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Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz springt über 100 – Folgen von Ostern jetzt spürbar

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Corona im Rhein-Neckar-Kreis – Die täglichen Zahlen und Entwicklungen in der Pandemie immer aktuell im News-Ticker:

Update vom 9. April, 6:54 Uhr: Am Freitagmorgen vermeldet das renommierte Robert Koch-Institut in Berlin für den Rhein-Neckar-Kreis die meisten Neuinfektionen seit langer Zeit: Gleich 142 neue Fälle sind zu den bisherigen seit Pandemie-Beginn dazugekommen, so dass sich die Gesamtzahl auf 18.185 erhöht. Die meisten Menschen haben sich in Sinsheim (19), Wiesloch (11), Dielheim (8), Walldorf (7) sowie in Leimen, Nussloch, Oftersheim, Rauenberg und Waibstadt (je 6) neu angesteckt. Derweil steigt die 7-Tage-Inzidenz um satte 5,3 und überspringt mit jetzt 101,6 wieder die wichtige Marke von 100.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Rhein-Neckar-Kreis: „Es reicht!“ – Bürgermeister mit Wut-Post zu Corona-Politik

Update vom 8. April, 13:06 Uhr: Da ist aber einem mal so richtig der Kragen geplatzt! Aber nicht irgendwem, sondern einem Bürgermeister im Rhein-Neckar-Kreis. Denn Frank Volk (53), der Bürgermeister von Neckargemünd hat seinem Unmut über die aktuelle Corona-Politik am besinnlichen Ostermontag (5. April) bei Facebook freien Lauf gelassen: „Es reicht! Osterruhe war angesagt – und da hat man ja Zeit zum Nachdenken und zum Zuhören“, startet sein Posting.

Und dann ledert der Lokalpolitiker in dem ellenlangen Text so richtig los: „Wenn ich so reflektiere, was in den letzten Tagen von unseren Bundes- und Landespolitikern und aus den Ministerien für ein Mist kam, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. So schaut’s aus: Der Bundesminister für Impfstoffbeschaffung schafft es innerhalb kürzester Zeit nicht nur, einen der drei vorhandenen Impfstoffe mit einer gnadenlosen Hüh-und-Hott-Politik komplett zu diskreditieren, jetzt kommt er auch noch mit dem Vorschlag, dass bereits Geimpfte wieder „die volle Freiheit“ haben können. Das kann man ja machen - nur, dann muss erst einmal jeder einen Zugang zu Impfstoff haben. Ich lehne es für mich persönlich ab, Ermessensspielräume auszunutzen, um an einem Impftermin zu kommen. Ich werde warten, bis ich dran bin - im Gegensatz zu anderen.“

Bürgermeister Frank Volk (53) aus Neckargemünd teilt auf Facebook gegen die deutsche Corona-Politik aus.
Bürgermeister Frank Volk (53) aus Neckargemünd teilt auf Facebook gegen die deutsche Corona-Politik aus. © Stadt Neckargemünd

Gegen Ende wird Frank Volk dann wieder etwas ruhiger, appelliert an die Menschen: „Und bitte daran denken, bei allem, was „von oben“ schief läuft – wir müssen als Gesellschaft zusammenhalten und jeder muss vernünftig bleiben. Nicht jedes Angebot (wie z.B. die Malle-Reise) muss auch angenommen werden. Bleiben wir hier, und kaufen vor Ort – damit helfen wir denen, die wir auch morgen noch brauchen und die uns auch die ganzen Jahre viel Freude bereitet haben.“

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Diese Gemeinde hat mehr Neuinfektionen als Heidelberg

Update vom 8. April, 8:34 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen im Rhein-Neckar-Kreis steigt dreistellig um 129 Fälle gegenüber dem Vortag auf aktuell 18.044 seit Beginn der Pandemie. Auffällig dabei: Die Stadt Weinheim verzeichnet mit 18 Neuinfektionen mehr als der große Nachbar Heidelberg mit ‚nur‘ 14 Neuinfektionen. Und dass, obwohl Heidelberg 3,5 mal mehr Einwohner hat als Weinheim mit seinen rund 45.000 Einwohnern. Auch Hockenheim (12) und Wiesloch (10) erreichen annährend das Niveau Heidelbergs und haben somit in Relation zur Einwohnerzahl noch mehr Neuansteckungen.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz sinkt rapide – Grenzwert endlich unterschritten

