Alle News zur Corona-Krise

Corona in Hessen: Mehrheit der Tourismus-Betriebe melden Verluste – bis zu 100 Prozent

Hessen - Die neusten Entwicklungen und aktuellen Fallzahlen zur Corona-Pandemie gibt es in unserem News-Ticker: 

  • In Hessen haben sich 10.047 (+14 zum Vortag) mit dem Coronavirus infiziert, 480 Menschen (+3 zum Vortag) sind daran gestorben. (Stand: 1. Juni) 
  • Die Bundesregierung will ab dem 6. Juni weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschließen – das geht aus einer Beschlussvorlage hervor.  
  • Kitas in Hessen öffnen am 2. Juni – mit „eingeschränkter Regelbetreuung“
  • Ministerpräsident Bouffier macht Hoffnung, dass Freibäder in Hessen im Sommer öffnen können.
  • Hessen lehnt Reihentest in Altenheimen erneut ab. 
  • Nach einem Gottesdienst wird Frankfurt zu einem Corona-Hotspot. 
  • So sehen die weiteren Schritte in den Bereichen Schule, Kita, Gastro und Sport in Hessen aus:

+++ NEWS-TICKER AKTUALISIEREN +++

Update vom 1. Juni: Normalerweise sind am Pfingstwochenende tausende Menschen auf Reisen – sei es mit dem Auto oder dem Flugzeug. Doch in Zeiten der Corona-Krise ist alles anders. Am Frankfurter Flughafen sind für Sonntag 255 Starts und Landungen mit insgesamt rund 14 600 Passagieren geplant, wie eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Fraport erklärt. An einem durchschnittlichen Tag des Vorjahres gab es noch rund 1400 Flugbewegungen! Wegen Covid-19 hat der größte Flughafen Deutschlands aber nur eines der beiden Terminals geöffnet. Auch auf den Straßen ist es verhältnismäßig ruhig. 

Die Tourismusbranche in Hessen läuft ebenfalls wieder an – wenn auch nur langsam. Zwei Drittel der befragten Betriebe meldeten bei einer fortlaufenden Online-Umfrage wieder Buchungen und weniger Stornierungen, wie die Hessen Agentur in Wiesbaden mitteilt. Die Umsatzeinbußen für das zweite Quartal seien jedoch weiter beträchtlich und lägen bei der Mehrheit der Betriebe zwischen fünfzig bis hundert Prozent im Vergleich zu den ursprünglich angestrebten Geschäftszielen!

Coronavirus in Hessen: Die aktuellen Zahlen im Überblick

Kreis/Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

LK Bergstraße

353

3

LK Darmstadt-Dieburg

419

19

LK Fulda

330

12

LK Gießen

246

4

Lk Groß-Gerau

524

12

LK Hersfeld-Rotenburg

222

22

LK Hochtaunuskreis

281

5

LK Kassel

382

28

LK Lahn-Dill-Kreis

343

18

LK Limburg-Weilburg

289

6

LK Main-Kinzig-Kreis

757

44

LK Main-Taunus-Kreis

332

13

LK Marburg-Biedenkopf

195

3

LK Odenwaldkreis

406

61

LK Offenbach

628

40

LK Rheingau-Taunus-Kreis

243

5

LK Schwalm-Eder-Kreis

520

35

LK Vogelsbergkreis

121

5

LK Waldeck-Frankenberg

169

5

LK Werra-Meißner-Kreis

212

16

LK Wetteraukreis

320

12

SK Darmstadt

222

18

SK Frankfurt am Main

1.612

61

SK Kassel

319

9

SK Offenbach

160

9

SK Wiesbaden

442

15

Gesamtergebnis

10.047

480

(Stand vom 1. Juni. Quelle: Sozialministerium Hessen) 

Corona in Hessen: Mehr als 100.000 Fälle seit Beginn der Pandemie

Update vom 30. Mai, 16 Uhr: Wie das hessische Ministerium für Soziales und Integration mitteilt, gibt im Vergleich zum Vortag 41 neue Covid-19-Fälle. Damit überschreitet das Bundesland die Grenze von 10.000 Infizierten. Damit hat Hessen nach Bayern (47.754), Nordrhein-Westfalen (37.977), Baden-Württemberg (35.625) und Niedersachsen (12.138) die fünfmeisten Fälle der Republik. Glücklicherweise ist im selben Zeitraum keine Person mit dem Coronavirus verstorben. 

Coronavirus in Hessen: Brand in Quarantäne-Gemeinschaftsunterkunft 

Update vom 30. Mai: Am Freitagabend (29. Mai) bricht in Lampertheim ein Feuer in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Chemiestraße aus. Die Feuerwehren aus Lampertheim, Hofheim, Bürstadt und Kräfte der Betriebsfeuerwehr der BASF bekämpfen den Brand, der nach derzeitigem Stand der Ermittlungen im Treppenhaus des zweigeschossigen Gebäudes ausgebrochen ist. 

Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro und die Räume sind nicht mehr bewohnbar. Das ist allerdings noch auf eine andere Art schlecht. Denn die 37 Bewohner, von denen einer eine Rauchgasvergiftung erleidet, stehen eigentlich unter Corona-Quarantäne! Bis vor kurzem habe es dort mehrere Fälle von Covid-19 gegeben. Die Bewohner müssen nun an einer anderen Stelle untergebracht werden. Während der Löscharbeiten dürfen sie sich nur innerhalb eines markierten Bereiches aufhalten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. 

Die Bewohner der Unterkunft sitzen während der Löscharbeiten in einem markierten Bereich.

Coronavirus in Hessen: Zahlreiche Menschen stecken sich bei Kirchenbesuch an

Update vom 29. Mai, 14:30 Uhr: Bei einem Gottesdienst in einer Baptisten-Kirche in Frankfurt am Main am 10. Mai haben sich zahlreiche Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nachdem es am 25. Mai noch 100 Infizierte waren, hat sich diese Zahl mittlerweile auf 200 verdoppelt. 57 der Infizierten wohnten in Frankfurt, die übrigen in sieben umliegenden Landkreisen, so eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezerenats. Neun von ihnen würden stationär in einem Krankenhaus behandelt werden, einer sogar intensivmedizinisch. Die Gemeinde erklärt sich die vielen Neuinfizierten dadurch, dass viele Gemeindemitglieder große Familien mit mehr als fünf Kindern hätten. 

Coronavirus - Baptisten-Gemeinde Frankfurt am Main

Nachdem ein Sprecher der Gemeinde erst behauptet hat, dass eine Corona-Regeln eingehalten wurden, folgt kurze Zeit päter eine Stellungnahme: „Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten“, hieß es in der Stellungnahme der „Evangeliums Christen Baptisten“.

Corona in Hessen: Land lehnt Reihentest in Altenheimen erneut ab

Update vom 29. Mai: Hessen lehnt Corona-Reihentests ohne konkreten Anlass in Altenheimen nach wie vor ab. „Wir werden mehr testen, aber mit Sinn und Verstand", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Ein solcher Reihentest liefere nur eine Momentaufnahme - bereits wenige Tage später könnte ein negativ getesteter Mensch schon positiv sein. Mit Ausnahme des Saarlandes mache kein Bundesland solche Untersuchungen. 

Die SPD-Fraktion forderte dagegen Corona-Reihentests in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Es stünden ausreichend Test-Sets dafür zur Verfügung, so die gesundheitspolitische Sprecherin Daniela Sommer. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hätten bereits angekündigt, Bewohner von Pflegeheimen verstärkt zu begutachten. „An dem Vorgehen könnte sich Hessen ein Beispiel nehmen", sagte Sommer. Die Pflege fühle sich vom Land allein gelassen. Reihentests in den Einrichtungen ermöglichten es auch, Infektionen bei Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen zu treffen, um die anderen Teammitglieder und vor allem die Patienten zu schützen. 

Corona in Hessen: Hast die Hälfte der aller Covid-19-Toten lebte im Altenheim 

Wie hr-Recherchen ergeben haben, lebte fast jeder zweite Corona-Toter in Hessen in einem Altenheim (43 Prozent). Wie die Hessenschau weiter berichtet, ist das Verhältnis von Corona-Toten in Altenheimen zur gesamten Todesfallzahl im Land in manchen Landkreisen besonders hoch: So liegt der Anteil im Schwalm-Eder-Kreis und im Kreis Hersfeld-Rotenburg demnach sogar zwischen 70 und 80 Prozent

Corona in Hessen: Reihentests in Altenheim – nur trügerische Sicherheit? 

„Derartige Reihentests spiegeln eine trügerische Sicherheit vor", entgegnet Grünen-Gesundheitsexperte Marcus Bocklet. Dies könne dazu führen, dass Hygieneregeln vernachlässigt werden. „Anlasslose Tests ohne Konzept sind eine Verschwendung von Ressourcen und bringen uns im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter.“

Corona in Hessen: Diese neuen Lockerungen gelten ab Donnerstag, 28. Mai 

Update vom 28. Mai: Weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise verschaffen den hessischen Wirten vom heutigen Donnerstag an mehr Platz für Gäste. In Restaurants, Cafés und Kneipen gilt nun nicht mehr die umstrittene Fünf-Quadratmeter-Regel. Die Landesregierung hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Vorgabe wegfällt. Nach ihr war nur ein Gast pro fünf Quadratmeter Fläche erlaubt. 

