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Corona in Baden-Württemberg: Davon hängt die nächtliche Ausgangssperre ab

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Von: Josefine Lenz, Katja Becher, Robin Eichelsheimer

Baden-Württemberg: Der Lockdown wird bis zum 7. März verlängert. Schulen, Kitas, Ausgangssperre – welche Folgen die Beschlüsse des Corona-Gipfels für uns alle haben:

Update vom 11. Februar: Bleibt die Ausgangsbeschränkung in Baden-Württemberg weiterhin bestehen ‒ schließlich sinkt der Inzidenzwert zwar weiter, liegt jedoch mit aktuell 56,2 noch immer über der entscheidenden Grenze von 50 für die letzten sieben Tage? Laut aktueller Corona-Verordnung des Landes können „Gesundheitsämter vor Ort nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr per Allgemeinverfügung umsetzen“.

Heißt: Faktisch bleibt es also den jeweiligen Stadt- und Landkreisen selbst überlassen, wie sie mit der Regelung verfahren.

Corona in Baden-Württemberg: Friseure, Grundschulen, Kitas – das ändert sich bis 7. März

Update vom 10. Februar, 20:13 Uhr: Winfried Kretschmann erklärt, dass der Lockdown bis zum 7. März verlängert wird. Die Maßnahmen, wie Home-Office, Maskenpflicht, Kontaktsperre und Schließungen von Geschäften bleiben bestehen. Die einzige Ausnahme: Friseure dürfen ab dem 1. März öffnen.

Bei Bildung und Betreuung einigen sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel auf eine Öffnung von Grundschulen und Kitas. Am 22. Februar werden die Einrichtung wieder öffnen, „wenn es die Infektionslage zulässt“, so Kretschmann. Bei höheren Klassen bleibt es beim Distanzunterricht.

Die nächste Corona-Konferenz findet am 3. März statt. Man hofft, dass dann eine Inzidenz von 35 beträgt, die weitere Öffnungsschritte erlauben. So könnten Geschäfte, Museen und weitere Einrichtungen wieder aufmachen. Kretschmann warb um Verständnis dafür, dass der Lockdown mit den weitgehenden Kontaktbeschränkungen bis zum 7. März grundsätzlich weiter geht.

Auch wenn die Infektionszahlen im Südwesten auf dem bundesweit niedrigsten Stand seien, drohten die hochansteckenden Virusmutationen diesen Erfolg wieder zunichtezumachen. Deswegen sei es noch zu früh für weitere Lockerungen. „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sonst riskieren wir eine dritte Welle“, warnte der Grünen-Politiker. „Es wären dann noch härtere Maßnahmen notwendig, als wir sie jetzt schon haben.“

Corona in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann – Kaum Lockerungen „sonst riskieren wir dritte Welle“

Update vom 10. Februar, 20:07 Uhr: Nach dem Corona-Gipfel spricht Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, bei einer Pressekonferenz über die neuen Beschlüsse. „Unsere Maßnahmen wirken“, meint der Politiker. Das Land habe den niedrigsten Inzidenz-Wert von ganz Deutschland, trotzdem seien Lockerungen noch zu früh. „Wir alle sehnen uns nach Normalität und Freiheit, aber dafür ist noch kein Spielraum“, sagt er weiter. Man müsse auf eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 kommen und dort auch bleiben. Aufgrund der neuen Corona-Mutationen seien keine Lockerungen möglich, „sonst riskieren wir eine dritte Welle“, die noch gravierender wäre und noch schärfe Maßnahmen mit sich bringen würde, mahnt Winfried Kretschmann.

Corona in Baden-Württemberg: Lockdown-Verlängerung bis Anfang März?

Update vom 10. Februar, 14:15 Uhr: Am Mittwoch findet der nächste Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder statt. Laut Bild-Informationen soll der Lockdown bis zum 7. März verlängert werden, zunächst war sogar der 14. März im Raum gestanden. Allerdings würde man mit der längeren Variante den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in die Quere kommen.

Weiter heißt es, dass Friseure wohl schon vor März wieder öffnen dürfen. Auch eine stufenweise Öffnung von Schulen und Kitas ist denkbar, da nun die Länder selbst entscheiden sollen, wie es mit den Einrichtungen weitergeht. „Wir gehen jetzt erstmal stufenweise vor. Priorität haben Kindertagesstätten und Grundschulen. Darin besteht Konsens zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten“, so Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, bereits einen Tag vor dem Corona-Gipfel.

Kretschmann wird am Mittwochabend gegen 18 Uhr in einer Pressekonferenz über die genauen Beschlüsse der Corona-Konferenz berichten.

Corona in Baden-Württemberg: Land plant Ausgangsbeschränkungen für Hotspot-Kreise

Update vom 9. Februar: Das Land Baden-Württemberg will ab Donnerstag (11. Februar) nächtliche Ausgangsbeschränkungen für regionale Corona-Hotspots erlassen. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof die landesweite Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr gekippt hat, soll es nun nahtlos Beschränkungen in Stadt- und Landkreisen geben. Und zwar überall dort, wo der Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegt.

Das Gesundheitsministerium hat laut dpa-Infos aus Stuttgarter Regierungskreisen eine entsprechende Vorlage in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben.

Hintergrund: Man wolle über Fastnacht keine Lücke bei den Ausgangsbeschränkungen lassen. Nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Montag liegen mittlerweile 18 der 44 Stadt- und Landkreise bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz unter 50.

Auch die Landeshauptstadt Stuttgart unterschreitet erstmals seit 10. Oktober wieder diese wichtige Schwelle. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte verfügt, dass die nächtliche Ausgangssperre im Südwesten zum letzten Mal in der
Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung finden darf. Das Gericht gab damit dem Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen statt, wie MANNHEIM24* berichtet.

