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Corona-Demo in Heidelberg: Autokorso sorgt für Mega-Chaos am Bismarckplatz

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Von: Klaudia Kendi-Prill

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Ein Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen hält die Polizei am Samstag in Heidelberg auf Trab. (Symbolbild)
Ein Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen hält die Polizei am Samstag in Heidelberg auf Trab. (Symbolbild) © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Heidelberg - Am Samstagnachmittag (21. November) findet in der Innenstadt eine ungewöhnliche Corona-Demo statt. Zum Ärger der Polizei halten sich die Teilnehmer dabei nicht an die Vorgaben.

Update vom 23. November: In Heidelberg gibt es 16 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf insgesamt 1.719 an. Wie das zuständige Gesundheitsamt meldet, sind 1.429 der Erkrankten wieder genesen und 276 Fälle gelten als aktiv. Die Zahl der Todefälle beträgt 14. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 129,5.

Coronavirus in HeidelbergLage am 20. November
Fälle gesamt1.719 (+16)
genesen1.429 (+110)
Aktive Fälle276 (- 40)
gestorben14 (+0)
7-Tage-Inzidenz129,5 (- 9,2)

Corona-Demo in Heidelberg: Autokorso löst Verkehrs-Chaos aus

Meldung 22. November: Ein Autokorso mit Kritikern der Corona-Politik hat am Samstag, 21. November, in Heidelberg den Verkehr lahmgelegt. Die Versammlung startet am Samstagnachmittag mit knapp 60 Fahrzeugen kurz nach 13 Uhr vom Busbahnhof in der Kurfürstenanlage und zieht sich über den Adenauerplatz, die Sofienstraße rund um den Bismarckplatz, der dreimal umrundet wird.

Entgegen der Auflagen der Versammlungsbehörde der Stadt Heidelberg hupt der überwiegende Teil der Demo-Teilnehmer. Über den Versammlungsleiter wird die Einhaltung der Auflagen angemahnt. Erst nach der zweiten Aufforderung, das Hupen zu unterlassen, kommen diese schließlich der Forderung nach. Gegen den Versammlungsleiter wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Verstöße gegen die Corona-Verordnung gibt es laut Polizei Heidelberg nicht. Die teilnehmenden Fahrzeuge sind vor Beginn der Versammlung überprüft worden.

Kurz vor 15 Uhr löst sich der Autokorso auf. Im Bereich der Friedrich-Ebert-Anlage kommt es während der „Rundfahrt“ zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Stau reicht zeitweise bis über den Schlossbergtunnel hinaus zurück. Der Verkehr rund um den Bismarckplatz wird von Polizeibeamten geregelt.

Heidelberg: Polizei sprengt mehrere Corona-Partys

Nicht nur Corona-Demonstranten halten die Polizei in Heidelberg am Wochenende auf Trab. Seit Beginn des Lockdowns und der damit einhergehenden Schließung von Restaurants, Kneipen und Cafés, schießt auch die Zahl der illegalen Corona-Partys in die Höhe. In der Nacht auf Samstag müssen Polizeibeamte gleich mehrere Corona-Partys in Heidelberg auflösen. Laut Angaben der Beamten zeigen sich die Betroffenen größtenteils uneinsichtig. Einige Partygäste versuchen sich sogar unter einem Wäscheständer vor der Polizei zu verstecken. Bei einer Corona-Party in Mannheim werden die Beamten sogar angegriffen.

Aus diesem Grund weist das Polizeipräsidium nochmals und eindringlich daraufhin, dass der persönliche Kontakt auf ein Minimum reduziert werden muss – „zum Infektionsschutz aller“! Außerdem verweist die Stabstelle für Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums auf die derzeit geltenden Regeln: „Treffen oder Feiern im privaten oder öffentlichen Raum sind nur erlaubt, wenn“:

Corona in Heidelberg: Die aktuellen Zahlen

Wie das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis am Sonntag, 22. November mitteilt, hat sich die Zahl der Corona-Infizierten um 21 auf 1.703 erhöht. Aktuell gelten 305 Fälle als aktiv, das sind 15 weniger als noch am Vortag. Die 7-Tages-Inzidenz steigt von 133,8 auf 139,3. (kp)

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