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Corona-Konferenz heute: An diesem Tag soll der Lockdown enden

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Von: Daniel Hagen

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Berlin - Wird der Lockdown in Deutschland beim Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin Angela Merkel verlängert? Das wollen die Länderchefs:

Update vom 4. Januar: Laut Medienberichten sind sich Bund und Länder einig, dass der Lockdown in Deutschland bis zum 31. Januar verlängert werden soll. Endgültig entschieden wird darüber beim morgigen Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs. Ein Streit-Thema der bevorstehenden Corona-Konferenz bleibt die Öffnung der Schulen und Kitas. Der Schul-Lockdown war von Bund und Ländern Mitte Dezember als Teil des Herunterfahrens des gesamten öffentlichen Lebens bis Ende dieser Woche vereinbart worden. Nun haben die Bildungsministerinnen und -minister einen möglichen Stufenplan diskutiert, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr. Spekuliert wurde über eine mögliche Verlängerung des Schul-Lockdowns mit Ausnahme von Abschlussklassen und Grundschulen.

Corona-Lockdown: Vor Gipfel mit Angela Merkel – Länder einigen sich auf Verlängerung

Update vom 3. Januar: Vor dem Lockdown-Gipfel zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am 5. Januar, sollen sich die Länderchefs am Samstag (2. Januar) auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 10. Januar hinaus geeinigt haben. Uneinigkeit herrschte darüber, ob der Lockdown bis zum 24. oder bis zum 31. Januar verlängert wird. Bundesländer mit hohen Corona-Infektionszahlen wie Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen sollen sich für eine Lockdown-Verlängerung bis Ende des Monats ausgesprochen haben. Hamburg, Bremen und Hessen wollen früher neu entscheiden. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unterstützt der Bund die Lockdown-Verlängerung bis zum 31. Januar.

Ähnlich sieht es bei den Schul-Öffnungen aus. Die stark betroffenen Länder wollen die Einrichtungen weiter geschlossen halten, die weniger stark betroffenen überlegen, Kindergärten und Schulen bis zur siebten Klasse schon am 11. Januar wieder zu öffnen.

Corona-Lockdown bis Ende Januar? Konferenz mit Angela Merkel am Dienstag

Update vom 31. Dezember: Wie die Bild-Zeitung berichtet, wollen die Bundesländer und Kanzlerin Angela Merkel den Lockdown bei ihrem Treffen am Dienstag (5. Januar) verlängern. Das hat die Zeitung aus einer Videoschaltkonferenz zwischen Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzlei-Chefs der Länder erfahren. Die Laufzeit des Lockdown soll zwei bis drei Wochen über den bisher geplanten Öffnungstermin am 10. Januar hinausgehen. Das bedeutet, dass in Deutschland bis zum 24. oder sogar bis zum 31. Januar Geschäfte, Friseure und Fitnessstudios geschlossen bleiben müssen. Auch die Schulen sollen auch nach dem 10. Januar definitiv noch geschlossen bleiben. Über die Verlängerung des Corona-Lockdowns berichtet auch echo24.*

Schon jetzt ist klar, dass am 5. Januar eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen beschlossen wird.
Schon jetzt ist klar, dass am 5. Januar eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen beschlossen wird. © Moritz Frankenberg/dpa

Das Kanzleramt plant zudem die Ministerpräsidenten am Vorabend des Corona-Gipfels zu einem Experten-Gespräch mit RKI-Chef Lothar Wieler, Charité-Chefvirologe Christian Drosten und dem Immunologen Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Institut einzuladen.

Corona-Lockdown länger als erwartet? Jens Spahn ist skeptisch

Erstmeldung vom 30. Dezember: Über 1,6 Millionen Menschen haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland an mit dem Coronavirus infiziert – über 230.000 allein in Baden-Württemberg. Aufgrund der täglich steigenden Fallzahlen hat die Bundesregierung einen erneuten harten Lockdown bis zum 10. Januar 2021 beschlossen. Doch ob die Maßnahme an diesem Tag auch wirklich endet, ist aktuell sehr ungewiss.

Jens Spahn
Jens Spahn hält ein schnelles Ende des Lockdowns für unrealistisch. © Michele Tantussi/dpa

So hält zum Beispiel Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Aufhebung des Lockdowns zu diesem Zeitpunkt für unrealistisch. Auch die baden-württembergische Landesregierung äußert Bedenken. Auf einer Pressekonferenz geht Jens Spahn noch einmal auf die aktuelle Lage ein.

NameJens Spahn
Geboren16. Mai 1980, Ahaus
ParteiCDU
AmtBundesminister für Gesundheit
AusbildungFernuniversität in Hagen, Regionalzentrum Hagen

Wird der Corona-Lockdown verlängert?

Wir sind mit den Zahlen bei weitem noch nicht da, wo wir hin müssen“, sagt Jens Spahn am Dienstag (29. Dezember). Er gehe zudem davon aus, dass die Zahlen bis zum 10. Januar nicht so stark sinken würden, dass man in den „Vorlockdown-Modus“ zurückkehren könne. Man sei aktuell von der erhofften Normalität weit entfernt, wie der Gesundheitsminister bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (30. Dezember) mitteilt.

Wichtig dabei sei nun auch die kommende Silvesternacht, die einen wichtigen Faktor für die Entwicklung der Corona-Zahlen darstelle. Nur wenn sich alle solidarisch verhalten und ihre privaten Kontakte reduzieren, sinken die Fallzahlen. „Das wird wahrscheinlich das ruhigste Silvester, an das sich Deutschland erinnern kann“, sagt Jens Spahn dazu. Gleichzeitig weist er auf den Beginn der Impfmaßnahmen in ganz Deutschland hin. Durch den „nationalen Kraftakt“ seien seit dem 27. Dezember bereits 60.000 Menschen im Land mit dem Impfstoff von BioNTech behandelt worden.

Corona-Lockdown: Landesregierung sieht schnelles Ende skeptisch

Neben dem Gesundheitsminister äußert sich auch baden-württembergische Landesregierung skeptisch über das baldige Ende des Lockdowns. „Wenn die Zahlen nicht deutlich runtergehen und keine substanzielle Besserung erkennbar wird, wird es auch nach dem 10. Januar weiter umfassende Beschränkungen geben müssen“, heißt es aus dem Staatsministerium. Im ganzen Land kommen unterdessen immer mehr Stimmen auf, die eine Verlängerung des Lockdowns fordern. Damit würden wohl auch diese Regeln für Baden-Württemberg weiter gelten.

Die Entscheidung darüber fällt am 5. Januar, wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über die aktuelle Corona-Situation beraten. Dabei werden die Zahlen der Neuinfektionen und Sterbefälle sowie die Belegung von Intensivbetten in den Krankenhäusern wesentliche Entscheidungskriterien sein.

Corona-Lockdown in Deutschland: Jens Spahn gegen zu frühen Präsenzunterricht

Unterdessen hat sich die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann mit einem Vorschlag zu Wort gemeldet. Die 56-Jährige möchte am 11. Januar den Präsenzunterricht an Schulen wieder starten – auch, falls der Lockdown verlängert wird. Darauf angesprochen erklärt Jens Spahn, dass er die Motivation dahinter verstehe. Auch weil Millionen Eltern in Deutschland darauf warten, dass ihre Kinder wieder in die Schule können. „Lieber jetzt am Stück eine Woche zu lang als eine Woche zu wenig schließen“, meint der Minister dazu. *echo24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks. (dpa/dh)

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