Gaststätten müssen aber weiterhin für einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sorgen. So könnten nach wie vor nicht alle Sitzplätze belegt werden. Bei Menschen aus nur zwei verschiedenen Hausständen gilt der Abstand als verzichtbar. Gastro-Gäste müssen auch keine Mund-Nase-Bedeckungen mehr tragen. Service-Personal müssen sie hingegen auf haben.

Zudem können nun auch Hotels ihre Saunen und Schwimmbäder für Übernachtungsgäste öffnen. Auch Fitnessräume sind bereits wieder offen. Individuelle Wellness-Massagen sind ebenfalls wieder möglich. Dabei müssen aber die Hygiene-Regeln eingehalten werden.

Corona in Hessen: Kritik an strenger Fünf-Quadratmeter-Regel

Die strenge Fünf-Quadratmeter-Regel in Hessen war auf Kritik gestoßen. So hatte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga bei der ersten Lockerung für Gaststätten am 15. Mai bemängelt, dass durch die Beschränkungen Gäste nicht annähernd so bewirtet werden könnten wie normal. Die Wirte hätten einen großen Aufwand bei deutlich weniger Einnahmen. 

Essen ausliefern oder abholen lassen war seit Inkrafttreten der ersten Beschränkungen für Gastwirte erlaubt geblieben. Seit dem 15. Mai dürfen Restaurants, Cafés und Gaststätten auch wieder für Publikum öffnen.

Corona in Hessen: 12-seitiger Hygieneplan für Kitas – das ist der neue Alltag

Update vom 27. Mai, 14:40 Uhr: Mit einem zwölfseitigen Hygieneplan will Hessens Sozialministerium den Kommunen eine Richtschnur zum geplanten eingeschränkten Kita-Betrieb ab 2. Juni geben. Das teilt Minister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden mit. „Da bei Kindern unter sechs Jahren nicht durchgehend zu erwarten ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander gewahrt ist ... sind bei der Betreuung ... besondere Schutz- und Hygieneregeln zu beachten“, heißt es in dem Papier

Unter anderem sollten die Gruppen in möglichst konstanter Zusammensetzung betreut und bei den Erziehern Personalwechsel vermieden werden. Vor der Eingangstür sollte – außerhalb der Reichweite von Kindern – Desinfektionsmittel für die Hände bereit stehen. Von Spray wird abgeraten – da Sprühpartikel von den Kleinen eingeatmet werden könnten. Außerdem sollte das Bringen und Abholen so geregelt sein, dass sich möglichst wenige Menschen begegnen, erklärte das Ministerium im Hygieneplan und schlägt gestaffelte Zeiten vor. Eltern sollten die Einrichtung möglichst nicht betreten. In den Gruppen sollte mit den Kindern altersgerecht Hygiene geübt werden – etwa das richtige Händewaschen. Auf Singen sollte jedoch möglichst verzichtet werden.

Corona in Hessen: Opposition fordert – Kitas schnell wieder für alle öffnen

Update vom 27. Mai, 13 Uhr: Die Oppositionsparteien im hessischen Landtag haben eine möglichst schnelle Wiedereröffnung der Kitas für alle Kinder gefordert. Familien bräuchten eine verlässliche Perspektive, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Lisa Gnadl, am Mittwoch in Wiesbaden. Was ab dem 2. Juni umgesetzt werde, sei nur eine Notfallbetreuung – anders könne man das nicht nennen. Entscheidungen würden auf die kommunale Ebene geschoben. 

„Wir gehen diesen Schritt Hand in Hand mit den Kommunen“, entgegnet Sozialminister Kai Klose (Grüne). Diese hätten vom Land diesen Gestaltungsspielraum eingefordert. Die Situation vor Ort unterscheide sich extrem, etwa weil nicht alle Fachkräfte zur Verfügung stünden. Nur so hätten Kommunen und Jugendämter ein Höchstmaß an Flexibilität. Dem Vorwurf, keine Richtlinien erarbeitet zu haben, entgegnete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), es sei nicht sinnvoll, Richtlinien zu erarbeiten, die vor Ort nicht umsetzbar seien. 

Kitas in Hessen öffnen ab 2. Juni – mit Einschränkungen

Corona in Hessen: Strengerer Umgang mit Kontaktverbot – aber weitere Lockerungen 

Update vom 27. Mai, 7:45 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich alle Menschen in Deutschland bei Treffen im Freien mindestens bis zur Jahresmitte weiter stark zurückhalten. Die Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert, wie Bund und Länder am Dienstagabend vereinbart haben. Schon ab dem 6. Juni können allerdings die Länder weitere Lockerungen gestatten - etwa, dass sich künftig maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

Corona in Hessen: Kontaktbeschränkung bis 5. Juli verlängert

Hessen jedoch will strenger verfahren. Laut hessenschau hat die schwarz-grüne Landesregierung am Dienstag beschlossen die Maskenpflicht in Bahn und Geschäften, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen bis mindestens 5. Juli zu verlängern. In anderen Bereichen soll es jedoch Lockerungen geben. Ab Donnerstag, den 28. Mai soll die Fünf-Quadratmeter-Regelung gekippt werden. Die Gastronomie muss aber weiterhin für einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sorgen. 

Frei-und Hallenbäder sollen ab dem 1. Juni wieder für Vereine und Schwimmkurse öffnen dürfen. Mitte Juni soll dann über eine Öffnung für alle beraten werden. Ziel sei es im Sommer wieder alle Schwimmbäder und Badeseen für den Publikumsverkehr zu öffnen. 

Ab dem 2. Juli soll es laut Landesregierung wieder eine eingeschränkte Regelbetreuung in den Kitas geben. 

Corona in Hessen: Kontaktverbot wird bis Ende Juni verlängert

Update vom 26. Mai, 20:20 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen in Deutschland sollen laut Informationen des ZDF bis zum 29. Juni verlängert werden. Laut Bericht hätten sich Bund und Länder am Dienstag jedoch auch darauf geeinigt, dass die Länder ab dem 6. Juni den Aufenthalt mit bis zu 10 Personen oder den Angehörigen von zwei Haushalten in der Öffentlichkeit erlauben können. Die Länder können auf diesen Beschluss je nach Infektionsgeschehen reagieren. 

Hessen: Neue Corona-Verordnung – Lockerungen für Gaststätten ab Donnerstag 

Update vom 26. Mai, 16 Uhr: Hessen will die Corona-Beschränkungen für Gaststätten erneut lockern. Die Regel, dass pro 5 Quadratmeter Fläche in einem Restaurant, Café oder einer Kneipe nur ein Gast erlaubt ist, fällt von diesem Donnerstag (28. Mai) an weg, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden am Dienstag mitteilt. Gastronomiebetriebe müssen aber weiterhin für einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen sorgen. So können weiterhin nicht alle Sitzplätze in einer Gaststätte belet werden. 

In einer neuen Corona-Verordnung hält das Land Hessen außerdem weitere Lockerungen fest, die bereits angekündigt wurden: So dürfen Vereine ab dem 1. Juni Schwimmbäder wieder für Training und Schwimmkurse nutzen. Auch wurde geregelt, dass Kitas zum 2. Juni wieder in einen eingeschränkten Normalbetrieb übergehen können. Alle Verordnungen des Landes zur Corona-Krise wurden ansonsten bis zum 5. Juli verlängert, somit gelten beispielsweise weiterhin die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen oder die Kontaktbeschränkungen.

Corona-Studie in Hessen: „Durchseuchung“ geringer als erwartet

Update vom 26. Mai, 13:10 Uhr: Eine Corona-Studie aus dem Rhein-Main-Gebiet zeigt ein überraschendes Ergebnis. Die Zahl der unerkannten Infektionen mit Covid-19 in dem Gebiet ist offenbar relativ gering. Das Ergebnis ist am Dienstag in Wiesbaden vorgestellt worden. Die Analyse ist von der Medizinischen Virologie des Universitätsklinikums in Frankfurt und dem Institut für Virologie der Philipps-Universität Marburg erstellt worden.

Mitte April sind dafür 1.000 freiwillige Mitarbeiter von Infraserv, dem Standortbetreiber des Industriepark Höchst in Frankfurt, untersucht worden. Das mehrstufiges Testverfahren hat am Ende 29 Verdachtsfälle festgestellt. Sechs Menschen sind wirklich infiziert gewesen – wovon vier überhaupt nichts gewusst haben!

Während einer Person eine akute Infektion hat, zeigten fünf Mitarbeiter Antikörper. Das bedeutet, dass sie mit Covid-19 infiziert waren und dann wieder genesen sind. Damit sei die „Durchseuchung“, also Patienten die krank gewesen sind ohne es zu wissen, sehr gering

Corona in Hessen: Weitere Studien in Deutschland sind notwendig

Die hessische Studie ist allerdings nicht repräsentativ und sei laut René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt am Main, nicht auf andere Regionen übertragbar. Daher seien Folgestudien über ganz Deutschland verteilt notwendig, um Aussagen über die Ausbreitung des Virus zu machen.

