Aktion „Helping Hands“

Coronavirus: BASF stellt Millionen Masken her – und hilft bei Impfstoff-Beschaffung

Ludwigshafen - BASF treibt den Kampf gegen das Coronavirus voran. Nach einer Millionen-Spende an Atemschutzmasken. Die erste Lieferung für Deutschland wird an Jens Spahn übergeben.

  • Der Chemiekonzern BASF spürt die Auswirkungen des Coronavirus und die Unsicherheit in der Wirtschaft.
  • Am 8. März meldet die BASF einen Coronavirus-Fall – ein Mitarbeiter ist infiziert.
  • BASF-Hauptversammlung wird verschoben. 
  • Die BASF stellt dringend benötigtes Desinfektionsmittel her.
  • Auslieferung von Hand-Desinfektionsmittel an Krankenhäuser rund um Ludwigshafen hat begonnen. 
  • BASF spendet über 100 Millionen Atemschutzmasken an Deutschland.

Update vom 10. Juni: Im Rahmen von „Helping Hands" stellt die BASF nicht nur Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken her. Der Chemiekonzern unterstützt auch weltweit die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. „Wir entwickeln keine pharmazeutischen Wirkstoffe, aber BASF hat mehr als 150 Jahre Erfahrung in der Erforschung von Substanzen. Das heißt, wir haben das Wissen und große Substanzbibliotheken mit unterschiedlichsten Wirkstoffen“, sagt Dr. Peter Eckes, Leiter des BASF-Forschungsbereichs „Bioscience Research“. Das Unternehmen hat zudem eigene Computerprogramme entwickelt, um Moleküle zu designen, und es hat den Supercomputer Quriosity. „Diese enorme Forschungskraft bringen wir ein, um auch hier unseren Beitrag bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten“, betont Eckes. Insgesamt verfolgt das Unternehmen dabei mehrere Ansätze.

Update vom 4. Juni: Im Rahmen der Hilfsaktion „Helping Hands“ hat BASF für die Bekämpfung der Corona-Pandemie 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken an die Bundesrepublik Deutschland gespendet. BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller übergibt die erste Lieferung davon am Donnerstag dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf dem Gelände der DRK-Kliniken Berlin Westend. Die Masken gehen an das Deutsche Rote Kreuz, stellvertretend für weitere Organisationen, die im Bereich Medizin, Pflege und Rettungsdienste aktiv sind. 

Dazu gehören die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Diakonie, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe. „Wir bedanken uns herzlich bei BASF für die großzügige Maskenspende – auch im Namen aller anerkannten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände. Sie helfen, die Coronavirus-Pandemie weiter einzudämmen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes

Coronavirus: BASF übergibt Masken an Rheinland-Pfalz

Update vom 18. April: „In dieser Situation mit anzupacken und zu unterstützen, ist für alle bei BASF eine Selbstverständlichkeit“, sagt der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Brudermüller am Freitag (17. April). Im BASF-Logistikzentrum in Frankenthal übergibt er der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer die erste Tranche von insgesamt 1 Million Atemschutzmasken der Stärke FFP2. Das Ganze ist Teil der BASF-Spendenaktion „Helping Hands“. Neben Desinfektionsmittel will das Unternehmen aus Ludwigshafen insgesamt 100 Millionen Schutzmasken an die Bundesrepublik Deutschland spenden! 

Die vielfältige Unterstützung der BASF bringt uns einen großen Schritt unserem Ziel näher, Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens mit Schutzmasken auszustatten, die den Träger vor Infektionen schützen“, erklärt Malu Dreyer und beteuert, dass die Landesregierung sehr dankbar für die Spende sei. Der Chemie-Riese habe sich zudem bereit erklärt, bei der Beschaffung wichtiger Schutzausrüstung aus dem Ausland zu helfen. In Rheinland-Pfalz gibt es keine Maskenpflicht, zumindest bis jetzt.

