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5 Jahre nach BASF-Katastrophe: Revision verworfen – Urteil rechtskräftig

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Von: Daniel Hagen

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Explosion bei BASF
Fünf Jahre nach der Explosion bei der BASF ist das Urteil rechtskräftig. (Archivfoto) © picture alliance/dpa

Ludwigshafen - Fünf Jahre nach der BASF-Katastrophe in Ludwigshafen hat der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Als am 17. Oktober 2016 eine Explosion auf dem Werksgelände der BASF die Stadt Ludwigshafen erschüttert, ist das Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar. Tage später steht das traurige Ergebnis fest: Insgesamt fünf Tote und 44 Verletzte sind zu beklagen. Bei den Toten handelt es sich um vier Feuerwehrleute und einen Matrosen eines Tankschiffs. Der Sachschaden liegt bei etwa 500 Millionen Euro. Fünf Monate später – am 5. Februar 2017 – beginnt am Landgericht Frankenthal der Prozess gegen Andrija K.

NameBadische Anilin- & Soda-Fabrik (BASF)
HauptsitzLudwigshafen am Rhein
CEOMartin Brudermüller (seit 4. Mai 2018)
Anzahl der Beschäftigten:117.628

BASF-Katastrophe: Fünf Jahre nach Explosion – BGH verwirft Revision

Dieser soll dem Gericht zufolge bei Schweißarbeiten an einer stillgelegten Rohrleitung vorgenommen und seinen Trennschleifer versehentlich an einer benachbarten gasführenden Leitung angelegt haben. Die dadurch entstandene Stichflamme erhitzte eine Ethylen-Fernleitung, was nach einigen Minuten zu zwei heftigen Explosionen und einer Feuerwalze führte. Nach knapp drei Jahren fällt am 27. August 2019 das Urteil gegen den Angeklagten. Der damals 65-Jährige wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in fünf Fällen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Gegen das Urteil hat der Verteidiger des Angeklagten Revision eingelegt.

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BASF-Katastrophe: Urteil ist jetzt rechtskräftig

Kurz vor dem fünften Jahrestag des Explosionsunfalls mit fünf Toten beim Chemieriesen BASF in Ludwigshafen hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Revision des Angeklagten verworfen. Ein Urteil des Landgerichts Frankenthal sei damit rechtskräftig, teilt der BGH in Karlsruhe am Freitag (15. Oktober) mit. Der 4. Strafsenat habe unter anderem geprüft, ob der Verursacher einer Gefahrenquelle für den bei der Gefahrbekämpfung eingetretenen Tod oder für dabei erlittene Körperverletzungen von Berufsrettern strafrechtlich einzustehen habe, teilt der BGH mit.

„Für den vorliegenden Fall hat der Senat dies bejaht und die Verurteilung durch das Landgericht bestätigt.“ Das Strafurteil sei damit rechtskräftig. Ende September hat sich übrigens auch eine andere BASF-Katastrophe gejährt. Vor genau 100 Jahren sind bei einer Explosion 561 Menschen getötet und rund 2.000 verletzt worden. (dpa/dh)

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