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Corona-Kontrollen: Ausgangssperre, Maskenpflicht, Sport – Akzeptanz der Regeln bröckelt

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Von: Eliran Kendi

Trotz Verbot und Bußgeldandrohung wird auf den öffentlichen Sportplätzen in Mannheim Kontaktsport betrieben.
Neckarpromenade Mannheim: Trotz Verbot und Bußgeldandrohung wird auf öffentlichen Sportplätzen Kontaktsport betrieben. © MANNHEIM24/Eliran Kendi

Mannheim/Heidelberg - Damit die Inzidenz wieder sinkt, müssen die Corona-Regeln auch beachtet werden. Trotz steigender Infektionszahlen zeigen sich einige Menschen uneinsichtig.

Infolge der bundesweiten „Notbremse“ und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkung, passt das Polizeipräsidium Mannheim seine Kontrollmaßnahmen in Mannheim, Heidelberg und den Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises an und überprüft mit rund 70 Beamtinnen und Beamten zusätzlich pro Tag die Einhaltung der Corona-Regeln. Hinsichtlich der Ausgangsbeschränkung kontrolliert die Polizei in der Region zwischen Freitag- und Sonntagabend rund 1.200 Fahrzeuge. Wie das Polizei mitteilt, werden dabei knapp 150 Verstöße festgestellt.

Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar-Region: Akzeptanz der Maskenpflicht bröckelt

Eine Tatsache scheint den Polizisten bei den Kontrollen am Wochenende besonders aufgefallen zu sein: Offenbar wird die Maskenpflicht von vielen nicht mehr ernst genommen: „Gerade am Samstag, an dem bei herrlichem Wetter viele Menschen die Innenstädte säumten und teilweise die Mindestabstände nicht eingehalten werden konnten, wurde der Mund- und Nasenschutz vielerseits nicht getragen“, heißt es im Polizeibericht.

Von Freitag bis Sonntag sollen insgesamt rund 4.000 Personen aus unterschiedlichen Gründen im Zusammenhang mit der Corona-Verordnung kontrolliert worden sein. Davon haben 420 gegen die Maskenpflicht verstoßen. „Die mit Augenmaß vorgenommenen Kontrollen fruchteten bei rund 60 Personen nicht, sodass gegen sie Bußgeldverfahren eingeleitet wurden“, zieht die Polizei Bilanz.

Vor Wochen soll die Tragequote nach Angaben der Polizei bei weit über 90 Prozent gelegen haben. Ob dies nur eine Momentaufnahme darstellt oder einem Trend folgt, werden die Behörden beobachten.

Mannheim: Sportanlagen werden trotz Verbot von vielen genutzt

Abschließend kündigt die Polizei an, die Kontrollen, insbesondere im Hinblick auf die Ausgangsbeschränkung; die Ansammlung von Personen und das Tragen des Mund- und Nasenschutzes, weiter intensiv durchzuführen.

Offenbar reichen diese Maßnahmen jedoch nicht aus, um die Corona-Regeln allerorts durchzusetzen. Obwohl Kontakt-, Mannschaftssportarten und dichtes Gedränge bei der Ausübung sportlicher Betätigung gegenwärtig tabu sind, halten sich einige nicht an die Regeln.

Während noch im Frühjahrslockdown 2020 Sportanlagen wie der Kraftsport-Parkour am Unteren Luisenpark oder die Basketballplätze an der Neckarpromenade mit Absperrband eingezäunt worden sind, ist das derzeit nicht mehr der Fall. Am vergangen Sonntag (25. April) tummeln sich zahlreiche Sportler auf den Plätzen – Abstand oder Maske tragen? Fehlanzeige!

Eine MANNHEIM24-Anfrage an die Stadtverwaltung bezüglich der Durchsetzung der Corona-Regeln auf den Sportplätzen ist bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben. (esk/pol)

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