Update vom 7. April, 7:41 Uhr: Wer aus wichtigen Gründen auf die Betreuung seiner Kinder angewiesen ist und diese nicht selbst leisten oder organisieren kann, der kann in Weinheim für Kinder der Klassenstufen 1-7 ab dem 12. April wieder Notbetreuung beanspruchen. Damit kommt die Stadt dem Beschluss der Landesregierung nach, die Schulen nach den Osterferien zunächst geschlossen zu halten, andererseits aber eine Betreuung zu gewährleisten, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Die Notbetreuung erfolgt während der regulären Unterrichtszeiten durch die jeweiligen Lehrkräfte. Nur Kinder, deren Erziehungsberechtigte beide beziehungsweise die oder der Alleinerziehende an ihrem Arbeitsplatz als unabkömmlich gelten, dürfen die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Dies gilt für Präsenzarbeitsplätze sowie für Home-Office-Arbeitsplätze gleichermaßen. Anmeldeformulare an die Eltern werden aktuell durch die Schulen versendet und stehen zudem auf www.weinheim.de/corona als Download zur Verfügung. Wer die Notbetreuung in Anspruch nehmen muss, soll dies der Schulleitung bis spätestens Freitag, 9. April, 10 Uhr, mitteilen. Für Rückfragen stehen die Schulleitungen sowie das Amt für Bildung und Sport unter 06201/82-469 sowie der Mailadresse grundschulbetreuung@weinheim.de gerne zur Verfügung.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Ab Mittwoch keine kostenlosen Schnelltests mehr in dieser Gemeinde

Update vom 6. April, 9:31 Uhr: Nochmal zur Erinnerung: Wie bereits von HEIDELBERG24 berichtet, werden unter Berufung auf das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis ab dem morgigen Mittwoch (7. April) keine kostenlosen Schnelltests mehr in Reilingen angeboten. „Nachdem sich inzwischen in praktisch allen Kommunen örtliche Schnelltestangebote etabliert haben, wollen wir uns in Reilingen wieder ausschließlich auf die PCR-Testungen beschränken, zumal die Nachfrage nach Schnelltests bei uns zuletzt gering war“, erklärt Doreen Kuss, Dezernentin für Ordnung und Gesundheit im Rhein-Neckar-Kreis. Die dem Kreis vom Land zur Verfügung gestellten restlichen 13.000 Schnelltests aus der Notreserve des Landes werden unter den kreisangehörigen Kommunen verteilt.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz sinkt – Doch droht jetzt der Oster-Bumerang?

Update vom 6. April, 7:51 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen im Rhein-Neckar-Kreis ist um 31 auf jetzt 17.868 seit Pandemie-Beginn gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz ist um 4,9 auf aktuell 116,2 gesunken. Jedoch könnten sich diese vergleichsweise niedrigen Werte als Bumerang erweisen, da über Ostern weniger getestet worden ist bzw. womöglich nicht alle Zahlen übermittelt worden sind. Zudem bleibt abzuwarten, wie viele Menschen sind nicht an die Corona-Regeln gehalten haben und sich mit mehr Leute getroffen haben, als dies erlaubt ist.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Diese Stadt ist für rund ein Drittel der Neuinfektionen verantwortlich

Update vom 5. April: Im Rhein-Neckar-Kreis haben sich seit Beginn der Pandemie 17.757 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – das sind 85 Fälle mehr als noch am Tag zuvor. Davon wurde mit insgesamt 27 Neuinfektionen fast jeder dritte Fall in Sinsheim gemeldet. Hier gibt es auch mit Abstand die meisten aktiven Fälle (152), danach folgen Leimen (79), Weinheim (68), Schwetzingen (61) und Wiesloch (51). In insgesamt 29 Gemeinden wurde keine Neuinfektionen gemeldet.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis ist minimal gestiegen und liegt aktuell bei 121,1.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Bilanz der Polizeikontrollen über Ostern

Update vom 3. April, 13:28 Uhr: Wie angekündigt, hat die Polizei am Karfreitag verstärkte Kontrollen zur Überwachung der Corona-Regeln durchgeführt. In Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis wurden insgesamt 691 Fahrzeuge und 1.540 Personen kontrolliert. Im Bereich Waibstadt kam es zur Ansammlung einer 20-köpfigen Gruppe, die sich offenbar zu einer Feier an einem Biertisch niedergelassen hatte. Alle Personen sehen nun Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung entgegen. Hier gibt es die Corona-Bilanz der Polizei-Kontrollen am Karfreitag im Überblick.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz erneut stark gesunken – Zahlen machen Hoffnung

Update vom 3. April, 9 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstagmorgen 99 Neu-Infektionen im Rhein-Neckar-Kreis. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 17.721. Außerdem meldet das RKI am Samstag zwei weitere Todesopfer. Die Zahl der Covid-19-Toten im Landkreis liegt damit bei insgesamt 368. Die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis ist im Vergleich zum Freitag erneut stark gesunken: Von 140,2 auf 128 am Samstag.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Inzidenz sinkt wieder – nur eine Gemeinde ohne aktiven Fall

Update vom 2. April: Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 162 Neuinfektionen gemeldet, die Gesamtzahl der Corona-Infizierten ist damit auf 17.629 gestiegen. Die Zahl der Personen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, bleibt unverändert bei 366. Bei der 7-Tage-Inzidenz gibt es unterdessen eine positive Tendenz: Der Wert ist in den vergangenen 24 Stunden um 5,5 auf nun 140,2 gesunken.

