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Deutsche Bahn: Reiseverbot für Masken-Verweigerer? „Ein klares Signal“

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Von: Daniel Hagen

Die Deutsche Bahn will wohl nun härter gegen Maskenverweigerer vorgehen. Wer mehrfach gegen die Regel verstößt, muss mit einer krassen Strafe rechnen.

Im Kampf gegen das Coronavirus will die Deutsche Bahn in Zukunft wohl härter gegen Maskenverweigerer vorgehen. Laut einer Meldung des Unternehmens von Anfang Dezember würden sich zwar 99 Prozent der Passagiere mittlerweile an das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung halten, doch es gibt trotzdem schwarze Schafe. „Wir wollen ein sicheres Weihnachten mit der Familie. Die Maskenpflicht in der Bahn ist unser wirkungsvollstes Instrument. Mit dem bundesweiten Aktionstag geben wir noch einmal ein klares Signal: Maske auf! Vorbildlich und verantwortungsvoll unterwegs - um sich und andere zu schützen“, sagt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer an diesem Tag.

NameDeutsche Bahn
HauptsitzBerlin
CEORichard Lutz
Umsatz42,7 Milliarden EUR (2017)
TochtergesellschaftenDB Schenker, DB Cargo, DB Regio

Deutsche Bahn: Unternehmen geht hart gegen Maskenverweigerer vor

Was in Restaurants, öffentlichen Gebäuden und Straßenbahnen bereits völlig normal ist, hat bei der Deutschen Bahn nicht von Anfang an geklappt. Zu Beginn der Corona-Pandemie wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Zügen der DB nicht wirklich kontrolliert – weil Züge kein Hotspot seien. Im November macht der Bund-Länder-Gipfel dann Druck bei dem Unternehmen und die Maßnahmen zur Einhaltung werden verschärft. Mehr Kontrollen und ein größerer Abstand zwischen den Sitzplätzen sind das Ergebnis.

Doch nun will die Deutsche Bahn noch einen Schritt weiter gehen gegen die Masken-Muffel. Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland bestätigt ein Sprecher des Unternehmens, dass Passagiere, die wiederholt keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, einen Beförderungsausschluss bekommen. Das heißt im Klartext: ein dauerhaftes Reiseverbot in den Zügen der Deutschen Bahn. Sollte der Verweigerer sich nicht daran halten, begeht er Hausfriedensbruch.

Deutsche Bahn: Bundespolizei meldet 3.700 Verstöße gegen Maskenpflicht

Bislang müssen Masken-Muffel nur am nächsten Bahnhof aussteigen und ein Bußgeld zahlen. Nun könnte neben einer Geldstrafe sogar noch eine Freiheitsstrafe drohen. Mitte September bis Anfang Dezember hat die Bundespolizei an Bahnhöfen und in Zügen rund 200.000 Menschen ohne Maske angetroffen. In 3.700 Fälle ist der Verstoß weitergeleitet worden. Über die Weihnachtsfeiertage hat auch das Polizeipräsidium Mannheim auf die Einhaltung der Corona-Verordnung geachtet. Dabei gibt es viel zu tun. (dh)

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