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„Ultimativer Adrenalinkick“: Mann aus Hessen knackt Bobby-Car-Weltrekord – mit 130 km/h

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Von: Katja Becher

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Hesse schafft Bobby-Car-Weltrekord
Der Hesse Marcel Paul steht im Ortsteil Sichenhausen mit seinem modifizierten Bobbycar auf der Startrampe. © Frank Rumpenhorst/dpa

Mit einem aufgemotzten Bobby Car hat sich ein Mann aus Hessen voraussichtlich einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde gesichert. Mit über 130 km/h knackte er den Weltrekord:

Nach zwei Probeläufen raste der 29-jährige Marcel Paul am Samstag (28. Mai) mit 130,7 Stundenkilometern einen Abhang auf einer Landstraße nahe Schotten im Vogelsbergkreis (Hessen) hinunter und stellte damit einen Geschwindigkeitsrekord auf, wie die Organisatoren berichteten. Auch der Geschwindigkeitsrekord in der zweiten Disziplin mit einem klassischen Bobby Car mit Plastikreifen glückte. Hier brachte Paul auf 106 Kilometer pro Stunde.

Mann aus Hessen schafft Bobby-Car-Weltrekord – „Ultimativer Adrenalinkick“

Das Rekord-Institut für Deutschland habe beide Spitzenwerte bereits anerkannt, die nun bei Guinness für die Eintragung für den Bobby-Car-Weltrekord eingereicht würden. Für die rasende Fahrt auf der Landstraße mit 15 Prozent Gefälle war eigens eine Ampelanlage aufgestellt worden. Ein Bremsauslauf von 300 Metern sollte zusätzlich für Sicherheit sorgen.

Seine Leidenschaft für die kultigen Rutschautos entdeckte Paul schon vor vielen Jahren. Mit zwölf fing er an, Bobby Cars umzubauen, 2005 hörte er dann erstmals von Meisterschaften – und war sofort Feuer und Flamme. Mit einem benachbarten Schmied habe er einen Prototyp entwickelt und schon bald europaweit an Wettbewerben teilgenommen – ein „ultimativer Adrenalinkick“, wie der 29-Jährige sagt.

„Genau der richtige Zeitpunkt“: Marcel Paul aus Hessen ist bereits Bobby-Car-Weltmeister

2007 holte Paul dann erstmals den Weltmeistertitel in der Jugendklasse, mittlerweile ist er vierfacher Weltmeister in der Profi-Klasse des Bobby Car Sportverbands, der nach Pauls Worten als einziger vom Spielwarenhersteller „Big“ lizenziert ist. Ähnlich wie in der Formel eins werden dabei Punkte bei jedem Rennen vergeben – wer bis zum Saisonende die meisten ergattert, wird Weltmeister.

Um während der Fahrten, bei denen er dicht über dem Asphalt und schneller als manches Auto unterwegs ist, gut geschützt zu sein, trägt der Hesse Motorradkleidung aus Leder-Kombi und Sturzhelm. Das Jahr für seinen Weltrekord hat sich Paul mit Bedacht ausgesucht: Vor 50 Jahren wurden die robusten Bobby Cars erstmals auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt. „Ich dachte mir, das ist genau der richtige Zeitpunkt, es mal zu versuchen“, sagte Paul. (dpa/kab)

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