Die meisten Neuinfektionen hat es abermals in Sinsheim gegeben. Hier wurden 13 neue Fälle gemeldet. Leimen und Wiesloch folgen mit 11, bzw. 10 neuen Corona-Fällen. In 21 der insgesamt 54 Gemeinden wurden keine Neuinfektionen gemeldet. Dahingegen ist Heddesbach derzeit die einzige Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis ohne aktiven Corona-Fall. Auch hier führt Sinsheim die Liste mit 139 derzeit Infizierten an. Weinheim folgt mit 76 aktiven Fällen, danach Leimen (69), Schwetzingen (65), Wiesloch (47) und Walldorf (44).

Rhein-Neckar-Kreis: Corona-Streife an Ostern – 70 Polizisten zusätzlich im Einsatz

Update vom 1. April, 13:47 Uhr: Auch in der Zeit zwischen Karfreitag und Ostermontag (2. bis 5. April) wird das Polizeipräsidium Mannheim weiter intensiv die Einhaltung der Corona-Verordnung überwachen. Insbesondere an den bekannten Treffpunkten und Ausflugszielen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis wird die Polizei täglich mit rund 70 zusätzlichen Polizeibeamten unterwegs sein. Dabei sollen auch vorwiegend Fuß- und Radstreifen durchgeführt werden. Die eingesetzten Polizeibeamten werden bei den Kontrollen mit dem erforderlichen Fingerspitzengefühl vorgehen.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Landrat appelliert an Bevölkerung – „Bitte helfen Sie...“

Update vom 1. April, 11:14 Uhr: Ab dem 7. April werden keine kostenlosen Schnelltests in Reilingen angeboten. Das teilt das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis am Donnerstag mit. „Nachdem sich inzwischen in praktisch allen Kommunen örtliche Schnelltestangebote etabliert haben, wollen wir uns in Reilingen wieder ausschließlich auf die PCR-Testungen beschränken, zumal die Nachfrage nach Schnelltests bei uns zuletzt gering war“, erklärt Doreen Kuss, Dezernentin für Ordnung und Gesundheit im Rhein-Neckar-Kreis. Die dem Kreis vom Land zur Verfügung gestellten restlichen 13.000 Schnelltests aus der Notreserve des Landes werden unter den kreisangehörigen Kommunen verteilt.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Landrat appelliert an Bevölkerung – „Bitte helfen Sie...“

Update vom 1. April, 7:32 Uhr: Landrat Stefan Dallinger (CDU) bittet die Bevölkerung im Rhein-Neckar-Kreis gerade im Hinblick auf die Osterfeiertage nicht leichtsinnig zu werden, und sich konsequent an die Regeln zu halten, um weitere Einschränkungen zu vermeiden. „Bitte helfen Sie mit, die Inzidenzkurve abzuflachen. Halten Sie sich an Hygienevorgaben und Maskenpflicht, vermeiden sie Gedränge und Warteschlangen, damit die Zahlen nicht durch die Decke gehen“, appelliert Dallinger und betont: „Schnelltests können diese Maßnahmen zwar ergänzen, ersetzen sie aber nicht. Wir müssen bedenken, dass Schnelltests lediglich eine Momentaufnahme darstellen“.

Die am 24. März gezogene „Notbremse“ besagt folgende Regeln für den Rhein-Neckar-Kreis:

Entsprechend des Beschlusses von Bund und Ländern wird für mögliche Lockerungen die regionale 7-Tage-Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen herangezogen. Die Öffnung des Einzelhandels wäre bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern möglich. Aktuell liegt dieser Wert im Landkreis bei über 145.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Chaos um AstraZeneca – was Du jetzt wissen musst

Update vom 31. März, 13:07 Uhr: Die Neubewertung des AstraZeneca-Impfstoffs durch die Ständige Impfkommission (STIKO) am gestrigen Dienstag (30. März) hat natürlich auch Auswirkungen auf die Abläufe in den drei Impfzentren, die der Rhein-Neckar-Kreis betreibt. Unter 60-Jährige, die mit einem AstraZeneca-Termin ins Zentrale Impfzentrum (ZIZ) Heidelberg bzw. ins Kreisimpfzentrum (KIZ) Weinheim oder Sinsheim kommen, werden auf die neue STIKO-Empfehlung hingewiesen. Wer sich nach sorgfältiger Aufklärung gemeinsam mit der aufklärenden Ärztin bzw. dem aufklärenden Arzt für eine Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin entscheidet und schriftlich seine Einwilligung erklärt, wird wie vorgesehen geimpft.

