Alle Entwicklungen im Ticker

Corona-Krise in Hessen: Kritik an Milliardenhilfspaket – „Wollen keine Blankoschecks ausfüllen“

Hessen in der Corona-Krise - Die wichtigsten Entwicklungen, die aktuellen Fallzahlen und Lockerungen gibt es in unserem News-Ticker:

  • In Hessen kehrt trotz Coronavirus langsam wieder Normalität ein.
  • Die Corona-Verordnung von Hessen sieht weitere Lockerungen im Alltag vor. 
  • Forscher der Uniklinik Frankfurt starten Corona-Studie in 60 Kitas
  • RMV und Polizei sagen Masken-Verweigerern den Kampf an.
  • Kritik an milliardenschwerem Corona-Hilfspaket.
  • Alle Entwicklungen sowie die aktuellen Fallzahlen im Corona-Ticker:

>>> Unser neuer Corona-Ticker für Hessen findest Du hier <<<

Update vom 16. Juni: Satte zwölf Milliarden Euro soll das Corona-Hilfspaket der hessischen Landesregierung umfassen – doch im Landtag am Dienstag sind die Pläne auf großen Widerstand in der Opposition gestoßen. Finanzminister Michael Boddenberg betonte jedoch, das Land könne sich nicht von Nachtragshaushalt zu Nachtragshaushalt hangeln. „Wir müssen jetzt klug investieren, um die Krise schnell zu überwinden.“ Künftigen Generationen sei nicht geholfen, wenn derzeit auf eine Kreditaufnahme verzichtet werde, die Menschen aber in Zukunft wegen eines Arbeitsplatzabbaus in Folge der Corona-Krise auf der Straße stehen.

Die Opposition sicherte zwar Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Krise zu. Blankoschecks würden der Landesregierung aber nicht ausgestellt. Linke-Vize-Fraktionschef Jan Schalauske kritisierte, Schwarz-Grün lege keinen Plan vor, wie mit der Summe von zwölf Milliarden Euro ein Neustart aus der Krise gestaltet werden soll. Das Gesetz zum Sondervermögen enthalte nur vage Absichtserklärungen und sehe keine ausreichende Kontrolle des Sondervermögens durch das Parlament vor.

Das Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz ist die Grundlage für ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Aus diesem Coronafonds sollen gebündelt bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen ausgeglichen werden. 

Allein fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen will Schwarz-Grün für den Ausgleich von Steuermindereinnahmen des Landes einsetzen. Weitere 2,5 Milliarden Euro sollen bei den Kommunen unter anderem Ausfälle bei der Gewerbesteuer kompensieren. Der Coronafonds sieht außerdem 1,5 Milliarden Euro für Hessens Wirtschaft und 960 Millionen Euro für den Gesundheitsschutz und zur Sicherung der sozialen und kulturellen Infrastruktur vor. Für die Rückzahlung der Kredite plant die Landesregierung maximal 30 Jahre beginnend ab 2021 ein.

Corona in Hessen – Die aktuellen Fallzahlen und Todesfälle (Stand: 16. Juni)

  • Bestätigte Fälle in Hessen: 10.371
  • Todesfälle in Hessen: 495

Kreis/Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

LK Bergstraße

357

3

LK Darmstadt-Dieburg

427

20

LK Fulda

372

12

LK Gießen

247

4

Lk Groß-Gerau

533

13

LK Hersfeld-Rotenburg

261

22

LK Hochtaunuskreis

286

5

LK Kassel

393

28

LK Lahn-Dill-Kreis

344

18

LK Limburg-Weilburg

292

6

LK Main-Kinzig-Kreis

765

46

LK Main-Taunus-Kreis

350

14

LK Marburg-Biedenkopf

198

4

LK Odenwaldkreis

407

61

LK Offenbach

642

40

LK Rheingau-Taunus-Kreis

247

5

LK Schwalm-Eder-Kreis

525

37

LK Vogelsbergkreis

121

5

LK Waldeck-Frankenberg

173

5

LK Werra-Meißner-Kreis

217

16

LK Wetteraukreis

350

13

SK Darmstadt

223

18

SK Frankfurt am Main

1.685

62

SK Kassel

335

9

SK Offenbach

165

9

SK Wiesbaden

456

20

Gesamtergebnis

10.371

495

(Stand vom 16. Juni. Quelle: Sozialministerium Hessen)

Corona in Hessen: Ausbleibende Neuinfektionen – Grund ist technischer Fehler

Update vom 15. Juni: Am Montag meldet das Sozialministerium in Hessen keine neue Coronavirus-Fälle für das Bundesland. Die Folge einer erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie? Leider nicht, denn am Sonntag seien „aufgrund technischer Problemekeine Daten aus Hessen an das Robert-Koch-Institut übermittelt worden, teilte das Ministerium am Montagnachmittag mit.

