30-Jährigem droht Anzeige

Drohne stürzt vor Regionalbahn! Polizei-Einsatz nach Zug-Drama

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Symbolfoto

Bruchsal - Riesen Schock für die 130 Reisenden in der Regionalbahn nach Bruchsal. Der Zugführer leitet plötzlich eine Notbremsung ein – aus diesem unglaublichen Grund: 

Die Regionalbahn ist am Mittwochabend gerade auf dem Weg nach Bruchsal, als der Fahrzeugführer in der Nähe der Gleise eine Person sieht. Sofort veranlasst der Mann eine Notbremsung des mit rund 130 Personen besetzten Zuges. Dass eine kleine Drohne das Zug-Drama erst auslöste, stellt sich erst später heraus. Zunächst steigt der Zugführer aus dem Zug nach Bruchsal aus, um nach dem Rechten zu sehen. Im Gleisbereich der Strecke in Richtung Bruchsal findet er einen Mann, der offenbar etwas sucht. Wie die Polizei schließlich rausfindet, hat der 30-jährige Bulgare seine Drohne verloren, die direkt im Bereich der Gleise abgestürzt ist. 

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Zug-Drama bei Bruchsal: Drohne stürzt in Gleisbett

Die Drohne hätte der Mann eigentlich überhaupt nicht fliegen dürfen. Denn in einem Bereich von weniger als 100 Metern über und neben Bahnanlagen darf man keine Drohnen steigen lassen. Dass das auch für die Gleise bei Bruchsal gilt, kriegt der 30-Jährige von der Bundespolizei deutlich zu hören. Bei dem Drohen-Absturz vor die Regionalbahn ist glücklicherweise nichts schlimmeres passiert – trotzdem muss die Strecke zwischen Heidelsheim und Bruchsal rund 30 Minuten gesperrt werden. Ganz anders bei einem ähnlichen Vorfall in Ludwigshafen. Am Montag (15. Juli) will eine 28-jährige Autofahrerin eine Bahngleise überqueren und macht einen fatalen Fehler: Sie übersieht eine anfahrende Rangierlok! Der Zug rammt ihr Auto und die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an.

Drohne stürzt bei Bruchsal vor Regionalbahn – Strecke gesperrt

Neben der Landes- und Bundespolizei sind am Mittwoch auch die Feuerwehren aus Bruchsal und Heidelsheim sowie ein Notarzt und ein Rettungswagen vor Ort. Hätte sich der Drohnen-Pilot lieber einmal früher überlegt, wo er sein Fluggerät startet – dann hätte er weder einen Großeinsatz ausgelöst, noch hätte er jetzt eine Anzeige am Hals. Kurze Zeit später stürzt ein bemanntes Flugzeug in Bruchsal ab und alle Insassen sterben. Bei dem tragischen Unfall kracht das Flugzeug in ein Bauhaus; unter den Opfern ist ein Politiker aus München.

Auch in Mannheim kam es am Mittwoch zum Chaos im öffentlichen Nahverkehr: Ein Lkw-Fahrer machte einen folgenschweren Fehler – und brachte eine Bahn zum entgleisen. Mehrere Menschen wurden verletzt – der Schaden ist enorm. Aus einem wesentlich harmloseren Grund ist aktuell auch die Zugstrecke zwischen Heidelberg und Neckargemünd gesperrt. Für Pendler und Nachtschwärmer könnte diese Sperrung aber trotzdem zur Schwierigkeit werden. 

pol/kab

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