Grundsätzlich ist es so, dass auch weiterhin Personen, die unter 60 Jahre alt sind, mit AstraZeneca geimpft werden können. Wer das nicht möchte, muss seinen Termin absagen und sich über die Hotline 116 117 oder über www.impfterminservice.de einen neuen Impftermin buchen“, erklärt Doreen Kuss, Dezernentin für Ordnung und Gesundheit, im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Wer Impfung mit AstraZeneca will, kriegt sie auch

Bei einer Entscheidung gegen eine Impfung erhält die Person an Ort und Stelle einen Ersatztermin ausgehändigt. Eine Umbuchung auf eine Impfung am selben Tag auf einen anderen Impfstoff ist prozessbedingt nicht möglich. „Weil wir als Betreiber der drei Impfzentren die Ersatztermine selbst vergeben, finden diese zeitnah bereits ab der kommenden Woche statt“, so Dezernentin Kuss weiter. Generell gelte aber: Wenn man aus welchen Gründen auch immer weiß, dass man einen Impftermin nicht wahrnehmen kann, sollte man diesen nicht einfach verstreichen lassen, sondern selbstständig den Termin absagen. Anderenfalls werden so eigentlich freie Termine blockiert.

Für Personen unter 60 Jahren, die bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, bestehen momentan übrigens zwei Möglichkeiten: Sie können entweder unter den oben genannten Bedingungen (gemeinsame Entscheidung mit Ärztin/Arzt, sorgfältiger Aufklärung und ausdrücklicher Einwilligung) auch ihre Zweitimpfung mit AstraZeneca erhalten oder sie warten mit der Zweitimpfung, bis die STIKO zu dieser Frage Stellung genommen hat.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Neckargemünd, Bammental, Lobbach und Wiesenbach eröffnen neues Impfzentrum

Update vom 31. März, 12:43 Uhr: Die Gemeinden Neckargemünd, Bammental, Wiesenbach und Lobbach schließen sich zusammen, um ein lokales Impfzentrum in der Biddersbachhalle Wiesenbach aufzubauen und damit ihren Bürger*innen über 70 Jahre auf kurzen Wegen Impftermine anzubieten. Damit folgen die Gemeinden dem Angebot des Rhein-Neckar-Kreises, mit mobilen Impfzentren Corona-Impfungen „in die Fläche“ zu bringen. Termine für die Erstimpfungen: Mitte April. In entsprechenden Zeitabständen werden in Wiesenbach dann die Zweitimpfungen verabreicht. Jede Gemeinde erhält ein spezielles Kontingent.

Sämtliche Bürger*innen der entsprechenden Altersgruppen (ab 80 Jahren, sowie 70 - 80 Jahre) werden in den nächsten Tagen von den Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen per Post angeschrieben. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen bitten, von Telefonanrufen in den Verwaltungen abzusehen, da sich alle weiteren Informationen aus dem entsprechenden Anschreiben ergeben. Damit für alle Bürger*innen gleiche Chancen bestehen, werden die Impftermine ausschließlich über schriftliche Rückmeldungen vergeben. Das Impfangebot richtet sich an alle Bürger*innen, die noch nicht geimpft sind und noch keine anderweitigen Impftermine in den Kreisimpfzentren oder im Zentralen Impfzentrum Heidelberg haben.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Dieser Konzern hat eigenes Impfzentrum für seine Mitarbeiter

Update vom 31. März, 8:57 Uhr: Als eines der ersten Unternehmen überhaupt in Baden-Württemberg eröffnet die Heidelberger Druckmaschinen AG in Wiesloch ein eigenes Impfzentrum auf dem Werksgelände. Theoretisch könne man sofort loslegen, es fehlt jedoch noch am nötigen Impfstoff, der von der Landesregierung zugeteilt wird, sowie die behördliche Zulassung. Das Okay vom örtlichen Ordnungsamt liegt bereits vor.