In der Länder-Tabelle des Robert-Koch-Instituts waren daher seit Montagmorgen null Neuinfektionen für Hessen verzeichnet - die Zahlen waren dieselben wie am Vortag. Das galt auch für das tägliche Bulletin, das laut Ministerium am Montag „keine validen Zahlen für Hessen“ enthielt. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle im Bundesland liegt demnach weiterhin bei 10.324, die Zahl der Todesfälle bei 491. Von Samstag auf Sonntag waren hessenweit drei bestätigte Neuinfektionen (siehe Tabelle unten) dazugekommen.

Corona-Krise in Hessen: Schwimmbäder, Saunen und Badeseen ab Montag wieder geöffnet

Update vom 14. Juni: Auch wenn das Wetter noch nicht so recht mitspielen mag, freuen sich über diese Corona-Lockerung tausende Wasserratten! Denn: Ab Montag (15. Juni) dürfen in Hessen Schwimmbäder, Saunen und Badeseen unter Auflagen wieder öffnen. Doch auch hier gelten Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen. Die Beschäftigten blicken dabei gespannt auf die kommende Woche, so Michaela Fisseler-Weinrich, Vorsitzende des Landesverbands Hessen im Bundesverband Deutscher Schwimmmeister. 

Fisseler-Weinrich schätzt, dass etwa nur maximal die Hälfte der Bäder in Hessen gleich am Montag aufmachen wird. „Rund die Hälfte sagt: Wir haben einen Hygieneplan, die Regeln kriegen wir umgesetzt, wir machen auf. Die andere Hälfte hält das für schwierig“, so Fisseler-Weinrich weiter. Für Großbetriebe sei die Öffnung tendenziell leichter als für kleinere Bäder mit wenig Personal. Schätzungsweise rund 20 Prozent der Bäder würden aufgrund der vorgegebenen Hygienemaßnahmen diesen Sommer nicht öffnen können. Ein Problem für viele Betreiber und Schwimmeister sei die zu späte Information über die genauen Anforderungen der Verordnung gewesen.

Der Verband wünsche sich eine „Leitschnur“ für alle Bäder, auch wenn die Gegebenheiten vor Ort sehr verschieden seien. „Wie gut die Umsetzung der Hygieneregeln gelingt, hängt von der Größe des Bades, der Klientel, den baulichen Gegebenheiten ab. Das kann sehr unterschiedlich sein." Dass die Schwimmmeister hinter jedem Gast herlaufen, der keine Maske trägt, oder Gruppen von planschenden Jugendlichen trennt, sei nicht das Ziel: „Niemand ist in der Lage, das zu kontrollieren. Das liegt auch in der persönlichen Verantwortung des Gastes. In einer Pandemie zählt Eigenverantwortung: Jeder muss darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. Das ist im Bad ja nicht anders als im Park oder in einem Geschäft“, sagte Fisseler-Weinrich.

Corona in Hessen – Die aktuellen Fallzahlen und Todesfälle (Stand: 14 Juni)

  • Bestätigte Fälle in Hessen: 10.324 (+3)
  • Todesfälle in Hessen: 491 (+0)

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Hessen hat am Sonntag nur leicht zugenommen. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl um drei auf nun 10.324 seit Beginn der Pandemie, wie das Sozialministerium in Wiesbaden am Sonntag mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, erhöhte sich nicht und blieb bei 491. 

Corona-Krise in Hessen: Kaum Neuinfektionen, Todesfälle in Groß-Gerau und Wiesbaden

Update vom 13. Juni: Am Samstagmittag veröffentlicht das hessische Sozialministerium die aktuellen Zahlen der Corona-Infektionen im Land – demnach haben sich bislang 10.321 Personen in Hessen mit dem Coronavirus infiziert – davon acht in den vergangenen 24 Stunden. Der positive Trend der letzten Tage und Wochen hält also weiter an. Jedoch wurden dem Sozialministerium auch zwei neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Im Landkreis Groß-Gerau und in Wiesbaden ist jeweils ein Patient an oder mit Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Land auf 491.

Coronavirus in Hessen: Nur wenige Neuinfektionen

Update vom 12. Juni: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen ist am Freitag im Vergleich zum Vortag um 17 gestiegen. Damit sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 10.313 Fälle im Bundesland registriert worden, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, beträgt wie am Donnerstag 489

Wie viele Personen bereits wieder gesund sind, kann nicht genau gesagt werden. Denn wie ein Sprecher des Sozialministeriums auf Nachfrage erklärt, werden genesene Fälle nicht gemeldet. Laut einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts sind aber bereits von den 10.313 Fällen rund 9.500 Personen wieder gesund. Abzüglich der Todesfälle gibt es demnach 324 aktive Fälle in Hessen.

Update vom 11. Juni: Die Zahl der seit Beginn der Coronavirus-Pandemie bestätigten Infektionen in Hessen ist auf 10.296 gestiegen. Das seien 40 mehr als am Vortag, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden am Donnerstag mit (Stand 14.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 489. Die allermeisten hessischen Städte und Gemeinden sind von der Schwelle für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen ein gutes Stück entfernt – allerdings stieg der Wert für den Kreis Hersfeld-Rotenburg in den vergangenen Tagen weiter an und lag nun bei 27. Die Grenze für mögliche schärfere Maßnahmen gegen die Pandemie liegt bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Alle anderen Kreise und Kommunen wiesen Werte im einstelligen Bereich auf oder lagen bei null.

Corona in Hessen – Die aktuellen Fallzahlen und Todesfälle

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: 185.674 (+258)
  • Todesfälle in Deutschland: 8.763 (+8)
  • Bestätigte Fälle in Hessen: 10.313 (+17)
  • Todesfälle in Hessen: 485 (+0)

Kreis/Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

LK Bergstraße

356

3

LK Darmstadt-Dieburg

426

20

LK Fulda

368

12

LK Gießen

246

4

Lk Groß-Gerau

531

12

LK Hersfeld-Rotenburg

256

22

LK Hochtaunuskreis

286

5

LK Kassel

388

28

LK Lahn-Dill-Kreis

343

18

LK Limburg-Weilburg

292

6

LK Main-Kinzig-Kreis

764

45

LK Main-Taunus-Kreis

350

14

LK Marburg-Biedenkopf

198

3

LK Odenwaldkreis

407

61

LK Offenbach

635

40

LK Rheingau-Taunus-Kreis

245

5

LK Schwalm-Eder-Kreis

525

37

LK Vogelsbergkreis

121

5

LK Waldeck-Frankenberg

173

5

LK Werra-Meißner-Kreis

213

16

LK Wetteraukreis

349

12

SK Darmstadt

213

18

SK Frankfurt am Main

1.665

61

SK Kassel

335

9

SK Offenbach

165

9

SK Wiesbaden

453

19

Gesamtergebnis

10.313

489

(Stand vom 12. Juni. Quelle: Sozialministerium Hessen)

Hessen: Neue Corona-Verordnung vorgestellt – diese Lockerungen kommen heute

Update vom 10. Juni: Am Mittwoch verkündet Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) umfangreiche Lockerungen. „Wir haben das Virus-Geschehen in den vergangenen Wochen aufmerksam beobachtet. Die Erfahrungen zeigen uns, dass wir mit unserer schrittweisen Vorgehensweise richtig liegen und nun in einigen Bereichen weitere Anpassungen vornehmen können",so der Ministerpräsident.

Ab dem 11. Juni soll die Kontaktbeschränkung gelockert werden. So sollen sich ab Donnerstag, unabhängig von der Größe, zwei Haushalte oder maximal 10 Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen. 

Ab dem 15. Juni kommen auch endlich wieder Wasserratten auf ihre Kosten: Schwimmbäder, Saunen und Badeseen sollen dann wieder geöffnet werden – natürlich nur unter Einhaltung eines strengen Hygiene-Konzepts. 

Auch im Bildungssystem gibt es Lockerungen: Ab dem 22. Juni sollen Grundschulen wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Dort soll auf ein Abstandsgebot verzichtet werden. Ab dem 6. Juli sollen auch Kitas in Hessen wieder den Regelbetrieb aufnehmen. Die Notbetreuung sei dann beendet. 

Corona-Krise in Hessen: Maskenpflicht in Bahnhof und Flughafen 

Neu ist außerdem: Bei Gottesdiensten, Bestattungen und Trauerfeiern müssen die Kontaktdaten der Teilnehmer erfasst werden. Auch in Gebäuden von Bahnhöfen und Flughäfen in Hessen muss nun eine sogenannte Alltagsmaske - eine Abdeckung für Mund und Nase - getragen werden. Im öffentlichen Nahverkehr galt bislang schon eine Maskenpflicht, ebenso in Geschäften.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagt in der Pressekonferenz: „Wir haben das Virus-Geschehen in den vergangenen Wochen aufmerksam beobachtet. Die Erfahrungen zeigen uns, dass wir mit unserer schrittweisen Vorgehensweise richtigliegen und nun in einigen Bereichen weitere Anpassungen vornehmen können."  

Hessen: Neue Corona-Verordnung wird vorgestellt – welche Lockerungen kommen?

Update vom 9. Juni, 20:40 Uhr: Am Mittwoch will die Landesregierung die

neue Corona-Verordnung für Hessen vorstellen. Die Pressekonferenz findet um 10 Uhr in der Staatskanzlei in Wiesbaden statt. Dabei sollen auch Vertreter kommunaler Spitzenverbände zu Wort kommen. 

Erwartet wird, dass es dabei unter anderem um Lockerungen für die Frei- und Schwimmbäder gehen wird. Derzeit können dort nur Schwimmkurse oder Vereinstraining stattfinden. Zuletzt sind nach und nach die strikten Regeln gelockert worden, die wegen des Coronavirus verhängt worden waren. 

Corona in Hessen: Mega-Finanzpaket beschlossen!

Update vom 9. Juni, 14:50 Uhr: Um die Folgen der Corona-Krise bewältigen zu können, beschließt Hessen ein Finanzpaket von historischem Ausmaß. Aus dem geplanten Sondervermögen in Höhe von 12 Milliarden Euro sollen bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen ausgeglichen werden, teilt die Landesregierung am Dienstag in Wiesbaden mit. Der Corona-Fonds wird mit geliehenem Geld gespeist. Das Vorhaben ist daher mit einer Kreditermächtigung verknüpft, für die Schwarz-Grün wegen Hessens Schuldenbremse eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag braucht und auf Stimmen aus der Opposition angewiesen ist. Allein 5 Milliarden Euro sind für den Ausgleich von Steuermindereinnahmen des Landes vorgesehen, teilt die Regierung mit. Weitere 2,5 Milliarden Euro sollen bei den Kommunen unter anderem Ausfälle bei der Gewerbesteuer kompensieren. Der Corona-Fonds sieht außerdem 1,5 Milliarden Euro für Hessens Wirtschaft vor, etwa eine Beteiligung an Unternehmen über einen Hessenfonds. Das Geld soll zudem unter anderem für den Klimaschutz, ein Nothilfeprogramm für Studenten, den geplanten Bonus für Pflegekräfte und für Schul-Laptops bereit stehen.

Corona in Hessen: Regelbetrieb in Schulen schon vor den Sommerferien? 

Update vom 9. Juni: Hessens Kultusminister Alexander Lorz will einen Regelbetrieb an Schulen in den zwei Wochen vor den Sommerferien „ernsthaft prüfen“. „Ich finde diese Idee sehr spannend und denke aktuell darüber nach“, sagt der CDU-Politiker der „Frankfurter Rundschau“.

Hintergrund sind Vorschläge von Medizinern, die zwei Wochen vor den Ferien als Testphase zu nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und die Ferien als Sicherheitspuffer zu nutzen. Wenn renommierte Mediziner dies für möglich halten, „dann sollten wir das ernsthaft prüfen“. „Allerdings möchte ich betonen, dass auch der erhoffte Regelbetrieb nach den Sommerferien nicht der gleiche sein wird wie vor Corona“, sagt Lorz der Zeitung. 