Hessen: Lockerung der Corona-Maßnahmen – das plant die Bundesregierung ab Juni

Update vom 25. Mai, 14:30 Uhr: Wenn es nach der Bundesregierung geht, sollte der Aufenthalt im öffentlichen Raum ab dem 6. Juni nur noch dort beschränkt werden, wo es die Infektionszahlen erfordern. Aus einer Beschlussvorlage des Kanzleramts gehen folgende Lockerungen der Corona-Maßnahmen hervor:

  • Mindestabstand: In der Öffentlichkeit sollte weiterhin der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollte in bestimmten öffentlichen Bereichen weiter gelten.
  • Kontaktbeschränkungen: Ab 6. Juni solle der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch dort eingeschränkt werden, wo die Infektionszahlen dies erfordern. Wie die BILD berichtet, soll der Aufenthalt mit bis zu 10 Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum erlaubt werden. 
  • Private Treffen: Maximal 20 Menschen sollen sich treffen dürfen, und das möglichst im Freien. Zu Hause sollten sich nur so viele Menschen versammeln, dass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden könnten. Maximal sollten es zehn sein. Der Raum sollte ausreichend gelüftet werden. Der Personenkreis, der etwa mit Kindern in Kontakt komme, sollte wegen der nicht immer umsetzbaren Schutzregeln möglichst klein gehalten werden.

Corona-Krise in Hessen: ÖPNV leidet – frühere Fahrgastzahl erst wieder 2024?

Update vom 25. Mai, 8 Uhr: Der ÖPNV leidet: Leere Busse und Bahnen in der Corona-Krise haben für hohe Einnahmeverluste im öffentlichen Nahverkehr gesorgt. Zahlen dazu stünden noch nicht fest, sagt der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), Knut Ringat. Die Einnahmeausfälle müssten über öffentliche Mittel ausgeglichen werden. Zwischenzeitlich seien die Fahrgastzahlen auf 10 bis 20 Prozent zurückgegangen. Derzeit füllten sich die Busse und Bahnen allmählich wieder. „Wir werden wahrscheinlich bis 2022 oder 2024 brauchen, bis wir die früheren Fahrgastzahlen wieder haben.“ Der RMV besteht kommenden Donnerstag (28. Mai) seit 25 Jahren.

Krise in Hessen: Mehrere Demos gegen Corona-Verordnung

Update vom 24. Mai, 10:40 Uhr: Am Samstag finden in Hessen mehrere Proteste gegen die Corona-Einschränkungen statt. In mehrere Städten gehen die Menschen auf die Straße – so auch in Frankfurt. Bei der Demo unter dem Motto „Hände weg vom Grundgesetz“ machen mehrere Hundert Teilnehmer mit. Es habe auch einen Protest gegen diese Veranstaltung gegeben, der etwas kleiner gewesen sei. In Erfurt demonstrieren rund 40 Menschen friedlich gegen Einschränkungen von Grundrechten im Zuge der Corona-Pandemie demonstriert. Eine Gegenkundgebung lockt etwa 50 Teilnehmer an.

Corona-Krise Hessen: Ausbruch nach Gottesdienst – mehrere Infizierte

Update vom 23. Mai, 15:30 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Land steigt um 14 auf 9.670. Außerdem bestätigt das Sozialministerium einen weiteren Todesfall. Insgesamt sind 458 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Hessen

Bevölkerung

6,266 Millionen (2019)

Hauptstadt

Wiesbaden

Sehenswürdigkeiten

Römer in Frankfurt, Palmengarten, Hessenpark, Bergpark Wilhelmshöhe

Hochschulen und Universitäten

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Technische Universität Darmstadt, Universität Kassel

Update vom 23. Mai: Nach einem Gottesdienst Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde in Frankfurt haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet sind laut der "Frankfurter Rundschau" betroffen. Wie viele Personen sich mit der Krankheit angesteckt haben, ist noch nicht klar. Aber allein in Hanau seien 16 Personen positiv getestet worden. „Es handelt sich um ein sehr dynamisches Geschehen“, sagt Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Antoni Walczok, gegenüber der Zeitung. 

Der Gottesdienst hat am Sonntag (10. Mai) in Frankfurt stattgefunden. Laut Walczok gebe es keine Verletzungen der Corona-Verordnungen. Die Teilnehmerzahl des Gottesdienstes sei aber nicht beschränkt. Zudem seien die Gläubigen nicht verpflichtet, ihre Namen und Adresse zu hinterlassen. Doch genau das kann jetzt zu Problemen führen. Denn das Gesundheitsamt muss nun versuchen, alle Gottesdienst-Besucher ausfindig zu machen. Die fehlenden Daten erschweren zusätzlich die Arbeit 

In Hessen dürfen sich seit dem 1. Mai wieder Glaubensgemeinschaften versammeln. Kirchen und Religionsgemeinschaften müssen außerdem ein Hygienekonzept erstellen, um den Ausbruch des Coronavirus zu verhindern.

Corona in Hessen: Traurige Erkenntnis – das hat die Hälfte aller Toten gemeinsam

Update vom 22. Mai: In Hessen gibt es eine entscheidende Gemeinsamkeit bei fast jedem zweiten Corona-Toten – denn wie hr-Recherchen ergaben, lebte fast die Hälfte aller in Folge einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Patienten in einem Altenheim. Das ist das Ergebnis der Anfragen bei den 26 hessischen Landkreisen und Städten. 20 davon gaben Rückmeldung, dort starben bis Mittwoch insgesamt 158 mit dem Coronavirus infizierte Altenheimen-Bewohner. In besagten Landkreisen und Städten wurden bislang 364 Corona-Tote gemeldet. Somit ergibt sich ein Schnitt von 43 Prozent.

Wie die Hessenschau weiter berichtet, ist das Verhältnis von Corona-Toten in Altenheimen zur gesamten Todesfallzahl im Land in manchen Landkreisen besonders hoch: So liegt der Anteil im Schwalm-Eder-Kreis und im Kreis Hersfeld-Rotenburg demnach sogar zwischen 70 und 80 Prozent

Fast jeder zweite Corona-Tote in Hessen lebte zuvor in einem Altenheim.

Während in vielen anderen Bundesländern in Deutschland in Folge des vom Bund beschlossenen Maßnahmenpakets Ende April Flächentests in Alten- und Pflegeheimen durchgeführt werden, bleiben Massentests in Hessen die Ausnahme. So zum Beispiel in Frankfurt, wo rund 6.000 Bewohner aus insgesamt 33 Einrichtungen auf das Coronavirus getestet wurden. Und das auch, obwohl die Krankenkassen inzwischen dazu verpflichtet wurden, die Kosten für die Tests zu übernehmen.

Nach möglichen Versäumnissen beim Schutz der Altenheime gefragt, antwortet das zuständige Sozialministerium der Hessenschau, dass Infektionen nicht unter allen Umständen verhindert werden könnten. Das Land plane derzeit keine großangelegte Reihentestungen, sondern will stattdessen „repräsentative Testungen“ durchführen, um weitere Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus zu erhalten. 

Am Freitag (22. Mai) beträgt die Zahl der Infizierten 9.656, das sind 82 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesopfer steigt um sechs auf 457.

Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen

Update vom 21. Mai, 17 Uhr: In Hessen sind 91 neue bestätigte Fälle von Covid-19 aufgetreten. Im gleichen Zeitraum sind weitere fünf Personen der Krankheit zum Opfer gefallen. 

Ab dem 2. Juni sollen die Kitas im Bundesland den „eingeschränkten Regelbetrieb“ wieder aufnehmen. Davon betroffen sind Familien, bei denen ein Elternteil einem „in der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus definierten Beruf nachgeht“ und auch der andere Teil arbeitet. Eine Härtefallregelung wird zudem ab dem 25. Mai in Kraft treten. Dann können auch Kinder, deren Betreuung eine „besondere Härte im Alltag“ darstellt und Kinder mit Behinderung wieder in die Kita. Derzeit gibt es rund 278.000 regulär betreute Kinder in Hessen, rund 55.000 (circa 19 Prozent) davon befinden sich aktuell in der Notbetreuung.

Corona in Hessen: Blutkonserven werden knapp – DRK schlägt Alarm

Update vom 21. Mai, 11:19 Uhr: In Hessen werden laut DRK und Sozialministerium dieBlutkonserven in den Krankenhäusern knapp. „Jede Woche werden in Hessen zur Patientenversorgung mehrere tausend Blutspenden benötigt – jeder kann, z.B. als Unfallopfer, auf Blutspenden angewiesen sein. Ich bitte deshalb alle Hessinnen und Hessen, jetzt Blut zu spenden und so dazu beizutragen, dass kein Versorgungsengpass entsteht“, erklärt Kai Klose, Minister für Soziales und Integration, am Mittwoch (20. Mai) in Wiesbaden. Zur hohen Nachfrage kommt es derzeit, weil die Zahl der vom Coronavirus betroffenen Patienten abnimmt und sich die Krankenhäuser wieder auf den Regelbetrieb vorbereiten.

Blut zu spenden rettet Leben. Deshalb ist es auch unter den aktuellen Einschränkungen von Veranstaltungen erlaubt, Blutspenden zu gehen. Blutprodukte sind auch in Krisenzeiten notwendig, um Schwerkranken und Unfallopfern helfen zu können“, betont Klose. Sowohl in Hessen als auch in Baden-Württemberg sollen die Blutreserven auf einen kritischen Wert abgesunken sein: Wie aus einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios hervorgeht, sollen beide Bundesländer nichteinmal genug Reserven haben, um den Bedarf eines durchschnittlichen Tages abzudecken. Konkret reiche der Bestand für 0,9 Tage.

Das hessische Sozialministerium appelliert daher an alle Hessen Blut spenden zu gehen. Erstspender können bis zum vollendeten 65. Lebensjahr Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Blutspender ist das vollendete 73. Lebensjahr. Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten vier Wochen aus dem Ausland zurückgekehrt ist, so das Ministerium. Personen, die Blut spenden möchten, sollten online einen Termin vereinbaren, um den Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können.

Corona in Hessen: Schwimm-Vereine dürfen öffnen – wann machen Freibäder wieder auf?