Wenn wir die Erlaubnis bekommen, können wir einen Tag später starten“, so Heideldruck-Vorstandsvorsitzender Rainer Hundsdörfer gegenüber der Heilbronner Stimme. In einer Acht-Stunden-Schicht seien dann durch die beiden Betriebsärzte 160 bis 200 Impfungen dann pro Tag möglich. Rein rechnerisch wäre die komplette Belegschaft (5.000 Mitarbeiter) binnen eines Monats geimpft. Darum überlegt man im Konzern, das Impfzentrum nach zwei bis drei Wochen auch die Angehörigen der Mitarbeiter zu öffnen.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Einige Gemeinden mit mehr Neuinfektionen als Heidelberg

Update vom 30. März: Die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis steigt zwar weiter jedoch bei weitem nicht so rasant wie die letzten Tage. Aktuell liegt der Wert bei 135,5 – ein Plus von 0,7 gegenüber dem Vortag. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Beginn klettert um 45 Neuinfektionen auf 17.225. Erfreulicherweise kein weiterer Todesfall ist zu vermelden, womit die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen bei 369 verharrt.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Die Große Kreisstadt Sinsheim hat mit elf Neuinfektionen mehr als Heidelberg (7). Bei der Zahl der aktiven Fälle hat das von der Einwohnerzahl 4,5 mal kleinere Sinsheim mit 114 in Relation zu Heidelberg (179) die wesentlich schlechtere Quote. Während in Walldorf (8) sogar mehr Neuansteckungen aktenkundig sind, weist auch Hockenheim (7) ebenso viele Neuinfektionen wie Heidelberg auf – Eppelheim und Leimen (je 6) sowie Schwetzingen (5) nur unwesentlich weniger.

Hier tabellarisch die Zahl der Neuinfektionen sowie der aktiven Fälle aller 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis:

GemeindeNeuinfektionen (aktive Fälle)
Altlußheim1 (9)
Angelbachtal1 (4)
Bammental3 (12)
Brühl0 (22)
Dielheim0 (3)
Dossenheim3 (11)
Eberbach0 (5)
Edingen-Neckarhausen1 (44)
Epfenbach1 (10)
Eppelheim6 (19)
Eschelbronn0 (32)
Gaiberg0 (1)
Heddesbach0 (0)
Heddesheim0 (7)
Heiligkreuzsteinach0 (3)
Helmstadt-Bargen2 (14)
Hemsbach1 (8)
Hirschberg0 (16)
Hockenheim7 (36)
Ilvesheim2 (18)
Ketsch2 (21)
Ladenburg0 (10)
Laudenbach0 (3)
Leimen6 (39)
Lobbach0 (19)
Malsch0 (7)
Mauer1 (3)
Meckesheim2 (17)
Mühlhausen0 (14)
Neckarbischofsheim0 (11)
Neckargemünd0 (7)
Neidenstein3 (9)
Neulußheim0 (11)
Nußloch1 (31)
Oftersheim0 (7)
Plankstadt1 (14)
Rauenberg0 (15)
Reichartshausen1 (8)
Reilingen0 (9)
Sandhausen1 (10)
Schönau0 (10)
Schönbrunn0 (7)
Schriesheim1 (13)
Schwetzingen5 (59)
Sinsheim11 (114)
Spechbach0 (3)
St. Leon-Rot1 (31)
Waibstadt2 (14)
Walldorf8 (39)
Weinheim4 (60)
Wiesenbach0 (6)
Wiesloch2 (33)
Wilhelmsfeld0 (1)
Zuzenhausen1 (8)

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Ab sofort neue Regeln – „Luca“-App endlich im Einsatz

Update vom 29. März, 15:43 Uhr: Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für das Stadtgebiet Heidelberg zuständig ist, setzt künftig die App „Luca“ zur Kontaktnachverfolgung ein, um Infektionsketten zu unterbrechen. Nach einer zweiwöchigen Testphase mit mehreren regionalen Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises konnten die technischen und administrativen Voraussetzungen für den Einsatz des Systems geschaffen werden.

„Luca“ ist eine kostenlose App, die in Handel und Gastronomie, aber auch im Bereich von Pflegeheimen angewandt werden kann. Wer bestimmte Räumlichkeiten betritt, kann digital „einchecken“ und erhält einen QR-Code. Erkrankt nun eine Person, die vor Ort war, kann das Gesundheitsamt auf die von „Luca“ gesammelten Daten zugreifen und die Kontaktpersonen zeitnah informieren. Die App unterstützt damit Betreiber von Restaurants, Cafés und weiterer Einrichtungen sowie Verantwortliche von Veranstaltungen bei der Pflicht zur Kontaktdatenerfassung ihrer Gäste bzw. Besucher. Bislang mussten diese Kontakte mühsam manuell erfasst werden. 