Coronavirus: BASF produziert pro Woche 100.000 Liter Desinfektionsmittel

Update vom 15. April: BASF wird in Ludwigshafen deutlich mehr Desinfektionsmittel produzieren. Das teilt der Chemie-Riese am Mittwoch (15. April) mit. Im Rahmen der Aktion „Helping Hands“ stellt BASF jetzt Hand-Desinfektionsmittel auf Isopropanol-Basis und Bio-Ethanol-Basis her. Damit werden wöchentlich bis zu 100.000 Liter dringend benötigter Hand-Desinfektionsmittel produziert. Sie sollen kostenlos der Online-Plattform „Notfallversorgung Desinfektionsmittel“ zur Verfügung gestellt werden. Die Plattform des Verbands der Chemischen Industrie soll Anbieter und Interessenten zusammenbringen und die bundesweite Belieferung von Großabnehmern koordinieren.

Die chemische Industrie in Deutschland steht zu ihrer Verantwortung und leistet einen Beitrag, um unser Gesundheitssystem während der Corona-Pandemie zu stützen. BASF ist stolz nun auch Teil der Initiative des VCI zu sein und Desinfektionsmittel kostenlos bundesweit zu verteilen. Darüber hinaus können wir nun auch den Rahmen unserer Versorgung vor Ort erweitern“, sagt Michael Heinz, BASF-Vorstand und Standortleiter in Ludwigshafen.

Coronavirus: BASF weitet Desinfektionsmittel-Produktion deutlich aus

Bislang hatte BASF in Ludwigshafen isopropanolhaltiges Hand-Desinfektionsmittel hergestellt. Nachdem die Behörden kurzfristig auch Bio-Ethanol als Einsatzstoff zugelassen haben, kann jetzt in einer weiteren Anlage auch Bio-Ethanol als Ausgangsstoff genutzt werden. 

Einen Teil der zusätzlichen produzierten Desinfektionsmittel wird BASF weiterhin kostenlos dem Gesundheitswesen in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und darüber hinaus zur Verfügung stellen. BASF hatte die Aktion „Helping Hands“ in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt ausgeweitet. BASF beliefert mittlerweile Krankenhäuser, Hausarztpraxen, sowie Städte und Landkreise in der Metropolregion, die zuvorderst Pflegeeinrichtungen versorgen. 

Mittlerweile haben sich bundesweit über 2.000 Kliniken, Praxen und weitere Institutionen aus dem Gesundheitsbereich gemeldet. Auch weitere BASF-Standorte in Schwarzheide, Münster und Düsseldorf haben ähnliche Aktionen gestartet. Anfragen weiter an: standortaktuell@basf.com.

Coronavirus: BASF spendet über 100 Millionen Atemschutzmasken

Update vom 14. April: Im Rahmen der BASF-Hilfsaktion „Helping Hands“ im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie spendet BASF 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken an Deutschland. Zusätzlich kommen dem Land Rheinland-Pfalz 1 Million Masken zu. Die Masken werden in China eingekauft und für den Versand nach Deutschland vorbereitet.

Die erste Schutzmaskenlieferung erwartet die BASF Anfang nächster Woche am Flughafen Frankfurt. Dort werden sie an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer übergeben. „Eine Notsituation wie diese können wir nur alle gemeinsam bewältigen“, so BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller. „Wir nutzen deshalb unsere Einkaufsnetzwerke und unsere Logistik in China, um zu helfen.“ Die Verteilung der Masken erfolgt über das Bundesministerium für Gesundheit und in Rheinland-Pfalz durch das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

Die Maskenspende ist eine von verschiedenen Initiativen der BASF-Hilfsaktion „Helping Hands“. Insgesamt engagiert sich BASF weltweit mit einer Summe von rund 100 Millionen Euro in der Pandemie-Bekämpfung.

BASF spendet 100 Millionen Atemschutzmasken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Produktion von Hand-Desinfektionsmitteln. BASF hat hierfür an Standorten wie Ludwigshafen, Düsseldorf und Münster-Hiltrup in kurzer Zeit neue Kapazitäten geschaffen und kann mit den erworbenen Rohstoffen bis zu 1 Million Liter produzieren. Rund 150.000 Liter wurden bereits in der Metropolregion Rhein-Neckar und von anderen BASF-Standorten an Kliniken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens (Ärzte, Pflegeheime) kostenlos verteilt.