Update vom 19. Mai, 17:55 Uhr: Mitglieder von Schwimmvereinen dürfen ab 1. Juni in Hessen wieder ins Wasser. Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) kündigt am Mittwoch an, dass Frei- und Hallenbäder „unter Beachtung der im Sport vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln" für Schwimmvereine wieder öffnen. Auch Schwimmkurse dürfen ab dann wieder stattfinden, wie das Corona-Kabinett der Landesregierung beschlossen hat. Wie lange es für alle anderen noch dauert, ist weiterhin unklar: „Bis Mitte Juni wird die Landesregierung entscheiden, ab wann wieder alle Bürgerinnen und Bürger zum Schwimmen gehen können", sagte Beuth. „Unser Ziel ist es, dass die Schwimmbäder und Badeseen für den Publikumsverkehr in diesem Sommer wieder öffnen können.

Der Besuch von Frei- und Hallenbädern sowie der Badeseen werde aber auch dann wohl „kein unbeschwertes Vergnügen" sein: Neben strengen Hygienekonzepten werde es reduzierte Besucherzahlen geben. Sauna- und Wellnessbereiche blieben geschlossen. Es sei auch möglich, dass Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden müssten.

115 neue Corona-Fälle gibt es in Hessen seit Dienstag. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 9.483. Die Zahl der Todesopfer steigt um vier auf 446. 

Corona in Hessen: Freibäder bald geöffnet? Bouffier macht Hoffnung

Update vom 19. Mai: Am Dienstag äußert sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gegenüber Hit Radio FFH zu möglichen Lockerungen für Schwimm- und Freibäder im Land. Wie der CDU-Politiker dem privaten Rundfunksender verrät, sollen seiner Ansicht nach Schwimmbäder für das Vereinsschwimmen geöffnet werden. Der 68-Jährige glaube, „dass wir das auch sehr bald tun“. Auf eine Aussicht auf mögliche Lockerungen für Freibäder gefragt, verweist Bouffier auf die Tatsache, dass zu einer generellen Öffnung ein großer Unterschied bestehe, da es dabei passieren könne, dass 1.000 Menschen vor dem Kassenhäuschen stünden.

Dennoch glaube er nicht, dass die Freibäder bis September geschlossen bleiben müssten. Die generelle Öffnung von Freibädern in Hessen müsse aber verantwortbar und landesweit abgestimmt sein – „so weit sind wir aber noch nicht“, so Bouffier weiter. 

Hessen – die aktuellen Fallzahlen der Landkreise und Städte

In Hessen gibt es mittlerweile 9.368 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg laut Sozialministerium im Vergleich zum Vortag um 31 Fälle. 442 Todesfälle wurden mit Covid-19 in Verbindung gebracht – innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden drei Todesfälle bestätigt. 

Corona in Hessen: Kritik an strengen Regeln – Gaststättenbetreiber halten sich an Corona-Regeln

Update vom 18. Mai: Rund zwei Monate nach dem Corona bedingte Shutdown der Gastronomie in Hessen, dürfen seit dem 15. Mai gemäß der aktualisierten Corona-Verordnung des Landes Restaurants, Gaststätten und Biergärten wieder öffnen – wenn auch unter bestimmten Bedingungen und Hygienekonzepten. Folglich herrscht bei Gastronomen in Hessen große Erleichterung – doch es ist auch klar, dass die aktuellen Regelungen keine Dauerlösung sein können. 

Hessens Gaststättenbetreiber halten sich meist an die umfangreichen Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie. Nachdem Restaurants und Kneipen ab Freitag wieder öffnen durften, registrierten die Ordnungsämter nur wenige Verstöße, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Kommunen ergab.

Seit dem 15. Mai dürfen in Hessen wieder Restaurants und Gaststätten öffnen – damit verbunden sind jedoch strenge Regelungen.

Das Gastgewerbe in Hessen atmet durchaus auf", so Julius Wagner vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Hessen. Die Branche sei zwar insgesamt erleichtert, endlich wieder arbeiten zu können, „auch wenn die Bedingungen erschwert sind“, so Wagner weiter. Größtes Problem sei die hessenspezifische Regelung, dass nur eine Person pro fünf Quadratmeter erlaubt sei. Diese Einschränkung sei laut Wagner der Grund, warum einige Lokale nicht geöffnet hätten. Wagner: „Wir verstehen die Politik, aber Hessen ist hier sehr, sehr streng.

Vor allem bei den Gästen herrsche wenig Kenntnis über die aktuellen Corona-Maßnahmen – in der Folge müssten Gastronomen und deren Mitarbeiter viel Aufklärungsarbeit betreiben. 

Seit dem 15. Mai dürfen Gastronomiebetriebe in Hessen wieder öffnen und dabei mehrere Regeln beachten. Unter anderem müssen Bedienungen und Küchenpersonal Mundschutz tragen. Gegenstände zur allgemeinen Verwendung wie Salzstreuer sind nicht zugelassen. Buffets sind untersagt. Zudem sind Wirte aufgefordert, ein Hygienekonzept zu erstellen, das auf Verlangen dem Gesundheitsamt vorzulegen ist. Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, sollen Gäste mit Kontaktdaten erfasst werden.

Die Behörden in Hessen sind unterdessen zufrieden und mussten bislang nur wenig Corona-Verstöße der Gaststättenbetreiber ahnden. In Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden hätten noch Pfeffer- oder Salzstreuer auf den Tischen gestanden oder es habe Unklarheiten über die Berechnung der Innen- und Außenflächen gegeben, teilte die Stadt mit. Außerdem hatten es manche Wirte versäumt, die Kundendaten vor der Bestellung zu erfassen. In den Abendstunden sei es dann zwar im Innenstadtbereich wegen zu vielen Gästen auf engster Fläche vor den Kneipen zu Problemen gekommen, doch die Einsatzkräfte vor Ort seien nach der Ansprache zum Großteil auf offen Ohren gestoßen – nur teilweise mussten Bußgelder verhängt werden. 

Insgesamt verhalten sich die allermeisten Gastronomen sehr umsichtig und reagieren auf entsprechende Ansprachen", erklärte auch die Stadt Kassel. Nur in einem Gastronomiebetrieb habe es so erhebliche Verstöße gegen Auflagen wie das Abstandsgebot gegeben, dass dieser am Freitagabend wieder geschlossen wurde. In Fulda wurden hingegen gar keine Verstöße gemeldet.

Corona in Hessen: Nur 20 neue Coronavirus-Fälle

In der vergangenen 24 Stunden wurden dem Sozialministerium Hessen lediglich 20 Neuinfektionen im Land gemeldet. Insgesamt haben sich somit in Hessen mittlerweile 9.337 Menschen Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Zudem wurden auch vier weitere Todesfälle ihn Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in Hessen auf 439.

Corona in Hessen: 57 neue Fälle und auch drei Tote

Update vom 17. Mai: Die Anzahl der Menschen, die sich täglich mit dem Coronavirus infizieren bleibt nahezu gleich. Im Vergleich zum Vortag meldet das Sozialministerium am Sonntag (17. Mai) 56 neue Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in Hessen liegt jetzt bei 9.317. Auch drei weitere Corona-Tote sind zu beklagen. Die Gesamtzahl der Personen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, erhöht sich damit auf 435

Corona in Hessen: Weiter kaum Neuinfektionen, aber drei neue Todesfälle

Update vom 16. Mai: Die Zahl der Menschen in Hessen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, steigt weiter nur langsam an. Im Vergleich zum Freitag (15. Mai) meldet das Sozialministerium 57 neu Fälle. Damit gab es bislang 9.261 bestätigte Corona-Fälle in Hessen. An Covid-19 sind 3 weitere Menschen gestorben. Die Zahl der Corona-Toten liegt derzeit bei 432.

Corona in Hessen: Viele Lockerungen – was jetzt alles erlaubt ist

Update vom 15. Mai, 15:26 Uhr: Der Polizei in Frankfurt steht ein Wochenende mit vielen Überstunden bevor. Insgesamt 17 Kundgebungen sind angemeldet, um gegen die Corona-Beschränkungen zu protestieren. Die Polizei erwartet hunderte von Demonstranten. Schon am vergangenen Wochenende waren hunderte von Protestlern durch Frankfurt gezogen, um ihren Unmut gegen die Corona-Beschränkungen zu äußern.

Die Polizei Frankfurt erwartet die meisten Demonstranten am Goethe-Platz in der Innenstadt, wo die Demonstration des Bündnisses Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt stattfindet. Die Gegendemonstration soll an der benachbarten Hauptwache stattfinden; die Polizei erwartet hier knapp 200 Teilnehmer. Die Initiative „Seebrücke“ plant auch wieder eine Kundgebung in der Frankfurter Innenstadt. Bei ihrer letzten Demonstration für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland in April musste die Polizei einschreiten.

Die Polizei rät Autofahrern die Frankfurter Innenstadt am Wochenende zu meiden. Es könnte „zeitweise zu Einschränkungen im Straßenverkehr sowie vereinzelt auch im öffentlichen Personennahverkehr kommen“, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Außerdem verkündet die Polizei, dass sie während den Protestaktionen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln kontrollieren werden. Die Polizei würde dafür „zwischen dem Recht auf Versammlungsfreiheit und den Verordnungen nach dem Infektionsschutzgesetz abwägen“.

