Die aktuellen Entwicklungen

Corona in Hessen: Über 800 neue Fälle – sinkt trotzdem die Zahl der Infizierten?

Corona in Hessen: Die aktuellen Zahlen und Entwicklungen im gesamten Bundesland sowie die aktuellen Regeln im News-Ticker:

  • Coronavirus in Hessen: Am Sonntag (9. November) ist die Zahl der Fälle im Bundesland um 883 auf insgesamt 54.043 gestiegen, die Zahl der Covid-19-Toten steigt auf 758.
  • Die aktuelle Corona-Verordnung von Hessen gilt seit dem 2. November 2020.
  • Die aktuellen Zahlen und Entwicklungen in Hessen:

Update vom 9. November: In Hessen gibt es 883 neue Corona-Fälle. Am Vortag waren es fast doppelt so viele. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf insgesamt 54.043 an. Es gibt außerdem 758 Todesfälle, das sind fünf mehr als am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 164,2.

Update vom 8. November: Insgesamt 53.161 Corona-Fälle gibt es im Bundesland Hessen – das sind 1.723 mehr als am Tag zuvor. Frankfurt hat nun eine weitere Grenze überschritten und liegt bei 10.401 Fällen. Die Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind auf 753 im ganzen Bundesland gestiegen. Die 7- Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 164,7.

Update vom 7. November: Zum Stichtag 3. November sind in Hessen insgesamt vier der 1.795 Schulen wegen coronabedingter Quarantänevorgaben geschlossen. Zuletzt müssen rund drei Prozent der Schüler und knapp vier Prozent der Lehrer wegen behördlicher Anordnungen zu Hause bleiben. Beide Werte hätten noch bis zu den Herbstferien dauerhaft unter einem Prozent gelegen, wie ein Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden gegenüber der dpa angibt.

Bei einer positiven Testung entscheiden in Hessen die Kommunen vor Ort, wer in Quarantäne muss.  In der Regel werde laut Ministerium für einzelne Schüler, ganze Klassen oder Lerngruppen Quarantäne verhängt. „Eine Übersicht der Maßnahmen durch die Gesundheitsämter haben wir nicht“, sagt der Sprecher.

Unterdessen ist die Anzahl der Corona-Fälle in Hessen auf 51.438 gestiegen. Die meisten Erkrankten gibt es in Frankfurt (9.975), Main-Kinzig-Kreis (3.418) und dem Kreis Offenbach (3.422). Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 741 Menschen mit Corona gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 160,2.

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 1.908, Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 137,6
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 2.226, Todesfälle 29, 7-Tage-Inzidenz 169,4
  • Kreis Fulda: Infizierte 1.332, Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 86,1
  • Kreis Gießen: Infizierte 1.844, Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 175,1
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 2.982, Todesfälle 33, 7-Tage-Inzidenz 183,7
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 634, Todesfälle 24, 7-Tage-Inzidenz 73,8
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 1.581, Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 126,5
  • Kreis Kassel: Infizierte 1.270, Todesfälle 35, 7-Tage-Inzidenz 88,7
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 1.770, Todesfälle 25, 7-Tage-Inzidenz 108,1
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 1.210, Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 159,7
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 3.540, Todesfälle 60, 7-Tage-Inzidenz 162,2
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 1.996, Todesfälle 27, 7-Tage-Inzidenz 126,9
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 2.401, Todesfälle 12, 7-Tage-Inzidenz 234,1
  • Odenwaldkreis: Infizierte 928, Todesfälle 72, 7-Tage-Inzidenz 121,1
  • Kreis Offenbach: Infizierte 3.577, Todesfälle 69, 7-Tage-Inzidenz 218,0
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 1.407, Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 145,8
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 1.153, Todesfälle 41, 7-Tage-Inzidenz 82,9
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 405, Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 51,1
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 770, Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 117,7
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 478, Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 74,7
  • Wetteraukreis: Infizierte 1.744, Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 114,0
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 1.303, Todesfälle 21, 7-Tage-Inzidenz 141,4
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 10,401, Todesfälle 122, 7-Tage-Inzidenz 288,8
  • Stadt Kassel: Infizierte 1.618, Todesfälle 15, 7-Tage-Inzidenz 134,8
  • Stadt Offenbach: Infizierte 1.789, Todesfälle 15, 7-Tage-Inzidenz 268,0
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 2.894, Todesfälle 33, 7-Tage-Inzidenz 203,2