Unterdessen verteilt auch die Stadt Heidelberg Gratis-Schutzmasken an niedergelassene Ärzte im Stadtgebiet. 

Coronavirus: BASF liefert kostenloses Desinfektionsmittel – nicht nur an Kliniken! 

Update vom 27. März, 22:30 Uhr: Nachdem BASF in den vergangenen Tagen ausschließlich Krankenhäuser in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) kostenlos mit Hand-Desinfektionsmittel beliefert hat, weitet das Unternehmen die Aktion „Helping Hands“ nun Schritt für Schritt auf weitere Bereiche des regionalen Gesundheitswesens aus. 

BASF fokussiert sich bei dieser Ausweitung zunächst auf hausärztlich tätige Arztpraxen mit lokaler Notfallversorgungsfunktion in der MRN. „Das Interesse ist riesig und zeigt, dass es richtig war, schnell und unbürokratisch zu helfen. Ich bin stolz auf das ganze Team, das die Aktion in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat“, sagt Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Standortleiter Ludwigshafen. 

Übrigens: Alle Infos zu den neuesten Entwicklungen, Entscheidungen der Regierungen und möglichen weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens findest Du in unserem neuen Rheinland-Pfalz-Ticker zum Coronavirus.

Coronavirus: BASF liefert Desinfektionsmittel direkt in die Praxis 

Bislang haben sich weit über 1.000 Kliniken, Praxen und weitere Institutionen aus ganz Deutschland bei BASF gemeldet. Da die Produktionskapazitäten am Standort Ludwigshafen auf etwa 35 Tonnen pro Woche begrenzt sind, musste von Beginn an priorisiert werden. BASF belieferte zunächst nur Krankenhäuser, die intensivmedizinische Kapazitäten und Beatmungskapazitäten vorhalten. 

Aktion „Helping Hands“: BASF stellt kostenlos Desinfektionsmittel für Krankenhäuser und Arztpraxen her.

Nun wird die Belieferung Schritt für Schritt ausgedehnt, stets angepasst an die täglich verfügbaren Kapazitäten. Bereits begonnen wurde mit der Versorgung von Arztpraxen. Auch hier muss BASF priorisieren. Versorgt werden derzeit ausschließlich hausärztlich tätige Praxen mit lokaler Notfallversorgungsfunktion in der Metropolregion Rhein-Neckar. 

Die BASF-Fahrbereitschaft liefert das Desinfektionsmittel nach vorheriger Anmeldung direkt in die Praxis. BASF ist zuversichtlich, die Belieferung, je nach tagesaktueller Verfügbarkeit, Schritt für Schritt auch auf weitere Bereiche des Gesundheitswesens in der MRN ausdehnen zu können. Dazu sucht BASF derzeit den Austausch mit den Städten und Landkreisen der Metropolregion Rhein-Neckar.

Coronavirus: BASF startet mit Lieferung von Desinfektionsmittel an Krankenhäuser in der Region!

Update vom 23. März: In der Coronavirus-Krise hat die BASF erste Kliniken mit Hand-Desinfektionsmittel beliefert. Es handle sich dabei um Krankenhäuser in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, teilt ein Konzernsprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit. „Heute und in den kommenden Tagen setzen wir die Lieferungen fort, und es gehen Sendungen mit Hand-Desinfektionsmitteln an weitere Krankenhäuser in der Metropolregion Rhein-Neckar", kündigt er an. Für die Herstellung von Desinfektionsmittel hat das Chemie-Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums erhalten. 

Aktion „Helping Hands“: BASF stellt kostenlos Desinfektionsmittel für Kliniken und Krankenhäuser her

Als ersten Krankenhaus ist das Theresienkrankenhaus in Mannheim beliefert worden. „Aufgrund unserer Produktionskapazitäten fokussieren wir uns auf medizinische Einrichtungen (Universitätskliniken, Krankenhäuser der Maximalversorgung, usw.), die intensivmedizinische Kapazitäten und Beatmungskapazitäten vorhalten“, heißt es in einem Schreiben.

