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Corona-Ausgangssperre in Heidelberg und Mannheim: So viele Menschen müssen mit Anzeige rechnen

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Von: Josefine Lenz

Mannheim/Heidelberg - In der Nacht auf Sonntag finden mehrere Großkontrollen der Polizei statt, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen:

Ab Samstag (12. Dezember) gilt in Baden-Württemberg die Ausgangssperre. Diese gilt von 20 Uhr bis 5 Uhr und soll das Infektionsgeschehen im Land eindämmen. Es ist nur noch erlaubt aus triftigen Grund das Haus zu verlassen, darunter zählt beispielsweise die Versorgung von Tieren, Arbeit, Pflege von hilfsbedürftigen Menschen und Arztbesuche. Ansonsten gilt: Ab 20 Uhr ist Schicht im Schacht und jeder muss zu Hause bleiben.

Ausgangssperre: Am Samstag findet eine Polizeikontrolle in der Region statt

Ausgangssperre: Am Samstag findet eine Polizeikontrolle in der Region statt © Marco Friedrich/Rhein-Neckar-Aktuell

Ob sich an die Ausgangssperre hält, will die Polizei Mannheim kontrollieren. Am Sonntag veröffentlicht sie dann ihre Bilanz in einer Pressemitteilung.

Mannheim/Heidelberg: Ausgangssperre wegen Corona - Großkontrolle der Polizei

Die Kontrollen hinsichtlich der Ausgangssperre finden in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen statt. Es wird eine stationäre Kontrollstelle im Stralsunder Ring in Leimen eingerichtet und in der Nacht werden am Neckarmünzplatz in Heidelberg die Autofahrer überprüft.

Insgesamt nimmt die Polizei 434 Autos und 512 Personen unter die Lupe. Dabei kann sie 67 Verstöße gegen die Corona-Verordnung des Landes feststellen, davon 37 gegen die Ausgangssperre. 39 Personen müssen mit einer Anzeige rechnen, davon 14 Fahrer, die sich nicht an die Ausgangsregeln halten. Bei den restlichen reicht ein aufklärendes Gespräch, so die Polizei Mannheim.

Die meisten überprüften Personen sind Berufstätige, die nach Hause wollen und eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorlegen können. Viele von ihnen arbeiten in medizinischen Bereichen. „Der Großteil der kontrollierten Personen war einsichtig und zeigte Verständnis für die Beschränkungen und die damit einhergehenden Kontrollen“, so die Beamten. Ab 22 Uhr habe das Personenaufkommen bereits merklich abgenommen. Ab Mitternacht seien die Straßen in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und dem Rhein-Neckar-Kreis praktisch leer, heißt es vom Polizeipräsidium Mannheim.

Corona in Mannheim/Heidelberg: Polizei kontrolliert Ausgangssperre – die Bilanz

„Die erste Nacht, in der die landesweiten Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten waren, verlief ruhig und ohne Zwischenfälle. Obwohl die weitere Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durch die Landesregierung erst am Freitagabend bekannt gegeben wurde, wurden die Ausgangsbeschränkungen durch die Bevölkerung in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis überaus verantwortungsbewusst und diszipliniert angenommen“, so die Bilanz der Polizei.

Bereits im vergangenen Wochenende hat die Polizei in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis Maßnahmen ergriffen. Durch eine starke Präsenz mit zusätzlichen Beamtinnen und Beamten, einem Mix aus mobilen und stationären Kontrollen sowie einem deutlichen Plus an Streifentätigkeiten auch zu Fuß, sei dafür gesorgt, dass die Ausgangsbeschränkungen im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim respektiert und eingehalten werden.

In den kommenden Nächten werden weitere Kontrollen stattfinden, auch hier wird der Schwerpunkt bei der Ausgangssperre liegen. Dabei steht primär die Kommunikation, Aufklärung und Akzeptanz über die notwendigen Maßnahmen im Vordergrund. (pol/jol)

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