Corona in Hessen: Kita-Kinder nicht gefährdet? Studie führt zu unglaublichem Ergebnis

Update vom 5. November: Nach einer Studie der Universität Frankfurt besteht bei Kita-Kindern ein vergleichsweise geringes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus. Im Rahmen der „Safe-Kids-Studie“ wurden in Zusammenarbeit mit dem hessischen Sozialministerium über zwölf Wochen hinweg insgesamt 825 Kinder und 372 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 50 Kitas in Hessen getestet, wie die Universität mitteilte. Das überraschende Ergebnis: Lediglich zwei Probanden wurden positiv auf den Sars-CoV2-Erreger getestet – in beiden Corona-Fällen handelte es sich um Erzieherinnen. „Die Zeit“ hatte zuerst darüber berichtet.

Im Untersuchungszeitraum vom 18. Juni bis zum 10. September war die Rate an Corona-Neuinfektionen in Hessen verhältnismäßig niedrig, dadurch seien die Ergebnisse der „Safe-Kids-Studie“ nicht ohne weiteres auf ein Umfeld mit hoher Inzidenz übertragbar, heißt es weiter. Doch im Studienzeitraum haben auch die hessischen Sommerferien und die Wochen danach gelegen, in denen es augrund zahlreicher Reisen zu einem Anstieg der Corona-Zahlen gekommen war.

In den zwölf Wochen Beobachtungszeitraum hat sich wohl keines der mehr als 800 untersuchten Kinder infiziert“, so Studienleiterin Sandra Ciesek gegenüber der „Zeit“. „Die Wahrscheinlichkeit scheint also extrem gering zu sein, dass sich Kinder anstecken.“ Überraschend sei dieses Ergebnis insofern, als dass die meisten Infektionskrankheiten wie Erkältungen oder die saisonale Grippe sich sehr schnell in Kitas und Schulen verbreiteten, erklärte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Ausgerechnet beim Sars-CoV2-Erreger scheine das nun aber nicht so zu sein.

Corona in Hessen: Zahlen rasen nach oben – Sportanlagen geschlossen

Update vom 3. November, 21:36 Uhr: Alle Einrichtungen des Freizeit- und Breitensportbetriebs müssen ab Donnerstag (5. November) in Hessen wegen der Corona-Pandemie schließen. Das habe die Landesregierung nach Beratungen mit den Kommunalen Spitzenverbänden entschieden, teilt das hessische Innenministerium am Dienstag mit. Dies gelte für
überdachte Sportanlagen wie Hallen oder Schießstände sowie für Anlagen im Freien. Allerdings ist seit Montag sowieso der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand in Sportanlagen verboten.

Sport als Individualsport im öffentlichen Raum wie Joggen, Radfahren oder Wandern ist nach der neuen Regelung weiter möglich. Auch Reiten, Rudern oder etwa Segeln sei erlaubt. Die Entnahme von Sportgeräten aus Sportanlagen sei zu diesem Zweck gestattet. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie der Schulsport bleiben laut Ministerium ebenso erlaubt, sofern ein Hygienekonzept vorliege. Dies umfasse nicht nur Berufssport, sondern auch den Nachwuchsleistungssport, der weiterhin den Trainings- und Wettkampfbetrieb fortsetzen dürfe.