Corona Baden-Württemberg: Ausgangssperre endet – an diesem Tag

Update vom 8. Februar, 12:50 Uhr: Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Laut dem am Montag veröffentlichten Beschluss muss die Vorschrift in der Corona-Verordnung, die nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 20 Uhr bis 5 Uhr vorsieht, außer Vollzug gesetzt worden. Zum letzten Mal findet sie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung. Somit gaben die Richter dem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt.

Der 1. Senat argumentiert, die Landesregelung in Baden-Württemberg habe zuletzt die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt. Nach dem Infektionsschutzgesetz seien Ausgangsbeschränkungen nur möglich, wenn ihr Unterlassen zu irgendwelchen Nachteilen in der Pandemiebekämpfung führe. Sie kämen nur dann in Betracht, wenn der Verzicht auf Ausgangssperren - auch unter Berücksichtigung aller anderen ergriffenen Maßnahmen - zu einer wesentlichen Verschlechterung des Infektionsgeschehens führe.

Zudem müsse die Landesregierung prüfen, ob diese Ausgangsbeschränkungen landesweit angeordnet werden müssten oder ob differenziertere, am regionalen Infektionsgeschehen orientierte Regelungen in Betracht kämen. Den gesetzlichen Anforderungen habe das Land zuletzt nicht mehr entsprochen.

Corona in Baden-Württemberg: Lockerungen bald möglich? Ministerpräsident mit klarer Ansage

Update vom 7. Februar, 13 Uhr: Es ist eine Frage, die zur Zeit ganz Deutschland umtreibt: Wann werden die Corona-Maßnahmen wieder gelockert? Die Akzeptanz der ergriffenen Maßnahmen schwindet: Anfang Januar - vor der letzten Verlängerung des Lockdowns - sind noch fast zwei Drittel (65 Prozent) für eine Beibehaltung oder Verschärfung der Maßnahmen, jetzt sind es nur noch 50 Prozent. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kann den Unmut der Bevölkerung nachvollziehen, hält es aber für notwendig, dass die Corona-Neuinfektionen zuvor deutlich auf unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche gedrückt werden.

„Erst wenn wir deutlich unter eine Inzidenz von 50 kommen - am besten auf die Hälfte davon - können wir gewährleisten, dass wir wieder alles im Griff haben“. Seit November hätte man die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehen können. „Da ist uns die Kontrolle über die Pandemie entglitten - jetzt holen wir sie uns langsam wieder zurück“. Die Schuld dafür sieht auch bei Bund und Ländern und räumt Fehler beim Corona-Krisenmanagement ein. „Der Lockdown light im November war falsch, die Einschränkungen gingen nicht weit genug“, sagte Kretschmann dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Schätzungen zufolge könnte bei einer Verlängerung des Lockdowns eine 7-Tages-Inzidenz von 25 bereits Ende Februar erreicht werden.

Corona Baden-Württemberg: Handelskammer fordert Öffnungs-Fahrplan für Wirtschaft

Update vom 5. Februar: Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) hat von der Politik eine klare Perspektive für die Öffnung der teilweise heruntergefahrenen Wirtschaft gefordert. „Tausende geschlossene oder indirekt betroffene Unternehmen erbringen seit Wochen, ja gar seit Monaten, ein Sonderopfer stellvertretend für die gesamte Wirtschaft“, sagte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke am Freitag (5. Februar) in Stuttgart mit Verweis auf das geplante Treffen der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche.

Die Politik sei jetzt gefordert, den Weg aus dem Lockdown aufzuzeigen, es gelte keine Zeit mehr zu verlieren. Es sei ein abgestuftes Öffnungskonzept mit klaren Zielwerten notwendig. „Denn dieser Gesamtfahrplan muss auch dazu dienen, einen dritten Lockdown unter allen Umständen zu vermeiden.

Auf dem Weg dorthin könne beispielsweise Einzelhandelsbetrieben die Vergabe von Privatterminen erlaubt werden. Kundenansammlungen und Warteschlangen würden in und vor den Geschäften damit vermieden. Außerdem forderte der BWIHK-Chef mehr Tempo bei der Auszahlung der Finanzhilfen an die Betriebe. „Das beste Hilfsprogramm bringt nichts, wenn es zu spät oder gar nicht ankommt.“ Ferner sprach sich der Wirtschaftsvertreter für eine bessere Ausstattung der Gesundheitsämter aus, um Kontakte besser nachzuverfolgen zu können, sowie für mehr Corona-Schnelltests aus. „Wir müssen das Virus im normalen Wirtschaftsleben schneller finden und eindämmen.

Corona Baden-Württemberg: Besorgnis bei Kretschmann – „Unsicherheit bleibt“

Update vom 3. Februar, 20:30 Uhr: Während die Inzidenz in Baden-Württemberg am Mittwoch auf 66,9 gefallen ist, wird eine kleine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen zum extremen Hotspot. Die Inzidenz lag in dem Ort mit rund 3.600 Einwohnern lag nach dem Wochenende bei über 900. Auslöser des extremen Anstiegs: Ein Wanderausflug einer 14-köpfigen Gruppe, in der zwei Personen zuvor offenbar positiv auf Corona getestet wurden.  „Die Wanderer stammten aus zehn Haushalten. Sie sind noch in einer kleinen Hütte eingekehrt“, schildert Mühlheims Bürgermeister Jörg Kaltenbach gegenüber BILD. Die Gruppe soll stundenlang beieinander gesessen haben – ohne Abstand oder Maske. Aus dem Wanderausflug sollen mittlerweile 25 Neu-Infektionen resultiert sein – die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann macht wenig Hoffnung auf Lockdown-Ende

Update vom 2. Februar, 17 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Hoffnungen auf eine Lockerung des harten Corona-Lockdowns nach dem 14. Februar gedämpft. Öffnungen könne es nur geben, wenn der Inzidenzwert auf unter 50 falle, sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. „Wenn wir in deren Nähe nicht kommen, wird das eher zu Verlängerungen führen.“ Nächste Woche Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel darüber sprechen, ob der seit dem 16. Dezember geltende Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird.

Der Südwesten liege mit einem Inzidenz-Wert von 74,2 (Stand Montag) am besten von den 16 Bundesländern, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Am Dienstag lag dieser Wert bei 70,2. Kurz vor Weihnachten lag die Sieben Tage-Inzidenz im Land bei über 200. Kretschmann betonte allerdings, der Inzidenzwert sinke seit Tagen kaum mehr. „Ich sehe mit einer gewissen Besorgnis, dass wir uns im Moment gerade wieder in einer Seitenbewegung befinden.“ Die Menschen hätten offensichtlich immer noch zu viele Kontakte. „Die Unsicherheit bleibt“, sagte Kretschmann. In einer Pandemie sei es schwer zu planen.

Corona in Baden-Württemberg: Kultusministerin Susanne Eisenmann begrüßt Kita-Ampel

Update vom 2. Februar, 9:30 Uhr: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat den Vorstoß von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) für eine „Kita-Ampel“ grundsätzlich begrüßt. Allerdings müsse die Regelung für eine Öffnung der Kitas unter Corona-Bedingungen auch in der Praxis umsetzbar sein, sagte eine Sprecherin Eisenmanns in Stuttgart. „Die Wiedereröffnung von Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen der Kindertagespflege sowie Grundschulen hat höchste Priorität für uns“, sagte sie. Von daher sei es gut, dass Giffey einen „Diskussionsbeitrag“ in diese Richtung eingebracht habe.

Eisenmann wirbt seit Wochen dafür, Kitas und Grundschulen müssten bei Lockerungen des Lockdowns einen Sonderstatus erhalten. Zuletzt war im Südwesten eine vorzeitig geplante Öffnung wegen des Auftretens einer Corona-Mutation in einer Freiburger Kita gestoppt worden.

Corona in Baden-Württemberg: Länder sollen Kita-Ampel diskutieren

Die Länder müssten Giffeys Vorschlag für den nun vor der Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche diskutieren, erklärte Eisenmanns Sprecherin, wandte aber ein: „Wichtig ist dabei, dass sich entsprechende Lösungen von den Einrichtungen und Trägern in der Praxis gut umsetzen lassen und genügend Spielräume für die Träger, Kommunen und Einrichtungen eingeräumt werden.

Die Jugend- und Familienminister von Bund und Ländern hatten am Montag über Giffeys Vorschläge beraten, ohne aber einen Beschluss zu fassen. Die SPD-Politikerin hatte ein Drei-Stufen-System angeregt, das sich an der Anzahl der infizierten Personen in der Einrichtung und der Anzahl der Kinder und Beschäftigten in Quarantäne ausrichtet. Es gab aber auch Kritik aus den Ländern, zum Beispiel sei nicht klar, wer die Einstufungen vornehmen solle. Andere monierten, Giffeys Vorschlag sei praxisfern.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann nach Impf-Gipfel – „Diese Schlaumeier-Debatten hinterher...“

Update vom 1. Februar, 20:30 Uhr: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Kritik an der Impfpolitik scharf zurückgewiesen. „Diese Schlaumeier-Debatten hinterher besorgen keine einzige Impfdosis mehr“, sagte er nach dem Impf-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am Montagabend. Nun müsse man den Mangel verwalten, aber das Besserwissertum nütze nichts. Die Engpässe lägen an der Produktion und nicht in irgendwelchen Verträgen, sagte er mit Blick auf Kritik an der EU. „Die Firmen arbeiten absolut an der Kante.“ Das hätte man durch nichts beheben können. Man werde im ersten Quartal des Jahres noch Probleme haben, die sich im zweiten Quartal auflösen würden, im dritten Quartal sei die Verfügbarkeit des Impfstoffs nicht mehr der begrenzende Faktor.

Unterdessen hält Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Prognose fest, dass jedem Bürger bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden kann. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lieferzusagen der Hersteller könne diese Aussage aufrechterhalten werden, sagte Merkel am Montagabend nach dem Impf-Gipfel mit den Ministerpräsidenten. Aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist ebenfalls zu entnehmen, dass die Impfstoff-Mengen im Laufe des Jahres spürbar anwachsen werden. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut aktueller Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein.

Corona in Baden-Württemberg: Erste Mutations-Fälle – SO soll die Ausbreitung bekämpft werden

Update vom 30. Januar: Die Landesregierung will die Coronavirus-Mutanten durch die Untersuchung aller positiven Tests in Schach halten. Dafür sollen die Test-Labore sämtliche positiven Proben künftig an die Labore der Universitätskliniken weiterleiten.
Damit bekommen wir einen Überblick über die Ausbreitung der neuen Virusvarianten im Land und können sie besser kontrollieren und überwachen“, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha am Samstag in Stuttgart.

Die Dynamik der Verbreitung der Varianten aus Großbritannien und Südafrika sei besorgniserregend. Der Grünen-Politiker betont: „Wir müssen alles daransetzen, dass sich diese gefährlichen Mutanten in Baden-Württemberg nicht weiter ausbreiten.“ Die Ausweitung der Tests hatte die Landesregierung am Samstag beschlossen.

Wegen der Mutanten werden auch die Regeln für die Quarantäne verschärft. Deren Dauer für Kontaktpersonen der Kategorie 1 von einem mit einer Virusmutante infizierten Menschen wird von 10 auf 14 Tage erhöht. Auch für deren Haushaltsangehörige gilt eine Quarantäne von 14 Tagen. Damit soll die Bevölkerung vor einer unkontrollierten Weiterverbreitung der Varianten geschützt werden.

Corona in Baden-Württemberg: Kultusministerin reagiert auf Kritik – „Die Impfreihenfolge wird sich ändern“

Update vom 28. Februar, 13:40 Uhr: Nach anhaltender Kritik am Gesundheitsschutz in Schulen für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen werden die Lehrer und Mitarbeiter dieser Einrichtungen in Baden-Württemberg früher geimpft. „Die Impfreihenfolge wird sich ändern“, kündigte die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag an. Das Personal der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und den entsprechenden Schulkindergärten werde in der Impfstrategie des Landes bevorzugt behandelt und vorgezogen.

Die Mitarbeiter betreuten und pflegten Kinder und Jugendliche mit einem hohen oder sehr hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion, sagte Eisenmann. „Deshalb sollten sie auch bei den Impfungen wie Pflegekräfte in Behinderteneinrichtungen oder Pflegeheimen behandelt werden.“

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann bei Lockerungen knallhart – „Keine Diskussion...“

Update vom 28. Januar, 19:30 Uhr: Für Winfried Kretschmann war die Sache klar: Man wolle Kitas und Grundschulen behutsam am 1. Februar öffnen, wenn nicht noch „etwas Überraschendes“ passiere, so der baden-württembergische Ministerpräsident noch am Dienstag. Keine 24 Stunden haben gereicht, um etwas Überraschendes geschehen zu lassen – und um die Öffnungspläne der Landesregierung über Bord zu werfen.

Kurz vor der Pressekonferenz am Mittwochmittag, in der die Entscheidung zur frühzeitigen Öffnung hätte verkündet werden sollen, dann die Information, dass in einer Kita in Freiburg eine mutierte Corona-Variante um sich griff. Mittlerweile ist klar, dass sich 18 von insgesamt 25 infizierten Kindern und Erzieher*innen mit der mutierten Corona-Variante aus Südafrika infiziert haben.

Am heutigen Donnerstag verkündete Kretschmann schließlich, dass Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg nicht am 1. Februar öffnen, sondern mindestens bis zum 21. Februar geschlossen bleiben. „Die Diskussionen um weitere Lockerungen sind erstmal gegenstandslos geworden“, so Kretschmann. Auch wenn er sehe, welche Belastung das für Familien und die Kinder sei, müsse jetzt jeder einsehen, dass es bei dieser Lage nicht möglich sei, Kitas und Grundschulen zu öffnen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann bat zudem Eltern im Land darum, ihre Kinder nur dann in die Notbetreuung zu schicken, wenn es nicht anders ginge. Der Grünen-Politiker mahnte, die Menschen müssten sich noch strikter an die Corona-Maßnahmen halten als bisher, weil sich die neuen Virus-Mutationen viel schneller ausbreiten könnten: „Die Mutanten sind nicht vor der Tür – sie sind leider schon da.

Corona in Baden-Württemberg: Nach Mutation-Ausbruch –Entscheidung um Schulen und Kitas gefallen

Update vom 28. Januar, 16:39 Uhr: Winfried Kretschmann verlängert den Lockdown auch für Schulen und Kitas. Das berichtet die dpa, die sich auf Informationen von Regierungskreisen beruft. Demnach bleiben Schulen und Kitas auch bis zum 14. Februar geschlossen. Hintergrund ist der Ausbruch der Corona-Mutation in einer Freiburger Kita, bei dem sich 18 Erzieher und Kinder infziert haben.

Corona in Baden-Württemberg: Mutiertes Virus in Kita – Chaos vor Entscheidung zu Kitas und Grundschulen

Update vom 27. Januar, 14:45 Uhr: Heute wollten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann über das weitere Vorgehen für eine womöglich frühzeitige Öffnung der Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg am 1. Februar informieren. Die für 14:30 Uhr anberaumte Pressekonferenz wurde nun jedoch kurzfristig abgesagt. Als Grund nennt die Landesregierung in einem Tweet das Auftreten einer mutierten Virusvariante in einer Kita in Freiburg.

In einem weiteren Tweet der Landesregierung Baden-Württemberg heißt es, dass zwei Fälle der Corona-Mutante bereits nachgewiesen wurden und 21 weitere Infektionen festgestellt wurden, die jetzt untersucht werden. Die Entscheidung über die Öffnung von Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg wurde verschoben – man wolle zeitnah über das weitere Verfahren informieren.

Schon am Dienstag hatte Kretschmann betont, wenn sich die neuen, wohl aggressiveren Virusvarianten aus Großbritannien oder Südafrika im Südwesten verbreiteten, gebe es eine neue Lage. „Das kann zu drastischen Maßnahmen führen.“ Dann müssten
auch Lockerungen wieder zurückgenommen werden. Neben den zwei Kita-Kindern in Freiburg wurden laut Landesregierung sechs weitere Fälle von Virusmutationen bekannt geworden.

Corona in Baden-Württemberg: Öffnung von Schulen und Kitas – Kretschmann wehrt sich bei Lanz gegen Kritik

Update vom 27. Januar, 9:45 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigt kein Verständnis für die Kritik, dass einzelne Bundesländer gemeinsam vereinbarte Corona-Regeln im Detail immer wieder anders auslegen. In den meisten und wichtigsten Fragen seien die Ministerpräsidentenkonferenz und Kanzlerin Angela Merkel stets zusammengeblieben, sagte Kretschmann in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am Dienstagabend. „Es waren immer ganz kleine Abweichungen - ich weiß nicht, warum man das so aufbauscht.“ Man müsse nicht bei jeder „kleinen Abweichung“ so tun, „als seien da Schurken am Werk, das ist nicht der Fall“, beklagte Kretschmann.

