbereich könnte in Einzelfällen betroffen sein, so das Ministerium. Die Details regeln die Kommunen.

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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