Corona in Hessen: 20 Tote innerhalb eines Tages

Update vom 3. November, 8:30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hessen ist innerhalb eines Tages um 1.219 gestiegen. Insgesamt lag die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei 44.598, wie am Dienstag aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. 20 weitere Todesfälle wurden mit Sars-CoV-2 in Verbindung gebracht. Insgesamt starben demnach bislang 683 Menschen.

Bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen wiesen am Dienstag fast alle Kommunen Werte über der als kritisch geltenden Schwelle von 50 auf. Darunter lag laut RKI der Werra-Meißner-Kreis mit 46,7. Von Kommunen selbst gemeldete Zahlen können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben.

Corona in Hessen: November-Lockdown startet – diese Regeln musst Du kennen

Update vom 2. November: Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in Hessen von diesem Montag an verschärfte Regeln zum Schutz vor einer Ansteckung. Der Teil-Lockdown betrifft nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens und gilt zunächst für den November. Nicht betroffen von Schließungen sollen der Einzelhandel, Schulen und Kitas sein.

  • Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum: Die Bürger sollen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, höchstens allerdings mit zehn Personen.
  • Erweiterte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit: Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.
  • Erweiterte Maskenpflicht im Auto: Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist eine Alltagsmaske zu tragen.
  • Erweiterte Maskenpflicht in Schulen: Bisher bestand in hessischen Schulen eine Maskenpflicht ausschließlich außerhalb des Klassenraums, also auf dem Schulhof und in den Gängen. Jetzt gilt: Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Es soll aber währenddessen Gelegenheit für „Maskenpausen“ geben, zum Beispiel wenn gerade gelüftet wird.
  • Veranstaltungen: Öffentliche Veranstaltungen finden nur noch bei einem besonderen öffentlichen Interesse statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt. Zusammenkünfte und Feiern innerhalb der eigenen Wohnung sind nur einem engen privaten Kreis gestattet.
  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit: Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23 bis 6 Uhr verboten.
  • Reisen: Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.
  • Freizeit, Kultur und Sport: Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören:
    - Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen
    - Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
    - Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
    - Der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der
    Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und
    in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen
    - Schwimm- und Spaßbäder, Saunen
    - Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • - Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts zulässig. - Museen, Schlösser, Tierparks und Zoos werden geschlossen. - Gedenkstätten bleiben geöffnet.
  • Gastronomie: Restaurants, Gaststätten sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen sind Kantinen und Mensen und die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause. Die Bundesregierung hat insbesondere für diese Bereiche kurzfristige und umfangreiche finanzielle Hilfen angekündigt.
  • Dienstleistungen: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen wie etwa die Physiotherapie bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.
  • Geschäfte: Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhält.
  • Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen: Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen.
  • Bildungsangebote: Volkshochschulen bleiben geöffnet.
  • Quarantäneanordnung: Es wird klargestellt, dass sich Personen bei einem positiven Corona-Tests unmittelbar in Quarantäne begeben müssen. Dies gilt ab dem Vorliegen des Testergebnisses, auch wenn die förmliche Anordnung des Gesundheitsamtes noch nicht erfolgt ist. Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen wie etwa den Einkauf von Lebensmitteln gibt es Ausnahmen. Bei Verstößen gegen die Quarantäneanordnung droht ein Bußgeld von 500 Euro.
  • Definition Mund-Nase-Bedeckung: Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jede ans Gesicht anliegende Bedeckung von Mund und Nase, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Eine Zertifizierung ist nicht notwendig. Plastikvisiere sind davon nicht erfasst, sie sind keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung.

Update vom 1. November: Die Sonne hat es noch einmal gut gemeint mit vielen Hessen am letzten Samstag vor dem Teil Lockdown. In Straßencafés und anderen Plätzen genossen die Menschen die Strahlen der Oktobersonne und die noch geöffnete Gastronomie. Die Bekämpfung der Pandemie ist gleichzeitig das Topthema im Landtag. Und nicht nur dort. Hessens Landesregierung bat die Bevölkerung eindringlich um Akzeptanz der verschärften Corona-Regeln.

„Die Corona-Pandemie ist nicht nur noch da, sie hat sich mit voller Wucht sehr gefährlich weiterentwickelt“, sagte Vize-Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) am Samstag im Landtag. „Die Lage ist in Deutschland und auch in Hessen ernst und wir müssen alles tun, um eine nationale Gesundheitsnotlage zu vermeiden.“

Corona in Hessen: Volker Bouffier in häuslicher Quarantäne

Eigentlich wollte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die Regierungserklärung abgeben. Nachdem jedoch zwei Personen in der Staatskanzlei positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, muss der Regierungschef die nächsten Tage in häuslicher Quarantäne verbringen und führt von dort aus die Amtsgeschäfte. „Ministerpräsident Bouffier selbst ist negativ getestet, und es geht ihm gut“, sagt Regierungssprecher Michael Bußer.

Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen gingen in Darmstadt nach Polizeiangaben knapp 300 Menschen auf die Straße. Der Demonstrationszug durch die Innenstadt und die anschließende Kundgebung auf dem Karolinenplatz verliefen bis zum Nachmittag friedlich. Aufgerufen zu dem „Trauerzug für das Grundgesetz“ hatte das Bündnis Querdenken-615 in Darmstadt.

Corona in Hessen: Letztes Wochenende vor dem Lockdown - halten sich die Menschen an die Regeln?

Die Menschen in Hessen halten sich in der Nacht zum Samstag nach Polizeiangaben weitgehend an die aktuellen Corona Verordnungen. „Bei uns war es extrem ruhig“, sagte ein Sprecher in Wiesbaden. Auch in Frankfurt seien keine Verstöße festgestellt worden. Ein Polizeisprecher in Darmstadt sagte, dass die Menschen die Maßnahmen durchweg gut akzeptierten. Auch in Gießen, Fulda, Kassel und Offenbach gab es keine größeren Vorkommnisse, wie die Polizeibehörden mitteilten.

Corona in Hessen: 7-Tage-Inzidenz liegt bei 148,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte meldet mit Stand Sonntag (0 Uhr) 1.074 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen binnen eines Tages. Die Zahl der Infektionen stieg auf insgesamt 42.072 seit Beginn der Pandemie, wie aus der Übersicht des hessischen Sozialministeriums hervorgeht, die auf Daten des RKI beruht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt um 8 auf 654.

Bei der 7-Tage-Inzidenz liegt allein der Werra-Meißner-Kreis mit 45,7 unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Spitzenreiter ist der Kreis Marburg-Biedenkopf mit 299,5, gefolgt von der Stadt Offenbach mit 232,6. Frankfurt liegt mit 198,2 nun wieder knapp unter der Marke von 200. Der Landkreis Offenbach dagegen hat diesen Wert mit 204,9 überschritten. Für ganz Hessen lag die 7-Tage-Inzidenz am Morgen bei 148,9

Corona in Hessen: Diese Stadt hebt Sperrstunde auf – kurz vor dem Lockdown

Update vom 29. Oktober: Die Stadt Frankfurt hat nach einem Urteil die Sperrstunde aufgehoben. Die Allgemeinverfügung sei entsprechend geändert worden, sagt ein Sprecher von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Donnerstagabend. Allerdings gilt dies nur bis einschließlich Sonntag, weil von Montag an das bundesweit alle Gaststätten schließen müssen. Ein Wirt hatte vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel gegen die Sperrstunde geklagt und Recht bekommen, wie die „Bild“-Zeitung zuvor berichtet hatte.

Das Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum von 23 Uhr bis 6 Uhr gilt auch weiterhin für das gesamte Stadtgebiet. Die Maskenpflicht wurde zudem für weite Teile der Innenstadt verlängert. Der Verwaltungsstab beschloss, die entsprechende und bis Ende Oktober gültige Allgemeinverfügung zunächst bis Mitte November zu verlängern, wie die Stadt am Donnerstag mitteilt. Die schärferen Regeln gelten auch dann noch, wenn in Hessen die von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen in Kraft treten.

