Teil-Lockdown bis Ende des Monats

Corona-Verordnung von Hessen: Diese Regeln gelten im Lockdown-November – eine Übersicht

Ein Einsatzfahrzeug der Stadtpolizei steht auf der Zeil in Frankfurt hinter einem Hinweis-Schild auf die Maskenpflicht.
+
Maskenpflicht in Frankfurt (Symbolfoto)

Corona-Verordnung von Hessen: Welche Regeln und Maßnahmen gelten aktuell im Kampf gegen die Pandemie? Eine Übersicht über den Lockdown-November:

  • Coronavirus in Hessen: Die aktuelle Corona-Verordnung zur Bekämpfung der Pandemie gilt seit dem 2. November 2020
  • Der Teil-Lockdown gilt in Hessen noch bis zum 30. November.
  • Alle Regeln und Maßnahmen von Hessen im Überblick:

Mit härteren Corona-Regeln hofft Hessen, den rasanten Anstieg der Infektionen einzudämmen. Die aktuelle Corona-Verordnung von Hessen gilt ab dem 2. November 2020. Bis zum 30. November bleiben im Rahmen des Teil-Lockdowns zahlreiche Einrichtungen geschlossen und der Alltag wird stark eingeschränkt. So sehen die Regeln im Monat November in Hessen aus:

Corona-Verordnung von Hessen: Die Regeln zur Maskenpflicht

In folgenden Bereichen in Hessen gilt laut der aktuellen Corona-Verordnung die Maskenpflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Im Zuge der neuen November-Verordnung wurde die Maskenpflicht noch einmal auf weitere Bereiche ausgeweitet. Hier muss in Hessen eine Maske getragen werden:

  • in Verkaufsstätten des Groß- und Einzelhandels (zum Beispiel Supermärkte, Drogerien und Tankstellen)
  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (Bus, Bahn, Straßenbahn), in Taxen, im Schülerverkehr und in Bürgerbussen, in Flugzeugen und auf Passagierschiffen- und fähren.
  • In Bahnhofs- und Flughafengebäuden sowie in anderen Einrichtungen, die passiert werden müssen, um das Transportmittel besteigen zu können (z.B. Bushaltestellen, U-Bahn-Stationen, Bahnsteigen und Schiffsterminals)
  • Erweiterte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit: Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.
  • Erweiterte Maskenpflicht im Auto: Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist eine Alltagsmaske zu tragen.
  • Erweiterte Maskenpflicht in Schulen: Bisher bestand in hessischen Schulen eine Maskenpflicht ausschließlich außerhalb des Klassenraums, also auf dem Schulhof und in den Gängen. Jetzt gilt: Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Es soll aber währenddessen Gelegenheit für „Maskenpausen“ geben, zum Beispiel wenn gerade gelüftet wird.

Als geeignete Mund-Nasen-Bedeckungen gelten selbstgeschneiderte Masken aus Baumwolle („Community-Maske“), Schals, Loops und Tücher. Auch Gesichtsvisiere dürfen in Hessen verwendet werden – wenn sie das gesamte Gesicht vollständig abschirmen. Halbvisiere (sogenannte Kinnvisiere) sind nicht mehr zulässig.

Corona-Verordnung von Hessen: Kontaktbestimmungen – wie viele Personen dürfen sich treffen?

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist laut der aktuellen Corona-Verordnung von Hessen nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, höchstens allerdings mit zehn Personen. Die Bürger sollen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren.

Corona-Regeln in Hessen: Private Feiern und Veranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen finden nur noch bei einem besonderen öffentlichen Interesse statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt. Zusammenkünfte und Feiern innerhalb der eigenen Wohnung sind nur einem engen privaten Kreis gestattet. Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23 bis 6 Uhr verboten.

Corona-Lockdown: Diese Läden und Dienstleister müssen geschlossen bleiben

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen wie etwa die Physiotherapie bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhält.

Corona-Verordnung von Hessen: Restaurants, Bars und Kneipen (Gastronomie)

Restaurants, Gaststätten sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen sind Kantinen und Mensen und die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Corona-Regeln in Hessen: Freizeit, Kultur und Sport

 Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören:

  • Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen
  • Schwimm- und Spaßbäder, Saunen
  • Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
  • Museen, Schlösser, Tierparks und Zoos

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts zulässig. Gedenkstätten bleiben geöffnet.

Corona-Regeln in Hessen: Weitere Regeln in der November-Verordnung

  • Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen: Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen.
  • Bildungsangebote: Volkshochschulen bleiben geöffnet.
  • Quarantäneanordnung: Es wird klargestellt, dass sich Personen bei einem positiven Corona-Tests unmittelbar in Quarantäne begeben müssen. Dies gilt ab dem Vorliegen des Testergebnisses, auch wenn die förmliche Anordnung des Gesundheitsamtes noch nicht erfolgt ist. Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen wie etwa den Einkauf von Lebensmitteln gibt es Ausnahmen. Bei Verstößen gegen die Quarantäneanordnung droht ein Bußgeld von 500 Euro.
  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit: Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23 bis 6 Uhr verboten.
  • Reisen: Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.

Corona in Hessen: So funktioniert das Ampel-System mit strengeren Maßnahmen (im November ausgesetzt)

Das hessische Eskalationskonzept im Ampelsystem richtet sich nach dem Wert der Neufinektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Wenn die 7-Tage-Inzidenz einen bestimmten Wert überschreitet, müssen die Landkreise und Städte in Hessen weitere Corona-Maßnahmen zur Kontaktreduzierung einführen. So funktioniert die Corona-Ampel:

  • Grün (Inzidenz unter 20): Keine Änderungen
  • Warnstufe Gelb (Inzidenz über 20): Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen können widerrufen werden; Ordnungsämter müssen die Einhaltung der Maßnahmen verstärkt kontrollieren; Gesundheitsämter müssen einen Personalbestand von fünf Mitarbeitern pro 20.000 Einwohner zur Kontaktnachverfolgung sicherstellen.
  • Warnstufe Orange (Inzidenz über 35): Nicht mehr als 150 Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen; Maskenpflicht wird ausgeweitet; Private Feiern mit höchstens 25 Personen oder zwei Hausständen in angemieteten oder öffentlichen Räumen und Empfehlung von höchstens 15 Personen oder zwei Hausständen in privaten Räumen; Sperrstunde für Gastronomie von 23 bis 6 Uhr
  • Warnstufe Rot (Inzidenz über 50): Maskenpflicht wird auch auf öffentliche, belebte Bereiche und weitere Einrichtungen ausgeweit; Nicht mehr als 100 Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen; Private Veranstaltungen auf 10 Personen oder zwei Haushalte begrenzt; Empfehlung, Feiern in privaten Räumen auf 10 Personen zu begrenzen; Sperrstunde und Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zwischen 23 und 6 Uhr.
  • Warnstufe Dunkelrot (Inzidenz über 75 oder kontinuierlich 10 Tage über 50): Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen im öffentlichen Raum; Genehmigungen für bereits erlaubte öffentliche Veranstaltungen können widerrufen werden.

Sobald eine bestimmte Warnstufe erreicht ist, erlassen die Städte und Kommunen üblicherweise sogenannte Allgemeinverfügung, die die aktuelle Corona-Verordnung von Hessen ergänzen sollen. Hinweis: Das Ampelsystem ist während der „Lockdown-Phase“ im November ausgesetzt. (kab)

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare