Sparplan um drei Jahre vorgezogen

Commerzbank schließt 10 Filialen in Metropolregion Rhein-Neckar – Kunden geschockt

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Das „Bankensterben“ geht weiter. Die Commerzbank baut Stellen ab - und das mit aller Härte. Durch Corona wird nun der sogenannte „Turn-Around“ vorgezogen.

  • Die Commerzbank hat aufgrund von Corona viele Filialen in der Region geschlossen.
  • Ein Sparplan, der erst 2023 greifen sollte, wird nun vorgezogen.
  • Für die Region bedeutet das: 10 Bank-Geschäfte unter anderem in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen machen dicht.

Die Commerzbank hat viele Filialen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Doch hier wie anderswo will sie nun an ihnen sparen. Mehr Online Banking und weniger Filialgeschäft ist der Plan. Für Kunden und Angestellte bedeutet das: Filialen machen dicht. Die Commerzbank begründet das mit einem veränderten Kundenverhalten, wodurch lokale Filialen überflüssig geworden sind.

Commerzbank schließt Filialen: Diese Filialen bleiben geschlossen

Die Commerzbank steckt nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie in der Krise, aber die durch Corona ausgelöste Wirtschaftskrise beschleunigt den Niedergang des Filialgeschäfts. Ein Sparplan, der Schließungen von Filialen beinhaltet, wird nun um drei Jahre vorgezogen. Deutschlandweit bleiben nun 200 Commerzbank-Filialen geschlossen – in der Region sind zehn Filialen betroffen. Auf Anfrage des Mannheimer Morgen teilt dies eine Unternehmenssprecherin mit.

Diese Commerzbankfilialen bleiben geschlossen:

  • Eppelheim
  • Heidelberg-Neuenheim
  • Hockenheim
  • Ladenburg
  • Lampertheim
  • Wiesloch
  • Mannheim-Lindenhof
  • Mannheim-Neckarau
  • Ludwigshafen-Oppau
  • Bad Dürkheim

Die Mitarbeiter sollen in Zukunft an andere Standorte wechseln.

Commerzbank schließt Filialen: Auch ohne Corona kommt die Schließung

Die Filialen sind bereits geschlossen – aufgrund der Corona-Pandemie und dem Lockdown. Doch auch, wenn weiter gelockert werden sollte, werden sie nicht wieder öffnen. Dies solle Klarheit schaffen für die Kunden, da eine kurzfristige Öffnung aus Kundensicht nicht nachvollziehbar sei. Im Sparplan der Commerzbank, der vor Corona bis 2023 umgesetzt werden sollte, sei die Schließung der Filialen ohnehin vorgesehen gewesen.

Auch die Commerzbank-Filiale in Heidelberg-Neuenheim soll geschlossen werden.

Die acht Filialen, die wieder öffnen sind Mannheim-Sandhofen, Sinsheim, Grünstadt, Worms, Pirmasens, Landau in der Pfalz, Walldorf und Saarlouis.

Commerzbank schließt Filialen: Das Kundenverhalten ändert sich

Die deutschen Banken forcieren schon seit geraumer Zeit die Umstellung auf das Online Geschäft. So sind Online Konten zum Beispiel weitaus günstiger als Konten, die von einem Berater geführt werden. Im Grunde ist dies für die Bank und die Kunden von Vorteil. Ein Knackpunkt bleibt aber was mit den Mitarbeitern passiert, die keine neue Aufgabe im sich verändernden Bankgeschäft finden.

Die Sparmaßnahmen der Commerzbank kommen nicht von ungefähr. Schon lange war eine Veränderung in der Unternehmensstruktur angekündigt. Corona bietet nun die Möglichkeit Veränderungen schneller voranzutreiben. Was das für den Wert des Unternehmens und seine Zukunftsfähigkeit bedeutet, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.

Die Wirtschaft ist von Corona hart getroffen worden. Clubs und Bars im ganzen Rhein-Neckar-Kreis müssen schließen. Und auch Deutschlands größte Kaufhaus-Kette macht Kaufhäuser dicht. (lpb)

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Florian Römer

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