Corona in Hessen: Ab heute viele Lockerungen – was jetzt alles erlaubt ist

Update vom 15. Mai, 6:47 Uhr: Ab Freitag (15. Mai) gibt es in Hessen wieder einige neue Lockerungen. Welche das sind, haben wir hier für Dich zusammengefasst:

  • Gastronomie: Mit strengen Hygiene- und Abstandsregelungen dürfen Gaststätten wieder öffnen. Als Faustregel gilt: ein Gast pro fünf Quadratmeter. Bedienungen und Küchenpersonal müssen eine Maske tragen. Auch Gäste sollen - außer beim Essen natürlich - einen Mundschutz tragen. 
  • Tourismus: Campingplätze, Hotels und Pensionen dürfen für Privatreisende öffnen, Ferienwohnungen wieder vermietet werden. Tourismus ist damit wieder in Hessen möglich.
  • Freizeit: Freizeitparks dürfen wieder öffnen.
  • Sport: Fitnessstudios dürfen ebenfalls wieder aufmachen.
  • Spielhallen: Auch Casinos, Spielhallen und Wettbüros dürfen wieder öffnen. 
  • Kontaktverbot: Es ist möglich, zusätzlich zu den im eigenen Haushalt lebenden Personen Angehörige eines weiteren Haushaltes in der Öffentlichkeit zu treffen. Außerdem dürfen sich bis zu drei Familien zusammentun, um ihre Kinder gemeinsam zu betreuen. 
  • Versammlungen: Versammlungen bis zu 100 Teilnehmern ohne vorherige Genehmigung sind möglich, wenn dafür ein Hygiene- und Abstandskonzept vorliegt. In Ausnahmen und mit weiteren Auflagen sind auch Veranstaltungen mit einer größeren Personenzahl möglich, dann muss dies aber von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Großveranstaltungen sind weiterhin bis 31. August generell untersagt. 
  • Besuche: Für Pflege- und Altenheime gelten nach wie vor strenge Besuchsregeln: Ein Angehöriger darf einmal pro Woche einen Bewohner für eine Stunde besuchen. 
  • Gottesdienste: Trauerfeiern, Gottesdienste und andere religiöse Versammlungen sind unter Auflagen möglich.
  • Kinos und Theater: Sie dürfen zwar wieder öffnen, allerdings machen die Corona-Regeln eine Öffnung schwer umsetzbar. 
  • Schulen: An den Schulen beginnt schrittweise für immer mehr Schüler wieder der Unterricht. Musikschulen und Volkshochschulen dürfen wieder Kleingruppen bis fünf Personen plus Lehrkraft unterrichten, wenn Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden
  • Kitas: Sie sollen Anfang Juni wieder in den Normalbetrieb übergehen

Corona in Hessen: Viertklässlerin klagt erneut gegen Rückkehr in die Schule!

Update vom 14. Mai, 12:25 Uhr: Eine Viertklässlerin aus Frankfurt wehrt sich erneut mit einem Eilantrag vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen eine Rückkehr in die Schule. „Zur Begründung ihres Antrags beruft sie sich auf Belange des Infektions- und des Gesundheitsschutzes, die in Zeiten der Corona-Pandemie nicht hinreichend gewährleistet seien“, erklärt ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel am Donnerstag. Am Freitag werde der zuständige Senat darüber entscheiden, danach will das Gericht die Öffentlichkeit informieren. 

Das Mädchen hatte bereits im April eine Rückkehr der Viertklässler in hessische Grundschulen verhindert. Die Kasseler Richter gaben damals ihrem Antrag Recht und hoben die Schulpflicht für diesen Jahrgang auf. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt, lautet die Begründung. Nachdem bereits Abschlussklassen wieder unterrichtet werden, will das hessische Kultusministerium ab Montag (18. Mai) die Rückkehr zahlreicher weiterer Kinder und Jugendlicher in eingeschränkter Form. Darunter sind Viertklässler und alle Schüler an weiterführenden Schulen. Die übrigen Grundschüler der Klassen eins bis drei sollen am 2. Juni in die Klassenräume zurückkehren. 

Corona in Hessen: Kitas öffnen ab dem 2. Juni

Update vom 14. Mai, 10:40 Uhr: Viele Eltern in Hessen dürfen bald aufatmen: Das Sozialministerium hat angekündigt, dass Kitas ab dem 2. Juni wieder eine „eingeschränkte Regelbetreuung“ aufnehmen können. Ziel sei es, dass jedes Kind noch vor den Sommerferien die Kita oder Tagespflege besuchen könne, erklärt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. „Um die eingeschränkte Regelbetreuung umzusetzen, wird in jedem Fall rechtzeitig eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht. Dazu finden bereits Gespräche mit den Trägern der Kinderbetreuung statt, um sich über die Bedingungen des eingeschränkten Regelbetriebs zu verständigen.“


In dieser Phase der Kinder-Betreuung in Hessen gelten noch Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Deshalb ist der Regelbetrieb, wie ihn Eltern vor Corona gewöhnt waren, noch eingeschränkt und nicht alle Kinder können im gewohnten Umfang betreut werden. „Unser gemeinsames Ziel in den Gesprächen mit den Trägern der Kinderbetreuung ist, Kinder und Familien so gut wie möglich zu unterstützen“, verspricht Klose.

Corona-Krise in Hessen: Die Fallzahlen vom 13. Mai

Update vom 13. Mai, 16:40 Uhr: Die Corona-Regeln in Hessen werden immer lockerer. Der nächste größere Schritt betrifft die Gaststätten und Restaurants, die von diesem Freitag (15. Mai) an unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Auch Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und Fitnessstudios dürfen dann nach der Zwangspause wieder Gäste und Kunden empfangen. 

Unterdessen steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen weiter nur leicht an. Wie das Sozialministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilt wurden bislang 9.087 Fälle im Land registriert. Das sind 56 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf insgesamt 419. Im Fokus stehen auch weiterhin die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städte wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen. Von dieser Obergrenze waren die hessischen Städte und Kreise am Mittwoch weiter deutlich entfernt. 

Corona in Hessen: Gaststätten, Restaurants und Cafés vor der Öffnung

Fünf-Quadratmeter-Regel und Mindestabstand, Datenblätter und Salzstreuer-Verbot: Am Freitag dürfen hessische Restaurants und Cafés wieder öffnen. Allerdings gibt es strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Die Betriebe dürfen viel weniger Gäste empfangen als vor der Corona-Krise. Als Faustregel gilt eine Person pro fünf Quadratmeter. Bei einer Fläche von 100 Quadratmetern können also lediglich 20 Gäste bewirtet werden. Zudem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Menschen eingehalten werden, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind. Ausgenommen sind Angehörigen eines Hausstands und gegebenenfalls eines zweiten Hausstands. 

Corona in Hessen: Amateur-Fußball vor dem Saisonabbruch

Der Amateurfußball in Hessen steht vor einem Abbruch der Saison 2019/2020. Nach Informationen von hessenschau.de ergeben die bisherigen Videokonferenzen der Fußballkreise ein eindeutiges Bild.„Es gibt eine Tendenz in diese Richtung“, bestätigte HFV-Vizepräsident Torsten Becker im hr-Bericht. Das Verbandspräsidium wird die Ergebnisse zusammentragen und am Samstag eine Entscheidung fällen. Danach müsste noch der Verbandstag im Juni das endgültige Okay geben.

Wegen Corona: Riesige Nachfrage nach Schrebergärten in Hessen

Update vom 13. Mai, 7:27 Uhr: Viele Kleingartenvereine in Hessen bemerken gerade einen regelrechten Boom. In den letzten Wochen ist ein enormer Zulauf von Interessenten zu verzeichnen, wie Uta Breitenbach von der Stadtgruppe der Kleingärtner in Frankfurt berichtet. „Die Vereine werden überrollt mit Anfragen. Das ist der Wahnsinn." Es stelle sich allerdings die Frage, ob alle Interessenten wirklich einen Schrebergarten suchen, oder einfach nur einen Platz im Grünen. „So ein Garten bringt viel Verantwortung mit sich und macht auch Arbeit", sagt Breitenbach. 

In Zeiten von Corona scheinen Schrebergärten besonders gefragt zu sein - das öffentliche Leben ist über Monate beeinträchtigt, der Sommerurlaub fraglich. Die Nachfrage nach freien Gärten sei eine Reaktion auf die Einschränkungen, sagt auch Reinhold Six, Vorsitzender des Landesverbands der Kleingärtner. Frankfurt bildet in Hessen die Hochburg der Kleingärtner. In der dicht besiedelten Stadt gibt es nach Angaben des Landesverbands 111 Vereine mit knapp 16.000 Mitgliedern. Hessenweit vertritt der Verband 313 Vereine mit etwa 35.000 Mitgliedern. Hinzu kommen Gärten, die über die Städte und Kommunen verpachtet werden.

Corona in Hessen: Über 9.000 Infizierte – die Fallzahlen vom 12. Mai

Update vom 12. Mai, 14:11 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Infizierten um 18 auf 9.031, außerdem gibt es drei weitere Todesfälle. Insgesamt sind 415 Menschen am Coronavirus gestorben. Der Durchschnitt der Inzidenz beträgt in Hessen 144. Die Inzidenz beschreibt die in einem bestimmten Zeitraum neu aufgetretene Anzahl an Krankheitsfällen in einer definierten Population. Sie wird meist pro 100.000 Einwohner angegeben. Die kumulierte Inzidenz umfasst alle bisher gemeldeten bestätigten Fälle in Hessen pro 100.000 Einwohner und die 7-Tage-Inzidenz beschreibt alle bestätigten Fälle von heute und der vorangegangenen sechs Tage in Hessen pro 100.000 Einwohner.

