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Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Die Regeln im Lockdown-November

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Von: Eliran Kendi

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Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, zeigt während der 130. Sitzung des 16. Landtags von Baden-Württembergs zwei Karten mit den Sieben-Tages-Inzidenz der Corona-Infektionen.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, zeigt im Landtag anhand von Karten den dramatischen Anstieg der Corona-Infektionen. © Sebastian Gollnow/dpa

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Welche Regeln und Maßnahmen gelten aktuell im Kampf gegen die Pandemie? Eine Übersicht über den Lockdown-November:

In den vergangenen Monaten ist vielfach über eine mögliche zweite Corona-Welle spekuliert worden. Nun ist eingetroffen, was Gesundheitsexperten befürchtet haben: Die Corona-Fallzahlen steigen zum Jahresende hin wieder dramatisch an. Mit der Zunahme schwerer Krankheitsverläufe mahnen Ärzte in den Krankenhäusern vor einem Zusammenbruch der intensiv-medizinischen Versorgung. Um genau diesen Fall zu verhindern hat die Politik jetzt reagiert und einen Teil-Lockdown beschlossen. Vom 2. November 2020 bis zum Monatsende bleiben im Rahmen der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg zahlreiche Einrichtungen geschlossen und der Alltag wird stark eingeschränkt. Die Eindämmung des Coronavirus wird im November oberste Priorität haben. So sehen die wichtigsten Regeln für das alltägliche Leben aus:

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Kontakte sowie private und öffentliche Feiern

Die Einschränkung persönlicher Treffen mit anderen Menschen ist das wirksamste Mittel eine Weiterverbreitung des Coronavirus aufzuhalten.

Daher dürfen sich ab dem 2. November nunmehr höchstens zehn Personen zusammenkommen. Bei Treffen und Feiern im privaten oder öffentlichen Raum gilt: Teilnehmen dürfen lediglich Personen aus maximal zwei Haushalten oder wenn alle Anwesenden miteinander verwandt sind.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Einzelhandel

Anders als im ersten Lockdown bleiben Einzelhandelsgeschäfte im November vorerst geöffnet. Es gelten jedoch Hygieneauflagen:

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Gastronomie

Restaurants, Bars, Shisha- und Raucherlokale, Clubs sowie Kneipen aller Art müssen in Baden-Württemberg geschlossen werden. Es können im November aber weiterhin Speisen zur Abholung oder Lieferung angeboten werden.

Betriebskantinen bleiben unter Hygieneauflagen geöffnet.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Kultur, Unterhaltung, Parks und Spielplätze

Kultur- und anderweitige Unterhaltungsveranstaltungen sind verboten; zudem werden Freizeiteinrichtungen für den Publikumsverkehr geschlossen. Hierzu zählen unter anderem:

Ausnahme: Spielplätze im Freien dürfen genutzt werden.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Reisen und Beherbergung, Camping

Auf private Reisen und Besuche von Verwandten sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Gleiches gilt für überregionale touristische Ausflüge und Busreisen zu touristischen Zwecken. Geschäftliche sowie notwendige Reisen und Übernachtungen bleiben erlaubt.

Beherbergungsverbot: Übernachtungsangebote für touristische Zwecke sind verboten! Dies gilt auch für Campingplätze.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Bildung und Kinderbetreuung

Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr bleiben diesmal in Baden-Württemberg auch alle Schulen und Kindergärten geöffnet.

Wegen Corona: Maskenpflicht in vielen Schulen
Wegen Corona: Maskenpflicht in vielen Schulen. © Daniel Bockwoldt/dpa

Auch Weiterbildungskurse dürfen weiterhin stattfinden; das gilt jedoch nicht für Sportkurse.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Religion und Todesfälle

Obgleich sich Religiose Veranstaltungen in der Vergangenheit vereinzelt als Superspreader-Events hervorgetan haben, bleiben Gottesdienste und Beerdigungen erlaubt. In Baden-Württemberg gelten jedoch strikte Hygieneauflagen.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Dienstleitungen

Ab dem 2. November müssen einige Dienstleitungsbetriebe in Baden-Württemberg schließen, andere wiederum dürfen ihrer Tätigkeit weiter nachgehen – ein Überblick:

Diese Betriebe müssen schließen:

Diese Betriebe haben weiterhin geöffnet:

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Sport

Öffentliche und private Sportstätten werden für den Publikumsverkehr geschlossen. Dazu zählen unter anderem:

Weiterhin erlaubt ist Sport zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts auf öffentlichen und privaten Sportanlagen.

Auch Sport auf weitläufigen Anlagen wie Golf- oder Tennisplätzen oder Reitanlagen ist weiterhin möglich. Gleiches gilt für Hunde- und Rehasport.

Profisport, wie beispielsweise die Begegnungen der Fußball-Bundesliga, müssen ohne Zuschauer stattfinden.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Arbeit

Nach Möglichkeit sollte jedem Arbeitnehmer in Baden-Württemberg den Dienst ins Home Office verlagern. Notwendige Geschäftstreffen sind weiterhin möglich.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Die Regeln zur Maskenpflicht

Bereits seit dem 27. April gilt in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht. Die Verpflichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen in der Folge auf weitere Bereiche ausgeweitet worden.

Sofern die Einrichtung weiterhin öffnen dürfen, gilt in folgenden Bereichen in Baden-Württemberg laut der aktuellen Corona-Verordnung die Maskenpflicht:

In diesen Bereichen und für diese Personen besteht keine Verpflichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen:

Auch auf das Autofahren wirkt sich die neue Corona-Verordnung aus: Wie viele Menschen dürfen im Auto sitzen? Müssen sie eine Maske tragen? Alle Antworten zur Fragen bezüglich Maskenpflicht beim Autofahren.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Kretschmann appelliert an Zusammenhalt

Vor in Krafttreten der Corona-Verordnung hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in einer Fernsehansprache den Zusammenhalt bei der Befolgung der neuen Maßnahmen beschworen. Die Corona-Lage habe sich extrem verschlechtert, sagte er am Freitagabend (30. Oktober) im Südwestrundfunk (SWR).

Gesundheitsämter seien mancherorts nicht mehr in der Lage Kontakte nachzuverfolgen, die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen steige stark an. „Deshalb müssen wir uns weiter gemeinsam anstrengen, denn nur gemeinsam können wir der Pandemie die Stirn bieten“, so Kretschmann. Er habe Vertrauen in das Gemeinwesen. „Zusammenhalt, Gemeinsinn und Solidarität. So können wir es wieder schaffen“, gibt sich der Ministerpräsident überzeugt. (esk)

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