In diesem Zusammenhang verteidigte der Grünen-Länderchef auch seine Strategie, Kitas und Grundschulen im Land vom kommenden Montag an wohl schrittweise wieder öffnen zu wollen. Die endgültige Entscheidung hat er für diesen Mittwoch angekündigt. Viele andere Länder sind bei der Wiederöffnung von Kitas und Grundschulen bislang deutlich zurückhaltender. Kretschmann sagte, zwar könne in der Pandemie nicht jede Interessensgruppe eine Extrawurst verlangen. „Aber bei den Kindern, bei den Kleinsten, da wiege ich mit der Goldwaage.“ Das hätten die Kinder verdient, und die pandemische Lage gebe das her. „Bei den Kleinen wiegt man mit der Goldwaage, bei den anderen mit der Viehwaage.“

Corona in Baden-Württemberg: An diesem Tag sollen Kitas und Grundschulen wieder öffnen

Update vom 26. Januar: Es deutet sich an, dass die Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg am kommenden Montag (1. Februar) wieder öffnen. Winfried Kretschmann befürwortet die schrittweise Öffnung. Eine endgültige Entscheidung will der baden-württembergische Ministerpräsident am morgigen Mittwoch treffen.

Die Corona-Zahlen sinken seit nun fast drei Wochen und diese Tendenz sei laut Kretschmann belastbar. „Deswegen ist es verantwortbar, das zu machen“, so der Grünen Politiker heute in Stuttgart. Die Kitas und Grundschulen werden man im Wechselbetrieb „behutsam“ wieder öffnen können, wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, so Kretschmann weiter. Die Grundstruktur des Konzepts des Kultusministeriums für die Öffnung liege vor.

Winfried Kretschmann bei einer Rede.
Winfried Kretschmann befürwortet die schrittweise Öffnung von Kitas und Grundschulen am 1. Februar. (Archivfoto) © dpa: Marijan Murat

Dieses beinhaltet die Halbierung der Klassen, zudem soll es keine Präsenzpflicht geben und die Notbetreuung gewährleistet sein. Lehrer*innen werden mit hochwertigen Masken ausgestattet.

Kitas und Grundschulen sind - wie alle weiteren weiterführenden Schulen - seit dem 16. Dezember geschlossen. Im Zuge des Lockdowns sinken die Corona-Infektionszahlen in Baden-Württemberg derzeit immer weiter. Aktuell liegt der Wert bei 86,9, vor Weihanchten lag die 7-Tage-Inzidenz im Südwesten bei über 200.

Susanne Eisenmann drängt hingegen massiv auf die Öffnung. Die baden-württembergische Kultusministerin wollte Kitas und Grundschulen schon nach den Weihnachtsferien öffnen - ganz „unabhängig von den Inzidenzen“. In Baden-Württemberg gehen etwa 450.000 Kinder in Kitas und rund 382.000 besuchen eine Grundschule. Es gebe kaum Kinder, die mit Bussen und Bahnen in die Betreuung oder in die Grundschule kämen, so Kretschmann. Sie kämen zu Fuß oder würden von den Eltern gebracht. Und laut Experten seien Kinder unter zehn Jahren keine sogenannten „Treiber“ des Infektionsgeschehens.

Eisenmann greift dem Vernehmen nach bei ihrem Konzept für die Öffnung auf Erfahrungen aus dem Frühjahr 2020 zurück, als man nach dem ersten Lockdown auch schrittweise den Betrieb wieder hochfuhr. Demnach soll nur die Hälfte der Klassen oder Gruppen kommen. Ob das im Wochen- oder Tageswechsel ablaufen soll, kann voraussichtlich vor Ort unterschiedlich sein. Zu Beginn sollen in der Grundschule auch nur die ersten und zweiten Klassen kommen. In den Fasnachtsferien soll dann schließlich überprüft werden, ob die Öffnungen Einfluss auf die Infektionszahlen haben.

Corona in Baden-Württemberg: Mega-Zoff um frühzeitige Öffnung von Schulen und Kitas

Update vom 25. Januar: Beim Corona-Gipfel am vergangenen Dienstag (19. Januar) haben sich Bund und Länder auf die Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar verständigt. Beim Themenkomplex rund um die Öffnung von Schulen und Kitas wurde jedoch heftig gestritten. Denn bei der Bildung will Baden-Württemberg - genau wie einige andere Bundesländer - abweichen und Grundschulen und Kitas schon ab dem 1. Februar schrittweise öffnen, insofern das Infektionsgeschehen dies zulässt. Finale Entscheidungen dazu sind jedoch noch nicht gefallen.

Bevor es dazu kommt, erhöhen Erzieher- und Elternverbände den Druck auf die grün-schwarze Landesregierung. „Wir wollen, dass Eltern, Kinder und Beschäftigte nicht mehr ohnmächtig abwarten müssen, wie das Land entscheidet“, so Martin Gross, Landesbezirksleiter der Gewerkschaft Verdi, bei der Vorlage eines Zehn-Punkte-Programms für eine möglichst sichere Öffnung der Kitas und Grundschulbetreuung. Es müsse deutlich werden, unter welchen Umständen und bei welchen Corona-Infektionswerten Kitas voll geöffnet oder gänzlich geschlossen würden, so Gross weiter.

