1. Mannheim24
  2. Region

BASF in Ludwigshafen: Sp(r)itze! So viele Aniliner sind durchgeimpft

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peter Kiefer

Ludwigshafen – Seit 14. April impft die BASF ihre Beschäftigten im werkseigenen Impfzentrum. Tausende Aniliner haben das freiwillige Angebot bereits angenommen:

Update vom 13. September: Fünf Monate werkseigenes Impfzentrum in der BASF – Zeit für eine (vorläufige) Schlussbilanz: Seit dem 14. April haben sich rund 21.000 Beschäftigte des Chemie-Riesen am Stammwerk in Ludwigshafen vollständig gegen Corona impfen lassen. Ihre Erstimpfung haben sogar rund 22.000 Aniliner in der Multifunktionshalle am Tor 11 erhalten. Das deutschlandweit erste betriebliche Impfzentrum hat zwar eigentlich seit Ende August geschlossen, wäre jedoch für möglicherweise nötige Drittimpfungen binnen weniger Tage wieder voll einsatzbereit. Den schützenden dritten Piks würden dann auch diejenigen der 39.000 BASFler in Ludwigshafen verabreicht bekommen, die ihre beiden Impfungen zuvor nicht vom rund 100-köpfigen Team um die Betriebsärzte bekommen haben. Angesichts einer geschätzten Impfquote von bis zu 80 Prozent zeigt sich die Konzern-Leitung sehr zufrieden mit der Akzeptanz des freiwilligen Impfangebots.

Übrigens: Unser LUDWIGSHAFEN24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

BASF in Ludwigshafen: Eigenes Impfzentrum – So viele Aniliner sind durchgeimpft

Erstmeldung vom 16. Juli: Spritzen im Akkord! Die Durchimpfung der rund 39.000 Beschäftigten im BASF-Stammwerk in Ludwigshafen schreitet mit großen Schritten voran. Nachdem am 14. April im Rahmen des Modellprojektes „Betriebsarztimpfungen“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz das werkseigene Impfzentrum (Nähe Tor 11) als offizielles Impfzentrum eröffnet hat, sind bereits Tausende Vakzin-Dosen injiziert worden. Der Impfstoff „Comirnaty“ von BioNTech wird wöchentlich geliefert. Denn das Impfzentrum der BASF unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen, die für alle Impfzentren in Deutschland gelten. Die Verteilung des Impfstoffs erfolgt zentral über das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. 

Ein geimpfter Mitarbeiter sitzt im BASF-Impfzentrum im Wartebereich, in dem mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung beobachtet werden.
Ein geimpfter Mitarbeiter sitzt im BASF-Impfzentrum im Wartebereich, in dem mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfung beobachtet werden. © Uwe Anspach/dpa

So haben die Betriebsärzte und ihr Team bislang 21.500 Erstimpfungen (Stand 16. Juli) im Kampf gegen das tückische Coronavirus verabreicht, wie eine Konzernsprecherin am Freitag auf Anfrage von LUDWIGSHAFEN24 mitgeteilt hat. Seit der 21. Kalenderwoche am 24. Mai werden bei dem Chemie-Riesen die Zweitimpfungen durchgeführt – 14.400 Beschäftigte haben den zweiten Piks seitdem intus. Über 100 Personen sorgen für den Betrieb des Impfzentrums, 30 Mitarbeitende werden für den normalen Tagesbetrieb benötigt. Die Impfteams schaffen täglich 1.200 Impfungen: 600 Erstimpfungen und 600 Zweitimpfungen.

NameBASF SE
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
Gründungsjahr6. April 1865
Mitarbeiter110.302 (Stand: 2020)
Umsatz59,149 Mrd. Euro (Stand: 2020)

Schließlich hat man bei der BASF einige Erfahrung mit Impfungen: „Mit unseren Grippeschutzimpfungen haben wir über die Jahre viel Erfahrung mit der Organisation und Durchführung großer Impfkampagnen gesammelt. Darum haben wir der Landesregierung in Mainz unsere Hilfe bei der Impfung gegen COVID-19 angeboten, um so das öffentliche Gesundheitswesen zu unterstützen“, so Prof. Dr. med. Stefan Lang, Chief Medical Officer BASF.

BASF in Ludwigshafen: Schon 14.400 Beschäftige sind mit BioNTech durchgeimpft

Da das Land Rheinland-Pfalz bereits am 7. Juni die Impfpriorisierung aufgehoben hat, gilt diese natürlich auch in der BASF nicht mehr. Heißt: Inzwischen kann sich „jeder Mitarbeitende für einen Impftermin registrieren“, so die BASF-Sprecherin. Und zwar alle Beschäftigten der BASF SE und der in Rheinland-Pfalz ansässigen BASF-Gruppengesellschaften – und zwar unabhängig davon, in welchem Bundesland sie wohnen. Die Impftermine können über das betriebsinterne Registrierungstool online beantragt werden.

Von der anfänglichen Idee, mittelfristig auch Angehörigen von Anilinern ein Impfangebot zu machen, hat der weltgrößte Chemiekonzern inzwischen Abstand genommen. „Dazu hat sich das Unternehmen nach intensiven Überlegungen und Rücksprache mit der rheinland-pfälzischen Landesregierung entschieden“, heißt es dazu von der BASF.

Hintergrund: Seit auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Corona-Impfungen anbieten, habe sich die Lage deutlich entspannt. Auch die öffentlichen Impfzentren verfügen mittlerweile über ausreichend Kapazitäten und immer mehr freie Termine. (pek)

Auch interessant

Kommentare