Coronavirus: BASF verschiebt Hauptversammlung

Update vom 17. März, 19:45 Uhr: Wegen der gesundheitlichen Gefahren durch das Coronavirus verschiebt die BASF ihre Hauptversammlung. Das Treffen sollte in Mannheim stattfinden, die baden-württembergische Landesregierung hat jedoch Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern bis zum 15. Juni verboten. Wegen der Verschiebung könne BASF die Dividende nicht wie geplant am 6. Mai bezahlen, betont das Unternehmen. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest.

Coronavirus: BASF stellt Desinfektionsmittel her – kostenlos für Krankenhäuser

Update vom 17. März: Kostenloses Hand-Desinfektionsmittel für Krankenhäuser – das ist das Ziel der Aktion „Helping Hands“, die die BASF ins Leben ruft. Derzeit steckt der Chemiekonzern aus Ludwigshafen noch mitten in der organisatorischen und technischen Umsetzungen. Aber: Bereits Ende dieser Woche sollen die Desinfektionsmittel den Krankenhäusern zu Verfügung stehen. Für die Herstellung habe das Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums bekommen, wie ein Konzernsprecher am Montag mitteilt. Denn normalerweise steht Desinfektionsmittel nicht im BASF-Portfolio. „Von den Krankenhäusern in der Region wissen wir, dass die Versorgungslage bei geeigneten Desinfektionsmitteln teils sehr angespannt ist", sagt BASF-Werksleiter Uwe Liebelt einer Mitteilung zufolge. „Wir wollen daher helfen, die Verfügbarkeit zu sichern.

Aktion „Helping Hands“: BASF stellt kostenlos Desinfektionsmittel für Kliniken und Krankenhäuser her

Dem Chemie-Unternehmen zufolge produziert der Konzern am Standort Ludwigshafen einige der Rohstoffe, die zur Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet werden können. Andere notwendige Rohstoffe werden extern zugekauft und innerhalb der Wertschöpfungskette zur Herstellung anderer Produkte verwendet. „Wir haben uns überlegt, wie wir im Rahmen unserer Möglichkeiten am besten helfen können, indem wir jene unterstützen, auf die es jetzt ganz besonders ankommt: die Ärztinnen, Ärzte und das Pflegepersonal in den Kliniken", so BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz. 

Coronavirus: BASF ergreift Maßnahme – und stellt eigenes Desinfektionsmittel her

Update vom 16. März: Die BASF will angesichts der Lage ein eigenes Desinfektionsmittel herstellen und dieses ab Ende dieser Woche den Krankenhäusern in der Metropolregion kostenlos zur Verfügung stellen. Aktuell sind in vielen Super- und Drogeriemärkten die Desinfektionsmittel ausverkauft, einige Krankenhäuser und Kliniken in Deutschland berichtet sogar über Desinfektionsmittel-Diebstähle. Die BASF will Haut- und Flächendesinfektion herstellen. Für die Herstellung hat das Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums erhalten. „Von den Krankenhäusern in der Region wissen wir, dass die Versorgungslage bei geeigneten Desinfektionsmitteln teils sehr angespannt ist“, so BASF-Werksleiter Uwe Liebelt einer Mitteilung zufolge. „Wir wollen daher helfen, die Verfügbarkeit zu sichern."

Aktion „Helping Hands“: BASF stellt kostenlos Desinfektionsmittel für Kliniken und Krankenhäuser her

BASF: Coronavirus-Fall in Ludwigshafen – Mitarbeiter infiziert

Update vom 8. März: Wie die BASF am Sonntag bestätigt, gibt es einen ersten Coronavirus-Fall in Chemie-Konzern. Der Mann, der in Ludwigshafen beschäftigt ist, kommt aus Neustadt. Er sowie Kontaktpersonen werden ab sofort unter häuslicher Quarantäne stehen. „Der werksärztliche Dienst der BASF arbeitet weiter eng mit den zuständigen Behörden zusammen und erwägt in Absprache mit den Behörden im Umfeld des betroffenen Mitarbeiters weitere Maßnahmen“, so die BASF in einer Mitteilung.

Auch der Softwarekonzern SAP beklagt infizierte Mitarbeiter und muss deshalb sogar einen Standort im Saarland auf unbestimmte Zeit schließen.