Der Katalog sieht unter anderem vor, dass medizinische Masken wie OP- und FFP2-Masken von der Regierung gestellt werden und überall dort, wo es in Kitas zu Begegnungen kommt, getragen werden müssen. Außerdem müsse die Homeoffice-Pflicht auch in Kitas und der Grundschulbetreuung gelten. „Alles, was daheim erledigt werden kann, muss auch daheim erledigt werden dürfen“, heißt es im Verdi-Programm. Kurzarbeit dürfe es nicht geben, denn schließlich brächte man „mehr und nicht weniger Beschäftigte für die Umsetzung des Gesundheitsschutzes.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist dagegen, alle Kinder von Montag an wieder in die Kitas zu schicken. „Eine Öffnung wäre nur zu verantworten, wenn alles für die Sicherheit der Kinder und pädagogischen Profis getan wurde. Das ist bisher nicht der Fall“, so GEW-Landesvorsitzende Monika Steiner.

Corona in Baden-Württemberg: Ehepaar an Mutation aus Südafrika erkrankt – erste Details bekannt

Update vom 24. Januar: In Stuttgart ist nun zum ersten Mal die in Südafrika entdeckte Coronavirus-Variante B.1.351 nachgewiesen worden. Das teilt die Landeshauptstadt am Sonntag unter Berufung auf das eigene Gesundheitsamt mit. Betroffen ist ein Ehepaar, das Anfang Januar aus Südafrika nach Stuttgart zurückgekehrt ist.

Corona in Baden-Württemberg: Mutation aus Südafrika in Stuttgart

Zwar seien kurz vor der Abreise und nach der Einreise zwei Corona-Tests negativ gewesen, doch im Laufe der Quarantäne hätten beide milde Krankheitssymptome entwickelt. Die im Anschluss gemachten Tests sind dann positiv ausgefallen. Laboruntersuchungen hätten in der Folge gezeigt, dass sich beide mit der zuerst in Südafrika entdeckten Corona-Variante angesteckt hätten.

Das baden-württembergische Landesgesundheitsamt teilt am Wochenende ebenfalls mit, beide Virusvarianten seien seit Ende Dezember im Südwesten in mehreren Kreisen vereinzelt nachgewiesen worden. Bislang bestehe in allen Fällen ein direkter oder indirekter Zusammenhang mit Reisen aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika. Beide Varianten sollen nach derzeitigen Erkenntnissen ansteckender sein als die bisher vorherrschende.

Corona in Baden-Württemberg: Zu viele Kinder in Notbetreuung? „Öffnung durch die Hintertür“

Update vom 23. Januar: Baden-Württembergs Lehrer- und Erzieherverbände schlagen Alarm. Grund dafür sind die steigenden Zahlen von Kindern in der Notbetreuung. In sehr vielen Kitas und Grundschulen gebe es eine Auslastung von 60 bis 70 Prozent, wie ein Sprecher des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) erklärt.

Da Schulen und Kitas aktuell im ganzen Land geschlossen sind, haben Kita-Kinder und Schüler der Klassen 1 bis 7 die Möglichkeit auf eine Notbetreuung, damit die Eltern weiterhin arbeiten gehen können. Da die Voraussetzung dafür aber sehr vage formuliert sind, nutzen viele Eltern die Betreuung. Das stößt bei Verbänden auf Kritik.

Corona in Baden-Württemberg: Verbände schlagen Alarm wegen Notbetreuung

Dies ist dann in der Tat eine Öffnung durch die Hintertür. Der Infektionsschutz wird hierdurch konterkariert“, erklärt der Sprecher des Verbands Bildung und Erziehung. Die Gewerkschaft Verdi bemängelte, dass Kitas durch die unverbindlichen Regelungen faktisch die ganze Zeit offen seien - mit Teams in voller Besetzung. Denn wenn Eltern theoretisch ihre Kinder in Betreuung geben können, bekommen sie meist von ihren Arbeitgebern nicht frei und müssen die Möglichkeit nutzen.

Das Kultusministerium, das wegen Ministerin Susanne Eisenmann in letzter Zeit viel Kritik einstecken muss, nennt unterdessen niedrigere Zahlen. Der Anteil der Schüler in der Notbetreuung sei zuletzt um etwa ein Drittel gestiegen und liege landesweit bei etwa 15 Prozent. Bei Kitakindern seien es zwischen 25 und 50 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Erste Stadt erreicht Inzidenz unter 50

Update vom 22. Januar: Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Baden-Württemberg um 1.523 Fälle. Außerdem werden 72
weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilt. Damit sind im Südwesten seit Beginn der Pandemie insgesamt 282.889 Ansteckungen und 6.585 Todesfälle unter Infizierten registriert worden. Als genesen gelten 243.309 Menschen.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner beträgt landesweit demnach 91,5. Insgesamt 43 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Immer mehr Kommunen im Südwesten nähern sich allerdings dem Inzidenzwert von 50 an. Unter den 44 Stadt und Landkreisen sind
derzeit fünf, die nahe an die Schwelle heranrücken, ab der Gesundheitsämter wieder Infektionsketten verfolgen können und
Lockerungen möglich sind. Im Landkreis Tübingen sinkt der Wert weiter und liegt derzeit bei 43,7. Der Hohenlohekreis wies einen Wert von 50,6 auf, der Stadtkreis Heidelberg 52,6, der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald 53,1 und der Kreis Böblingen 54,5. Die rote
Laterne trug der Stadtkreis Heilbronn mit 181,7.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 478 Covid-19-Patienten im Südwesten derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Behörde weiter mitteilte. 283 von ihnen würden künstlich beatmet. Rund 89 Prozent der 2454 betreibbaren Intensivbetten seien belegt.