Corona-Krise in Hessen: Noch Einschränkungen im ersten Halbjahr

Wahrscheinlich werde zumindest das erste Schulhalbjahr noch von gewissen Einschränkungen geprägt sein, selbst wenn Abstandsregeln aufgegeben und die Gruppengrößen wieder auf den regulären Stand gebracht würden. „Wir müssen zum Beispiel sehen, welche Ganztagsangebote es zusätzlich zum Unterricht noch geben kann, denn bei einigen Trägern dieser Angebote fällt ja ebenfalls Personal aus, weil es zu einer Risikogruppe zählt“, so Lorz.

Corona in Hessen: Die zwei Wochen vor den Sommerferien könnten als Testphase für den Regelbetrieb in Schulen genutzt werden.

Zudem seien im Sport sicherlich Mannschaftssportarten kritisch und im Musikunterricht werde in geschlossenen Räumen sicher weiter auf das Singen verzichtet werden müssen.

Corona in Hessen: Wasser marsch – Freibäder dürfen wieder öffnen

Update vom 8. Juni, 21:56 Uhr: In Hessen dürfen die Freibäder wieder für alle öffnen, das berichtet die „Gelnhäuser Neue Zeitung“. In einer Telefonkonferenz habe Ministerpräsident Volker Bouffier grünes Licht für die Freibadsaison gegeben. Es gelten aber strikte Hygieneregeln, wie beispielsweise fünf Quadratmeter Liegefläche pro Badegast.

Corona in Hessen: 7 Landkreise frei von Covid-19

Update vom 8. Juni: In Hessen haben sich mittlerweile 10.207 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Am Montag ist die Anzahl der Fälle um vier gestiegen. Glücklicherweise gibt es aber keine weiteren Todesfälle. Die hessischen Städte und Gemeinden sind von der Schwelle für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen weiterhin deutlich entfernt - diese liegt bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. In mehreren Kreisen liegt der Wert sogar bei null. Dabei handelt es sich um die Kreise Bergstraße, Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf, im Vogelsbergkreis sowie Darmstadt. 

Corona in Hessen: Über 30 neue Fälle

Update vom 7. Juni, 16 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in Hessen ist am Sonntag um 32 Fälle auf 10.203 gestiegen. Das teilt das Sozialministerium in Wiesbaden mit. Die Summe der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, hat sich um einen auf 484 erhöht. Den höchsten Wert an Infektionen pro 100.000 Einwohner hat der Landkreis Fulda mit 13, gefolgt vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 9. In allen anderen Landkreisen liegt dieser Wert zwischen 0 und 5. 

Update vom 6. Juni, 14:40 Uhr: In Hessen haben sich seit Beginn der Pandemie 10.171 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Infektionen steigt am Samstag nur leicht um acht Fälle gegenüber dem Vortag, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilt. Die Summe der Todesfälle in Hessen, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, erhöht sich um einen auf 483. Von der Schwelle für eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind alle Städte und Kreise weit entfernt. Diese liegt bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Den höchsten Wert hat hier der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit zwölf. 

Corona in Hessen: Polizei sagt Masken-Verweigerern den Kampf an

Update vom 5. Juni, 18:30 Uhr: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) will zusammen mit der Polizei dafür sorgen, dass alle Fahrgäste zum Schutz vor einer Corona-Infektion den obligatorischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Der allergrößte Teil der Kunden verhalte sich verantwortungsvoll, erklärte der RMV am Freitag. „Uns wird jedoch immer wieder von einigen wenigen Fahrgästen berichtet, die sich weigern, Mund und Nase zu bedecken, ohne einen medizinischen Grund dafür zu haben. Das ist unsolidarisch und rücksichtslos gegenüber den Mitfahrenden und ein Verhalten, das wir nicht tolerieren“, erklärte Geschäftsführer Knut Ringat. Für alle Fahrgäste, die sich ohne medizinischen Grund dennoch weigerten, Mund und Nase zu bedecken, planten der RMV und weitere Partner gemeinsame Kontrollen mit der Polizei. „Darüber hinaus weist der RMV darauf hin, dass die Verkehrsunternehmen bei absolut uneinsichtigen Fahrgästen auch von ihrem Hausrecht Gebrauch machen können“, heißt es in der Mitteilung. 