Mehrere Bundesländer haben sich bereits für den Einsatz der Luca-App ausgesprochen. Am vergangenen Freitag (26. März) hat auch das Land Baden-Württemberg informiert, dass die erforderlichen Lizenzen für den Einsatz beschafft wurden. „Ich freue mich, dass damit nun der flächendeckende Einsatz der App in Baden-Württemberg auf den Weg gebracht wird“, so Landrat Stefan Dallinger (58, CDU), der unterstreicht, dass „digitale Anwendungen wie Luca wichtige Bausteine bei der Pandemiebekämpfung sind“. Dallinger bittet alle Bürger*innen, sich mit den Systemen rechtzeitig vertraut zu machen und diese zu nutzen, sobald sie verfügbar sind. Nur so könnten bei weiteren Öffnungsschritten Infektionsketten zuverlässig nachverfolgt und damit unterbrochen werden. 

Luca-App
Mit der App Luca können Nutzer per QR-Code ihre Kontaktdaten übermitteln und auf diese Weise eine Besuchs- und Kontakthistorie erstellen. © Axel Heimken

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Land erlaubt ab heute diese überraschende Lockerung

Update vom 29. März, 8:07 Uhr: Sinsheim ist die einzige der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis dieser Größenordnung, wo sich über fünf Prozent der rund 35.000 Einwohner seit Beginn der Pandemie mit Covid-19 infiziert haben. Stand 29. März sind dies 1.819 Gesamtfälle, wobei 118 als aktive Fälle gelten. Derart hohe Werte weist keine weitere der 54 Gemeinden dieser Größe im Rhein-Neckar-Kreis aus. Und HEIDELBERG24 hat nachgerechnet: Während die 7-Tage-Inzidenz für den gesamten Kreis am Montag 134,8 beträgt, liegt dieser Wert in Sinsheim bei satten 248,6!

Trauriges ‚Jubiläum‘ dagegen in Leimen mit seinen 27.044 Einwohnern: Aufgrund von aktuell sechs Neuinfektionen klettert die Zahl der Gesamtfälle seit Beginn der Pandemie auf exakt 1.000 – dies sind umgerechnet 3,7 Prozent der dortigen Einwohner.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Corona-Hotline und Impfungen auch an Ostern verfügbar

Wie das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises am Montag bekannt gibt, gelten auch über die Oster-Feiertage für die Corona-Hotline die für Wochenenden und Feiertage üblichen Erreichbarkeitszeiten – gleiches gilt für Heidelberg. Personen, die Fragen rund um das Coronavirus bzw. eine Testung auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 haben, erreichen die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes unter der Nummer 06221/522-1881 von Karfreitag, 2. April, bis Ostermontag, 5. April, jeweils von 10 bis 14 Uhr. Generell wird im Gesundheitsamt, insbesondere in der Hotline, der Kontaktpersonen-Nachverfolgung, der Ermittlung, sowie in den drei Impfzentren, die das Landratsamt betreibt, über Ostern durchgearbeitet.

Grundsätzlich besteht auch über Ostern die Möglichkeit sich mittels PCR-Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 testen zu lassen. Zutritt zu den Abstrichzentren des Kreises erhalten allerdings nur Personen, die nach vorheriger telefonischer Zuweisung des Gesundheitsamtes einen Code erhalten haben. Auch wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte umgehend die Hotline des Gesundheitsamts unter der Telefonnummer 06221/522-1881 kontaktieren.

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Überraschende Lockerung ab Montag

Update vom 28. März: Angesichts schnell steigender Corona-Zahlen hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann rasche Gespräche mit Bund und Ländern über einen harten Lockdown und andere Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt. Schon am Montag oder Dienstag sollen weitere Gespräche stattfinden, aber nicht unbedingt mit Bund und Ländern. „Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch“, sagt Kretschmann am Samstagabend in Stuttgart.

Trotzdem lockert Baden-Württemberg die Regeln für private Zusammenkünfte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen. Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen sind von diesem Montag an auch in Gegenden mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche erlaubt. Kinder zählen nicht mit. Alle neuen Regeln für Baden-Württemberg im Überblick.

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Nur eine Gemeinde „coronafrei“ – wird Ostern trotzdem gelockert?

Update vom 27. März: Genau 136 Neuinfizierte mit dem Coronavirus vermeldet der Rhein-Neckar-Kreis am heutigen Samstagmorgen. Die meisten Corona-Fälle werden in Schwetzingen (+15) und in Sinsheim (+18) verzeichnet. Während am Vortag noch Gaiberg und Heddesheim jeweils 0 aktive Fälle vorgewiesen haben, ist jetzt lediglich Heddesheim „coronafrei“. Angesichts der steigenden Fallzahlen kommt es überraschend, dass die Landesregierung am Freitag eine Lockerung der Kontaktbeschränkung über die Osterfeiertage angekündigt hat. Demnach ist es erlaubt auch bei Inzidenzen über 100 verhältnismäßig größere Treffen abzuhalten. Insgesamt bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten sollen sich treffen dürfen.