Corona in Hessen: Über 9.000 Infizierte – Nicht alle Gastronomen wollen wieder öffnen

Update vom 11. Mai, 18:15 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus hat in Hessen die 9.000er-Marke überstiegen. Bislang wurden 9.012 Fälle im Land registriert, wie das Sozialministerium am Montagabend in Wiesbaden mitteilt. Das entspricht einem Anstieg von 20 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, steigt um einen auf insgesamt 412. 

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind in Landkreisen und kreisfreien Städten wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu befürchten. Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise auch am Montag weit entfernt: Die höchsten Werte hatten der Odenwaldkreis (26) in Südhessen, die Stadt Offenbach (19) und der Werra-Meißner-Kreis (18) in Nordhessen. Insgesamt betrachtet gibt es in Frankfurt, Hessens größter Stadt, mit Abstand am meisten Corona-Fälle. 1.363 Infektionen wurden dort bestätigt. Im Vogelsbergkreis gibt es mit 121 Fällen die wenigsten. 

Corona in Hessen: Warum viele Lokale trotz Erlaubnis noch nicht öffnen

In Hessen können ab Freitag (15. Mai) Lokale unter Auflagen wieder öffnen. Doch trotz des bevorstehenden Endes der Corona-Zwangspause für werden einige Gastronomien voraussichtlich geschlossen bleiben. Angesichts der zahlreichen Auflagen und Beschränkungen sei der Neustart äußerst schwierig, sagt Julius Wagner, der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Hessen. Er schätz, dass jeder vierte bis fünfte Betrieb gar nicht aufmachen werde, sondern auf weitere Lockerungen warte. Eine Öffnung lohne sich für diese Betriebe nicht, sagt Wagner der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Dehoga Hessen begrüßt zwar die geplanten Öffnungen in der Gastronomie, sieht aber seine Branche weiterhin in Gefahr. „Die Lage ist nach wie vor prekär und das wird sie auch bleiben“, sagt Hauptgeschäftsführer Wagner. Von Freitag an dürfen Restaurants, Cafés und Gaststätten in Hessen wieder für Publikum öffnen. Zuvor war nur ein Abhol- und Lieferservice erlaubt. Wer öffnet, muss Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Als Faustregel gilt ein Gast pro fünf Quadratmeter. Bedienungen und Küchenpersonal müssen Mundschutz tragen, für Gäste wird dies – außer natürlich beim Essen – empfohlen. Durch die Beschränkungen könnten Gäste nicht annähernd so bewirtet werden wie normal, so Wagner. Die Wirte hätten einen großen Aufwand bei deutlich weniger Einnahmen.

Corona in Hessen: Fitnessstudios machen auf – so sieht das Training künftig aus

Update vom 10. Mai, 18:30 Uhr: Bald ist es soweit: Als eines der ersten Bundesländer wird Hessen seine Fitnessstudios am 15. Mai wieder öffnen. Doch wie wird so ein Training ablaufen?  Kann man überhaupt die Duschen benutzen? In der hessischen Corona-Verordnung wird festgelegt, welche Regeln im Fitnessstudio eingehalten werden müssen. 

Coronavirus - Fitnessstudios dürfen in Hessen am 15. Mai wieder öffnen. (Symbolbild) 

Der Trainingsbetrieb ist gestattet, wenn:

  • er kontaktfrei ausgeübt wird
  • ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist
  • Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, durchgeführt werden
  • Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie die Gemeinschaftsräumlichkeiten, mit Ausnahme der Toiletten, geschlossen bleiben
  • der Zutritt zur Sportstätte unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgt 
  • Risikogruppen im Sinne der Empfehlung des Robert Koch-Institutes keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt werden. 

Coronavirus in Hessen: Zahl der Infizierten steigt auf 8.947

Update vom 9. Mai, 17:30 Uhr: Das Sozialministerium hat am Samstag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen bekanntgegeben: Demnach ist Zahl der Infizierten gegenüber dem Vortag um 70 auf 8.947 gestiegen. Fünf weitere Menschen sind an Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 410. Am stärksten betroffen ist der Odenwaldkreis; dort gibt es bislang die meisten Todesfälle (54) bezogen auf die Einwohnerzahl. 

Corona-Krise in Hessen: Trotz Missachtung des Abstandsgebots – Polizei lässt „Widerständler“ gewähren

Trotz der umfangreichen Lockerungen in Bezug auf die Maßnahmen zur Eindämmung de Coronavirus, ist es in Frankfurt zu Protesten gekommen. Wie die hessenschau berichtet, sind am Samstag (9. Mai) mehr als 500 Personen zusammengekommen, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren

Teilnehmer der Demonstration in Frankfurt (9. Mai). 

Dabei sind sie mit Transparenten durch die Innenstadt gezogen und haben „legt den Maulkorb ab“, „Schließt Euch an“ und „Widerstand“ gerufen. Obgleich die Abstandsregelungen – auch auf wiederholte Anweisung – nicht eingehalten worden sind, lösten die Beamten die Demo nicht auf.

Corona-Krise in Hessen: Volker Bouffier zieht Vergleich mit Ende des 2. Weltkriegs

Update vom 8. Mai, 20:52 Uhr: Auch in Hessen werden die Maßnahmen nach und nach gelockert. Mahnungen der Verantwortlichen reißen aber nicht ab. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) appellierte in einem neuen Podcast der Landesregierung am Freitagabend, sich trotz der Lockerungen weiter an Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. „Ich habe die Zuversicht und das Vertrauen, dass die Lockerungen uns nicht überfordern. In einem Monat werden wir die Lage bewerten und - wie ich hoffe - weitere Schritte vornehmen können.“

Pressekonferenz mit Ministerpräsidenten Volker Bouffier nach Corona-Konferenz. 

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen um 161 auf 8877 Fälle gestiegen. Das Sozialministerium begründete den im Verhältnis zu den vorherigen Tagen relativ hohen Anstieg aber damit, dass am Donnerstag einige ältere, bereits registrierte Covid-19-Fälle wegen eines Erfassungsfehlers vorübergehend nicht in der Statistik ausgewiesen worden seien. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht wird, stieg am Freitag um 6 auf insgesamt 405.

Corona-Krise in Hessen: Bouffier zieht Vergleich mit Ende des 2. Weltkriegs

Update vom 8. Mai, 10:30 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sieht Parallelen zwischen der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Corona-Pandemie. „Nach der ,Stunde Null`von 1945 befinden wir uns derzeit wieder in einer ,Stunde Null`“, schreibt Bouffier in einem online veröffentlichten Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Das gesamte öffentliche Leben habe wegen der Corona-Krise pausieren und die Wirtschaft vorübergehend stillstehen müssen. „Aber wie 1945 kann auch in dieser ,Stunde Null` ein chancenreicher Neuanfang liegen.“

Bouffier erinnert zum 75. Jahrestag der deutschen Kapitulation am Freitag (8. Mai) daran, wie Deutschland nach der Befreiung vom NS-Terror mit Unterstützung des Marshall-Plans der USA wieder habe aufsteigen können „zu einer weltweit geschätzten Größe für Frieden, Verständigung und beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung“. Nun sei ein ähnliches Projekt für Europa nötig. „Wir brauchen einen "Aufbauplan Europa", der den europäischen Nationen im Wettbewerb mit China und den Vereinigten Staaten einen tiefgreifenden wirtschaftlichen Wiederaufstieg ermöglicht, so wie er nach 1945 schon einmal gelang.“ 

Corona in Hessen: Diese Lockerungen sind geplant

Update vom 7. Mai, 17:40 Uhr: „Heute gehen wir einen großen Schritt. Deshalb haben wir heute ein Gesamtkonzept beschlossen“, so Volker Bouffier nach der sechstündigen Corona-Kabinetts-Sitzung zur Bild-Zeitung. Diese Lockerungen und Corona-Maßnahmen gelten ab sofort für Hessen:

  • Es dürfen sich in der Öffentlichkeit zwei Hausstände treffen
  • Kita: Notbetreuung wird ausgeweitet und ab dem 2. Juni beginnt ein eingeschränkter Betrieb
  • Schule: Ab dem 18. Mai gehen Viertklässler sowie Schüler der Sekunderstufe 1 wieder in die Schule, ab dem 2. Juni die restlichen Grundschüler
  • Hochschulen: Ab dem 19. Mai beginnt wieder der Präsenzunterricht
  • Geschäfte: Alle Läden dürfen ab dem 9. Mai öffnen. Es gibt eine Personengrenze von 1 Kunde pro 20 Quadratmeter
  • Gastronomie: Ab dem 15. Mai dürfen Restaurants, Gaststätten und Biergärten wieder öffnen. Discos bleiben weiterhin zu.
  • Hotels, Camping und Ferienwohnungen: Dürfen ebenfalls ab dem 15. Mai wieder öffnen.
  • Veranstaltungen: Bis zu 100 Personen wieder erlaubt.
  • Sport: Ab dem 9. Mai dürfen alle Sportarten wieder betrieben werden. Fitnessstudios dürfen ab dem 15. Mai wieder öffnen. 
  • Indoor: Kegelbahnen, Indoor-Spielplätze und Co. dürfen ebenfalls ab dem 9. Mai öffnen. 
  • Kultur: Theater und andere kulturellen Einrichtungen fürden ab dem 15. Mai wieder öffnen.
  • Casinos, Wettbüros und Spielhallen: Auch hier ist eine Öffnung ab dem 15. Mai wieder erlaubt.