Geplant sei zudem der Einsatz von Teams in den Fahrzeugen, die gezielt an Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung eine Maske ausgeben. Die Verteilaktion von kostenlosen Einwegmasken an zentralen Bahnhöfen und Busbahnhöfen werde aufgrund des weiterhin bestehenden Bedarfs verlängert. Seit dem Start wurden den Angaben zufolge mehr als 400.000 Masken an Fahrgäste und Verbundpartner ausgegeben. Seit dem 27. April ist es in Hessen Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung in Bussen und Bahnen zu tragen. Neben Alltagsmasken aus Stoff und einfachen OP-Masken können Fahrgäste alternativ auch Schals oder Tücher hierfür nutzen. Von der Pflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen mit einem entsprechenden Attest.

Corona-Krise in Hessen: Soforthilfe-Anträge abgelehnt – diese Branchen trifft es häufig

Update vom 5. Juni, 7:10 Uhr: Über 7.800 Anträge für Corona-Soforthilfen für Unternehmen hat das Land Hessen bislang abgelegt. Vor allem Branchen, die „naturgemäß keine laufenden betrieblichen Kosten haben", würden keine Hilfe bekommen, wie ein Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel sagt. Dazu gehören Künstler, freiberufliche Dozenten und Vertreter. Die häufigsten Gründe für Ablehnungen seien Doppelanträge gewesen, der Betrieb des Unternehmens nur als Nebenerwerb oder eine zu späte Gründung des Unternehmens. So muss für einen Anspruch auf Soforthilfe das Gewerbe schon 2019 angemeldet worden sein. 

907 Millionen Euro sind laut dem Wirtschaftsministerium bisher an hessische Unternehmer ausgezahlt worden, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. 134.500 Anträge wurden gestellt, 117.000 sind bereits abgearbeitet. Einige Verbände und Unternehmer weisen darauf hin, dass es viele Betriebe und Selbstständige gebe, die keine Chance auf die Soforthilfen hatten.

Bundesland

Hessen

Einwohner

6,266 Millionen

Hauptstadt

Wiesbaden

Update vom 4. Juni, 7:04 Uhr: Urlaub machen während der Corona-Krise? Für viele kommt eine Reise ins Ausland dieses Jahr nicht in Frage. Deshalb rückt der Urlaub in der Heimat für viele Menschen in den Fokus. Wie Hessen von diesem Trend profitieren könnte, will Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag um 10 Uhr in Wiesbaden erklären. Gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga stellt sie eine neue Landtourismusstrategie vor. Hessen sei über die Grenzen hinaus für seine einzigartige Natur und Landschaft bekannt, hieß es aus dem Ministerium. „Insbesondere im ländlichen Raum profitiert die Bevölkerung vom Tourismus." Gerade während der Corona-Krise steige die Nachfrage nach Urlaubszielen im eigenen Land.

Update vom 3. Juni, 14:50 Uhr: In Hessen werden aktuell noch 417 Covid-19-Patienten stationär in Krankenhäusern behandelt. Das erklärt Gesundheitsminister Kai Klose am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. 72 der Patienten müssten laut Klose beatmet werden, die Zahl der freien Krankenhausbetten liege bei 10.852 und die der freien Beatmungsplätze bei 851. 

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Hessen hat sich am Mittwoch im Vergleich zum Vortag um 20 erhöht. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilt, wurden inzwischen 10.080 Fälle registriert. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht werden, liegt bei 480 und blieb damit seit Montag unverändert.

Hessen: Forscher starten Corona-Studie in 60 Kitas 

Ebenfalls bei der Pressekonferenz am Mittwoch erklärt Sandra Ciesek, Leiterin des Instituts für Medizinische Virologie der Uniklinik Frankfurt, Details zu einer Studie, die an 60 Kitas in Hessen starten soll. Diese solle die Frage untersuchen, welche Rolle Kinder bei der Übertragung des Coronavirus spielen. Je Kita sollen 25 Kinder und Erzieher im wöchentlichen Rhythmus auf Covid-19 getestet werden, um beispielsweise herauszufinden, wie die schrittweise Öffnung der Einrichtungen zur Übertragung beitrage. 