Corona in Baden-Württemberg: Öffnung von Schulen und Kitas – Kretschmann hält an Plan fest

Update vom 21. Januar: Für die geplanten Öffnungen von Kitas und Grundschulen ab dem 1. Februar schlägt Baden-Württemberg Kritik entgegen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verteidigt aber das Vorhaben: Er sei überzeugt, dass diese Entscheidung „verantwortbar“ sei, solange die Infektionszahlen weiter sinken, so Kretschmann am Donnerstag (21. Januar) im Stuttgarter Landtag. Statt mit der „Brechstange“, wolle man „mit Umsicht und Vorsicht“ vorgehen.

An den Grundschulen werde es nur eine schrittweise Öffnung geben: Höchstens die Hälfte einer Klasse könne zur selben Zeit unterrichtet werden. Die Fasnachtsferien vom 15. Februar an werde man nutzen, um nachzuvollziehen, ob sich das Infektionsgeschehen durch die Öffnung geändert habe.

Kretschmann: Baden-Württemberg geht in Sachen Kitas und Schulen „keinen Sonderweg“

Kretschmann betonte, der Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag lasse eine schrittweise Öffnung von Kitas und Grundschulen zu. Diese seien auch in anderen Bundesländern bereits geöffnet. Baden-Württemberg gehe also keinen
Sonderweg oder beschreite „Nebenpfade“. Weiterführende Schulen sollen zunächst weiter geschlossen bleiben, mit Ausnahme von Abschlussklassen. Auch das werden in anderen Bundesländern ebenso gehandhabt: „Die weiterführenden Schulen sind überall geschlossen für den Präsenzunterricht.

Der Ministerpräsident erklärte, er habe sich intensiv von Virologen, Epidemiologen sowie Kinder- und Jugendärzten beraten lassen, ob man Kitas und Grundschulen öffnen könne. Es sei klar, dass Kinder unter zehn Jahren deutlich weniger ansteckend seien als Erwachsene. Sie seien keine „Treiber“ des Infektionsgeschehens und würden viel seltener schwer krank. Aber je länger der Lockdown dauere, desto mehr litten die Kleinsten. „Sie brauchen andere Kinder wie der Fisch das Wasser.“ Er warb auch persönlich um Vertrauen für seine Entscheidung: „Ich habe ja den Beruf des Lehrers nicht zufällig ergriffen. Deswegen wiege ich hier auch nicht mit der Viehwaage, sondern mit der Goldwaage.

Baden-Württemberg: Mann stirbt nach zweiter Corona-Infektion – Fachleute schlagen Alarm

Update vom 20. Januar: Ein 73-jähriger Mann aus Baden-Württemberg ist wohl der erste Deutsche, der nach einer zweiten Corona-Infektion gestorben ist. Das berichtet die Tagesschau unter Berufung auf das Landesgesundheitsamt Stuttgart. Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Todesopfer um einen Mann aus dem Landkreis Freudenstadt, der im April 2020 erstmals an Covid-19 erkrankte. Im Dezember habe er sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. Er starb „an einer Covid-19-Lungenentzündung und Sepsis mit Multiorganversagen“, zitiert tagesschau.de das Regierungspräsidium Stuttgart.

Corona in Baden-Württemberg: Mann stirbt nach zweiter Infektion

Weil der Mann, der auch an einer Herz-Kreislauf-Ekrankung litt, lange symptomfrei war und jetzt beim zweiten Mal auch seine Ehefrau angesteckt hätte, seien das „starke Kriterien“ für eine zweite Infektion mit dem Coronavirus, sagt Christine Wagner-Wiening, stellvertretende Leiterin der Infektionsüberwachung beim Landesgesundheitsamt, im Gespräch mit WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung. Ob sich der 73-jährige beim zweiten Mal mit dem gleichen Virus oder einer Mutation infiziert habe, könne man nicht sagen – die Probe der Erstinfektion des Mannes sei nicht mehr vorhanden. Nach Ansicht des Landesgesundheitsamtes gibt es jedoch „keinen epidemiologischen Hinweis“, dass der Verstorbene mit der Corona-Mutation aus Großbritannien in Berührung gekommen ist, die erstmals in Deutschland ebenfalls im Landkreis Freudenstadt nachgewiesen wurde.

Weltweit ist das der wohl dritte Todesfall durch eine Reinfektion mit dem Virus. Neben dem Mann aus Freudenstadt handelt es sich um eine 89-Jährige aus den Niederlanden und um einen 74-Jährigen aus Israel. Fachleute haben schon mehrfach davor gewarnt, dass eine überstandene Infektion mit dem Coronavirus nicht zwingend vor einer erneuten Erkrankung schützen könnte. So gebe es weltweit mehrere Fälle einer Reinfektion – wenn auch nicht sehr viele.

Corona in Baden-Württemberg: Schärferer Lockdown – ABER Lockerung bei Schulen und Kitas?

Update vom 19. Januar, 23 Uhr: Baden-Württemberg wird den Corona-Lockdown zwar bis zum 14. Februar verlängern und an manchen Stellen verschärfen, doch für Kinder ist eine Lockerung geplant. Grundschulen und Kitas sollen voraussichtlich vom 1. Februar an schrittweise wieder öffnen„wenn die Infektionslage das zulässt“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstagabend nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise. Die endgültige Entscheidung werde man in der kommenden Woche treffen. Bis dahin solle Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ein Konzept ausarbeiten, wie man „vorsichtig“ öffnen und die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich halten könne.  

Im Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sich Bund und Länder am Dienstag nach fast achtstündigen Beratungen auf neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verständigt. So soll es eine verschärfte Maskenpflicht und mehr Druck auf die Arbeitgeber geben, Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken. Kretschmann erklärte, man müsse die Infektionszahlen weiter senken, um vorbereitet zu sein, wenn die neu aufgetretenen, aggressiveren Virus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika sich auch in Deutschland ausbreiten würden. „Abwarten wäre unverantwortlich“, sagte er.