Bei der gezielten Lockerung über die Feiertage handelt es sich um ein Entgegenkommen gegenüber den Bürgern. Die entsprechende Anpassung der Coronaverordnung muss noch formal beschlossen und soll noch heute verkündet werden.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Mehr als 1.000 aktive Fälle – Britische Mutation greift um sich

Update vom 26. März, 14:41 Uhr: Alarmierende Zahlen vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises am Freitag: Hat vor den ersten Lockerungen Anfang März die niedrigste Zahl der Kontaktpersonen der Kategorie 1 bei 490 gelegen (am 22. Februar) so sind dies inzwischen wieder über 2.000 (2.169 am 26. März)! Auch die Zahl der aktiven Fälle, also positiv getestete Personen, die sich deshalb in Quarantäne befinden, liegt wieder über 1.000 (26. März: 1.046). Hier hat die niedrigste Zahl am 10. März exakt 534 Fälle betragen.

In 55 Prozent der Fälle - bei 474 der momentan 870 aktiven Fälle im Rhein-Neckar-Kreis - sind Virus-Varianten detektiert worden. Rund 400 davon sind der Variante B.1.1.7 (britische Variante) zuzuordnen. Andere Varianten haben bei den Neuinfektionen nur einen geringen Anteil. In Heidelberg gehen ebenfalls mehr als die Hälfte, nämlich 100 der 176 aktiven Fälle, auf eine Infektion mit einer Virusvariante zurück. Hier macht die Variante B.1.1.7 sogar etwa 90 Prozent aller Neuinfektionen aus (Stand jeweils Freitag, 26. März). 

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Dagegen erfreulich: Die regional Impfkampagne, an der der Rhein-Neckar-Kreis als Betreiber von drei Impfzentren entscheidend beteiligt ist, nimmt weiter Fahrt auf. Im Zentralen Impfzentrum (ZIZ) in Heidelberg (61.795 Impfungen), in den beiden Kreisimpfzentren (KIZ) in Weinheim (19.283) und Sinsheim (11.228) sowie über die Mobilen Impfteams (MIT) mit 22.556 Terminen haben mittlerweile 114.862 Impfungen stattgefunden (Stand: Donnerstagabend, 25. März). Von den knapp 115.000 geimpften Personen haben rund 76.100 ihre Erstimpfung erhalten und etwa 38.800 Personen ihre Zweitimpfung.

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Neuer Negativ-Rekord bei Neuinfektionen – Das sind die Sorgenkinder

Update vom 25. März, 6:53 Uhr: Folgt jetzt ein Negativrekord auf den anderen? Nachdem der Rhein-Neckar-Kreis am Vortag mit 101 die meisten Neuinfektionen an einem Tag zu verzeichnen hatte, sind dies am Donnerstag sogar nochmal 18 Fälle mehr! Somit haben sich seit Beginn der Pandemie 16.693 Menschen mit Covid-19 angesteckt. Im gleichen Zeitraum - seit etwa einem Jahr - sind 369 Patienten an oder mit Corona verstorben. Dies sind erfreulicherweise keine Todesfälle mehr als tags zuvor. Die 7-Tage-Inzidenz steigt erneut deutlich um 5,4 auf jetzt 111,4.

Während 17 der 54 Gemeinden frei von Neuinfektionen geblieben sind, machen Edingen-Neckarhausen (12), Schwetzingen (11), Sinsheim (9), Weinheim (7), Brühl (6), Hockenheim und Leimen (je 5) große Sorgen. Zum Vergleich: In Heidelberg, wo in etwa so viele Menschen leben, wie in den erwähnten sieben Gemeinden zusammen, sind am Donnerstag 16 Neuinfektionen aktenkundig geworden.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona Rhein-Neckar-Kreis: Sorge über viele Neuinfektionen, Freude über Aus für „Oster-Ruhe“

Update vom 24. März, 11:15 Uhr: Nach Informationen des „Spiegel“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) in der kurzfristig angesetzten Schalte mit den 16 Ministerpräsidenten die erst am Montag (22. März) im Corona-Gipfel beschlossene „Oster-Ruhe“ als Fehler eingeräumt – und die Maßnahme umgehend rückgängig gemacht! Somit sind Gründonnerstag und Karsamstag doch keine Ruhetage.