„Hohe Unsicherheit in der Weltwirtschaft“: BASF-Chef erwartet Belastungen wegen Coronavirus

Update vom 28. Februar: Durch das Coronavirus rechnet die BASF mit deutlichen Belastungen für die Weltwirtschaft. „In diesem Jahr erleben wir bereits in den ersten beiden Monaten eine hohe Unsicherheit in der Weltwirtschaft", sagt Unternehmenschef Martin Brudermüller bei Vorlage der Jahreszahlen am Freitag in Ludwigshafen. Mit dem Coronavirus sei ein neuer Faktor hinzugekommen, der das Wachstum am Jahresanfang vor allem in China erheblich belaste. Eine geringere Nachfrage und Produktionsausfälle in vielen Branchen seien Folgen der Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus. So bleiben zahlreiche Fabriken in China über das Neujahrsfest hinaus geschlossen oder produzieren in geringerem Umfang. 

Vor allem im ersten und zweiten Quartal rechnet die BASF mit negativen Effekte. Zudem erwarte er nicht, „dass die Corona-Effekte im Jahresverlauf vollständig ausgeglichen werden können", fügt Brudermüller hinzu. Dennoch will BASF im laufenden Jahr nach einem Umsatzrückgang 2019 wieder wachsen. Die Erlöse sollen 2020 auf 60 bis 63 Milliarden Euro steigen nach 59,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern peilt das Unternehmen im laufenden Jahr 4,2 Milliarden bis 4,8 Milliarden Euro an. 2019 ging das Ergebnis um 28 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zurück.

BASF, ABB und Co.: So sollen sich Mitarbeiter vor Coronavirus schützen

Erstmeldung vom 27. Januar: Seit Anfang des Jahres hält ein neuartiges Coronavirus, das in China ausgebrochen ist, die Welt in Atem. Vor allem in der Metropole Wuhan, die etwa 11 Millionen Einwohner hat, häufen sich die Erkrankungen. Laut Spiegel-Online meldet China bisher 80 Todesfälle und 2.744 Infizierte! Die Regierung des Landes hat daher die Maßnahmen verstärkt und etwa ein dutzend Städte abgeschottet. Doch auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, Australien und Frankreich, hat es bereits Ansteckungen gegeben. Auch in Deutschland steigt die Sorge, dass das Coronavirus ausbricht.

Ein Verschwörungs-Video sorgt derweil für Panik unter der Bevölkerung – alle Infos und Fakten zum Thema Coronavirus.

Mannheim/Ludwigshafen: Angst vor Cornoavirus – Gesundheit der BASF-Mitarbeiter steht im Fokus

Im Kampf gegen den neuen Coronavirus sind auch Firmen aus der Region gefordert. Denn mehrere Unternehmen haben Niederlassungen und Mitarbeiter in China – deren Gesundheit nun im Fokus steht. Nach Informationen des „Morgenweb“ habe der Chemiekonzern BASF ein Reiseverbot für seine Mitarbeiter verhängt. Der Konzern hat zwei Standorte in China. Einen in Nanjing, ein weiterer in Zhanjiang wird derzeit gebaut. 

Die Lage spitzt sich zu. Nachdem am Samstagabend über 100 Menschen aus Wuhan nach Deutschland gebracht wurden, gibt es die ersten Corona-Infizierten in Germersheim. In Deutschland sind acht weitere Menschen am Coronavirus erkrankt – nun auch in NRW und Baden-Württemberg.

Mannheim/Ludwigshafen: Reiseverbot und Mundschutz sollen BASF-Mitarbeiter vor Coronavirus schützen

Auch die Firma Siemens, die in Mannheim eine Niederlassung hat, habe in Wuhan einen kleinen Standort. Wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage des „Morgenweb“ erklärt, habe man die Mitarbeiter dazu angehalten, nicht die betroffene zentralchinesische Region zu besuchen. 