Corona in Baden-Württemberg: Schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas – Bundesland geht Sonderweg

Der Umgang mit den Schulen hatte bei den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lange für Streit gesorgt. Insbesondere Merkel hatte darauf gedrängt, Kitas und Schulen bis Mitte Februar noch geschlossen zu lassen. Im Beschluss vom Dienstagabend heißt es nun, Bund und Länder verlängerten auch den Lockdown an Schulen und Kitas bis Mitte Februar. Es wird sogar eine „restriktive Umsetzung“ verlangt. Allerdings sind die Länder für die Bildungspolitik zuständig, und der Beschluss lässt ihnen auch diesmal Spielraum. Demnach ist Präsenzunterricht möglich, wenn die Präsenzpflicht ausgesetzt ist. Das ist in Baden-Württemberg schon seit Sommer der Fall. 

Mit einer Lockerung würde Baden-Württemberg, das in vielen Bereichen einen strengen Corona-Kurs fährt, einen Sonderweg beschreiten. Kretschmann begründete seinen Plan folgendermaßen: „Die Kleinsten leiden aber am meisten darunter, wenn sie nicht mit anderen Kindern in Kontakt kommen können. Für sie ist der Präsenzunterricht an den Schulen am wichtigsten.“ Denkbar ist, dass in einem ersten Schritt die ersten und zweiten Klassen in den Grundschulen zum Zuge kommen. Für die meisten Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen soll es bis zum 14. Februar weiter nur Fernunterricht geben.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann will Kitas und Grundschulen ab 1. Februar schrittweise öffnen

Update vom 19. Januar, 22:11 Uhr: Winfried Kretschmann will Grundschulen und Kitas im Land voraussichtlich vom 1. Februar an schrittweise wieder öffnen. Er strebe an, Kitas und Grundschulen vorsichtig wieder aufzumachen, „wenn die Infektionslage das zulässt“, sagte der Grünen-Politiker nach dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise. Die endgültige Entscheidung werde man in der kommenden Woche treffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte hingegen nach dem Corona-Gipfel gesagt, dass Schulen und Kitas noch bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen bleiben sollten.

Update vom 19. Januar, 22:04 Uhr: Jetzt live: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht nach dem Corona-Gipfel in einer Pressekonferenz über den weiteren Kurs im Kampf gegen die Pandemie. Wie hart werden die Maßnahmen im verlängerten Lockdown in Baden-Württemberg? 

Update vom 19. Januar, 17:55 Uhr: Im Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden erste Einigungen getroffen. Fest steht, dass der Lockdown verlängert wird. Auch geeinigt haben sich Bund und Länder offenbar beim Thema Maskenpflicht, Pflegeheimen und Gottesdiensten.. Im Anschluss an den Corona-Gipfel will Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einem Video-Statement über das weitere Vorgehen in der Pandemie informieren.

Corona in Baden-Württemberg: Home-Office, Schulen, Masken – Kretschmann fordert Knallhart-Regeln

Erstmeldung vom 19. Januar, 8:30 Uhr: Ganz Deutschland ist gespannt, welche Maßnahmen am Dienstag (19. Januar) bei der Corona-Schalte entschieden werden. Ab 14 Uhr setzen sich Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten der Länder virtuell zusammen, um über die Lage in Deutschland zu sprechen. Bereits vor der Konferenz sind einige Regeln durchgesickert, die für jede Menge Diskussion sorgen. So soll der Lockdown bis Mitte Februar andauern oder soll es weitere Einschränkungen im Alltag geben. Welche Maßnahmen letztlich abgesegnet werden, steht am Abend fest. Was allerdings jetzt schon klar ist, ist die Haltung vom baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Ministerpräsident Baden-WürttembergWinfried Kretschmann
Alter72
ParteiGrüne

Corona in Baden-Württemberg: Vor Konferenz mit Merkel – für diese Regeln ist Winfried Kretschmann

Winfried Kretschmann ist für noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Besonders die Mutationen aus Großbritannien und Südafrika bereiten dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Sorgen, da sich diese noch schneller verbreiten sollen. Die Infektionszahlen müssen rasch gesenkt werden als bisher, um eine mögliche schnelle Verbreitung der Virusmutation in den Griff bekommen zu können, sagt Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Montagabend in Stuttgart. „Unter dem Strich muss eine Verschärfung neben der Verlängerung stehen.

Corona in Baden-Württemberg: Home-Office, FFP2-Masken, Schulen, Grenzen – das fordert der Ministerpräsident

Corona-Konferenz: Kritik um mögliche Knallhart-Regeln

Susanne Eisenmann, Kultusministerin von Baden-Württemberg, stellt den Sinn weiterer Verschärfungen infrage. „Die Frage ist für mich tatsächlich: Wo will man weiter verschärfen?“, sagt sie im „Bild“-Politiktalk „Die richtigen Fragen“. Sie halte es zwar für richtig, über eine Verlängerung des Lockdowns nachzudenken. Aber zu einer möglichen Verschärfung sagt sie: „Man muss den Maßnahmen ja auch die Chance geben, zu wirken.

Die FDP appelliert an Kretschmann, Grenzkontrollen zu verhindern. Söders Vorschlag „ist für die Menschen und Wirtschaft in
Baden-Württemberg nach den chaotischen Zuständen im Frühjahr ein Alptraum“, so FDP-Landeschef Michael Theurer. Und in Sachen Homeoffice warnen Arbeitgeber und Gewerkschaften vor einer Pflicht. Dies wäre auch für viele Beschäftigte kontraproduktiv, sagt DGB-Landeschef Martin Kunzmann. Auch Südwestmetall äußert sich ablehnend. (dpa/jol/rob/pek) *MANNHEIM24 ist Teil des Ippen-Digital-Netwerks.

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