1. Mannheim24
  2. Region

Corona-Impfstoff von BioNTech: Diese Nebenwirkungen drohen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Josefine Lenz

Wie wird der Impfstoff gegen Corona von BioNTech und Pfizer angewendet? Was beinhaltet er überhaupt? Und welche Nebenwirkungen drohen? Der Beipackzettel liefert die Antworten:

BioNTech aus Mainz und Pfizer aus den USA sind zu wahren Hoffnungsträgern in der Corona-Krise geworden. Denn sie haben monatelang an einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Im Dezember dann die gute Nachricht: Es ist ein sicheres Vakzin gefunden worden! Laut den Angaben bietet der Corona-Impfstoff einen 95-prozentigen Schutz gegen das Virus.

UnternehmenBioNTech
SitzMainz
GründerUğur Şahin, Özlem Türeci

BioNTEch und Pfizer wollen weltweite Zulassungen beantragen. In Großbritannien wurde diese schon erteilt, sodass am Dienstag (8. November) dort die flächendeckende Massen-Impfung der Bevölkerung startete. Die erste Person, die den Corona-Impfstoff außerhalb der Testreihen bekommen hat, ist die 90-jährige Maggie aus Nordirland. Mit einer Zulassung des BioNTech-Vakzins in Deutschland und Europa wird jetzt noch vor Weihnachten gerechnet.

Corona-Impfstoff von BioNTech: Beipackzettel veröffentlicht – so wird das Vakzin vorbereitet

Zwei Tage nach Impfstart in Großbritannien ist der Beipackzettel des Corona-Impfstoffs veröffentlicht worden. Unter anderem berichtet die Bild-Zeitung darüber. Darin werden unter anderem Vorbereitung, Anwendung und Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer erläutert.

Der Impfstoff gegen das Coronavirus muss gefroren transportiert und gelagert werden. Die Temperatur beträgt eiskalte -80 bis -60 Grad. Nach dem Auftauen ist der Impfstoff noch fünf Tage haltbar, wenn er bei maximal acht Grad gelagert wird. Bei einer Zimmertemperatur bis zu 25 Grad muss er innerhalb von zwei Stunden verwendet werden, sonst landet er in der „Tonne“. Auch interessant: Das steht im Beipackzettel des Astrazeneca-Impfstoffs.*

Corona-Impfstoff von BioNTech: So wird er angewendet

Sobald ein Arzt einen Patienten impfen will, muss er den Impfstoff auftauen lassen. Anschließend wird das Serum mit 1,8 Milliliter Kochsalzlösung verdünnt und mehrfach vertikal gekippt. Der BNT162b2-Impfstoff wird in einer Flasche mit einem Fassungsvermögen von 0,45 Milliliter gelagert, sodass man durch die Verdünnung fünf Dosen à 0,3 Milliliter bekommt. Wenn der Impfstoff verdünnt ist, muss er innerhalb von sechs Stunden aufgebraucht werden.

Ein Patient wird intramuskulär geimpft, also zum Beispiel an einem Armmuskel. Wer gegen Corona geimpft worden ist, muss die Prozedur nach 21 Tagen wiederholen. Nach der zweiten Injektion soll der Geimpfte mindestens sieben Tage später immun gegen Covid-19 sein. Wie lange die Immunität andauert, ist noch unklar. Laut Experten halten die Corona-Antikörper, die durch eine Infektion gebildet wurden, mindestens sechs Monate an.

In dem Impfstoff von BioNTech sind folgende Inhaltsstoffe enthalten:

Corona-Impfstoff von BioNTech: Das sind die Nebenwirkungen

BioNTech veröffentlichte bereits erste Informationen zu den Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffes. Dafür sind mehrere tausend Menschen in Impfversuchen getestet worden. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die ethnische Herkunft keine Rolle spiele und der Impfstoff bei Menschen ab 16 Jahren gleich wirke. Wie das Corona-Serum von Kindern vertragen wird, ist noch nicht klar. Britische Gesundheitsbehörden raten Menschen, die unter starken Allergien leiden, vom Impfstoff ab.

Die Nebenwirkungen auf einem Blick

Der Impfstoff von BioNTech wird seit Ende Dezember 2020 in Deutschland verabreicht. Laut Impfdashboard sind mittlerweile 12,3 Millionen Impfdosen des Vakzins „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer geliefert worden (Stand: 4. April). (jol)

Auch interessant

Kommentare