Update vom 24. März, 10:20 Uhr: Nach heftiger Kritik an den Oster-Beschlüssen im Bund-Länder-Gipfel am Montag will Bundeskanzlerin Angela Merkel nun erneut mit den Länderchefs beraten. Ab 11 Uhr werde es eine weitere Schalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch. Dabei soll es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen, die vor allem daran geübt wurde, dass nach dem stundenlangen Corona-Gipfel am Montag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen ist.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Alarmierende Zahlen – So viele Neuinfektionen wie noch nie

Update vom 24. März, 7:17 Uhr: Aufgrund des vermutlich stärksten Anstieg an Neuinfektionen an einem Tag klettert die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Beginn um 101 auf insgesamt 16.574. Im gleichen Zeitraum sind 369 Menschen an oder mit Covid-19 verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz verharrt weiterhin mit 106,0 deutlich über der wichtigen 100er Marke – ein Plus von 3,5. Nur 18 der 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sind am Mittwoch komplett von Neuinfektionen verschont geblieben. Dagegen weisen Sinsheim (11), Eschelbronn (9), Edingen-Neckarhausen, Weinheim (je 7), Helmstadt-Bargen und Hockenheim (je 5) die meisten Neuinfektionen auf.

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Strenge Regeln an Ostern – kommt die Ausgangssperre?

Update vom 23. März: Bund und Länder einigen sich nach einer elfstündigen Konferenz auf zahlreiche Maßnahmen. Der Lockdown wird bis zum 18. April verlängert, erst am 12. April findet der nächste Corona-Gipfel statt, bei dem über neue Beschlüsse gesprochen wird. Bis dahin gelten diese Regeln:

Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle.
Die Grafik zeigt die Neuinfektionen in den 54 Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis sowie die Zahl der aktiven Fälle. © HEIDELBERG24/Thomas Horst

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Zu hohe Inzidenz – neue Beschränkungen gelten ab Mittwoch

Erstmeldung vom 22. März: Laut Landesgesundheitsamt (LGA) hat der Rhein-Neckar-Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Inzidenz-Wert von 100 überschritten. (20. März: 100,7; 21. März: 106,7; 22. März: 104,1). Das Überschreiten der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen hat zur Folge, dass einige Lockerungsschritte wieder zurückgenommen werden müssen. Die neuen Corona-Regeln für den Rhein-Neckar-Kreis gelten ab Mittwoch, 24. März um 0 Uhr. Ab diesem Zeitpunkten gelten im Rhein-Neckar-Kreis wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen. Private Treffen sind einem Haushalt nur noch mit einer weiteren Person, die nicht zum Haushalt gehört, erlaubt. Kinder beider Haushalte unter 14 Jahren zählen nicht mit.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Regeln werden erneut verschärft, Dienstleistungsbetriebe geschlossen

Neue Regeln gibt es auch für den Einzelhandel, er darf kein „Click&Meet“ (Termine mit vorheriger Buchung) mehr anbieten.  „Click&Collect“ (Abholangebote mit vorheriger Buchung) ist möglich. Der Betrieb von Sonnenstudios wird untersagt. Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen müssen schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben erlaubt. Friseure dürfen ebenfalls geöffnet bleiben. 

Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten werden wieder geschlossen. Auch im Amateur- und Freizeitsport müssen die Außen- und Innensportanlagen geschlossen bleiben. Individualsport auf weitläufigen Anlagen wie etwa Golf ist weiterhin möglich. Gruppensport im Freien ist nicht mehr erlaubt, es gelten die verschärften Kontaktbeschränkungen. Diese aus der öffentlichen Bekanntmachung entstehenden Rechtsfolgen ergeben sich aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und gelten ab Mittwoch, 24. März.

Corona im Rhein-Neckar-Kreis: Kommt die nächtliche Ausgangssperre wieder?

„Erst am letzten Montag haben wir die ersten Lockerungsschritte zurücknehmen müssen, weil im Landkreis der 50er-Inzidenzwert überschritten worden war. Nur eine Woche später liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 – mit steigender Tendenz. Das zeigt leider, wie rasant das Infektionsgeschehen wieder an Fahrt aufgenommen hat. Die von Bund und Ländern für solche Fälle vorgesehen Notbremse war daher unvermeidlich“, sagt Landrat Stefan Dallinger.

Die Polizei kontrolliert die nächtliche Ausgangssperre. (Symbolfoto)
Die Polizei kontrolliert die nächtliche Ausgangssperre. (Symbolfoto) © Robert Michael/dpa

Ob im Rhein-Neckar-Kreis auch wieder eine nächtliche Ausgangssperre erlassen werden muss, werde die weitere Entwicklung im Landkreis sowie die heutigen Beratungen zwischen Bund und Ländern zeigen.

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