Neben Gaststätten müssen deshalb ab Montag in der Stadt unter anderem Theaterhäuser, Museen, der Zoo sowie der Palmengarten bis Ende November für Besucher schließen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt am Donnerstag in Frankfurt bei 218,8 und damit weiter auf einem sehr hohen Niveau. Die 7-Tages-Inzidenzen im Überblick:

Corona in Hessen: „Nationaler Gesundheitsnotstand“ – diese neuen Einschränkungen kommen

Update vom 28. Oktober: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben sich Bund und Länder am Mittwoch, 28. Oktober in einer Videoschalte über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verständigt. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sprach im Vorfeld von einem „nationalen Gesundheitsnotstand“. Es sei zwar nicht so, dass man Menschen derzeit nicht versorgen könne, sagt er am Mittwoch in Wiesbaden. „Aber wenn wir nicht handeln, dann kommen wir an einen
Punkt, wo wir sie nicht mehr versorgen können.“ So sollen ab Montag, 2. November, Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit gelten. Nur Angehörige zweier Haushalte sollen sich im Freien treffen dürfen, die Personenanzahl ist auf 10 beschränkt.

Auch im Bereich Freizeit kommt es zu Einschnitten: So sollen ab dem 2. November Veranstaltungsstätten wie Kinos, Theater und Konzerthäuser bis Ende des Monats schließen. Im Freizeit- und Amateursportbetrieb soll nur noch Individualsport erlaubt bleiben. Der Betrieb wird eingestellt, Vereine dürfen nicht mehr trainieren. Ebenfalls Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Wegen der drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen wollen die Bundeskanzlerin und die Länderchefs den Profisport nur noch ohne Zuschauer zulassen. Das soll auch für die Bundesliga gelten.

Im Gegensatz zum Lockdown im Frühling dürfen Schulen, Kitas sowie Groß- und Einzelhandel offen bleiben. Allerdings muss sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhält. Geschlossen werden einige Betriebe im Bereich der Körperpflege. Während Friseure offen bleiben dürfen, müssen Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios bis zum Ende des Monats schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapie sind weiterhin möglich.

Corona in Hessen: Alarmstufe „Dunkel-Rot“ – diese Stadt hält Inzidenz-Rekord

Update vom 27. Oktober: Krankenhäuser in Hessen bereiten sich in der Corona-Pandemie auf eine zunehmende Zahl an Patienten vor. Vielerorts steigt die Zahl der Infektionen rasant. Nach Angaben des Landessozialministeriums liegt von den Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen nur noch der Werra-Meißner-Kreis unter der Warnstufe Rot von mehr als 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Anderenorts ist der Wert schon mehr als viermal so hoch. Auf dem Messegelände in Marburg testen Helfer in Ganzkörper-Schutzanzügen in einem „Drive-in“ Autofahrer auf das Coronavirus direkt im Fahrzeug.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gibt es in Hessen sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der gestorbenen Menschen auf insgesamt 617. Außerdem steigt die Zahl der bekannten Neuinfektionen innerhalb eines Tages um 1349.

In Offenbach sind erstmals mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert worden. Wie die Stadt mitteilt, steigt damit die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag (27. Oktober) auf 205,7.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin haben zuletzt in Hessen 139 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gelegen. Davon sind 68 Patienten beatmet worden (Stand: Dienstag, 27. Oktober/13.00 Uhr).

Corona in Hessen: Alarmstufe „Dunkel-Rot“ in der Bankenstadt

Update vom 26. Oktober, 20:30 Uhr: Die farbig in Warnstufen eingeteilte Karte des Robert Koch-Instituts (RKI) färbt sich in Hessen immer dunkler. Die Karte ist inzwischen nahezu komplett rot. Am Montag gibt es ganz im Norden einen letzten gelben Fleck: Im Werra-Meißner-Kreis sind nach Angaben des hessischen Sozialministeriums 30,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert worden. Damit liegt der Wert unter der rot markierten Marke von 50.

Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte Hessens sind am Montag hellrot (50 bis 100) oder dunkelrot (über 100). Der Landesdurchschnitt liegt am Montag bei 108,9 positiven Tests auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen.

Spitzenreiter bleibt weiter Frankfurt. Das Sozialministerium gibt die wichtige Kennziffer in der größten Stadt des Landes am Montag mit 199,6 an. Die Stadt Frankfurt will bei Corona-Kontrollen nun auf die Hilfe von Bundespolizisten zugreifen und hat nach eigenen Angaben entsprechende Unterstützung angefordert. Bei der Inzidenz folgt auf Frankfurt Offenbach mit 178,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dunkelrot sind zwei Kreise in Mittelhessen sowie ein breiter Streifen quer über den gesamten Süden Hessens mit Ausnahme der Bergstraße.

Corona in Hessen: Fast 33.000 Fälle im Bundesland – Zahlen explodieren

Update vom 26. Oktober: In Hessen gab es innerhalb von 24 Stunden 625 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag mit. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 32.852 Menschen im Bundesland positiv getestet. Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden stiegt um zwei auf 611. Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen am Montag in Hessen 130 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, davon wurden 57 beatmet. Da am Wochenende nicht alle Landkreise ihre Fallzahlen melden, liegen die vom RKI genannten Zahlen womöglich niedriger als die tatsächliche Zahl der Neuansteckungen.

Corona in Hessen: 1.730 neue Fälle – Lage bleibt weiter kritisch

Update vom 25. Oktober: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Samstag 1.730 neue Fälle bestätigter Corona-Infektionen in Hessen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 31.128 Menschen im Bundesland positiv getestet. Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um 7 auf 607 zu. Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen am Samstag in Hessen 114 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. 47 Patienten wurden demnach beatmet.

Bitte reduzieren Sie Ihre Kontakte - unabhängig von dem, was erlaubt ist - auf das Nötigste. Tragen Sie so dazu bei, dass sich das Virus nicht noch weiterverbreiten kann“, wird Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Die Situation sei sehr ernst. Das gelte für ganz Hessen, insbesondere für die Ballungsräume und die Stadt Frankfurt. In Frankfurt lag der Wert von registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Samstag bei 176,1.

Corona in Hessen: Alarmstufe Rot in mehreren Städten – das sind die Risikogebiete

24. Oktober: Die Corona-Lage in Hessen bleibt weiter angespannt: Rund die Hälfte der Landkreise und Städte im Bundesland hat am Freitag die höchste Corona-Warnstufe der Landesregierung erreicht. Die Marke von 75 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen (Inzidenz) überschritten 12 der 26 Kommunen, wie aus Zahlen des hessischen Sozialministeriums hervorgeht. Laut Eskalationskonzept der Landesregierung übernimmt dann der Planungsstab des Sozialministeriums die Steuerung der medizinischen Lage.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen insgesamt erhöhte sich am Freitag im Vergleich zum Vortag um mindestens 958. Damit wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 29.398 Menschen im Bundesland positiv getestet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, stieg um 7 auf 600. Fünf Kommunen in Hessen wiesen laut Sozialministerium eine Inzidenz über der 100er-Marke auf:

  • Frankfurt (134,8)
  • Landkreis Groß-Gerau (122,1)
  • Stadt Offenbach (111,8)
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf (109,1)
  • Stadt Darmstadt (107,6

Die aktuelle Corona-Zahl für Hessen könnte allerdings sogar noch höher liegen. Wegen einer technischen Störung am RKI ist es am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen aus den Bundesländern gekommen. So ist die Stadt Wiesbaden und der Landkreis Gießen am Freitag mit keiner Veränderung bei der Zahl der Neuinfektionen aufgelistet.