Es sei derzeit noch ungewiss,welchen Anteil Kinder an der Verbreitung des Virus haben, erläutert Professor Ciesek. Infektionen verliefen bei den Jüngsten meist mild oder asymptomatisch. Auftraggeber der „Safe-Kids-Studie“ ist das Land Hessen.„Die Erforschung von Sars-CoV-2 ist grundlegend für den künftigen Umgang mit dem Virus“, erklärt Sozialminister Klose. Die Studie vergleiche Zahlen zu positiven Tests in Kindertageseinrichtungen mit der Ausbreitung des Virus in der entsprechenden Region, um mehr über die Beteiligung kleiner Kinder an der Infektionsausbreitung zu erfahren. Nach den Worten von Ciesek soll die Untersuchung in wenigen Tagen starten. Die Teilnahme sei freiwillig. Kindern und Betreuern würden wöchentliche Corona-Tests angeboten, voraussichtlich über acht bis zwölf Wochen. „Wir wollen untersuchen, ob es in den Kita-Gruppen zu Infektionen mit dem Virus kommt und ob wir mit dieser Methode eventuelle Ausbrüche schneller erkennen können", erklärte die Forscherin.

Corona in Hessen: Sozialminister Klose spricht heute über wichtige Corona-Themen

Erstmeldung vom 3. Juni, 7:30 Uhr: Es scheint, dass ganz allmählich die Normalität wieder in Hessen zurückkehrt. Nachdem die Corona-Krise beinahe alles stillgelegt hat, haben Betriebe wieder ihre Arbeit aufgenommen, die Gastronomie kommt langsam wieder ins Rollen und viele Schüler kehren in ihre Klassen zurück. Natürlich gelten für alle Bereiche strenge Hygieneauflagen, damit sich das Coronavirus nicht wieder weiter ausbreitet. 

Die Corona-Regeln gelten auch im privaten Bereich. In Hessen gilt neben der Maskenpflicht auch das Kontaktverbot, das ein Treffen von maximal zwei Haushalten erlaubt. In privaten Räumen sind ebenfalls nur Zusammenkünfte im „engen privaten Kreis" unter strengen Hygienevorgaben, wie sie auch bei sonstigen Zusammenkünften gelten, erlaubt. Was unter einem „engen privaten Kreis‘‘ zu verstehen ist, hängt wesentlich von den Umständen des Einzelfalls (Familien- und Wohnsituation) ab“, heißt es in der aktuellen Corona-Verordnung von Hessen. Die Verordnung gilt offiziell bis zum 5. Juni. 

Besonders in Frankfurt spürt die Polizei, dass nicht alle Menschen die Corona-Regeln nicht ganz so ernst nehmen. „Wir spüren natürlich, dass es die Menschen bei schönem Wetter aus ihren Wohnungen zieht“, sagt ein Polizeisprecher am Sonntag. Daher hätten die Sicherheitskräfte auch in der Nacht zum Sonntag mehrfach Menschen ermahnen müssen, die sich beispielsweise am Opernplatz oder am Hafenpark, einem großen Sport- und Freizeitgelände, aufgehalten haben. Es habe sich insgesamt um 500 bis 1.000 Menschen an den verschiedenen Orten gehandelt. „Es ist dabei aber weitgehend friedlich geblieben“, fügt der Polizeisprecher hinzu. Andere Polizeipräsidien in Hessen melden unterdessen gar keine Vorfälle. 

Am Mittwoch (3. Mai) gegen 14 Uhr steht Kai Klose, Sozialminister von Hessen, zu aktuellen Corona- Fragen Rede und Antwort. Er wird bei der Pressekonferenz von der Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Uniklinikum Frankfurt, Sandra Ciesek, unterstützt. 

Corona-Krise in Hessen: Kitas machen wieder auf – alle Schüler zurück in ihren Klassen

In Hessen dürfen nach Pfingsten wieder die Grundschüler der ersten und dritten Klassen zurück in die Schule. Damit gibt es wieder für alle Schüler in Hessen Unterricht. 

Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheits- und Sozialminister des Landes Hessen, beim Besuch einer Kita. 

Ab Dienstag (2. Juni) machen außerdem Kitas wieder schrittweise auf und nehmen eingeschränkt wieder den Betrieb auf. Auch Grundschüler dürfen ab sofort wieder in die Schule. Außerdem finden seit Montag in Schwimmbädern wieder Schwimmkurse statt.

jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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