Die neuen Corona-Lockerungen gelten bis zum 5. Juni. 

Corona in Hessen: Veranstaltungen bis 100 Teilnehmer wieder erlaubt

Update vom 7. Mai, 17:20 Uhr: In Hessen sind Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmern wieder erlaubt! Ab Samstag sind die Versammlungen unter Auflagen wieder möglich, wie die hessische Landesregierung am Donnerstag mitteilt.  Im Ausnahmefall können die Behörden unter bestimmten Voraussetzungen auch höhere Teilnehmerzahlen ermöglichen. 

Nach der Corona-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel gibt es im Land viele Lockerungen. Doch der Frankfurter Virologe Martin Stürmer kritisiert diesen Umstand: „Wir wollen zu viel auf einmal." Er sagt "hessenschau.de": „Das kann gewaltig nach hinten losgehen." Er habe große Zweifel, ob die Sicherheitsmaßnahmen in der Gastronomie bei allen Bemühungen ausreichend eingehalten werden können. „Beim Essen muss man eben den Mundschutz abnehmen."

Update vom 6. Mai, 16:45 Uhr: Nachdem bereits am frühen Nachmittag einige Lockerungs-Regelungen an die Öffentlichkeit gelangt sind (siehe Update vom 6. Mai, 15 Uhr), hat Ministerpräsident Volker Bouffier in einer Pressekonferenz weitere Beschlüsse bekannt gegeben: 

  • Restaurants und Hotels sollen noch im Mai wieder öffnen dürfen. Darüber entscheidet das sogenannte Corona-Kabinett am Donnerstag (7. Mai). Das soll auch für Campingplätze gelten.
  • Profisport soll ab Mitte Mai ebenfalls wieder möglich sein. Das heißt: Geisterspielen in der Bundesliga steht nichts mehr im Weg.
  •  Am 18. Mai sollen die Sekundarstufen I und die Viertklässler wieder eingeschränkt in die Schule gehen, am 2. Juni auch die anderen Klassen. 
  •  Am 2. Juni sollen darüber hinaus auch die Kitas wieder öffnen. Dessen ungeachtet wird noch zusätzlich in den folgenden Tagen ein detaillierteres Konzept für Schulen und Kita abgestimmt. 
  • Trotz der weitreichenden Lockerung betont Volker Bouffier, dass die bisherigen Hygiene- und Abstandsvorschriften weiterhin gelten. In Geschäften und den öffentlichen Nahverkehr gilt daher: Der Mund-Nase-Schutz muss bis auch noch weiterhin getragen werden.

Corona in Hessen: Umfassende Lockerung auf der Bund-Länder-Konferenz beschlossen   

Update vom 6. Mai, 15:00 Uhr: Aus den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder drängen immer mehr Details nach außen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa, der sich auf Teilnehmerkreise beruft, haben sich Bund und Länder auf Lockerungen in verschiedenen Bereichen bereits geeinigt. Alle Themen-Punkte in der Zusammenfassung

  • Alle Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern soll aufgehoben werden. 
  • Angehörige von zwei Haushalten dürfen sich treffen - Konkret heißt das: etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. 
  • Der  Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel darf wieder aufgenommen werden. Auch hier sollen bestimmte Auflagen gelten.  
  • Regelungen, die bereits in Hessen gelten, sollen auch in anderen Bundesländern umgesetzt werden: Die weitgehenden Besuchsbeschränkungen für Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen und Krankenhäuser in der Corona-Krise sollen bundesweit begrenzt gelockert werden. 
  • Es gilt eine Obergrenze für Neuinfektionen: Die Bundesländer übernehmen Verantwortung für die Lockerungen. Das heißt: Sollten innerhalb einer Woche die Neuinfektionen in den Landkreisen oder kreisfreien Städten die Zahl 50 pro 100.000 Einwohnern übersteigen, muss wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden. 
  • Zudem soll das geltende Kontakverbot im Sinne der Abstandsregelung bis 5. Juni verlängert werden. 

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier informiert heute um 16 Uhr in einer digitalen Pressekonferenz darüber, wie die gemeinsame Linie der Bundesländer konkret in Hessen umgesetzt werden soll.

Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen auf einen Blick

In Hessen gibt es insgesamt 8.716 Infizierte. Im Vergleich zum Vortrag sind 38 Fälle dazugekommen. In Hessen sind 399 Personen an Covid-19 gestorben. Alle Fallzahlen der Landkreise und Städte auf einen Blick*:

Kreis/Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

LK Bergstraße

318

2

LK Darmstadt-Dieburg

367

16

LK Fulda

300

11

LK Gießen

226

3

Lk Groß-Gerau

448

10

LK Hersfeld-Rotenburg

198

22

LK Hochtaunuskreis

245

5

LK Kassel

348

25

LK Lahn-Dill-Kreis

338

17

LK Limburg-Weilburg

273

3

LK Main-Kinzig-Kreis

648

38

LK Main-Taunus-Kreis

283

10

LK Marburg-Biedenkopf

184

2

LK Odenwaldkreis

380

53

LK Offenbach

505

29

LK Rheingau-Taunus-Kreis

208

4

LK Schwalm-Eder-Kreis

485

31

LK Vogelsbergkreis

121

5

LK Waldeck-Frankenberg

147

3

LK Werra-Meißner-Kreis

185

14

LK Wetteraukreis

224

12

SK Darmstadt

210

14

SK Frankfurt am Main

1.324

45

SK Kassel

286

6

SK Offenbach

120

8

SK Wiesbaden

345

11

Gesamtergebnis

8.716

399

*Stand vom 7. Mai. Daten vom Sozialministerium Hessen entnommen.

Coronavirus in Hessen: Kontaktverbot bis 5. Juni?

Update vom 6. Mai, 14:00 Uhr: Wie die BILD-Zeitung vor Bekanntgabe der Beschlüsse erfahren haben will, dürfen sich zwei Haushalte miteinander treffen, um gemeinsam zu essen. Sachsen-Anhalt soll eine Sonderregel bekommen. Dort dürfen sich zusätzlich fünf weitere Personen treffen. Das Konktaktverbot soll in Deutschland aber bis zum 5. Juni verlängert werden.

Update vom 6. Mai, 7:20 Uhr: Bei der heutigen Corona-Konferenz von Bund und Ländern sind weitere Lockerungen bezüglich der Corona-Maßnahmen zu erwarten. Im Vorfeld hat sich angedeutet, dass der Bund die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen weitgehend den Ländern überlassen will. Jedoch besteht Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine Obergrenze von Neuinfektionen. Werden diese überschritten, müssen wieder härtere Beschränkungen eingeführt werden. Das heißt: Sollten innerhalb einer Woche die Neuinfektionen in den Landkreisen oder kreisfreien Städten die Zahl 50 pro 100.000 Einwohnern übersteigen, muss wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden. Hier liest Du eine Zusammenfassung aller Themen, die bei der Corona-Konferenz Gegenstand der Beratungen sind. 

Coronavirus in Hessen: Kitas, Gastro und Hotels bald wieder offen?

Update vom 5. Mai, 21:30 Uhr: Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Zeitraum vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfährt die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt. Die kontrollierte Öffnung soll laut den Empfehlungen auch für Restaurants, Außengastronomie, Cafés, Gaststuben und Kneipen sowie Imbisse gelten, wie aus der Vorlage hervorging.

Coronavirus - Gastronomie in Hessen

Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten. Kneipen und Restaurants waren Mitte März geschlossen worden, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Davon ausgenommen war nur die Lieferung und die Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Einige Länder hatten bereits Öffnungsschritte für das Gastgewerbe angekündigt, unter Auflagen zum Gesundheitsschutz und mit Beschränkungen. Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen, die in der Krise am schwersten betroffen ist. 

Coronavirus in Hessen: Kitas bald wieder offen und Veranstaltungen möglich? 

Update vom 5. Mai, 19 Uhr: Hessen will wieder Normalität einkehren lassen und plant deshalb weitere Lockerungen in der Corona-Krise. Sozialminister Kai Klose (Grüne) kündigt am Dienstag im Landtrag in Wiesbaden einen eingeschränkten Regelbetrieb in Kitas ab dem 2. Juni an. Bis dahin sollen die nötigen hygienischen Schutzvoraussetzungen geschaffen werden. Ziel sei es, dass jedes Kita-Kind noch vor den Sommerferien seine Tagesstätte noch einmal sehen kann. Eine Öffnung der Kitas sei jedoch nicht einfach, „denn einer Vierjährigen Abstandsregeln beizubringen, stößt zwangsläufig an Grenzen", erklärte Klose. Der Regelbetrieb könne aber auch nur eingeschränkt möglich sein, da Betreuuer wegen Vorerkrankrungen oder des Alters nicht zur Verfügung stehen. 

Es werde zudem an einem Konzept für Gastro, Sport, kulturelles und soziales Leben sowie Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmern gearbeitet. Die konkreten Maßnahmen seien aber abhängig von den Ergebnissen der anstehenden Bund-Länder-Chefgespräche, betont der Sozialminister. Außerdem könne nicht jeder einzelne geplante Öffnungsschritt könne bereits mit einem Datum versehen werden und setze zudem voraus, dass die Zahl der Infizierten in Hessen nicht wieder drastisch ansteige. 