Der Schweizer Konzern ABB mit Hauptsitz in Mannheim betreibt in Shanghai eine Roboterfabrik. Die Mitarbeiter sollen sich an die Anweisungen der chinesischen Regierung halten. Diese untersagt Reisen nach Wuhan und empfiehlt einen Mundschutz zu tragen. Auch das Robert Koch Institut und die WHO raten zu diesen Maßnahmen. Die Institute schätzen zudem die Gefahr, dass das Virus nach Deutschland und die EU importiert wird, als sehr gering ein. 

In China breitet sich der Coronavirus immer weiter aus. Daher will die Bundesregierung 90 Deutsche aus dem Corona-Krisenherd Wuhan einfliegen. Das Flugzeug der Bundeswehr soll voraussichtlich am 1. Februar am Frankfurter Flughafen landen. Von dort werden die 90 China-Rückkehrer im Luftwaffenstützpunkt in Germersheim gebracht und zwei Wochen lang unter Quarantäne gesetzt.

Als das Coronavirus ausbrach, absolvierte der Heidelberger Student Michel Leisner ausgerechnet in Wuhan ein Praktikum. So entkam er aus der Sperrzone.

Mannheim/Ludwigshafen: Wegen Coronavirus – Home Office als Alternative 

Erst vor kurzem hat der Softwarekonzern SAP ein Büro in der Metropole Wuhan eröffnet. Auch hier sollen sich die Mitarbeiter an die Richtlinien halten. „Bei Bedarf können die Kolleginnen und Kollegen vor Ort virtuell zusammenarbeiten oder sich im Home Office aufhalten“, sagt ein Sprecher gegenüber dem „Morgenweb“. Zudem sei der Bestand an Hygieneartikeln und Schutzmasken erhöht worden. 

Der Weinheimer Freudenberg-Konzern und das Partner-Unternehmen NOK beschäftigen etwa 10 Mitarbeiter in einem Büro. Für diese habe die Firma ein Reiseverbot nach Wuhan verhängt – zusammen mit strengen Gesundheitsrichtlinien für Reisen innerhalb Chinas. 

Mannheim/Ludwigshafen: Unternehmen stehen im Kontakt zu Behörden wegen Coronavirus

Rund 360 Mitarbeiter des Industriekonzerns ThyssenKrupp arbeiten derzeit in Zentralchina. Für diese gelte zwar kein Reiseverbot, wer aber in Wuhan gewesen sei, solle erstmal zu Hause bleiben. Generell stünden die Unternehmen im Austausch mit den örtlichen Behörden wegen des Coronarvirus. Dazu zählen auch Roche und Daimler, die zwar Niederlassungen in China haben, aber nicht in Wuhan. 

Die Unikliniken Mannheim und Heidelberg stehen vor einer neuen Herausforderung. Der Coronarvirus aus China ist in Deutschland angekommen und die Kliniken haben mit ersten Verdachtsfällen zu tun. 

Auch wenn die Reaktion der chinesischen Regierung drastisch erscheint, mahnt die Bundesregierung hierzulande vor Panikmache und beteuert immer wieder, dass sie auf eine Corona-Epidemie vorbereitet sei. Trotzdem kursieren viele Verschwörungstheorien im Internet, die Angst vor einer tödlichen Corona-Welle schüren. Selbst Mannheim bleibt vor der Gerüchteküche nicht verschont, denn es kursieren Fake News in den sozialen Medien, die behaupten, ein Corona-Patient würde in einem Mannheimer Krankenhaus behandelt werden. In Rheinland-Pfalz hat sich zwischenzeitlich ein 27-jähriger Mann einen schlechten Scherz erlaubt, als er eine gefälschte Tagesschau-Meldung erstellt hat. Darin heißt es, dass das Coronavirus auch in Kaiserslautern ausgebrochen sei.

Während sich die meisten wegen des Coronavirus sorgen machen, steigt die Zahl der Grippefälle immer weiter an. In Rheinland-Pfalz gab es schon zwei Grippetote. 

Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Rohöl ist der Spritpreis an den Zapfsäulen in der Metropolregion Rhein-Neckar auch drastisch gesunken. 

An der Uniklinik in Heidelberg blieb der große Ansturm bisher aus. Seit März stehen hier ein Großteil der Intensivbetten leer, weshalb die Krankenhausleitung in eine „neue Normalität“ schreiten will.

dh/dpa/jol

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