Coronavirus in Hessen: Immer mehr Kommunen verschärfen die Regeln – Streit um Sperrstunde

Aufgrund der steigenden Zahl der Corona-Infektionen verschärfen die Kommunen in Hessen ihre Regeln. Seit Samstag (24. Oktober) gilt zum Beispiel in Darmstadt eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone. Im Vogelsbergkreis sind für Veranstaltungen nur noch maximal 150 Teilnehmer zugelassen. Anderswo wurden bereits schärfere Regeln umgesetzt, so hat etwa Hessens größte Stadt Frankfurt eine Sperrzeit für die Gastronomie ab 23 Uhr eingeführt, in weiten Teilen der Innenstadt muss eine
Maske getragen werden.

Unterdessen wird vor Hessens Verwaltungsgerichten weiter über die Corona-Beschränkungen gestritten. In Mittelhessen wird in mehreren Kreisen juristisch um die verhängte Regel für die Gastronomie gestritten. Während die behördlichen Verfügungen für Sperrstunden im Kreis Gießen und im Kreis Marburg-Biedenkopf vor Gerichten für rechtswidrig erklärt wurden, hob der Lahn-Dill Kreis am Freitag seine Allgemeinverfügung von sich aus wieder auf, bevor sie in Kraft trat. Er begründete das mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes in Kassel. Der hatte die zunächst bis 1. November geltende Verfügung des Kreises Gießen für eine Sperrstunde ab 23 Uhr vorerst gestoppt und bezeichnete sie als nicht verhältnismäßig

Übrigens: Die aktuelle Corona-Lage in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg liest Du in unseren News-Tickers zum jeweiligen Bundesland. (kab)

Coronavirus in Hessen: Nachverfolgung der Infektionen – Gesundheitsämter am Limit

Einige Gesundheitsämter in Hessen können angesichts der Vielzahl der Corona-Fälle nicht mehr jede Infektionskette nachvollziehen. „Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr“, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. „Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten, das ist ganz klar.“ Die Mitarbeiter müssten inzwischen die Fälle prorisieren. „Man muss sich jetzt gezielt die Fälle raussuchen, wo es besondere Dinge gibt, die es zu beachten gibt, wo es sich lohnt, genau nachzufragen“, sagte Gottschalk.

Corona in Hessen: Erneuter Massen-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft

Nach einer Massen-Infektion mit dem Coronavirus in einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel sind weitere Corona-Fälle aufgetreten. Insgesamt seien 30 weitere Bewohner sowie ein Beschäftigter der Einrichtung in Hessen positiv getestet worden, sagte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums in Gießen am Freitag. Dabei habe es auch einen erneuten Corona-Ausbruch unter den Bewohnern gegeben, die zuvor in andere Einrichtung verlegt worden waren. Diese seien nun in die Flüchtlingsunterkunft zurückgebracht worden. Ursprünglich wurden 109 von 301 Bewohnern der Erstaufnahme in in Kassel positiv getestet.

Coronavirus in Hessen: Schulen in Darmstadt dürfen Maskenverweigerer rauswerfen

Nach Vorfällen mit Kritikern der Maskenpflicht empfiehlt Darmstadt seinen Schulen und Kindergärten solche Personen zu vertreiben. „Die Schul- und Kitaleitungen sind in diesen Fällen ermächtigt, das Hausrecht durchzusetzen und die Personen des Geländes zu verweisen“, erklärte die Stadtverwaltung am Freitag. Notfalls solle die Polizei gerufen werden. Anlass waren Vorfälle am Mittwoch, als Demonstranten auf das Schulgelände der Georg-Büchner-Schule vorgedrungen seien. Deshalb hätten Krisenstab und Staatliches Schulamt in Hessen diese Empfehlung ausgesprochen, damit Unterricht und Betreuung störungsfrei möglich seien. (kab/dpa)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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