Eine grundlegende Voraussetzung dafür seien mehr Tests. „Denn wenn wir lockern, werden sich auch wieder mehr Menschen infizieren", erklärt er. Die Zahlen der Neuinfizierten seien derzeit auch deshalb niedrig, weil weniger getestet werde als im Februar und März, als viele Menschen vom Winterurlaub aus den Alpen zurückgekehrt waren. Wegen der Erkältungszeit hatten zudem auch mehr Menschen Symptome, die auch zu einer Infektion mit dem Virus passten. Es müsse dann vor allem dort mehr getestet werden, wo ein Infektionsausbruch schnell dramatische Folgen haben kann: In den Krankenhäusern, in den Alten- und Pflegeheimen. Deshalb will Hessen nach Angaben des Ministers zu einem möglichst einheitlichen Vorgehen für diese Einrichtungen kommen. Das solle dazu beitragen, dass akut infizierte Personen gar nicht in die Einrichtung gelangen oder räumlich getrennt behandelt werden. 

Coronavirus in Hessen: Diese neuen Lockerungen könnten am Mittwoch kommen

Update vom 5. Mai, 13:50 Uhr:Die Rufe nach Lockerung der Corona-Maßnahmen  in Deutschland werden immer lauter. Am Mittwoch (6. Mai) werden Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder einmal mehr über den weiteren Corona-Kurs beraten. Doch auch wenn es einen gemeinsamen Bund-Länder-Beschluss gibt, kann und wird es in einzelnen Bundesländern Abweichungen geben. 

Bei derCorona-Konferenz am 6. Mai soll es um Konzepte zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas gehen. Auch der Fußball hofft auf eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Bundesliga – in Form von Spielen ohne Zuschauer. Zudem soll der Breitensport auf der Tagesordnung stehen. Der Gastronomie soll laut Bundesregierung eine Perspektive in der Corona-Krise aufgezeigt werden. 

Coronavirus: Hessen plant weitere Öffnung der Schulen ab 18. Mai  

In Hessen soll am 18. Mai für viele weitere Schüler wieder der Unterricht in eingeschränkter Form beginnen. Darunter sind die Viertklässler und viele Schüler an weiterführenden Schulen. Die übrigen Grundschüler sollen am 2. Juni in die Klassenräume zurückkehren, wie das Kultusministerium am Dienstag auf dpa-Anfrage in Wiesbaden mitteilte. Wegen der Corona-Pandemie werden in Hessen derzeit nur die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen unterrichtet. Ab dem 18. Mai soll ein Schulbetrieb unter anderem für die Sekundarstufe I und die Einführungsphase der Sekundarstufe II zumindest eingeschränkt anlaufen, erläuterte das Ministerium. Damit wären alle Schüler an weiterführenden Schulen zumindest zeitweise wieder im Unterricht. Außerdem ist eine weitere Öffnung der Berufsschulen geplant. 

Der Schulbetrieb in diesem Schuljahr werde sich weiter aus Präsenztagen in der Schule und Lernen von zuhause aus zusammensetzen, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Für die Abschlussjahrgänge an den Schulen hatte am 27. April wieder der Unterricht begonnen. Eine geplante, zeitgleiche Öffnung auch für die 4. Klassen der Grundschulen war vom Verwaltungsgerichtshof gekippt worden. Lorz bekräftigte, dass man nun zunächst einen Beschluss der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel abwarten wolle, inwiefern sich die hessischen Pläne im Einklang mit der bundesweiten Planung bewegten. 

Erstmeldung vom 4. Mai: Weg vom Ausnahmezustand, hin zu einer neuen Normalität. Hessen steckt mitten in der Corona-Krise und versucht Tag für Tag mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen. Während nach wie vor Maßnahmen wie das Kontaktverbot und die Maskenpflicht im Land gelten, will die Landesregierung nach und nach mehr Lockerungen möglich machen. Bereits am Montag (4. April) kehren deshalb Friseure in ihre Salons und Schüler in ihre Klassenräume zurück. Senioren dürfen zumindest einmal pro Woche wieder ihre Angehörigen sehen. Doch damit ist die Normalität noch längst nicht zurückgekehrt. Immer noch bangen in Hessen Gastronomie und Hotellerie weiterhin um ihre Zukunft, Sportevents sind wegen Corona untersagt und auch Veranstaltungen bleiben bis Ende August verboten. In unseremCorona-Ticker in Hessen halten wir Dich über die wichtigsten Entwicklungen des Landes auf dem Laufenden.

Corona-Krise in Hessen: Diese neuen Regelungen gelten ab dem 4. Mai

Nachdem Bund und Länder in der letzten Aprilwoche neue Maßnahmen in der Corona-Krise getroffen haben, setzt Hessen diese wie folgt um:

  • Kontaktverbot: Die Kontaktsperre bleibt bis zum 10. Mai bestehen.
  • Schulen: Klassen, die in diesem und im nächsten Jahr ihren Abschluss machen, dürfen wieder in der Schule unterrichtet werden.
  • Kita: Bleibt weiterhin geschlossen.
  • Friseure Unter strengen Hygienemaßnahmen dürfen Friseure ihre Salons ab dem 4. Mai wieder öffnen.
  • Spielplätze: Sind für Kinder wieder geöffnet. (Verbotsschilder werden in Hessen nach und nach entfernt).
  • Krankenhäuser: Nicht zwingend notwendige medizinische Eingriffe und Operationen in Kliniken und ambulanten Praxen sind wieder erlaubt. (25 Prozent der Intensivbetten bleiben aber für Covid-19-Patienten frei)
  • Pflegeheime: Einmal pro Woche dürfen Senioren für eine Stunde ihre Angehörigen sehen. 
  • Museen, Zoos, Gedenkstätten: Dürfen unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen.
  • Gottesdienste: Ebenfalls unter Einhaltung von Hygieneregeln erlaubt. 
Coronavirus - Friseursalons dürfen seit dem 4. Mai wieder öffnen.

Hessen: Gastronomie und Hotellerie wegen Corona geschlossen – gibt es einen Hoffnungsschimmer?

Wegen der Corona-Krise bleiben in Hessen Gastronomie und Hotellerie geschlossen. Das bringt viele Menschen in existenzielle Not, denn während die Fix-Kosten weiter bezahlt werden müssen, brechen die Einnahmen weg. Könnte es ein Alkoholverbot den Gastronomie-Betrieben endlich ermöglichen, wieder öffnen zu dürfen? Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat schon über diese Möglichkeit gescherzt: „Alkohol macht fröhlich und nimmt die Angst; dass dann eine Kontaktsperre im Sinne von Abstand halten, weniger gelingt – ich meine das ist unsere gemeinsame Lebenserfahrung.“ 

Hessen: Neue Lockerungen oder Verschärfungen? Diese Themen werden am 6. Mai besprochen

Am Mittwoch (6. Mai) beraten sich Bund und Länder erneut und entscheiden, welche Regelungen während der Corona-Pandemie getroffen werden müssen. An diesem Tag werden sehr viele wichtige Themen besprochen. Beispielsweise soll über die Zukunft von Kitas und Schulen gesprochen werden, auch das Thema Sport wird diskutiert. Auf der Themenliste steht ebenfalls das Kontaktverbot und Gastronomie und Hotellerie. Wie sich die Ministerpräsidenten entscheiden werden, ist aktuell noch völlig unklar. 

Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen auf einen Blick

In Hessen gibt es insgesamt 8.585 Infizierte. Im Vergleich zum Vortrag sind 44 Fälle dazugekommen. In Hessen sind 384 Personen an Covid-19 gestorben. Alle Fallzahlen der Landkreise und Städte auf einen Blick*:

Kreis/Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

LK Bergstraße

313

2

LK Darmstadt-Dieburg

365

16

LK Fulda

300

11

LK Gießen

226

3

Lk Groß-Gerau

432

10

LK Hersfeld-Rotenburg

198

22

LK Hochtaunuskreis

245

5

LK Kassel

338

24

LK Lahn-Dill-Kreis

335

15

LK Limburg-Weilburg

269

2

LK Main-Kinzig-Kreis

640

34

LK Main-Taunus-Kreis

281

8

LK Marburg-Biedenkopf

183

2

LK Odenwaldkreis

365

53

LK Offenbach

483

28

LK Rheingau-Taunus-Kreis

200

3

LK Schwalm-Eder-Kreis

477

31

LK Vogelsbergkreis

121

5

LK Waldeck-Frankenberg

146

3

LK Werra-Meißner-Kreis

176

14

LK Wetteraukreis

270

12

SK Darmstadt

203

14

SK Frankfurt am Main

1.304

42

SK Kassel

278

6

SK Offenbach

104

8

SK Wiesbaden

327

11

Gesamtergebnis

8.585

384

*Stand vom 5. Mai. Daten vom Sozialministerium Hessen entnommen.

Hessen: Maskenpflicht – diese Personen müssen keinen Mundschutz tragen

Seit dem 27. April gilt in Hessen die Maskenpflicht. Beim Einkaufen, beim Betreten von Banken und Postfilialen oder in Bus und Bahn muss ein Mundschutz getragen werden. Eine Maske soll Tröpfchen, die beim Reden, Husten oder Niesen entstehen, zurückhalten. Dadurch kann eine Ausbreitung des Coronavirus verhindert und Menschen geschützt werden. Die Alltagsmasken können gekauft oder selbstgemacht sein. Es ist auch erlaubt einen Schal oder ein Tuch zu nutzen, solange Mund und Nase bedeckt werden. 

Wer ohne Maske erwischt wird, handelt sich zunächst eine Verwarnung ein. Beim wiederholten Verstoß droht ein Bußgeld bis zu 50 Euro. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sowie Menschen, für die eine Maske aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar ist, müssen keinen Mundschutz tragen.

jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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